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Burgschwalbach (6 km östlich von Katzenelnbogen)

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Die Geschichte der Grafschaft nach Jahreszahlen von K.E.Demandt

1479

Anna, geb. Gräfin von Nassau, Gräfin von Katzenelnbogen, bekundet, daß ihr nach dem Tode ihres Gemahls, Graf Philipps von Katzenelnbogen, von Landgraf Heinrich von Hessen, Grafen von Katzenelnbogen und Diez, Ziegenhain und Nidda, ihr Wittum, ihre Leibzucht, Morgengabe und sonstigen Besitzungen urkundlich zugesichert worden sind, wogegen sie auf die Grafschaft Katzenelnbogen mit Zubehör für alle Zeiten verzichtet und keinerlei Forderungen mehr wegen des Nachlasses, fahrender Güter oder Pfandschaften stellen will.

1479 Bernhard Spriekast kam (von Waldmannshausen) mit 9 Begleitern durch Hadamar, als er die Gräfin von Rheinfels auf ihren Witwensitz Schwalbach geführt hatte.

1489 Landgraf Wilhelm [III.] belehnt Philipp von Reifenberg, Sohn des +Friedrich, mit sechs Gulden Geld aus der Kellerei Hohenstein als Mannlehen als Ersatz der einst von dem Grafen von Katzenelnbogen auf die Bede zu Burgschwalbach verschriebenen

1489 Landgraf Wilhelm [III.] belehnt Friedrich Rode zugleich wegen seines Bruders Johann mit fünf Pfund Geld auf dem Zoll zu St. Goar, die sie, ihr +Ahnherr und Vater Johann und Philipp Rode von dem +Grafen Philipp von Katzenelnbogen zu Lehen trugen, sowie Haus, Garten und Weiher zu Burgschwalbach und weitere Güterstücke, wie sie diese vom +Landgrafen Heinrich zu Lehen trugen, als Burglehen zu Burgschwalbach. Die Lösung der fünf Gulden mit 50 Gulden, die sie dann auf ihren Eigengütern nächst Burgschwalbach widerlegen und zu Lehen empfangen sollen, wird vorbehalten.

 

Satellitenkarte



vor 1138 Hermann von Stahleck schenkt dem Kloster in St. Goar seinen Hof zu Burgschwalbach.(12)

1185 Die prümsche Vogtei wird erworben

1326 von Ludwig dem Bayern als Reichslehen zugesprochen

1365 von Graf Eberhard V (ältere Linie) erbaut

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1367 Gericht Panrod mit Zubehör an Graf Eberhard von Katzenelnbogen.

1368 Wochenmarkt dienstags in der Stadt

Verbandsbürgermeister Hahnstätten - Volker Satony

 

1370 Friedrich von Heppenheft wird Burgmann auf Burgschwalbach.

1389 Graf Eberhard V von Katzenelnbogen stiftet die Kapelle und einen Altar. (1879)

1425 Einnahmen der burgschwalbacher Kellerei an Wein 34 Fd. (34000l) davon 15 Fd. aus Schwalbach.(6127)

1430 werden 6500 l Wein produziert.

1453 Graf Philipp von Katzenelnbogen hält einen Tag mit Graf Johann von Nassau.(6139.6)

1456 Hertgin, der Glaser, wäscht und bessert die Fenster von Burgschwalbach aus. (6100)

1463 Wilhelm von Schönborn bekundet die Lieferung von 2000l Wein für 24 Gulden während der mainzer Stiftsfehde an die Reisigen des Grafen (5226)

1474 Emerich Baume von Dreispringen wird aus der Kerkerhaft im großen Turm freigelassen (5782)

1475 Peter Koch von Burbach wird aus der Kerkerhaft im großen Turm freigelassen (5828)

 

 

 

zur Burggastätte

Link zu einer sehr interessanten Seite

In zahlreichen Gemeinden des Aartals wurden im Mittelalter Reben angebaut, so in Hahnstätten, in Schießheim, in Rückertshausen, in Hohenstein und natürlich in Burgschwalbach selbst. Aus den erhalten gebliebenen Kellereirechnungen von Schwalbach aus den Jahren zwischen 1425 und 1453 ist zu entnehmen, dass sehr unterschiedliche Mengen geerntet wurden (zwischen 3 und 23 Fuder Wein) 1Fuder ungefähr 1000l). Bei der Vergabe eines Schwalbacher Burglehens durch Graf Johann IV an Henne Breder von Hohenstein 1442 und 1444 wurden auch Weinberge aufgeführt. 1442 hieß es: "zwei Stücke Weingärten oben am Schloß in der Aue, die vorzeiten Herrn Johann Lempchin gehörten" und 1444 "zwei Weingärten am Berge gen. Zalle, einen Weingarten an der Holen neben hertwin Pfeffers Weinberg". In beiden Jahren wurde auch je ein Weinberg in Schießheim genannt.

Die Weinbergshelfer verdienten dabei etwa 1 Gulden im Jahr.

Schwalbach diente im 15. Jahrhundert auch zweimal als Witwenversorgung für katzenelnbogische Gräfinnen aus dem Hause Nassau. Der Wittumsverschreibung im Jahre 1471für Ottilie, die Witwe des Grafen Philipp des Jüngeren, können wir entnehmen, dass der Weinertrag zu Schwalbach auf 1 Fuder und dieses auf 6 Gulden geschätzt wurde.

1473 hieß es im Wittumsvertrag für Gräfin Anna, die zweite Frau von Philipp d. Älteren:"Wenn die Weingärten bestellt werden, ergeben sie 5-6 Fuder (5000 - 6000 l ) Wein. Der Weinzehnte ergibt etwa 1/2 Fuder. Die Gräfin Anna darf jedes Jahr 1/2 Fuder Wein in den Ort Schwalbach zu Bannwein legen und zu ihrem Nutzen ausschenken lassen. (Nach Ottraud Rozumek-Fechtig)