katzenelnbogenalt

home

Stadecken und Essenheim

Hier geht´s zum Menu!

Die Burg Stadecken wurde Eberhard I, dem Begründer der jüngeren Linie des Grafenhauses, von König Rudolf vom Habsburg zur Hälfte geschenkt. Die Burg blieb immer in Teilbesitz. Sie war eine wichtige Verbindungsstation zwischen Ober- und Niedergrafschaft. Zur Kellerei gehörten zahlreiche Weingärten, die in guten Jahren 15 Fuder Wein erzeugten.
Die Weine wurden hauptsächlich zur Verköstigung der Grafenfamilie, deren
Aufenthalte häufig erwähnt sind, verwendet, Überschüsse aber auch
verkauft. Die Landschreiberrechnungen von Darmstadt und Hohenstein berichten aus
1454, dass 15 Fuder Wein von 11 Besitzern gekauft und nach Dornberg kamen. 1453 lief laut Botenregister der Bote Krampergerß von Hohenstein nach Stadecken um dort Wein zu bestellen und im darauffolgenden Jahr um nachzufragen, ob der Wein schon fertig sei.
Die Durchschnittsweineinkaufspreise lagen bei 12 Gulden pro Fuder Wein. Die Burg betätigte sich als Weinkommissionär, kaufte und verkaufte Wein. Der Pförtner erhielt zum Vergleich als Jahreslohn 3 Gulden. Der Kellermeister Peter Astheimer verringerte auch gelegentlich rücksichtsvoll die Zinszahlungen aus "vergangenen" Weinbergen. (nach Dr. Ottraud Rozumek-Fechtig)

Die Geschichte der Grafschaft nach Jahreszahlen von K.E.Demandt

 

1489 Landgraf Wilhelm [III.] bekundet, daß die Brüder Hermann, Henne und Friedrich Hund von Saulheim 10 Mark Geld zu Boppard als Burglehen zu Stadecken vom +Grafen Philipp von Katzenelnbogen zu Lehen trugen. Eine Teilsumme von fünf Mark war mit 50 Mark abgelöst und mit ihrem Teil an der sog. Zweifelstein (Czwivelsteyn) - Mühle zu (Nieder-)Saulheim widerlegt und zu Lehen genommen worden, wie dies vor Schultheiß und Schöffen zu Saulheim und Stadecken üblich ist. Er belehnt daher Friedrich Hund von Saulheim damit und mit der unablösbaren Rente von fünf Mark Geld zu Boppard als Burglehen zu Rheinfels

1489Landgraf Wilhelm [III.] belehnt Hermann Hund von Saulheim mit den Burglehen seines +Vaters Friedrich Hund von Saulheim, nämlich einem Teil an der Mühle Zweifelstein zu (Nieder-)Saulheim und dazugehörigen Gefällen, wie sie dem +Grafen Philipp von Katzenelnbogen für die Ablösung von fünf Mark durch 50 Mark widerlegt und als Lehen empfangen wurden, zugleich mit fünf Mark Geld zu Boppard, die er ebenfalls vom Grafen von Katzenelnbogen hatte, als Burglehen zu Rheinfels.

 

Satellitenkarte

1349

Grafen Johann II und Eberhard IV schließen mit Graf Walram von Sponheim einen Vertrag über die Finanzierung der Bauten an der ihm gemeinsamen Burg Stadecken

 

Verwaltungszentrum



1425

Abgaben für menner aus Essenheim

1437

Weingärten von Klaus Badenheimer und Kunz Schuhmann

1445

ein gräfliches Weingut besteht in Elsheim

1454

die stadecker Weingärten heißen: in der Sandgrube, im Horn, im Spitzbart, auf den sieben Morgen und der neue im Elsheimer Feld. Graf Philipp von Katzenelnbogen nimmt Herberge im Anthoniterhof. (6247)