RHEIN MAIN CHRONIK

Frankfurt - Wiesbaden - Mainz - Darmstadt

 

     
 

musketess historienthriller

 

Chronik Rhein-Main

mit Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt, Friedberg, Hanau und Bad Homburg

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Um Doppelnennungen wie z.B. allgemeine Gesetzgebung und Wetter zu vermeiden werden Fakten nur jeweils einmal aufgeführt: Deshalb auch hier nachsehen: zur Chronik der Region Nürnberg - Neumarkt - Regensburg

1945 Wetter: Exzellentes Weinjahr mit würzigen Tannin-Bomben (nzz.ch). - In Deutschland gibt es nur 510.000 Kraftfahrzeuge, hinter England mit 1.200.000 und Frankreich mit 1.400.000. - Der aus der jüdischen Gemeinde ausgetretene ehemalige frankfurter Oberbürgermeister, ehemaliger Aufsichtsrat unzähliger frankfurter Großunternehmen, der PreussenElektra, der Deutschen Lufthanasa, der Deutschen Bau- und Bodenbank und der Frankfurter Gasgesellschaft Ludwig Landmann (66) stirbt in seinem niederländischen Versteck an Unterernährung. - In Frankfurt hat die Stadt 170 jüdische Häuser und Grundstücke arisiert. - In Wiesbaden lässt der Leiter des NS Lebensbornheimes Taunus alias Bahnholz mit angeschlossenem Außenkommando des Frauen-KZ Ravensbrück Idsteiner Straße 111 (2019 katholisches Antonius-Altersheim) alle Kinder nach Ansbach in die Heime Franken I und II und danach in das Heim Hochland in Steinhörig evakuieren. Seit Kriegsbeginn sind rund 500 Kinder geboren worden. - In Wiesbaden ist das SS und Polizeigericht im Nerotal 34. - In Darmstadt wird SS Unterscharführer Erich Steuben mit militärischen Ehren begraben. - In Frankfurt richten die Amerikaner eine Fernsehsendeanlage ein. - In Frankfurt sprengt die Wehrmacht erfolglos die Neue Alte Brücke über den Main um die Allierten aufzuhalten. - In Mainz sprengt die Wehrmacht erfolglos die Rheinbrücke. - Der evangelische Korvettenkapitän Fürst Karl von Leiningen Dagsburg Hartenburg (St) (47) kommt in ein russisches Kriegsgefangenenlager, wo er innerhalb eines Jahres verhungert. Sein in Amorbach geborener Bruder Autorennfahrer Prinz Hermann von Leiningen (St) (44) ist mit der Grafentochter Irene von Schönborn Wiesentheid (St) (--) verheiratet. - In Wiesbaden flüchten der Regierungspräsident und der in Westpreußen geborene wiesbadener Oberbürgermeister Felix Piekarski (55) nach Osten. - In Wiesbaden werden Zerstörungsbefehle nicht ausgeführt. - In Wiesbaden wird der Straßenbahnverkehr eingestellt. - In Mainz werfen 435 Bomber der englischen Royal Air Force 1500 Tonnen Bomben hauptsächlich über der Neustadt, Weisenau, Gustavsburg und Bischofsheim ab. Es bricht ein Flächenbrand aus und es gibt 1209 Tote. - Der in Frankfurt geborene Kernchemiker Otto Hahn (66) erhält den Nobelpreis für Chemie des Jahres 1944. - Offenbach hat 12 Juden. - In Weilmünster enden in der Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster die T4 Morde und Verschickungen in Tötungsanstalten nach rund 6000 Fällen. - Der homosexuelle, kaltgestellte SA General, NSDAP Mitglied mit der Ehren Mitgliedsnummer 24 und viertgeborene deutsche Kaisersohn August Wilhelm von Zollern Preußen (St) (58) alias Auwi flieht mit seiner Schwägerin, Kronprinzessin Cecilie von Mecklenburg (St) (59) zu seiner Tante Margarete von Hessen (St) (73) ins amerikanisch befreite Kronberg. Er wird jahrelang interniert und bleibt ein treuer Nationalsozialist (+1949). - In Gießen Fronhausen stirbt der in Kopenhagen geborene Komponist und durch seine unstandesgemäße Heirat resignierte, stark sehbehinderte Landgraf Alexander Friedrich von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (82), wodurch das hanaukesselstädter Schloss Philippsruhe verwaist. - In Frankfurt eröffnet das unbeschädigte Hotel Monopol Metropol am Südausgang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Mannheimer Straße 11-13 als erstes Hotel der Stadt wieder. - In Wiesbaden wird das Kurhaus und Luxushotel Vier Jahreszeiten Kaiser Friedrich Platz Südseite zerstört und nicht wieder aufgebaut. - Der in Wiesbaden aufgewachsene strengprotestantische Studienrat und Stabsoffizier Hermann Kaiser (60) und der in Ziegenhain geborene Jurist und Rechtswissenschaftler Hans John (34) werden in Berlin als Verschwörer hingerichtet. - Der bopparder KPD Funktionär, langjährige NS Häftling und Zwangssoldat an der Ostfront Rudolf Steinwand (39) läuft zur Roten Armee über, engagiert sich in der sowjetischen Besatzungszone und steigt in der SED in die DDR Führungsriege auf. - In Wiesbaden werden in der Kaserne an der Schiersteiner Straße (2016 Europaviertel) mindestens 10 Deserteure an der Garagenanlage standrechtlich erschossen. - In Wiesbaden werden im Wald unterhalb des Berges Hohe Wurzel 16 ausländische Kalle-Zwangsarbeiter als Widerständler hingerichtet. - In Wiesbaden Kloppenheim werden polnische Zwangsarbeiter an der Friedhofsmauer hingerichtet. - In Frankfurt gibt es 160 Juden. - In Frankfurt fliehen der in Frankfurt geborene NSDAP Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden Otto Schwebe (42) und der NSDAP Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (61) 3 Tage vor der Besetzung durch die Amerikaner. Er befiehlt die Verteidigung bis zum letzten Mann und einen Tag später die Evakuierung und die Zerstörung der leeren Stadt Frankfurt. - In Wiesbaden wird der in Westpreußen geborene Standartenführer, Oberabschnitt Rhein SS Führer und wiesbadener Oberbürgermeister Erich Mix (42) abgesetzt (1954 erneut wiesbadener Oberbürgermeister und FDP Landtagsmitglied). - In Kronberg werden auf Schloss Friedrichshof die hessischen Kronjuwelen eingemauert, aber gefunden und verkauft. - In Eltville Eichberg sind im oder durch die Landesheilanstalt Eichberg Kloster-Eberbach-Straße 4 weitergeleitet 4600 Menschen durch Euthanasie ermordet worden, dazu 450 Kinder in der Kinderfachabteilung. - In Wiesbaden werden Halbjuden aus Mischehen ins KZ Theresienstadt verschleppt. - In Birstein wird Prinzessin Elisabeth Christiane von Isenburg (St) als Tochter des abgelehnten NSDAP-Sympathisanten Fürst Franz Ferdinand von Isenburg (St) (44) heiratet die russische Grafentochter Irina Tolstoi (St) (28) geboren. - Die Heilpraktikerin Prinzessin Elisabeth Helene Prinzessin von Isenburg (St) (69), Ehefrau des in Darmstadt geborenen SA Standartenführer der Obersten SA Führung NS Professor für Sippenforschung und Familienforschung Prinz Wilhelm Karl von Isenburg Büdingen (St) (42) organisiert als Präsidentin der rechtsradikalen Organisation Stille Hilfe die Flucht von NS-Verbrechern nach Südamerika. - In Wiesbaden zieht der amerikanische Standortkommandant in das verlassene SS und Gestapo Hauptquartier Villa Söhnlein Pabst mit den Gebäuden Paulinenstraße 7-11, das deshalb den Spitznamen Weißes Haus erhält, ein. - In Darmstadt hat die Schwemmkanalisation eine Länge von 150 km, aber es gibt es immer noch keine Abwasserkläranlage. Der Abwasser Sammler Darmbach hat sich zu einer stinkenden Kloake entwickelt. Die Abwasserverrieselungsflächen um den Hof Gehaborn und Weiterstadt haben eine Fläche von 4,8 qkm, wodurch Wurmkrankheiten sehr stark angestiegen sind. - Die in Mainz geborene wiesbadener Sektfabrikantentochter Anna Elisabeth Henkell alias Anneliese von Ribbentrop  (49) flieht ins Rheinland, veröffentlich später die Aufzeichnungen ihres Mannes und bleibt rechtsextrem. - In Marburg an der Lahn stirbt die unverheiratete Grafentochter Gräfin Adelheid von Solms Laubach (St) (70). Ihre unverheiratete Zwillingsschwester Frieda von Solms Laubach (St) (70) (+1961 Marburg) überlebt sie. - Darmstadt hat 69.539 Einwohner. - In Frankfurt wird der frankfurter Gestapo Leiter Reinhard Breder (34) (straffrei) zum Kommandeur der Sicherheitspolizei Hessen ernannt, weshalb sich die Gestapo aus Frankfurt ins Ausweichquartier Arbeitserziehungslager Hirzenhain in unmittelbarer Nähe des gräflichstolberger Hofgutes Luisenlust zurückziehen will, das allerdings noch gar nicht geräumt ist, weshalb der zwickauer Personalchef der Horch Werke Inspekteur der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in Wiesbaden und frankfurter Gestapo Chef SS Oberführer Hans Trummler (45) das Arbeitserziehungslager Hirzenhain räumen lässt. Einige Tage später werden die Gefangenen des Arbeitserziehungslagers an einem Waldrand in der Nähe von Glashütten von der Gestapo ermordet. - In Frankfurt werden im Westhafen Bachforellenweg 3 modernste aber wegen schlechter Verarbeitung nicht einsatzfähige U-Boote der U-Bootklasse XXI nicht mehr fertiggestellt. - In Darmstadt treffen die Amerikaner auf 50.000 Obdachlose, die in den Trümmern leben. - In Mainz werden die U50 Jährigen der zur Feuerschutzpolizei umfunktionierten Berufsfeuerwehr bewaffnet und zum Schutz von Industrieanlagen abgeordnet. - In Oppenheim richten die Amerikaner einen Brückenkopf ein. - Auf dem rechtsrheinischen Kornsand gegenüber Nierstein werden fünf Niersteiner und ein Oppenheimner, angebliche gefährliche Kommunisten, Cerry Eller, ihr Mann Johann Eller, Georg Eberhardt, Rudolf Gruber, Nikolaus Lerch und und Jakob Schuch von Leutnant Hans Kaiser (1953 10 Jahre Gefängnis) nach dessen Besuch der Gasstätte Wehner an der Fähre, in einer Flak-Stellung ermordet. In Nierstein ist Georg Ludwig Bittel NSDAP Ortsgruppenleiter (freigesprochen). Kurz nach der Exekution wird die Fähre gesprengt. - Die Besitzerin des Gestüts Erlenhof in Bad Homburg Industriellentochter Margareta von Thyssen (34) betreibt im Heimatort ihres Gatten Schlossbesitzer Graf Ivan von Batthyany (35) einen Erholungsort für die Waffen-SS. Gemeinsam feiern sie wenige Tage vor dem Einmarsch der Roten Armee mit der lokalen NSDAP und der SS ein Fest während in der nahe gelegenen Scheune Kreuzstadl beim Massaker von Rechnitz rund 180 ungarischjüdische Zwangsarbeiter ermordet werden. - Der in Darmstadt geborene bevollmächtigte General der deutschen Wehrmacht, Mitglied der Waffen SS Karl Wolff (45) (Behauptet 1964 bei der Anklage für den Tod von 30.0000 Juden verantwortlich zu sein erst 1945 von der Vernichtung der Juden erfahren zu haben) erlaubt dem Offizier Wichard von Alvensleben (43) unerklärlicherweise die Befreiung von 139 Sonder- und Sippenhäftlingen in Südtirol, viele davon Politiker und Adelige, darunter der in Offenbach Rumpenheim geborene Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP und ehemalige Oberpräsident der Preußischen Provinz Hessen Nassau Landgraf Philipp von Hessen (St) (45). - Der mit der in Mainz geborenen wiesbadener Sektfabrikantentochter Anna Elisabeth Henkell (49) verheiratete Reichsaußenminister Joachim Ribbentrop (52) flieht nach Hamburg und taucht unter dem Namen Reiser unter bevor er nach Nürnberg zum Kriegsverbrechertribunal gebracht wird. (1946 hingerichtet. Seine Pferdezucht Gestüt Asta wird die VDO Gründertochter und zweifache Olympia Dressur Goldmedaillengewinnerin Liselott Linsenhoff übernehmen). - In Mainz wird das Hotel Zum Hohenzollern Ecke Rheinallee/Kaiserstraße (2016 Hotel Mainzer Hof) Kaiserstraße 98 von den Franzosen genutzt. - In Frankfurt dringen die Amerikaner über die Wilhelmbrücke in die Stadt ein. - Der darmstädter Spenglermeister, Vorsitzender des Verwaltungsrats der darmstädter Sparkasse, der hessischen Elektrizitäts AG, der Darmstädter Flughafen AG und darmstädter NSDAP Oberbürgermeister Otto Christian Wamboldt (61) flieht vor den Amerikanern und begeht mit seiner Ehefrau Selbsmord. - Der in Pasing geborene Eisenbahnverwaltersohn, SS Gruppenführer und ehemalige darmstädter Oberbürgermeister Heinrich Müller (49) begeht in Potsdam mit seiner Frau und seinen drei Kindern erweiterten Selbstmord. - Der in Frankfurt geborene Schauspieler Hans Adalbert Droescher mit Künstlernamen Hans Adalbert Schlettow (57), der hauptsächlich finstere Gestalten spielt und sich auch als Hans Adalbert von Schlettow als Adeliger ausgibt, stirbt als Zivilist während der Schlacht um Berlin. - Die in Frankfurt geborene Schauspielerin Ida Wüst (61) spielt in ihrem 100. Spielfilm Die Brüder Noltenius. Ihre Entnazifizierung wird wegen massiver Vorwürfe der Denunziation von jüdischen Kollegen abgelehnt. - Postbriefkästen sind rot. - In Frankfurt fordert der überlebende Adler Zwangsarbeiter Max Loock die Amerikaner auf, die nach der Evakuierung des Adlerwerkes haufenweise toten Zwangsarbeiter und Beweismaterial zu sichern. Nur 25 in aller Eile auf dem Hauptfriedhof eingeäscherte Tote werden noch gefunden. Die Vorstandssekretärin von Adler Generaldirektor und Aktienmehrheitsbesitzer Ernst Hagemeier (--) (1966 Bundesverdienstkreuz) führt ihren Auftrag die Akten KZ Katzbach zu vernichten nicht aus. Die Akten verschwinden trotzdem aus dem Panzerschrank. Auch Abwehrbeauftrager Dr Engelmann wird wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Beide werden von Tätern zu Opfern des Systems umgedeutet, da man ihnen angeblich schon kranke KZ Häftlinge in die Fabriken schickte. - Die Wachmannschaft des KZ Auschwitz ist mit Adler Personenkraftwagen ausgestattet. - In Deutschland befinden sich 700.000 Menschen in KZs. - In Geisenheim wird die Grafentochter Angelika Leopoldine Maria von Ingelheim Mespelbrunn (St) als Tochter von Graf Philipp Alexander Rudolf Viktor Anselm Franz von Ingelheim Mespelbrunn (St) (30) geboren. - In Lorsbach verstecken Emil und Paula Heinzmann ein halbjüdisches Mädchen (12) 12 Monate lang. - Der ehemalige evangelische rüsselsheimer Pfarrer und gut vernetzte NS Widerständler Emil Fuchs (68) (1949 Umzug in die DDR als Professor in Leipzig), dessen Sohn Klaus Fuchs (34) in Los Alamos als Spion für die Sowjetunion das amerikanische Atombombenprojekt ausspioniert, schickt seinen halbwaisen Enkel Klaus Fuchs-Kittowski (11), den er wegen des Verlustes der Erziehungsberechtigung nicht bei sich behalten darf und dessen Vormund der berlintegeler Wehrmachts Gefängnispfarrer Harald Poelchau (42) wird, in die Odenwaldschule in Heppenheim, wo er 6 Jahre bleibt. Er wird Wissenschaftphilosoph. - In Darmstadt besteht das Zwangsarbeiter Internierungslager aus hunderten ungeheizten Zelten. - Das ehemalige SS Mitglied Fürst Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (42) befiehlt erfolglos seiner in St Petersburg geborenen Ehefrau Marie-Marguerite von Deringer (St) (42) sich und die Kinder Prinz Ludwig Wilhelm (St) (19) und Prinzessin Edda Marie (St) (15) zu vergiften und flieht alleine. Danach bewirbt er sich erfolgreich bei der amerikanischen Streitkräften in Bensheim als Offizier, kommt dann aber in ein Kriegsgefangenenlager, wo er eine psychische Krankheit zu simulieren beginnt. - Der in Arolsen geborene Erbprinz Josias von Waldeck und Pyrmont (St) (49) ist General der Waffen SS und für das KZ Buchenwald zuständig (lebt 1950 wieder als Multimillionär auf Schloss Arolsen). - In Frankfurt werden von der Großmarkthalle aus die letzten Halbjuden in die Vernichtungslager gefahren. Eine Fahrt auch im Viehwaggon dauert ohne Nahrung und Wasser etwa 3 Tage, wobei standartgemäß 4 Pfennig/Kilometer abgerechnet werden. Bei mehr als 500 Personen gibt es Mengenrabatt. Die Rechnung der Reichsbahn geht an die Firma Mitropa Poststraße 34. Die berechneten Beträge werden von der SS aus geraubtem Geld bezahlt. - Der in Offenbach geborene Wehrmachtssoldat Walter Buckpesch (21) desertiert wenige Tage vor Kriegsende von der Wehrmacht (1983 Mitglied des Bundestages). - Die sachsenweimareisenacher Prinzenwitwe Prinzessin Gerta von Isenburg Büdingen Wächtersbach (St) (82). - In Wächtersbach stirbt Prinzessin Gerta von Isenburg Büdingen (St) (49). - Das in Limburg an der Lahn geborene SA und NSDAP Mitglied Rechtsanwalt Heinrich Anton Wolf (37) ist anklagender Staatsanwalt am danziger Sondergericht, das der Gestapo und dem SD, dem Nachrichtendienst der SS zuarbeitet (1962 hessisches Landtagsmitglied, Bundesverdienstkreuz). - Fürst Friedrich Wilhelm von Wied Wied (St) (73) und sein Bruder der albanische Fürst Wilhelm Friedrich Heinrich von Wied Wied (St) (69) sterben. Nachfolger wird als 7. Fürst der Enkel Friedrich Wilhelm Heinrich Konstantin von Wied Wied (St) (14). - In Frankfurt tragen die Fußballvereine FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt Ligaspiele aus und spielen in einer Kriegsspielgemeinschaft aus Mangel an Spielern manchmal in einer Mannschaft. - Der in Frankfurt geborene KZ Auschwitz Aufseher August Angstmann (51) flieht. - Der in Frankfurt geborene Volkswirtschaftstudent und SS Obersturmbannführer im Raum Berchtesgaden Bernhard Frank (37) (2017 wohlhabender Tabakunternehmer und überzeugter Nationalsozialist) verhaftet Hermann Göring (52) wegen Hochverrats. - In Frankfurt bleibt das Gasthaus Wertheim Fahrtor 1 als einziges Fachwerkhaus unzerstört. - In Flörsheim wird die Opelbrücke gesprengt. 4 Tage später marschieren die Amerikaner ein. - In Frankfurt werden 400 noch von den Adlerwerken eingesetzte Zwangsarbeiter auf den Todesmarsch ins KZ Buchenwald Richtung Hanau getrieben. - In Frankfurt werden 3449 NSDAP Mitglieder verhaftet. - In Frankfurt flieht der Rektor der Goethe Universität Frankfurt Rassenhygieneprofessor Heinrich Wilhelm Kranz (48) und begeht Selbstmord. - Der in Wiesbaden geborene Eisenbahnersohn und NSDAP Staatssekretär im Reichsinnenministerium SS Obergruppenführer Wilhelm Stuckart (43) wird Reichsinnenminister und Reichskultusminister. - Die rechte Hand des frankfurter NSDAP Gauleiters, der ehemalige wiesbadener NSDAP Stadtrat, SS Standartenführer und maßgebliche hessennassauer T4 Euthanasiemord-Verantwortliche Fritz Bernotat (55) flieht als Otto Kallweit nach Fulda Neuhof, wo er noch 6 Jahre lebt (1951 Seine Witwe beantragt unter ihrem richtigen Namen Witwenrente, wodurch der Betrug auffliegt). - In Frankfurt befiehlt das Wehrmachtsoberkommando die Verteidigung bis zum letzten Mann. - In Falkenstein trifft sich nach dem Räumungsbefehl der Stadt Frankfurt der Vorstand des weltweiten Baukonzerns Holzmann AG um Heinrich Holzmann (--). Man beschließt den Laden zuzusperren. 33 der 56 Manager wollen trotzdem in Frankfurt bleiben. Die Vorstände Friedrich Linsenhoff (--) und Franz Rudolph (--) können nicht kommen, da sie durch einen Autounfall in Alsfeld verhindert sind. Der Holzmann Manager Friedrich Linsenhoff (--), der ein gefälschtes Familienwappen führt, ist leicht verletzt. - In Frankfurt kommt der FLAK Helfer und Reitlehrer Hans Günter Winkler (19) nach seiner Flucht aus Thüringen bei seiner Mutter unter. - In Offenbach werden jüdische Mischlinge in das Ghetto Theresienstadt verschleppt. - In Deutschland kostet 1 Kilo Brot 37 Pfennig, 1 Kilo Kartoffeln 13 Pfennig und 1 Kilo Schweinefleisch 1 Reichsmark und 84 Pfennig. - In Wiesbaden ist das Ufa Lichtspieltheater alias Kino in der Wilhelmstraße 36 (2017 Caligari FilmBühne) und Marktstraße 9 das eleganteste Kino der Stadt. - In Frankfurt sind bereits 456 der 1200 Zwangsarbeiter im KZ Katzbach auf dem Werksgelände der Adlerwerke in der Ecke Weilburger Straße/Kleierstraße unter Lagerleiter SS Hauptscharführer Erich Franz tot. 500 werden auf Güterwaggons ins KZ Bergen-Belsen abtransportiert. Der Rest wird zu Fuß aus dem Lager getrieben und marschiert über Dörnigheim, wo 9 Zwangsarbeiter tot zusammenbrechen und neben der Straße verscharrt werden, Richtung KZ Buchenwald. - Der in Frankfurt jüdischprotestantisch konvertierte Chemie-Industrielle Friedrich Ludwig von Gans (76) hat 3 Jahre KZ Theresienstadt überlebt, ist aber halb verhungert, geistig verwirrt und begeht im Folgejahr Selbstmord. - Der katholische mainzer Bischof Albert Stohr (55) versteckt sich mehrere Monate im evangelisch geprägten mainzer Weinbaugebiet Engelstadt bis zum Eintreffen der Amerikaner. - Im Regierungsbezirk Wiesbaden sind mehr als 20.000 hilfslose fürsorgebedürftige Menschen ermordet. - In Darmstadt wird der Direktor der Adlerwerke Ernst Hagemeier interniert. Nach seiner Entlassung 1948 verhindert er aus unbekannten Gründen den weiteren Bau von Adler-Automobilen. - In Kelsterbach sind auf dem Gelände Taubengrund im Durchgangslager KZ Kelsterbach für Zwangsarbeiter aus Russland, Weissrussland und Polen alias Russenlager insgesamt 214 Menschen ermordet worden, darunter 68 Kleinkinder bis 2 Jahre. 3000 Insassen werden befreit. - Der in Diez geborenen Pfarrersohn, NSDAP Mitglied, SA Mitglied, ehemaliger Rechtsverwalter der Deutschen Evangelischen Kirche und in Funktion Regierungspräsident des polnischen Warthegaus August Jäger (58) wird von den Briten mit dem Spttznamen Henker Großpolens verhaftet. - In Darmstadt bleibt der darmstädter Maler Professor Adolf Beyer (76) trotz seiner fanatischen NS Vergangenheit unangetastet. - In Wiesbaden lassen die Amerikaner die Theater Walhalla in der Mauritiusstraße 3 und Kirchgasse 64 und Großer Atlantik als Bordelle wiedereröffnen, wo die Soldaten für 9 Dollar Sex mit Prostituierten kaufen können. Ebenso im Gasthaus Happy Hill in Schierstein. - In Frankfurt kommt der Hochstapler, Berufsverbrecher und angebliche Judenretter Herbert Engler (--) nach jahrelangen Gefängnisaufenthalten ua durch die Gestapo in diverse KZs verschleppt an und behauptet einen Doktorgrad zu besitzen, weshalb man ihn zum Ministerialrat ernennt und ihn zum Abteilungsleiter im Ministerium für Arbeit und Wohlfahrt des Landes Groß-Hessen macht, wo er zum Vater des Hessischen Betriebsrätegesetzes wird (1949 fliegt er auf. Die Hintergründe werden jahrzehntelang verschwiegen). - In Darmstadt  verhandelt der Direktor des Evangelischen Verein für Innere Mission Pfarrer Wilhelm Röhricht (52) über die Rückgabe der von den Amerikanern besetzten Heime.

1944 Wetter: Eisiges Jahresende. - Aachen wird von den Amerikanern erobert. - Der in Arolsen geborene Erbprinz Josias von Waldeck und Pyrmont (St) (48) wird General der Waffen SS und schafft es seinen Intimfeind, den in Darmstadt geborenen KZ Kommandant Karl Otto Koch (St) (44) im Rahmen der Buchenwalder Korruptionsaffäre zur Wiederherstellung der Ehre der SS hinrichten zu lassen. - In Frankfurt wird das Luxushotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 von Fliegerbomben zerstört. - Der in Westpreußen geborene NSDAP Standartenführer und wiesbadener Oberbürgermeister Erich Mix (41) wird SS Führer Oberabschnitt Rhein (1971 Ehrengrab in Wiesbaden 2014 aberkannt). - In Wiesbaden wird das NSDAP Reichsschulungslager aufgelöst und nach Oppenheim verlegt. - In Wiesbaden dient das Lebensbornheim Taunus alias Bahnholz mit angeschlossenem Außenkommando des Frauen-KZ Ravensbrück Idsteiner Straße 111 (2019 katholisches Antonius-Altersheim) als Zwischenstation für Mütter, Kinder und Angstellte aus anderen Lebensbornheimen wie dem Heim Westerwald bei Paris, dem Heim Ardennen in Belgien, dem Heim Pommern und dem Heim Warthegau, wo sie ermordet werden. - In Wiesbaden ist Unter den Eichen ein Außenkommando des KZ Hinzert bei Trier und eine Ausweichstelle der SS Dienststelle im SS Bunker. - In Wiesbaden werden mögliche Verschwörer des Hitlerattentats im Polizeigefängnis in der Friedrichstraße 25 inhaftiert und gefoltert. - In Frankfurt wird das homosexuelle Swing Jugend Mitglied mit langen Haaren Wolfgang Lauinger (26) ein zweites Mal von der Gestapo in der Zentrale in der Lindenstraße 27 verhört, nachdem er seinen Freund Josef Steingass aus dem Gefängnis in Frankfurt befreit hatte, doch da ihm nichts nachgewiesen werden kann, wird er wieder freigelassen. - In Rüsselsheim sterben nach einem Bombenangriff auf das Opelwerk mit 674 Bomben, die fast alle ihr Ziel verfehlen, 201 Menschen, 24 davon Dorfbewohner, der Rest sind Zwangsarbeiter. In Rüsselsheim wiegeln in der zerstörten Frankfurter Straße vor dem Park-Hotel die Rüsselsheimerinnen Käthe Reinhardt, ihre Schwester Margarete Witzler und deren Tochter Lilo mit Kindermörder-Rufen die Bevölkerung zur Lynchjustiz an 8 von Soldaten bewachten englischen Bomberpiloten, Norman Rogers, John Sekul, Thomas Williams, William Dumont, Elmore Austin, William Adams, Sidney Brown, Forest Brininstool, Haigus Tufenkjia, auf, die zunächst vom Kneipenwirt Philip Gutlich mit einem Knüppel verprügelt und während ihrer Flucht zum nächsten Verladepunkt an der Ecke Grabenstraße/Taunusstraße wieder eingeholt und gestellt werden, wo der rüsselsheimer NSDAP Ortsgruppenleiter Joseph Hartgen mit Pistolenschüssen in die Luft hinzugekommene Bewohner der Rheinstraße, Opelarbeiter, Flaksoldaten und Flieger herumkommandiert und anfeuert sie mit Besenstielen und Schaufeln totzuschlagen. Der Schullehrer Christoph Keil will dazwischengehen, wird aber mit Mach dich fort, sonst bekommst du es auch noch! -Drohungen vertrieben. Der Fabrikarbeiter August Wolf beginnt ihnen mit seinem Hammer auf den Kopf zu schlagen. Seine Kollegen Wolf und Fugmann bewerfen sie mit großen Steinen und Eisenbahnschwellen bevor sich auch Soldaten beteiligen. Der rüsselsheimer NSDAP Ortsgruppenleiter Joseph Hartgen ergreift ebenfalls einen Hammer und schlägt ihnen ebenfalls auf den Kopf. Als sie sich nicht mehr bewegen, erschießt er sie mit Kopfschüssen. Hitlerjungen müssen die Leichen vom Mob begleitet zum Waldfriedhof karren. William Adams und Sidney Brown stellen sich tot und überleben im Leichenhaufen. - In Mainz wird Bischofsheim, Ginsheim, Gonsenheim mit Kaserne, Gustavsburg, Kastel, Kostheim, die Neustadt, Weisenau und der Hauptbahnhof bombardiert, der aber nach kurzen Reparaturarbeiten wieder in Betrieb genommen wird. - In Frankfurt werden von der englischen Royal Air Force 3000 Tonnen Sprengbomben abgeworfen. - In Eppstein Niederjosbach werden Kriegsdienstuntaugliche und die Jahrgänge 27, 28 und 29 zum Schanzenbau an den Westwall eingezogen. - Der hattersheimer SPD Mann und Drucker Peter Nida wird nach Verbüßung seiner 3 jährigen zweiten Haftstrafe an die Stapo übergeben, die ihn in Schutzhaft nimmt und ins KZ Dachau verschleppt, wo er innerhalb eines Jahres stirbt. - In Frankfurt sterben nach einem nächtlichen Bombenangriff der englischen Royal Air Force 421 Menschen. Es gibt 55.000 Obdachlose. - In Frankfurt sterben nach einem zweiten nächtlichen Bombenangriff der englischen Royal Air Force 1001 Menschen. Es gibt 120.000 Obdachlose. - In Frankfurt stirbt die Ehefrau des in Offenbach Rumpenheim geborenen ehemaligen finnischen Kronprinzen, evangelischen Rittmeisters, Bankkaufmanns der arisierten frankfurter Filiale der M. M. Warburg & CO Bank, NSDAP und SA Mitglieds, NSDAP Obertaunuskreis Landrat Prinz Wolfgang von Hessen Kassel (48), die badische Prinzessin Marie Alexandra von Baden (46) in einem Luftschutzkeller. - In Darmstadt wird das oberirdisch zerstörte Gasthaus und Weinlokal Bockshaut Kirchstraße 7-9 von Sofie Heiß unterirdisch in den Kellergewölben weitergeführt. - Der in Wiesbaden Biebrich geborene Offizierssohn und General Ludwig Beck (64) wird in Berlin als Verschwörer hingerichtet. - In Wiesbaden renovieren Polizeigefängnis Häftlinge aus der Friedrichstraße 25 auf dem Gelände des Reit- und Fahrclubs Unter den Eichen hinter dem Cafe Ritter einige unisolierte Baracken der Jockeys notdürftig, wo 75 luxemburgische Widerständler und KZ Häftlinge unter der Führung eines SS Hauptsturmführers eingesperrt werden, die Büroräume für Ordnungspolizei, Waffen SS, Ergänzungsstelle Rhein, SS Helferinnen Heim und einen Schutzraum für den Warschauer Ghetto Massenmörder Generalleutnant der Waffen SS und Polizei Jürgen Stroop (49) erbauen sollen. Jürgen Stroop (49) selbst wohnt mit seiner Frau und 3 Kindern in der 17 Zimmer Villa Nerotal 46. - In Darmstadt wird der KPD Funktionär Georg Fröba (44) nach einer Denunziation im Vorjahr und Monaten im Gestapo Gefängnis in der Rundeturmstraße 6 mit Michael Weis, Hans-Otto Fillsack, Konrad Weigel und Michael Hass des Hochverrats angeklagt. Als Anführer wird Georg Fröba (48) im Gestapogefängnis Frankfurt Preungesheim hingerichtet und seine Leiche der Goethe Universität in Frankfurt übergeben. - In Wiesbaden gibt es 3376 männliche und 2339 weibliche namentlich bekannte Zwangsarbeiter aus 16 Nationen und 26 Arbeitslager, darunter Kalle & Co, Rheinhütte, Didier Werke Biebrich, Glyco Metall, Schulz und Braun Schierstein, Chemische Werke Albert Amöneburg, Buchhold Keller Bierstadt, Horn & Söhne Dotzheimer Straße Maschinenfabrik Wiesbaden AG, Klinger-Kolb Dotzheim, Lermer Stahlbau Dotzheimer Straße und Söhngen & Co Waldstraße. Die Sammellager heißen Arbeitsgemeinschaft Industrie zusammengelegt mit dem städtischen Arbeitslager Willi Ecke Mainzer Straße/Welfenstraße (2016 Real-Markt-Parkplatz). - Der in Wiesbaden geborene wiesbadener Spielbank Croupierssohn, deutsche Jazzpianist, spätere Big Band Leader und Schlagersänger Paul Kuhn (16) ist Truppenbetreuer der Wehrmacht in Paris. - In Obermörlen Ziegenberg lässt Adolf Hitler (55) im Ritterburgbunker alias Führerhauptquartier Adlerhorst die Führeransprache zum Jahresende aufnehmen. - In Obermörlen Ziegenberg wird das Führerhauptquartier Adlerhorst zum Hauptquartier des in Mainz, Frankfurt und der Kadettenanstalt Oranienstein in Diez aufgewachsenen magdeburger Husaren Rittmeistersohnes, Oberbefehlshaber West, Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt (69). - In Rodgau erhöht sich die Sterblichkeit unter den Strafgefangenen im Strafgefangenen Stammlager II Rollwald von 8 seit ..38 auf 147 bis ..45. - In Rodgau Dieburg wird ein Strafgefangenenlager von darmstädteter Häftlingen im Arbeitshaus eingerichtet. Die Strafgefangenen werden zur Flurbereinigung herangezogen. Innerhalb eines Jahres werden auf dem Lagergelände 24 Einfamilienhäuser und ein Schwimmbad für das Wachpersonal gebaut. Einer der Gefangenen ist der wegen seiner Homosexualität verurteilte populäre Tennis Davis Cup Spieler Gottfried von Cramm (29), der nach einem halben Jahr wegen guter Führung entlassen wird. - In Frankfurt führt Hauptmann Kleinstäuber den Polizeiarzt Golaert durch die beiden Polizeigefängnisse Klapperfeldstraße und Gutleutstraße, der beklagt, dass die Insassen wie Vieh in überfüllten, ungelüfteten, mit Kot verdreckten, dunklen Zellen gehalten werden, obwohl sie noch gar nicht verurteilt sind. Neben Ungeziefer tritt gelegentlich Fleckfieber auf. Es herrscht ein unbeschreiblicher Gestank. In einem Raum mit 180 cbm Rauminhalt sind 66 Personen eingesperrt und in einer Ecke steht ein Eimer mit einem Deckel. - Frankfurt hat 357.737 Einwohner. - In der Nähe von Hirzenhain eröffnet die frankfurter Gestapo ein eigenes Erweitertes Polizeigefängnis für Frauen. - Der in Mainz geborene Verschwörer Freiherr Karl von Thüngen (53) wird verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und im Zuchthaus Brandenburg-Görden erschossen. - Der in Mainz geborene Studienassessor und von seinen Kollegen denunzierte Studienassessor Emil Heinrich Darapsky (38) wird wegen privater Aufzeichnungen wegen Wehrkraftzersetzung in Berlin zum Tode verurteilt und gehenkt. - In Wiesbaden wird das von der Wehrmacht zur Luftüberwachung übernommene Luxushotel Neroberghotel in dem es einen Wintergarten mit Palmen gibt, in ein Reichslager umfunktioniert. - In Frankfurt werden in 3 Luftangriffen im März die gesamt Altstadt und die Innenstadt zerstört. - Der abgedankte bayerische Kronprinz Rupprecht von Wittelsbach Bayern (St) (75) versteckt sich in Florenz. Seine Frau Prinzessin Antonia von Luxemburg und Nassau (St) (45) kommt mit ihren Kindern Heinrich Franz (St) (22), Irmingard (St) (21), Editha Marie Gabrielle (St) (20) Hilda Hildegard Marie (St) (18) Gabrielle Adelgunde Marie (St) (17) und Sophie Marie Therese (St) (09) ins KZ Sachsenhausen und danach ins KZ Flossenbürg. Sein Sohn aus erster Ehe Albrecht von Wittelsbach Bayerns (St) (39) und dessen Sohn Franz von Wittelsbach Bayern (St) (11) werden im KZ Flossenbürg inhaftiert. - In Darmstadt wird die Stadt zu 80% von 235 Bombenflugzeugen der englischen Royal Air Force zerstört, wobei 11.000 Menschen in einem Feuerinferno auch in den Luftschutzkellern sterben. Nach der Zerstörung fliehen 66.000 Obdachlose in den Odenwald und an die Bergstraße. - In Mainz Kastel gründet sich der Angelsportverein Frühauf Mainz Kastel in der Siedlungsschänke Wiener Platz. - In Frankfurt erhält die ausgebombte Stadt 25 neue Straßenbahnen. Alle Straßenbahnen besitzen wie seit ihrer Einführung nur eine Laterne, die abwechselnd vorne oder hinten, je nach Fahrtrichtung, befestigt wird. - In Frankfurt wird in den Adlerwerken Kleyerstraße 19 begonnen unter SS Bewachung Kettenfahrzeuge zu produzieren und Aufräumarbeiten durchzuführen. Dabei werden über 1600 KZ Häftlinge eingesetzt, wobei 528 sterben. - In Frankfurt unterhalten die Adlerwerke Zwangsarbeitslager in der Froschhäuser Straße, der Kleyerstraße 45 und in der Krifteler Straße 47 (Werk IV). - In Frankfurt ist die Tageszeitung Rhein-Mainische Zeitung das amtliche Organ der NSDAP für den Gau Hessen Nassau. - In Frankfurt tritt der Deutsche Volkssturm bei der NSDAP Ortsgruppe Dornbusch auf der Bertramswiese (2016 HR Gelände) zum Exerzieren an. - In Frankfurt wird ein elektrischer Omnibus zwischen Heddernheim und Praunheim eingesetzt. - In Frankfurt werden Zitronen verteilt. - In Mainz sind im Polizeigefängnis Dalberger Hof Klarastraße 4 innerhalb von 10 Monaten 1986 Menschen bei menschenunwürdigem Gestank, Kälte und Dunkelheit bis zum Abtransport in die KZs inhaftiert. - Der frankfurter Stadtkommandantensohn, NS Günstling, Kriegsverbrecher und Wehrmachtsgeneral Carl-Heinrich von Stülpnagel (58), der an der Ostfront erfolgreich selektiv unter der Bevölkerung die Ermordnung von tausenden Juden durch Pogrome und durch die Wehrmacht betrieb, wird als Attentäter und Widerstandskämpfer hingerichtet (2016 In Frankfurt steht auf seinem Grab Opfer des 20 Juli 1944). - Der in Ziegenhain geborene Luftfahrtjurist und Wehrmachtsmitglied Hans John (33) wird als Juli Verschwörer hingerichtet. - In Bad Homburg steht im Gestüt Erlenhof das Rennpferd Nordlicht, das gerade das Blaue Band gewonnen hat. - Prinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (41) tritt aus der SS aus. Während sein Vater Fürst Alexander von Erbach Schönberg (St) (73) eine Blinddarm OP hat, kommt es zu einem Fliegerbombenangriff. Die Ärzte lassen ihn angeblich zurück, weshalb er stirbt. Prinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (41) wird neuer Fürst. - Der in Wiesbaden geborene Gewerkschaftssekretärssohn Rudi Arndt (17), dessen Eltern von SS und Gestapo ermordet wurden, tritt der NSDAP bei und wird HJ Führer (1970 hessischer Finanzminister). - In Frankfurt wird das Stadthaus in der Friedrich Ebert Anlage (2016 Grandhotel Hessischer Hof) 40 des in ein KZ verschleppten NSDAP Mitglied und Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau Landgraf Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (48) und seiner Ehefrau, der italienischen Königstochter Prinzessin Mafalda von Savoyen (St) (41) zerstört. - In Kronberg bezieht nach dem Tod seiner Mutter, der italienischen Königstochter Prinzessin Mafalda von Savoyen (St) (41), im KZ Buchenwald nach einem Luftangriff, der kasseler  FLAK Helfer Landgrafensohn Moritz von Hessen (St) (18) das Familienschloss. - Der in Frankfurt geborene homosexuelle Staats- und Kirchenrechtlersohn, zweijähriges NSDAP Mitglied und Doktor der Philosophie Hans Giese (24) hält einen Vortrag zur Emanzipation der Homosexualität im Bezug auf Männerbünde (1949 Gründer Institut für Sexualforschung in Kronberg). Sein Vater Friedrich Giese (52), der Rechtswahrer, 30 Jahre lang frankfurter Universitätsprofessor, der das Rassedenken auf das Völkerrecht umdeutet, ist schon 10 Jahre förderndes Mitglied der SS (1957 Bundesverdienstkreuz). - Der in Mainz-Kastel geborene Maurer Jacob Marx (18) wird Mitglied der NSDAP, Kriegsfreiwilliger und Luftwaffenoffiziersanwärter (1954 hessisches CDU Landtagsmitglied). - Der in Neuwied geborene Fürstensohn Prinz Viktor von Wied (St) (67) und seine Ehefrau Christophora Karola von Solms Wildenfels (St) (53) erhalten als verdiente NSDAP Mitglieder und ehemaliges 10 jähriges schwedisches Diplomatenehepaar von Adolf Hitler eine Dotation von 250.000 Reichsmark. - In Frankfurt werfen bei einem Luftangriff 816 Flugzeuge innerhalb einer Stunde 500 Luftminen, 3000 schwere Sprengbomben und 1.200.000 Brandbomben über dem Stadtkern ab. - In Frankfurt wird das Palais Reichenbach Lessonitz in der Taunussanlage 14 (2017 Deutsche Bank Hochhäuser), in dem der SS Führungsstab untergebracht ist und das Prinz Alfred von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (48) gehört, zerstört. - In Wiesbaden hat die SS Standarte 78 238 Mann vor Ort, 1148 sind zum Kriegsdienst einberufen.. Die Standarte besteht aus 3 Sturmbannern mit insgesamt 12 Abteilungen. - In Wiesbaden wird der in Nieder-Olm geborene Landwirtssohn und ehemalige oberurseler Bürgermeister Karl Horn (56) nach einjähriger Haft nach geläugneten Zweifeln am Endsieg Leiter der gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft. - In Mainz wird der katholische jugendbewegungs ND Führer Jakob Laubach an der mainzer Oberrealschule wegen mangelnder politischer Reife nicht zum Abitur zugelassen. - In Mainz Weisenau wird im Rahmen der Aktion Gitter der ehemalige Zentrumspolitiker und ehemalige hessische sängerbund Gauvorsitzende Julius Lahr verhaftet (--). In Wiesbaden werden die Gitter-Verschwörer in der Gerichtsstraße 2 abgeurteilt. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene Komponist Kurt Hessenberg (36) in Hitlers Gottbegnadentenkünstlerliste aufgenommen. - In Kronberg wird im Schloss Friedrichshof Prinzessin Clarissa Alice Derrien von Hessen (St) als Tochter von SS Oberführer Prinz Christoph von Hessen (St) (44) und Prinzessin Sophie von Griechenland (St) (31), der Schwester des englischen Prinzgemahls Philipp (2017) geboren. - Der mit Lothringen erweiterte Wehrkreis XII Pfalz hat seinen Sitz in Wiesbaden. Frankfurt, Bad Homburg und Darmstadt sind dafür an den Wehrkreis IX mit Sitz Kassel abgetreten. - In Frankfurt beginnen die Adlerwerke mit der Produktion von Schützenpanzern, weshalb Generaldirektor und Hauptaktionär Ernst Hagemeier ( 1966 Bundesverdienstkreuz) und der in Frankfurt geborene Aufsichtsratsvorsitzender Carl Goetz (59) (nach 1948 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland) die Erlaubnis erhalten im Gallusviertel auf dem Adler-Werksgelände Werk I das KZ Katzbach Froschhäuser Straße, Kleyerstraße 45 und Krifteler Straße 47, in dem 528 an Hunger, Kälte und Strafaktionen sterben werden, mit Lagerkommandant Franz (straffrei) einzurichten (1986 von frankfurter Schülern entdeckt. 1990 Das Institut für Stadtgeschichte leugnet die Existenz des KZ Katzbach) . Die Adlerwerke zahlen pro Tag und Zwangsarbeiter bis 6,- Reichsmark an das KZ Natzweiler. Die Toten werden vom KZ Natzweiler wieder ersetzt. 48 % der Aktien gehören der Deutschen Bank. Aus Mangel an zivilen Zwangsarbeitern werden KZ Häftlinge angefordert. Die ersten 200 Gefangenen kommen aus dem KZ Buchenwald, danach 1000 aus dem KZ Dachau. Das Alter liegt zwischen 11 und 63 Jahren. Der ehemalige Kraftfahrer und KZ Majdanek Wachmann, der stellvertretende Lagerleiter Emil Lendzian (42) (straffrei) ist als Tiger von Eschnapur berüchtigt, weil er regelmäßig Arbeiter totschlägt, die sich krank gemeldet haben. Er lässt die zwei Zwangsarbeiter Wincenty Bochenski und Wladiyslaw Sumara aufhängen, deren zappelnde Körper er 5 Minuten lang festhält. - Der in Offenbach geborene Fechtmeistersohn, offenbacher Fechtlehrer, Olympiaflorettfechter und Waffen SS Mitglied Fritz Gazzera (37) ist einige Monate Mitglied der Wachmannschaft im KZ Arolsen. - In Frankfurt fliehen ua 40.000 Menschen über den Eschersheimer Bahnhof nach Wetzlar, Friedberg und Gießen, 35.000 Menschen über den Höchster Bahnhof nach Bad Soden und Westerburg, 24.000 Menschen über den Westbahnhof nach Dillenburg und Alsfeld und 20.000 Menschen über den Bahnhof Offenbach nach Büdingen, Schlüchtern und Gelnhausen. - In Frankfurt wird die Verwaltungsabteilung der Gestapo nach Kronberg verlegt. - In Frankfurt will der hoch- NS dekorierte Städel-Professor Franz Karl Delavilla (60) wegen Kritik an seiner Kunst aus NS Kreisen vorzeitig in den Ruhestand entlassen worden sein (1947 Er beantragt vergeblich Wiedergutmachung für seine verbrannten Bilder, wird aber wieder Städelprofessor 1955 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse). - In Mainz stellt der Fußballverein 1. FSV Mainz 05 Nachfolger Reichsbahn Mainz 05 den Spielbetrieb ein. - In Frankfurt stirbt die jüdische frankfurter Bankierstochter Grete Helene Katzenellenbogen (53) als Zwangsarbeiterin. - In Offenbach hat die Pianofabrik Guckel, unter Sohn Wolfgang Guckel der ua für den Komponisten und Dirigenten Wilhelm Furtwängler (58) jahrelang Instrumente herstellt, nach 24 Jahren knapp 17.000 Instrumente produziert. - In Wiesbaden wird im Lebensbornheim Taunus (2019 antonius-altersheim) alias Bahnholz Francina Antonia Oterdoom geboren. (noch 2019 ist sie vergeblich auf der Suche nach Informationen) - In Kelsterbach werden 1700 jüdische ungarische Mädchen und Frauen ins KZ Walldorf, das dem KZ Natzweiler untersteht, verschleppt, wo sie am Rhein-Main-Flughafen für die Züblin AG Zwangsarbeit verrichten. Im einzigen Steinbau, der Küchenbaracke wird hemmungslos wegen jeder kleinsten Verfehlung oder grundlos gefoltert und geprügelt. 50 sterben ua auch an Hunger bis zur Auflösung zum Winteranfang. 300 überleben die anschließende Deportation. - In Mainz Finthen stirbt mit dem luxemburger Jean-Pierre Jungels im KZ Finthen in der Jean-Pierre Jungels Straße ein Zwangsarbeiter an Entkräftung, wo etwa 220 Menschen aus Italien, Belgien, Frankreich, Holland und Luxemburg zusammengepfercht sind. - Der Diplomatensohn Prinz Heinrich von Sayn Wittgenstein Sayn  (St) (28) stirbt als hochdekorierter Nachtjagdflieger mit 84 Abschüssen bei Stendal. - Der in Hanau im Schloss Philippsruh geborene Weltkriegsverbrecher Wehrmachtsgeneralfeldmarschall Georg von Küchler (63) wird als Oberbefehlshabers der Heeresgruppe Nord nach einem Streit mit Adolf Hitler (55) ohne weitere Verwendung abgesetzt. - In Frankfurt Gallus fliehen die ausgehungerten Zwangsarbeiter Georgi Lebedenko (19) und Adam Golub (20) aus dem KZ Katzbach in den Adlerwerken, woraufhin sie der Lager Koch Martin Weiß (straffrei) selbst in den Kellern der Nachbarschaft in der Lahnstraße aufspürt, der sich vor rund 30 an der Jagd beteiligten Nachbarn spielerisch für Erschlagen oder Erschießen entscheidet. - Der in Mainz geborene Nachfolger des festgenommenen Verschwörers gegen Hitler (55) Generalkommando General Joachim von Kortzfleisch, Generalleutnant Freiherr Karl von Thüngen (51) nimmt die Walküre - Befehle der Verschwörer zurück und vernimmt ua den Verschwörer Major Hans-Ulrich von Oertzen (29). Trotzdem verhaftet ihn danach die Gestapo. - In Mainz ist das Kino Kötherhof Palast geschlossen. - In Darmstadt Nieder-Ramstadt werden in den Heimen des Evangelischen Verein für Innere Mission, wo jahrelang verlauste und verdreckte mit Fleckfieber oder TBC erkrankte entführte und mit Viehwagons hergebrachte Zwangsarbeiter und Kinder mit Ekzemen, eitrigen Rippenfellentzündungen und Würmern, hauptsächlich aus Polen der Ukraine nach staatlichen Vorgaben über Jahre behandelt und in Hungerlager weitergeführt wurden, auf Anordnung des staatlichen Kommissars der Anstalt aufgegeben und hunderte ausgebombte Darmstädter untergebracht und verpflegt. 

1943 Goebbels proklamiert den Totalen Krieg. - Der in Frankfurt geborene SS Oberführer, Leiter des Forschungsamtes der Luftwaffe und mit der griechischen Prinzessin Sophie von Schlewig Holstein Sonderburg Glücksburg (St) (29) verheiratete Prinz Christoph Ernst August von Hessen (St) (42) stirbt in Italien. - Der frankfurter Jazzmusiker und Mitglied der illegalen  Hotclub Combo Emil Mangelsdorff (18) wird von der Gestapo verhaftet und im Gestapo Hautquartier Lindenstraße 27 14 Tage schikaniert. - In Frankfurt Sachsenhausen wird die Apfelweinwirtschaft Wagner Schweizer Straße 71 zwangsgeschlossen. - In Frankfurt wird eine Frankfurter Zeitung Ausgabe von Adolf Hitler (54) wegen eines Dietrich Eckart Artikels verboten und nach einem halben Jahr die gesamte Zeitung in der Großen Eschenheimerstraße geschlossen. - In Frankfurt wird die Jüdin Cäcilie Breckheimer von der Gestapo verhaftet und im frankfurter Polizeigefängnis Klapperfeld inhaftiert. - In Wiesbaden wird das Lebensbornheim Taunus Idsteiner Straße 111 (2019 katholisches Antonius-Altersheim) zum luxuriös eingerichteten Entbindungs- und Mütterheim saniert, umgebaut und neu eröffnet und ein Außenkommando des Frauen KZ Ravensbrück stationiert. - In Wiesbaden müssen sich Sinti und Roma im Hof der Synagoge Friedrichstraße 33 (2016 Jüdische Gemeinde) einfinden. Sie werden von hier aus ins KZ Auschwitz deportiert. - In Wiesbaden werden acht französische Zwangsarbeiter, die das Arbeitsamt dem städtischen Tiefbauamt zugewiesen hatte, im Hotel Börse Mauritiusstraße 8 untergebracht. - In Wiesbaden wird in der Sonnenberger Straße gegenüber der Brauerei Krone das Lager 1500 für russische und italienische Kriegsgefangene alias Zwangsarbeiter errichtet. - Die enteigneten jüdischen und 1880 evangelisch getaufen frankfurter IG Farben Vorstände, die Gebrüder von Weinberg sterben, Carl von Weinberg (82) in der Nähe von Florenz in Freiheit und Arthur von Weinberg (83) 6 Tage später im KZ Theresienstadt. - In Frankfurt Heddernheim wird im Arbeitserziehungslager alias Kajenn, nach der berüchtigten französischen Häftlingsinsel Cayenne (1973 verfilmt durch Papillon mit Dustin Hoffman), unter Gestapo Lagerkommandant SS Obersturmführer Hans Tauber (--) (1946 5,5 Jahre Gefängnis) regelmäßig hingerichtet. Das 90 Mann starke Bewachungspersonal für rund 400 Gefangene, das dauernd flucht und prügelt und die Strafgefangenen ständig im Laufschritt hält, besteht aus meist jungen Heddernheimern. Die Arbeitsstrafkommandos marschieren täglich durch die Hessestraße. Jeder Häftling wird zur Begrüßung mit Rohrstöcken geschlagen und muss Spießruten laufen. Wer die Arbeit verweigert wird erschossen. Häftlinge werden auf Bänke gefesselt und ausgepeitscht. - In Frankfurt ist im Hauptpostamt Zeil 110 (2017 MyZeil) ein geheimer Briefkasten eingerichtet, in den Gestapo Spitzel monatlich ihre Berichte einwerfen. - In Frankfurt wird die Eislaufweltmeisterin Marika Kilius als Friseurtochter geboren. - In Offenbach wird die Altstadt fast vollständig zerbombt. - In Offenbach wird das Gestapo Gefängnis in der Frankfurter Straße 90 (2016 IHK Offenbach) zerstört. - In Wiesbaden fusioniert die gleichgeschaltete wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Tagblatt mit der NSDAP Tageszeitung Wiesbadener Volksblatt. - In Mainz wird die Neustadt bombardiert. - Der SA Arzt Josef Mengele (32), ehemaliger Assistent von Freiherr Otmar von Verschuer (47), dem Leiter des Universitäts-Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene in der Gartenstraße am Mainufer in Frankfurt wird in das KZ Auschwitz als Lagerarzt abkommandiert. - In Mainz bestehen 43 Zwangsarbeiterlager mit 2116 Männern und 825 Frauen. Dazu gibt es unzählige Arbeitskräfte wie Landarbeiter, Haushaltshilfen und Hilfskräfte, die am Arbeitsplatz untergebracht sind. In Mainz ist das größte Zwangsarbeitslager das MAN Lager Mainz Gustavsburg mit 1067 Arbeitern. In Mainz gibt es das Polizeihaftlager alias KZ Hinzert/SS Außenlager Finthen auf dem Flugplatz in Finthen und ein zweites Lager Rhein im weisenauer Zementwerk, das auf die Ingelheimer Aue auf das Nachbargrundstück zum Pfleiderer-Werk verlegt wird, wo über 50 Zwangsarbeiter ihr eigenes Lager aufbauen müssen und dabei auf dem Betonboden schlafen müssen. - Das NSDAP Mitglied und Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau Landgraf Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (47) und seine Ehefrau, die italienische Königstochter Prinzessin Mafalda von Savoyen (St) (41) werden in KZs verschleppt, weil ihr Vater, der italienische König Viktor Emanuel III. von Italien (St) (74) Mussolini (47) nach der alliierten Invasion verhaften liess. Mafalda von Savoyen (St) (41) kommt ins KZ Buchenwald und der Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (47) ins KZ Flossenbürg. - In Frankfurt begleitet der in Frankfurt geborene Leiter des Judenreferates II B2 Heinrich Baab (35) (1950 wegen u.a. 55fachen Mordes, 21fachen versuchten Mordes, 30facher Körperverletzung und 22facher Freiheitsberaubung verurteilt) an seinem letzten Arbeitstag im Judenreferat persönlich einen Transport der letzten Volljuden, darunter die Angestellten und die Leiter der Frankfurter Stelle der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, ins KZ Theresienstadt. - In Frankfurt wird der Leiter der Gestapo Oswald Poche (35) (lebt bis zu seinem Tod 1962 unerkannt in Frankfurt) durch Reinhard Breder (32) abgelöst, der sich auf Mischehen spezialisiert und bei Bagatellverstößen wie dem Nichttragen des Judensterns in KZs verschleppen lässt. - Der wiesbadener Museumsdirektor Hermann Voss (59), der eigenlich kein NSDAP Mitglied ist, wird nach einem persönlichen Gespräch mit Adolf Hitler (54) im Führerhauptquartier Wolfsschanze Leiter der Dresdener Gemäldegalerie und oberster Fachmann für Gemälde. Sein bester Geschäftspartner ist der in Dresden geborene Beutekunsthändler Hildebrand Gurlitt (48). - Der in Katzenelnbogen Berghausen geborene Großbauernsohn und ehemalige Gestapo Gründer Rudolf Diels (43) heiratet Görings Ex-Schwägerin Ilse Göring. - In Frankfurt konfirmiert die evangelische Kirche schon zu Weihnachten, weil im Folgejahr alle Schulkinder aufs Land geschickt werden sollen. - In Bad Homburg wird der Magenbitterlikör Reichs-Post Bitter Hersteller verkauft. - In Wiesbaden wird der in Wiesbaden aufgewachsene Kaufmannssohn, Rechtsanwalt und ehemalige radikale Stahlhelm Führer Hans Buttersack (58) als Rechtsbeistand für die verfolgten Bekennende Kirche Mitglieder zum zweiten Mal von der Gestapo verhaftet und ins KZ Dachau, zur Zwangsarbeit zu Messerschmitt Augsburg und wieder in KZ Dachau verschleppt, wo er 1945 stirbt. - In Wiesbaden wird der in Frankfurt geborene frankfurter NSDAP Kreisleiter Otto Schwebe (41) vertretungsweise Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden. - In Frankfurt sind die Gerüchte über Euthanasie in der Irrenanstalt, Nervenheilanstalt Landesheilanstalt Eichberg Kloster-Eberbach-Straße 4 so beängstigend für ältere und gebrechliche Menschen, die eigentlich aus Luftschutzgründen aus der Großstadt evakuiert werden sollen, dass viele Selbstmord begehen. - In Birstein wird Prinz Franz Alexander von Isenburg (St) als Sohn des abgelehnten NSDAP Sympathisanten Fürst Franz Ferdinand von Isenburg (St) (42) und der russischen Grafentochter Irina Tolstoi (26) geboren. Dem Fürsten ist eine Aufnahme in die NSDAP verweigert. Sein morphiumabhängiger jüngerer Bruder SA Standartenführer Ferdinand Karl von Isenburg (St) (37) ist ein Alter Kämpfer der NSDAP (1951 18 Monate Gefängnis für dreifachen Diebstahl und 15 fachen Betrug in Form von Zechprellerei und Handtaschendiebstahl in Frankfurt) . - In Wiesbaden wird der Warschauer Ghetto Massenmörder Generalleutnant Jürgen Stroop (48) neuer Höherer SS- und Polizeiführer Rhein/Westmark in der Villa in der Uhlandstraße 5. - Der in Straßburg geborene, in Marburg promovierte Kunstgeschichtler und Direktor des Historischen Museum in Frankfurt Fahrgasse 2 Graf Ernstotto von Solms Laubach (St) (53) wird Kunstschutzoffizier im Osten und Mitverantwortlicher bei der Bernsteinzimmerbergung. Es gibt keinerlei Informationen über ihn in den restlichen Kriegstagen (+1977 Frankfurt). U.a. betätigt er sich im russischen Zarenschloss Peterhof. - In Frankfurt sind im Polizeigefängnis Klapperfeldstraße in den Sammelzellen mit 36 Betten 80 Gefangene auf 60 untergebracht. Das ganze Gebäude stinkt nach Fäkalien und ist mit Wanzen, Läusen und Flöhen verseucht. - Der aus dem nordhessischen Treis stammende Bauernsohn, ehemaliges deutsch-nationale Kampfbund für deutsche Kultur Mitglied, frankfurter Städelschüler und wegen seiner Heirat mit der Jüdin Liesl und der nicht akzeptierten Scheidung 1936 ausgeschlossene und finanziell ruinierte Maler Heinrich Will (48) wird wegen der Teilnahme an regimekritischen Gesprächen des gießener Kaufmann-Will-Kreis und des gemeinschaftlichen Abhörens ausländischer Radiosendungen von der Gestapo verhaftet, vom Volksgerichtshof in Darmstadt wegen Vorbereitung zum Landesverrat und Abhörens von Feindsendern zum Tode verurteilt und im Gestapogefängnis Frankfurt-Preungesheim hingerichtet. - In Wehrheim wird das Gasthaus Waldfriede zum Taunus-Kinderheim mit Luftschutzkeller und Wäscherei auch ein Lieferwagen mit einer Leiterin zwei Erzieherinnen und 40 Kindern, die in Wehrheim zur Schule gehen, umfunktioniert. - In Bad Nauheim werden Radio-Notstudios im Hotel Terrassenhof eingerichtet. - In Mainz wird der Industrielle Heinz von Opel als Sohn der Automobilindustriellentochter und weltbesten Military-Reiterin Irmgard von Opel (36) und ihrem in Frankfurt geborenen Cousin, Sportfunktionär und Sportler Georg von Opel (29) geboren. - Das in Kronberg im geteilten 13.000 m² große Villa Guaita Anwesen ansässige, in Uerdingen geborene frankfurter IG Farben Vorstandsmitglied, Leiter der Sparte II im Reichskriegsministerium und Wehrwirtschaftsführrer Fritz Ter Mer (59) wird Generalbevollmächtigter für Italien des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion. - In Frankfurt werden auf der Pferderennbahn 20 Renntage abgehalten. - In Frankfurt stirbt die jüdische jahrzehntelange frankfurter Opernsängerin und Theaterschauspielerin Sophie König (89) in hausarrestähnlichen Verhältnissen. - In Wiesbaden tritt die in Wiesbaden geborene preußische Rentmeistertochter und Schauspielerin Ottilie Gerhäuser Saint Georges (54) im wiesbadener Theater Deutsches Theater (2016 Staatstheater) auf, wo sie bis 1943 bleibt. - In Wiesbaden Biebrich wird in der Neorenaissance Brauerei Wuth, Wuthsche Brauerei 1, das Luxemburgische Königshaus versteckt. - In Wiesbaden wird der groß-frankfurter NSDAP Kreisleiter Otto Schwebel (40) Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden. Neuer frankfurter NSDAP Kreisleiter wird Peter Jordan - In Frankfurt findet im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 ein Führerappell der NSDAP statt. - In Frankfurt kommt der Großmufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini (50) zu Besuch. Einziges Thema Die Vernichtung des Judentums. - Die in Darmstadt geborene unverheiratete Gertrud Samper (25) ist hessennassauer BDM Gebietsmädelführerin. - In Wiesbaden wird das NSDAP und Gestapo Mitglied mit dem Spitznamen Henker von Wiesbaden Ernst Richard (37) Kriminalsekretär alias Kriminalkommissar. Er wohnt in der Kauberstraße 9. - Der Reiterregimentsleutnant Grafensohn Eberhard von Erbach Erbach (St) (21) stirbt in Russland. Sein Bruder Prinz Franz von Erbach Erbach (St) (18) wird dadurch Erbgraf. Ihr Vater ist Graf Alexander von Erbach Erbach Wartenberg Roth (St) (52). - Der in München geborene Prinz Otto von Sayn Wittgenstein (St) (65) wird von seinem Vorgesetzten, ehemaligen Versicherungsvertreter in Berlin und NSDAP Parteimitglied SA Baron Lutz von Thüngen (St) (49) trotz seiner Abstammung als kameradschaftlich bezeichnet. - In Frankfurt Preungesheim werden Hinrichtungen durch Erhängen wieder eingeführt, was bisher nur in Berlin stattfindet. - Der Landgrafensohn Moritz von Hessen (St) (17) wird in Kassel FLAK Helfer. - Der in Sprendlingen geborene frankfurter Medizinstudent Horst Schmidt (18) tritt der NSDAP bei (1969 hesssicher SPD Sozialminister, Horst Schmidt Kliniken). - Das in Rüsselsheim geborene HJ Mitglied Opel Werkzeugmacher Otto Zink (18) wird NSDAP Mitglied, beteiligt sich am Reichsarbeitsdienst RAD und wird danach zu Wehrmacht eingezogen (1962 hessisches CDU Landtagsmitglied). - In Frankfurt werden im Fußballstadion am Bornheimer Hang Granaten für die angrenzende FLAK Stellung gelagert. - Im KZ Buchenwald wird der in der Ukraine geborene betrügerische katholische Psychiatriearzt Hypnotiseur und Heiratsschwindler mit vermuteten jüdischen Wurzeln Edwin Katzenellenbogen (61) Häftlingsarzt. Er praktiziert privilegiert im Gehrock und gibt auch Todesspritzen. - Der in Höchst geborene Arzt Hans Körbel (34) wird VW Betriebsarzt. Er beginnt als SS Sturmbannführer mehr als 300 ihm als Säuglinge anvertraute Zwangsarbeiterkinder sich selbst zu überlassen. - Der in Katzenelnbogen Berghausen geborene Gestapo Gründer und SS Ehrenstandartenführer Rudolf Diels (43) beantragt vergeblich in der Schweiz Asyl und kehrt wieder nach Deutschland zurück. - In Mainz werden die letzten Juden aus der Stadt abtransportiert. Zurück bleiben nur noch einige Juden in Mischehen. Damit sind rund 1400 mainzer Juden ermordet worden. - In Frankfurt wird in der Mainzer Landstraße 88 die Wehrmachtsbordell Wirtin Martha Sch wegen Unterschlagung zu einer langen Haftstrafe in der Haftanstalt Mainz verurteilt. - In Frankfurt Heddernheim wird auf dem VDM Gelände ein Bordell für Fremdarbeiter errichtet. Zunächst mit polnischen, dann mit französischen Zwangsprostituierten, die die Wahl zwischen Prostitution oder Gefängnis haben. - In Wiesbaden zieht die SS Standarte 78 von der Walkmühlstraße 31 in die Bierstädter Straße 9 um. - In Mainz Weisenau wird der Lehrer Anton Gabel wegen seiner Aktivitäten im katholischen Lehrerverein und im Männergesangsverein von der Gestapo Darmstadt abgeholt und 14 Tage lang gesundheitlich schwer geschädigt. - In Mainz gibt es 43 Zwangsarbeitslager, das größte ist das MAN Werk in Mainz Gustavsburg mit 1067 Zwangsarbeitern. Daneben unterhält die Schiffswerft in Mainz Gustavsburg ein Lager. - In Bad Homburg wird Gradivo für das Gestüt Erlenhof Dritter des höchstdotierten deutschen Pferderennens Braunes Band von Deutschland in München mit 70.000 Reichsmark mit Trainer Adrian von Borcke und Jockey Willi Printen hinter dem SS Gestüt Schlenderhan. - In Frankfurt wird das russische adelige 10 jährige SA Mitglied und Strahlenforschungsdozent Boris Rajewsky (50) Prorektor der Universität Frankfurt (1963 Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik. Gibt sich als Opfer des NS Systems). - In Frankfurt sterben bei einem Luftangriff etwa 500 Zivilisten. - Der in Wiesbaden geborene Eisenbahnersohn und NSDAP Staatssekretär im Reichsinnenministerium SS Gruppenführer Wilhelm Stuckart (41) scheitert bei seinem Versuch Reichsinnenminister zu werden. - In Frankfurt ist das ehemalige jüdische Altersheim ehemaliges Palais Rothschild (2017 Karstadt Frankfurt Zeil 90) Sitz der Hansa Aktiengesellschaft Warenhauskette mit der Telefonnummer 20606 und auf der Zeil 116-122 ist der Sitz der Westdeutsche Kaufhof AG mit der Telefonnummer 20241. - In Frankfurt ist der Metzger Gref-Völsing Hanauer Landstraße 132 einziger Rindswursthersteller. - In Frankfurt gibt es ua die Restaurants Alemannia und den Bürgerkeller an der Hauptwache 11 (2016 Mc Donalds), das Restaurant Esplanade Taunusanlage 21, Henninger-Bräu Opernplatz Große Bockenheimer Straße 76 (2017 Hausnummer 54), Münchner Kind´l Stuben im Hotel Excelsior Münchner Straße Straße 1-7, Paulanerbräu Eschersheimer Landstraße 18, Peter Linden Jungbräu Zeil 119, Krokodil Kaiserstraße 77, Restaurant Börsenkeller Schillerstraße 11, Tucherbräu in der Großer Gallus Straße 14, Zillertal, Vilbeler Straße 32 und Storch Saalgasse 1. Mit dem jüdischen Bier Münchner Löwenbräu wirbt niemand mehr. Dafür gibt es Frankfurter Löwenbräu. - In Mainz hat das größte Restaurant am Platze mit 1000 Plätzen Heilig Geist Rentengasse 2 die Telefonnummer 43337. - In Darmstadt wird der jüdischevangelisch konvertierte Kaufmannssohn und ehemalige Oberlandesgerichtsrat Ernst Mayer (71) vom Gestapo Regierungsrat Fenz und Gestapo Kriminalrat Hellenbroich verhaftet und im Landgerichtsgefängnis Rundeturmstraße inhaftiert. Drei Monate später stirbt er im frankfurter KZ Arbeits- und Eriehungslager Heddernheim an den Schikanen. - In Darmstadt wird Wilhelm Reinhold Landskronstraße 32 von der Gestapo verhaftet und in das Landgerichtsgefängnis Rundeturmstraße eingeliefert, wo er nach 4 Tagen Quälereien stirbt. - In Darmstadt wird der Gestapo Referent im Judenreferat Bruno Böhm (41) Bessunger Straße 202 Leiter des Geheimdienstes Referat Nachrichten, das die Hinweise von V-Leuten und Spitzel auswertet. - In Frankfurt beschäftigt die VDM Vereinigte Deutsche Metallwerke die meisten Zwangsarbeiter, danach kommen die IG Farben und die Adlerwerke. - In Frankfurt wird die Gauwirtschaftkammer gegründet, die weisungsbefugt für alle hessischen IHKs ist. - In Frankfurt wird im Grüneburgpark das Kriegsgefangenlager Dulag Luft für Mitglieder von feindlichen Luftstreitkräften als Schutzengel Frankfurts gegen Luftangriffe eingerichtet. Die Verhöre durch die Gestapo finden in Oberursel statt. - In Frankfurt wird das Gestapo Büro für die Überwachung der Bezirksstelle Hessen/Hessen-Nassau der Reichsvereinigung der Juden im Hermesweg 5 unter Leitung des städtischen Beamten und SS Unterführer Ernst Holland (--) aufgelöst. - In Friedrichsdorf Köppern wird die Frankfurter Pflegeanstalt Köppern (2017 Vitos Hochtaunus) Emil-Sioli-Weg 1-3 unter der Leitung von Karl Brandt, Leibarzt von Adolf Hitler, zur Krankenhaussonderanlage Aktion Brandt - Anlage Köppern mit 550 Betten umgebaut. Die Pflegeanstalt wird sukzessive mit verwundeten Soldaten aufgefüllt. Die alten Anstaltsbewohner werden dem Hungertod überlassen, tödlich medikamentiert und operiert. - In Frankfurt flieht der frankfurter Maler und NSDAP Mitglied Ugi Battenberg (64) nach einem Bombentreffer auf sein Atelier in der Kaiserstraße nach Bad Nauheim zur Malerin Milli Langebartels. Er besitzt Bilder seines durch die Ausstellung Entartete Kunst berühmt gewordenen ehemaligen Mitbewohners, Freundes und frankfurter Malers Max Beckmann (59), der sich in Amsterdam versteckt. - In Frankfurt läuft im Kino Ufa-Palast Groß Frankfurt Bleichstraße 57 am Eschenheimer Turm der Liebesfilm Romanze in Moll. - In Darmstadt beginnt der tbc kranke Beamtensohn und Städelschüler Bruno Erdmann (28) als Theatermaler unter Regisseur Max Fritzsche (37) am Hessischen Landestheater, der angeblich einen eigenen Darmstädter Stil mit expressionistischen Elementen geprägt hat. - In Frankfurt beteiligt sich der Städel-Professor Franz Karl Delavilla (59) an der wiener Ausstellung Junge Kunst im Deutschen Reich. - In Mainz wird der Fußballverein 1. FSV Mainz 05 Nachfolger Reichsbahn Mainz 05 nur noch Meister in der zweitklassigen Kreisklasse Mainz. - In Frankfurt sind im Riederwaldstadion des TuS Eintracht Frankfurt am Ratsweg 14 25 ukrainische Zwangsarbeiter untergebracht, die bei Auto-Schaum in der Hanauer Landstraße 295 (2018 Autohaus Georg von Opel) arbeiten müssen. - In Wiesbaden hat das Varietetheater Scala Dotzheimer Landstraße 19 um 24:00 Uhr Sperrstunde. - In Schloss Vollrads wird Ernst-Egon von Matuschka Vollrads als Sohn von Graf Richard von Matuschka (50) und der Grafentochter Eleonore von Neipperg (31) geboren. - In Mainz ändert der Polizeisportverein seinen Namen in Sportgemeinschaft der Ordnungspolizei. - In Frankfurt wird die gleichgeschaltete Tageszeitung Frankfurter General Anzeiger in der Schillerstraße 19 eingestellt, wobei die übrig gebliebenen Abonnenten Ausgaben der NS Zeitung Frankfurter Volksblatt erhalten. - In Frankfurt übernimmt die NSV die 27 katholischen Kindergärten, die vom Frankfurter Caritasverband betrieben werden. - Die spätere Ehefrau und Mutter aller Kinder (Heirat 1969 in Heusenstamm) von NSDAP Mitglied Graf Rudolf Erwein Ernst von Schönborn Wiesentheid (St) (25), die Grafentochter Katharina von Spanocchi wird in Linz geboren. - In Frankfurt ist der frankfurter Sänger Herbert Hess (35), dessen Großvater ein Jude und dessen Ehefrau strenggläubig evangelisch lutherisch war und dadurch auch sein Vater evangelischlutherisch getauft wurde, mit Berufsverbot belegt und deshalb ein Lederwarenkleinhändler. Sein jüngerer Bruder ist an Kinderlähmung erkrankt. - In Wiesbaden erhält der Verleger Gustav Schellenberg (61) für seine wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Tagblatt Langgasse 21 nicht nur keine Lizenz, seine Druckerei wird auch beschlagnahmt und den Lizenznehmern der neuen wiesbadener NS Tageszeitung Wiesbadener Kurier  zur Verfügung gestellt. - In Frankfurt befindet sich im Palais Reichenbach Lessonitz alias Palais Löwenstein in der Taunusanlage 14 (2020 Deutsche Bank Hochhaus) ein Führungsstab der SS. - Die Straffälligkeit wird auf 12 Jahre gesenkt. Straffällige Jugendliche kommen in spezielle Jugend KZs oder werden hingerichtet.

1942 Wetter: In Frankfurt kommt es zur Schneeschmelze zu Überschwemmungen bis zur Mitte des Römerbergs. - Unterricht in jüdischen Schulen wird verboten. - In Mainz betreibt die mainzer Außenstelle der Gestapo Darmstadt Ecke Kaiserstraße 31/ Leibnizstraße die Deportation von mainzer Juden. - In Wiesbaden wird an der Ecke Mainzer Straße/Welfenstraße (2016 Real-Markt-Parkplatz) die jüdische Schule, bestehend aus Baracken, in das Lager Willi für Ostarbeiterinnen und Zwangsarbeiter umfunktioniert. - In Wiesbaden müssen sich 1000 wiesbadener Juden im Hof der Synagoge Friedrichstraße 33 einfinden. Sie werden von dort aus über Frankfurt in das KZ Theresienstadt deportiert. - In Wiesbaden wird zwischen Hauptbahnhof und Klärwerk das Lager Rudolf, das der Reichsbahndirektion Mainz, Bahnmeisterei Wiesbaden Hauptbahnhof unterstellt ist, angelegt, in dem ukrainische Männer, Frauen und Kinder hinter Stacheldraht in Baracken eingesperrt werden. In der Waldstraße 93 befindet sich das Gefangenenlager Drei Hasen. - Im für Zehntausende von Häftlingen neugebauten KZ Auschwitz Birkenau wird mit 3500 kg der von der frankfurter IG Farben Tochter DEGESCH und ihrem Direktor NSDAP Mitglied Gerhard Peters (42) gelieferten Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B begonnen insgesamt mehr als 1.000.000 Juden zu vergasen. - In Wiesbaden wird das homosexuelle Harlem-Club alias Swing-Jugend Mitglied Wolfgang Lauinger (24) nach vier Monaten Haft im frankfurter Polizeigefängnis Klapperfeld wegen Glücksspiels und des Besitzes von einem Stück Leder zu drei Monaten Haft verurteilt. - In Wiesbaden verkauft die DAF ihr konfisziertes ehemaliges SPD Haus und Gewerkschaftshaus in der Wellritzstraße 49 an das NSDAP Mitglied und Gaststättenpächter Felix Rieger. - In Frankfurt Heddernheim wird auf dem Gelände der VDM alias Vereinigte Deutsche Metallwerke ein Arbeitserziehungslager das Gestapo KZ Rhein-Main, mit drei langgestreckten Baracken, mehreren Schuppen und einem Wachhäuschen in der Lehmgrube Kull eingerichtet, wo bis Kriegsende etwa 10.000 Strafgefangene durchgeschleust werden und wo Häftlinge bestraft werden. Hauptnahrung ist dünne Kartoffelsuppe mit Margarine. - In Frankfurt stiehlt ein Rot Kreuz Sanitäter einem Schwerverletzten 78 Reichsmark und wird vom Sondergericht Frankfurt zu 5 Jahren Haft verurteilt. - In Offenbach ist hinter der Synagoge Goethestraße (2017 Messehallen) ein freies Gelände, auf dem die Juden zusammengetrieben werden, von wo aus sie nach Darmstadt in die Justus-Liebig-Schule Julius-Reiber-Straße 3, die als Sammellager mit integrierten Filialen des Finanzamtes, des Grundbuchamtes, der Stadtverwaltung und eigenen Gerichtsvollziehern in den Klassenräumen, in denen jüdisches Vermögen vor Ort eingezogen werden kann. 883 Juden werden ins KZ Treblinka verschleppt. - Der in Mähren geborene langjährige frankfurter Generalmusikdirektor und Dirigent an der Alten Oper Franz Konwitschny (41) dirigiert in der Ghetto-Stadt Łódź, wo er für seinen lebendigen Dirigierstil gefeiert wird (1955 DDR Generalmusikdirektor Deutsche Staatsoper). - In Mainz wird die Altstadt, Neustadt und Bischofsheim bombardiert. - In Frankfurt ist das jüdische Altersheim Rechneigrabenstraße 18-20 Sammelpunkt für Juden über 65, gebrechliche Juden über 55 und kriegsverwundete WW1 Juden aus Frankfurt und Wiesbaden und dem Landkreis, die der Gestapo von den Einwohnermeldeämtern gemeldet werden, die dann mit 50 Reichsmark ins KZ Theresienstadt verschleppt werden. Selbst wie mit Selbstmorden umgegangen werden soll, ist im von der Gestapo ausgestellten Schnellbrief, der als Ausweispapier gilt, beschrieben. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene SS Mann Heinrich Baab (34) Leiter des Judenreferates II B2 zuständig für die Deportation der Juden aus Frankfurt am Main und der Umgebung. - In Frankfurt wird die jüdischdeutsche Schule Philantropin in der Hebelstraße 15-17 geschlossen. - In Wiesbaden Biebrich ist das Hotel Nassau ein Massen Ausflugziel mit Köln Düsseldorfer Rhein Dampfschifffahrts Anleger. - In Wiesbaden wird der polnische Landarbeiter alias Zwangsarbeiter Eduard Seweryn am Jagdhaus Fasanerie erhängt. - In Darmstadt werden in der Justus-Liebig-Schule Julius-Reiber-Straße 3 über 3000 Juden zur Deportation zusammengetrieben. - In Wiesbaden werden die ersten 20-30 Juden deportiert und nach einem halben Jahr schon 450. - In Wiesbaden begehen 42 jüdische Bürger Selbstmord. Am Jahresende sind nur noch 177 jüdische Wiesbadener übrig. - In Frankfurt Rödelheim wird ein Notgefängnis für mehr als 160 Gefangene und in der Gutleutstraße 13 ein Notgefängnis für 300 Gefangene eröffnet. - In Darmstadt flieht der polnische Zwangsarbeiter August Halicki (29) aus einem Straflager und wird vom Sondergericht Darmstadt wegen Flucht aus dem Straflager und zweier Verbrechen bei Fliegergefahr im Gestapogefängnis Frankfurt Preungesheim hingerichtet. - Das in Darmstadt geborene KPD und Rote Kapelle Mitglied, darmstädter TH Geschichts und Literaturprofessorsohn und stuttgarter Jurist Arvid Harnack (41) und die in Darmstadt geborene halbjüdische Grafikerin Elisabeth Schumacher (38) werden wegen Rote Kapelle Aktionen wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. - In Darmstadt behauptet die Gestapo, der in Unterfranken geborene, wegen der Teilnahme am NS kritischen Kaufmann-Will-Kreis durch die eingeschleuste in Schweden geborene Gestapo-Agentin Dagmar Imgart (46) denunzierte und im darmstädter Gestapogefängnis Rundeturmstraße 6 befragte evangelische gießener Pfarrer Ernst Steiner (57) hätte in seiner Zelle Selbstmord wegen seiner Verurteilung zum Tode durch das aus Montabaur Heilberscheid stammende NSDAP Mitglied und Volksgerichtshofrichter Robert Hartmann (41) begangen, was dessen gleichzeitig einsitzender Freund und Orientalist Alfred Kaufmann (74) aber vehement bestreitet. - In Bad Homburg verkauft der verschuldete Hotelbesitzer Carl Ritter (--) das Kurhotel Parkhotel Ritter (2016 Hotel Steigenberger) Kaiser-Friedrich-Promenade 69 mit 220 Zimmern. - Der jüdische frankfurter Wronker Warenhausunternehmer Zeil 105, Ufa Kinokettengründer Hermann Wronker (75) stirbt mit seiner Frau im KZ Auschwitz. - In Wiesbaden wird der in Böhmen geborene Jurist, SS Mann und Damstädter Leiter der Gestapo Humbert Achamer-Pifrader (42) Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD alias Nachrichtendienst der SS, einem Geheimdienst. - In Frankfurt werden die vier genossenschaftlichen frankfurter Banken, die Frankfurter Gewerbekasse Ecke Börsenstraße 1/Kalbächer Gasse, die frankfurter Genossenschaftsbank, die Bank für Handel und Gewerbe und die namensgebende Frankfurter Volksbank zu Frankfurt am Main eGmbH zur Frankfurter Volksbank Ecke Börsenstraße 1/Kalbächer Gasse mit 4819 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von 47.000.000 Mark fusioniert. - Die frankfurter Rudergesellschaft Post-Sportgemeinschaft Frankfurt stellt die Deutsche Meisterin im Einer Friedel Haack. - In Frankfurt wird das ehemalige Westendheim ehemalige wilde KZ Perlenfabrik und SA Stützpunkt in der Ginnheimer Landstraße 40-42 (2016 riesiger Studentenwohnhochhauskomplex) zur SA Gruppenschule Hessen umfunktioniert. Der Sturmbann II/63 beteiligt sich bei der Deportation von Juden aus dem Frankfurter Westend. - Der in Frankfurt geborene Schriftstellersohn und Rittmeistersohn Freiherr Irnfried von Wechmar (43) wird Chef der Propagandaabteilung des Heeres. - In Frankfurt findet die Deutsch-Bulgarische Woche statt. Die bulgarischen Gäste werden im Adolf Hitler Haus in der Gutleutstraße 8-12 begrüßt. Bulgarischer Zar ist der in Sofia geborenene Boris III von Sachsen Coburg (St) (48). Bulgarien ist mit Deutschland verbündet. - In Frankfurt wird im Kino Lichtspieltheater Gloria-Palast Ecke Kaiserstraße 28/Neue Mainzer Straße der Film Nippon’s Wilde Adler aufgeführt. - In Frankfurt wird im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 die Lehar-Operette Paganini aufgeführt. - In Frankfurt tritt erstmals der in Frankfurt geborene Berliner Opernhaus Bariton Heinrich Schlusnus (54) im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26) auf. - Der in Rüsselsheim geborene lutherische Pfarrersohn, KPD Mitglied und Atomphysiker Klaus Fuchs (38) lässt sich als britischer Staatsangehöriger als sowjetischer Spion anwerben, der über britische und amerikanische Atombombenprojekte informiert (1950 enttarnt und zu 14 Jahren Haft verurteilt). Sein Vater Emil Fuchs (68), ist ehemaliger Pfarrer in Rüsselsheim und gut vernetztes ehemaliges SPD Mitglied, Widerständler, Rentner, Religiöser Sozialist und evangelischer Theologieprofessor (1949 Umzug in die DDR als Professor in Leipzig). - In Frankfurt wird auf roten Plakaten an den Litfaßsäulen die Hinrichtung der sieben frankfurter KPD Mitglieder Anton Breitinger, Edmund German, Otto Häuslein, Wilhelm Hugo, Adam Leis und Julius Nees und des wiesbadener KPD Mitglieds Wilhelm Klöppinger bekannt gegegeben. - In Wiesbaden stirbt der in Naurod geborene Dorfschullehrersohn, Lehrer und Mundartdichter Rudolf Dietz (77). - In Bad Homburg ist im Gestüt Erlenhof das Rennpferd Effendi krank. Der dafür eingesprungene Ticino wird Derby-Sieger. Otto Schmidt ist sein Rekord Jockey und Adrian von Brocke der Stalltrainer. - Der in Frankfurt geborene Prinz Franz Wilhelm Otto Alfred Konstantin Emil von Sayn Wittgenstein (St) (32) heiratet in Berlin Prinzessin Gabiele von Isenburg Büdingen Wächtersbach (St) (31). - In Hanau wird im alten Rathaus das Deutsche Goldschmiedehaus mit Unterstützung der NSDAP eingerichtet, weshalb der Hanauer Geschichtsverein in das Stadtschloss umziehen muss. -  In Frankfurt erhält der NSDAP Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (58) trotz Rationionierung Fleisch in unbegrenzten Mengen, was zu Gerüchten führt. In der Straßenbahn geäußerte Beschwerden über dieses Diplomatenleben bringen einem frankfurter Kaufmann 7 Monate Haft ein. Neun weitere Personen kommen ebenfalls in Haft. Jakob Sprenger (58), der in der Zeppelinallee 8 (2017 Westarkade) wohnt, bittet den frankfurter Oberbürgermeister Friedrich Krebs (47) an, seine ungeliebten Nachbarn, die Tanzschule Wernecke Ecke Zeppelinalle/Bockenheimer Landsstraße 124, die in einem städtischen Gebäude untergebracht ist, alsbald umzusiedeln. - In Frankfurt ist die NSDAP Gauleitung des Gaues Hessen Nassau am Horst Wessel Platz. - In Flörsheim besteht die Tagesration aus 0,285 kg Brot, 29 g Fett, 0,5 kg Kartoffeln und 42 g Fleisch. - In Mainz wird der riedstädter Arztsohn, offenbacher Amtsgerichtsrat ehemalige darmstädter Oberbürgermeister und mainzer NSDAP Oberbürgermeister Robert Barth (42) vom NSDAP Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (58) aus dem Amt verjagt und an die Ostfront geschickt, wo er noch im selben Jahr stirbt. Der in Gau-Odernheim geborene gauodernheimer Gemischtwarenhändler Heinrich Ritter (39) wird neuer mainzer NSDAP Oberbürgermeister. - Der farbwerke hoechst und ig farben Vorstandsmitgliedssohn und AOL Gründer Wilhelm von Meister wird geboren. - In Frankfurt beaufsichtigt die Wach- und Schließgesellschaft die Zwangsarbeiter der Stadtwerke. Westliche Zwangsarbeiter werden verhältnismäßig gut behandelt, Ostarbeiter nicht. - In Frankfurt wird die Reichskochschule in der Windmühlstraße 1 wegen Bombenschäden geschlossen. - Der in Wiesbaden geborene Drehbuchautor und UfA Filmregisseurbruder Walter Zerlett-Olfenius (44) denunziert seinen Freund Herbert Selpin (39), der wenige Tage später ums Leben kommt. Er bekommt dafür einen einen Auftrag das Drehbuch zu dem Lustspiel Die schwache Stunde zu schreiben. - In Frankfurt werden Hans Sachs Schwänke im Karmeliterklosterhof von der Volksbühnenspiel Gemeinschaft Frankfurt aufgeführt. - In Mainz Weisenau wird der katholische Religionsunterricht verboten. Ein katholischer Lehrer überwacht die Schule in Weisenau und unterbindet die Teilnahme an der Seelsorgsstunde. - In Mainz wird die mainzer NSDAP Kreisleitung im Palais Schönborner Hof, Schillerstraße 11 bei einem Fliegerbombenangriff getroffen. - In Bad Homburg wird das Rennpferd Gradivo für das Gestüt Erlenhof Sieger des höchstdotierten deutschen Pferderennens Braunes Band von Deutschland in München mit 70.000 Reichsmark mit Trainer und Jockey Walter Held. - In Frankfurt feiert der Stabsjägermeister Kropp in den Clubräumen in Groß Frankfurt Bleichstraße 57 am Eschenheimer Turm seine Hochzeit mit Erny Kufer. Es gibt Königin-Suppe, Seezungenfilet, Brandoberndorfer Rehrücken in Wildtunke, Rotkohl, Kartoffelcroquettes, Eisbombe Erny, Feingebäck und Mocca. Man reicht alten Madeira, 37er Zeltinger Stefanslay (Mosel), Schloss Vollrads Cabinett Wachstum Graf Matuschka Greiffenklau (Rheingau), Henkell Privat Sekt und Cointreau Weinbrand. - Der in Frankfurt geborene Industriellensohn mit jüdischkonvertiertem Großvater und eigentlich dessen Casella Erbenkel Graf Arthur-Ludwig von Spreti (St) (25) stirbt in Kissljakow, Russland. - Während die in Darmstadt geborene eher unattraktive Prinzenwitwe Irene von Preußen alias Irene von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (76) alleine in Potsdam wohnt, sitzt die in Ungarn geborene jüdische ehemalige Geliebte ihres verstorbenen Mannes, die hamburger Opernsängerin Julie Salinger (69), die zwei Kinder, Graf Gustav von der Schulenburg (St) (--) und Graf Otto von der Schulenburg (St) (--) mit ihm hat, im KZ Theresienstadt, wo sie im Propagandafilm Theresienstadt als eine auf unsäglichem Müll thronende, mit schwarzem Tüll verschleierte, krächzende, jüdische Operndiva dargestellt wird. - In Wiesbaden wird bei der Auflösung der Säuglingsstation des katholischen Johannesstifts, bei der die Säuglinge von Prostituierten, Herumtreiberinnen und ehemaligen wiesbadener Gefangenen, angeblich auf andere Heime verteilt werden, ua ein behinderter Junge im Johannesstift Platterstraße 72 von der Gestapo bei den Hiltruper Schwestern abgeholt, nach Nassau in die Heil- und Pflegeanstalt Scheuern und danach in die Tötungsanstalt Landesheilanstalt Hadamar Mönchberg 8 verschleppt, wo er nach 4 Tagen ermordet wird. - Der jüdische ehemalige mainzer Automobilhersteller Möise Garbaty wird in Paris bei seiner Verwandtschaft verhaftet und nach Auschwitz deportiert, wo er nach 4 Wochen stirbt. - In Frankfurt eröffnet das Textilkaufhaus C & A Brenninkmeyer auf der Neuen Zeil zwischen Goldstelzenstraße und Porzellanhofstraße. - In Frankfurt wird der Philipp Holzmann AG Vorstand Friedrich Linsenhoff (--) Mitglied der NSDAP. - In Wiesbaden leben zum Jahresanfang noch 1006 Juden. - In Wiesbaden hilft die hessische Bezirksstelle der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, die eigentlich bei der Auswanderung sozial betreuen will, bei der Deportation, in dem sie der Gestapo zuarbeitet. - In Darmstadt übernimmt der Gestapo Regierungsrat SS Sturmbannführer Robert Mohr (33) die Fürung der Gestapo Darmstadt, Staatspolizeistelle Darmstadt, Wilhelminenplatz 1, und die Organisation der Deporation. Er wohnt in Darmstadt Eberstadt Darmstädter Stasse 218. - In Frankfurt Sachsenhausen verlässt die Fischertochter und Offenbacher Tachometerwerke Gründertochter (2016 VDO) Liselott Linsenhoff als Liselotte Schindling (15) nach 5 Jahren das erste frankfurter Mädchen-Gymnasium Schillerschule in der Morgensternstraße. Unterricht findet in der benachbarten Holbeinschule statt, da das Schulgebäude von der Wehrmacht belegt ist. - In Frankfurt Griesheim wird in der Froschhäuser Straße ein städtisches Kriegsgefangenenlager für rund 2000 männliche und weibliche Russen eingerichtet. - In Bad Homburg wird der letzte jüdische Einwohner deportiert. - In Frankfurt wirbt die Post mit Stempeln: Werdet Rundfunkteilnehmer. - In Frankfurt wird der im Hausarrest lebende, jüdische Universitätsmitbegründer und Hautarzt Karl Herxheimer (81) von der Universitätsverwaltung bei der Gestapo angezeigt, mit seiner Lebensgefährting Henriette Rosenthal verhaftet und in das KZ Theresienstadt verschleppt, wo er drei Monate später ermordet wird. - In Mainz Laubenheim schließt die Gaststätte Winzerstube Talstraße. - In Frankfurt wird das Kaffeehaus Café Schöpf am Goetheplatz, wo Swing Musik gespielt wird, zwangsgeschlossen. - In Hanau stirbt im Stadtschloss Hanau im Kriegseinsatz Waffen SS Hauptsturmführer Prinz Wilhelm von Hessen Philippsthal Barchfeld (St) (32), verheiratet mit Prinzessin Marianne von Zollern Preußen. Seine Schwester Prinzessin Viktoria Cäcilie von Hessen Philippsthal Barchfeld (St) (28) ist NSDAP Mitglied. - Der in Wörrstadt geborene mainzer Fußballverein 1. FSV Mainz 05 Mitbegründer, der jüdische Textilhändler Eugen Salomon (54) wird im französischen Exil verhaftet und nach Auschwitz verschleppt, wo er ermordet wird. - In Darmstadt wird die Ukrainerin Olga Petrowna S (14) nach ihrer Entführung aus Charkow und einem Monat in einem frankfurter Quarantänelager im Wald, umgeben von einem hohen Stacheldrahtzaun mit elektrischem Strom, wo sie nackt ausgezogen und entlaust wird und wo sie einmal am Tag Suppe aus nicht geschälten Kartoffeln mit Erdklumpen und Stroh und 100 Gramm nasses Brot aus Rübe und Kleie nach Darmstadt bekommt, zum Roederwerk gebracht, wo sie 12 Stunden Schichten arbeiten muss. Sie wird mit einem OST-Aufnäher gekennzeichnet. Im Folgejahr wird sie von der Gasthaus Boxhaut Betreiberin aus einer Reihe von Mädchen, die in Reih und Glied antreten müssen, ausgewählt. - In Frankfurt hat das Kunstinstitut Städel eine Fachgruppe Mode. - In Frankfurt wird eine bornheimer KPD Gruppe, getarnt als Skatrunde in Wirtschaften und der Enttarnung durch einen Spitzel, nach einjähriger Haft vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt, wobei sich der Drucker Ochs im Gefängnis das Leben nimmt und Anton Breitinger, Edmund Germann, Wilhelm Hugo, Julius Nees, Wilhelm Klöppinger, Otto Häuslein und Anton Leis geköpft werden. - Der Besitzer von Schloss Schönborn in Heusenstamm, der Schlösser und Weindomänen Hattenheim und Geisenheim und 1600 Hektar Waldbesitz uvm Graf Erwein Clemens Chlodwig Karl Maria von Schönborn Wiesentheid (St) (65) stirbt in München. Er vererbt seinen Grafentitel an seine beiden Kinder, das NSDAP Mitglied Erbgraf Rudolf Erwein Ernst von Schönborn Wiesentheid (St) (24) und seinen jüngeren Bruder Graf Friedrich Karl Anton von Schönborn Wiesentheid (St) (26). Rudolf Erwein Ernst von Schönborn Wiesentheid (St) (24) erbt ua drei Schlösser, die halbe Fränkische Schweiz als Großgrundbesitz, die Hälfte von Schloss Neu-Isenburg und das Hotel Forsthaus Gravenbruch. - In Mainz Finthen wird das Reichsarbeitsdienstlager Finthen in der Jean-Pierre Jungels Straße in das Konzentrationslager KZ Finthen mit Finthen 1 und Finthen 2 umfunktioniert. Direkt daneben wird der kreisrunde 1200 Meter große Flugplatz Finthen für das Nachtjagdgeschwader 5 eröffnet. - In Wiesbaden beginnen im Judenhaus in der Adelheidstraße 49 die Deportationen ua der jüdischen wiesbadener Familien Leopold, Morgenthau, Seelig und Strauss. - Der in Hanau im Schloss Philippsruh geborene großherzoglich hessische Hofmarschallssohn und Weltkriegsverbrecher Georg von Küchler (61) wird Oberbefehlshabers der Heeresgruppe Nord.  - Der von Prinzessin Hildegard von Hanau Schaumburg (St) (39) Tochter von Prinz Friedrich von Hanau Schaumburg (St) (--), geschiedene Graf Wulf-Diether von Castell Rüdenhausen (St) (37) heiratet die österreichische Filmschauspielerin Luise Ullrich (32). - Der in Wiesbaden geborene Handwerkersohn und ultradeutschnationale NS gaukurhessener Landesleiter der Reichsschrifttumkammer Karl Kaltwasser (48) hält eine Rede bei der Gründung der Brüder Grimm Gesellschaft in Kassel und wird ihr Geschäftsführer. - In Wiesbaden wird der ehemalige langjährige jüdische Chefredakteur der wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Tagblatt Hermann Lekisch (60) Rauenthaler Strasse 16 nach Lublin verschleppt und ermordet. - In Frankfurt wird der in Mühlheim an der Ruhr geborene Motoreningenieur, aschaffenburger SA Führer und leipziger Polizeipräsident Fritz Stollberg (54) neuer frankfurter Polizeipräsident. - In Mainz beginnen die Deportationen vom Güterbahnhof an der Ecke Mombacher Strasse/ Goetheunterführung gegenüber dem alten jüdischen Friedhof. Die Turnhalle der Feldbergschule Feldbergplatz 4 dient als Sammelplatz für die Deportationen.

1941 Wetter: In Frankfurt zerstört ein Wirbelsturm rund 100.000 cbm Wald. - In Frankfurt ist der frankfurter NSDAP Oberbürgermeister Friedrich Krebs (47), der in der Villa Schaumainkai 55 (2017 Deutsche Rentenversicherung) wohnt, Festredner bei der Eröffnung des antisemitischen Frankfurter Institut zur Erforschung der Judenfrage Bockenheimer Landstraße 68-70, das eine Eliteuniversität werden soll. - In Frankfurt wird das als jüdisches Altersheim genutzte Palais Rothschild (2017 Karstadt Frankfurt Zeil 90) zwangsgeräumt. - In Wiesbaden wird das Lebensbornheim Taunus Idsteiner Straße 111 geschlossen und umgebaut. - In Wiesbaden wird das Polizeigefängnis in der Friedrichstraße 25 als Haftanstalt für Schutzhäftlinge genutzt, die anschließend in ein KZ überstellt werden. - In Frankfurt beginnt die Gestapo im Polizeipräsidium in der Friedrich Ebert Anlage 7 mit insgesamt 19 Deportationen von Juden. - In Frankfurt wird das Bismarckdenkmal in der Gallusanlage und das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm eingeschmolzen. - Das von der frankfurter IG Tochter Chemiefirma DEGESCH von NSDAP Mitglied Gerhard Peters (41) produzierte und von ihm zur Menschenvernichtung vorgeschlagene Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B wird von der SS an russischen Kriegsgefangenen im KZ Auschwitz getestet. Der wiesbadener Industrielle Wilhelm Ferdinand Kalle (71) informiert die USA über einen Mittelsmann und eine IG Farben und Dupont kartelleigene Firma in Basel über die Art und Weise der Endlösung der Judenfrage, oder hat es bereits getan. - In Frankfurt wird der frankfurter Metzgerlehrling Swing-Jugend-Mitglied und spätere Opernsänger Franz Kremer (16) in die Gestapo Zentrale Lindenstraße 27 verschleppt und täglich im Keller verprügelt. Im Gebäude sind 140 Gestapo Beamte beschäftigt. Im Nachbarhaus wohnt der Gestapo Leiter SS Sturmbannführer Anton Weiß-Bollandt (--) (Harald Weiss-Bollandt (01) wird 1999 frankfurter Polizeipräsident). - In Frankfurt wird der Wirtschaftsredakteur mit einem jüdischen Elternteil und homosexuelle Swing-Jugend-Mitglied mit langen Haaren Wolfgang Lauinger (23) in die Gestapo Zentrale Lindenstraße 27 verschleppt und danach im frankfurter Polizeigefängnis Klapperfeld 7 Monate in Einzelhaft gehalten. - In Frankfurt organisiert der in Brandenburg geborene SS Obersturmbannführer und neue Gestapoleiter Oswald Poche (33), verheiratet, zwei Kinder, mit dem Leiter der Abteilung II, Kriminalrat Ernst Grosse, die Einsatzkräfte bei der Verschleppung von rund 10.000 Menschen in KZs und Vernichtungslager (+1962 Dannenberg mit falscher Identität). - In Frankfurt zieht die Gestapo von der Bürgerstraße 22 alias Wilhelm Leuschner-Straße in die Lindenstraße 27 um und richtet dort drei Haftzellen und einen Luftschutzraum ein. Die Häftlinge werden im Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße, im Untersuchungsgefängnis Hammelsgasse und in Notgefängnissen in der Rödelheimer Straße 10/12 und Gutleutstraße 13 inhaftiert. - In Darmstadt ist der Hauptsitz der Gestapo der Wilhelminenplatz 1. - Alle Schulen wechseln den Schulbeginn von Ostern auf Herbst. - Der in Babenhausen geborene ehemalige langjährige frankfurter Erste Kapellmeister und Dirigent an der frankfurter Alten Oper und der Museums Gesellschaft im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26) in Frankfurt Georg Ludwig Jochum (32) zahlt keine NSDAP Mitgliedsgebühren mehr und wird dadurch nicht mehr bei der NSDAP geführt. - In Mainz wird Johanna Gallei NSDAP Kreisfrauenschaftsleiterin. - In Offenbach wird Käthe Beck NSDAP Kreisfrauenschaftsleiterin. - Der wiesbadener Höhere SS und Polizeiführer Erwin Rösener (39) fährt ins KZ Hinzert und ermordet dort nach Hitlers Mordauftrag an sowjetischen angeblichen politischen Kommissaren 70 sowjetische Kriegsgefangene mit dem Lagerarzt Dr Waldemar Wolter, Lagerkommandant Pister und den Sanitätern Fenchel und Brendel mit Zyankalispritzen bei einer vorgetäuschten medizinischen Untersuchung. Die Leichen werden im nahe gelegenen Wald verscharrt. - Der hattersheimer SPD Mann und Drucker Peter Nida wird ein zweites Mal wegen Hochverrats, u.a. weil er dem NS Regime die Schuld an der schlechten Wirtschaftslage gab, zu 3 Jahren Haft im Gestapogefängnis Frankfurt Preungesheim verurteilt. - In Darmstadt findet die Kunstausstellung Zeitgenössische Kunst aus dem Südwestdeutschen Raume 1941 auf der Mathildenhöhe statt. - In Wiesbaden hat der KPD Funktionär und ehemalige wiesbadener Opel-Werk Abteilungsleiter Andreas Hoevel (41) Kontakt zum bopparder KPD Mann Rudolf Steinwand (35), der direkt aus der Schutzhaft an die Ostfront geschickt wird. - In Eltville fahren für die Bevölkerung sichtbar immer zur gleichen Zeit Planwagen LKW Automobile mit verängstigten Menschen, die aus Rissen und Spalten um Hilfe betteln, in die Landesheilanstalt Eichberg Kloster-Eberbach-Straße 4. - In Hadamar wird in der Tötungsanstalt Landesheilanstalt Mönchberg 8 die Verbrennung des 10.000 sten Patienten gefeiert, wobei alle Angestellten eine Flasche Bier erhalten. - Der Judenstern wird eingeführt. - In Wiesbaden sind bereits 72 Pflegschaften für T4 Euthanasiemordfälle aufgehoben worden. - In Birstein wird Prinzessin Maria Annunciata von Isenburg (St) als Tochter des abgelehnten NSDAP-Sympathisanten Fürst Franz Ferdinand von Isenburg (St) (40) und der russischen Grafentochter Irina Tolstoi (St) (24) geboren. - In Wiesbaden wird der wiesbader SPD Vorsitzende Georg Buch (38) als SPD Widerständler enttarnt und im Landgerichtsgefängnis im Hinterhof der Gerichtstraße 2 mit Hof zur Albrechtstraße wegen Hochverrats 9 Monate eingesperrt und danach bis Kriegsende in den regionalen Gefängnissen und KZs gequält. - In Obermörlen Ziegenberg wird das Führerhauptquartier Adlerhorst in ein Heeresgenesungsheim umgewandelt. - Der in Frankfurt geborene Ingenieurssohn, zweiterfolgreichste WW1 Jagdflieger und Generalluftzeugmeister der Wehrmacht Ernst Udet (45) begeht in Berlin Selbstmord. Der Vorfall wird geheim gehalten. Sein langjähriger Freund, der Schauspieler Heinz Rühmann (39) bringt seinen Erfolgsfilm Quax, der Bruchpilot heraus. - In Wiesbaden wird Gräfin Clotilde Elisabeth von Merenberg (St) geboren. - Die Wochenschau, die in allen Kinos als Nachrichtenblock vor dem Hauptfilm gezeigt wird ist auf mehr als 45 Minuten verlängert. - In Mainz versucht der badener Kaufmannssohn und mainzer Rabbiner Sali Levi (58) auszuwandern, stirbt aber in Berlin nach Wochen des Wartens auf ein Visum offiziell an einem Herzanfall. Der in Mainz geborene zwangspensionierte protestantische mainzer Regierungsrat mit jüdischem Großvater Michel Oppenheimer (57) springt für ihn als Verbindungsmann zur Gestapo ein und beginnt mit der Erstellung von Deportationslisten und einem detaillierten Tagebuch. In Frankfurt dirigiert letztmals gelegentlich der in Danzig geborene wiesbadener Generalmusikdirektor Carl Schuricht (61) als einziger bedeutender Gastdirigent das Frankfurter Rundfunksynphonieorchester. - In Mainz wird der Industrielle und spätere Kartoffelchips Chio Chips Gründer Carlo von Opel als Sohn der Automobilindustiellentochter und weltbesten Military-Reiterin Irmgard von Opel (34) und ihrem in Frankfurt geborenen Cousin, Sportfunktionär und Sportler Georg von Opel (29) geboren. - Isenburg Büdngen Büdingen stirbt aus. - Der in Frankfurt geborene Börsenmakler, Schriftsteller und Anhänger der freien Liebe Otto Mainzer (38) emigiriert in die USA, wo er eine Lebensgefährtin findet, mit der er 25 Jahre lang unverheiratet in getrennten Wohungen in einem innigen Liebesverhältnis lebt. - In Frankfurt tagen im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 die ehrenamtlichen NSV Mitglieder der NSDAP. - In Frankfurt läuft im Kino Ufa-Palast Groß Frankfurt Bleichstraße 57 am Eschenheimer Turm der Propagandafilm Der Sieg im Westen und der Kriminalfilm Kriminalkommissar Eyck. - In Frankfurt wird die NSDAP Gauleitertochter Anneliese Sprenger (20) Sekretärin ihres Vaters im NSDAP Gauhaus Gutleutstraße 8-12. - Der in Darmstadt geborene und wegen vielfacher Urkundenfälschungen und Unterschlagungen verurteilte ehemalige Bankangestellte, kasseler SS Ausbilder und metolsthrfache und durch Unterschlagung von Raubgold reich gewordene KZ Kommandant Karl Otto Koch (St) (44) wird vom elitären Multimilliardär und Höheren SS und Polizeiführer Wehrkreis Rhein und in Arolsen geborenen Erbprinz Josias von Waldeck und Pyrmont (St) (45) wegen Bereicherung am Besitz der jüdischen KZ Gefangenen verhaftet aber auf Anweisung Himmlers sofort wieder freigelassen. - In Idstein wird in der Heil- und Pflegeanstalt Kalmenhof Veitenmühlweg 10 unter dem ärztlichen Leiter Hans Bodo Gorgaß (32) eine Kinderfachabteilung eingerichtet, in die abfällig Reichssausschußkinder eingewiesen werden. Hans Bodo Gorgaß (32) wird nach kurzen Weiterbildungskursen in anderen Tötungsanstalten auch stellvertretender Euthanasie T4 Arzt in der Tötungsanstalt Hadamar. - Der in Niedermittlau geborene Kaufmannslehrling Georg Rösch (28) wird zum zweiten Mal Mitglied der NSDAP und sein früheres Eintrittsdatum ..31 wird sogar anerkennt (1958 hessisches CDU Landtagsmitglied). - In Frankfurt beschwert sich der Oberlandesgerichtspräsident beim Reichsministerium, dass Euthanasieangehörigen schon vor dem Tod der Opfer Nachrichten über das mögliche Ableben ihrer Verwandten zugeschickt werden. - Der Fürstensohn Erbprinz Hermann Wilhelm Friedrich von Wied Wied (St) (42) stirbt. - In Büdingen stirbt der in Frankfurt geborene Fürst Carl Gustav von Isenburg Büdingen (St) (66). - Prinzessin Leonille Elisabeth von Isenburg Büdingen (St) wird geboren. - In Frankfurt ist die SS Standarte mit Telefon 55422 im Reuter Weg 78 (2017 links neben Penny-Markt), die SA Gruppe Hessen in der Taunus Anlage 14 (2017 Credit Agricole Cheuvreux SA), der SA Reitstall in der Rödelheimer Landstraße 19 (2017 unbebaute Wiese), die SA Fechtschule Hessen in der Seiler Straße 22 (2017 von google street view unkenntlich gemacht), die SA Bridgade und die SA Standarten in der Feldbergstraße 46/Siesmayerstraße, die NSKK Motorgruppe in der Lindenstraße 7 und die NSKK Motorstandarte im Kettenhofweg 55 (2017 von google street view unkenntlich gemacht). Die NSKK Motorsturm Standorte sind in der Lange Straße 26 (2017 Kolpinghaus), Mainzer Landstraße 167(2017 Cafe Regina), Hainer Weg 13 (2017 Schenker & Co), Kiesstraße 16 (2017 von google street view unkenntlich gemacht), Röderbergweg 82 (2017 AWO), Mainberg 8 (2017 Hotel Höchstger Hof), Niddastraße 62-64, Blittersdorfplatz 41 alias Francois Mitterrand Platz, Mörfelder Landstraße 70 (2017 Matulis Heizung), Mainzer Landstraße 275 (2017 Matulis Heizung) und Unter der Emser Brücke. - In Frankfurt ist Peek & Cloppenburg auf der Zeil im Haus Minerva Zeil 114 und Böhler Zeil 112 (2017 Linke Hälfte MyZeil) neben der Hauptpost (2017 Rechte Hälfte MyZeil) das Bekleidungshaus der Stadt. - In Frankfurt wird besonders stark Werbung für Frankfurter Löwenbräu Bier gemacht. - In Frankfurt hat das Weinlokal Heldenberg in der Karpfengasse 4 eine eigene gotische Kapelle. - In Frankfurt gibt es am SA Platz 7 alias Börsenstraße das vegetarische Restaurant Eden mit der Telefonnummer 22684. Das Cafe Esplanade ist in der Taunusanlage 21 (2017 Kameha Suite). - In Frankfurt ist das Defaka Deutsches Familienkaufhaus das größte Kaufhaus auf der Zeil 102. - In Frankfurt ist das Kaffeehaus Schwille Große Bockenheimer Straße 50 eine Gartenwirtschaft ohne Dach (2017 Starbucks) und das Park Cafe in der Eschenheimer Anlage 38 (2017 Kiosk Hambuarger am Turm). - In Frankfurt gibt es an Brauereien die Bayrische Aktienbierbrauerei Aschaffenburg in der Hanauer Landstraße 123 (2017 Mercedes Benz Frankfurt), die Frankfurter Brauhaus GmbH in der Hanauer Landstraße 198 (2017 Club King Kameehameha Suite), die Henninger Bräu im Wendels Weg 64, die Kulmbacher Reichelsbräu AG in der Dörnigheimer Straße 12, die Löwen Brauerei im Hainer Weg 46, die Brauerei Otterbein in der Woogstraße 28, Pfungstätter Bier Am Erlenbruch 98, Heylands Bräu Aschaffenburg David Stempel Straße 3 und die Schöfferhof Binding Brauerei AG in der Darmstädter Landstraße 139-145. - In Frankfurt gibt es an internationalen Hotels den Baseler Hof am Wiesenhüttenplatz 25, das Carlton Hotel Am Hauptbahnhof 18, das Hotel Excelsior Poststraße 2, Hotel Bristol Am Hauptbahnhof 6, Frankfurter Hof, Kaiserplatz 17, Hotel Monopol Metropole Mannheimer Straße 11, Hotel National Mannheimer Straße 7, Park Hotel Kaiserhof Wiesenhüttenplatz 36, Hotel Prinz Heinrich Baseler Straße 50 und das Hotel Hansa Royal in der Kronprinzenstraße 56 alias Münchner Straße. - In Frankfurt wird Gerda Anneliese (St) als Tochter von Grafensohn Emich Nicolaus von Solms Wildenfels (St) (30) und der in Hofheim geborenen bürgerlichen Tilly Schmitt (29) geboren. - In Frankfurt gibt es die vier Fechtmeister Angelini, Azara, Rupp und Tagliabo. - In Frankfurt ist der NSDAP Sicherheitsdienst des Reichsführer SS SD Abschnitt Frankfurt alias Geheimdienst der SS am Schaumainkai 23 (2017 Metzler Park), wo auch SS Sturmbannführer K Pohl wohnt. - In Mainz werden alle sozialen Stiftungen zu einer Mainzer Fürsorgestiftung vereinigt. - In Frankfurt wird der Fechenheimer Hafen bombardiert. - In Frankfurt sind die offiziellen Vergnügungslokale laut Adressbuch Felix Bergmann Kaiserstraße 56 (2017 Hermes Apotheke), Clou Großer Kornmarkt 9, G Groh Albus Straße 52-54 und das Tanz Casino Tivoli Töpfengasse 4 alias Goetheplatz 2 (2017 vor dem Restaurant MoschMosch). - In Frankfurt stürzen abgeschossene feindliche Flugzeuge in die Häuser im Baumweg 2 (2017 Kiosk) und in der Friedberger Anlage 17. Offizielle Bars mit einer Kleinkunstbühne sind auch der Astoria Pavillon in der Kaiser Straße 69 (2017 Leihhaus), die Casinobar Hemerger Stiftstraß 39, Kurt Rudolphs Königin Bar Horst Wessel Platz 4-6, die Martini Bar Mainzer Landstraße 79 (2017 B&B Hotel) und die Bar Orpheum Zeil 52 (2017 rechts neben Conrad Electronic) an der Konstablerwache. - In Frankfurt ist das Theater Rhein-Mainische Landesbühne mit der Telefonnummer 55895 am Mozartplatz im ehemaligen Logenhaus. - In Frankfurt gibt es 36 Tankstellen, darunter 5 (40, 117, 325, 471 und 542) in der Eschersheimer Landstraße. - In Wiesbaden hat die SS Standarte 78 511 Mann vor Ort 1163 sind einberufen.. Die Standarte besteht aus 3 Sturmbannern mit insgesamt 12 Abteilungen. - Der in Wiesbaden geborene wiesbadener Musikdirektorensohn, NSDAP Mitglied und NS Propaganda-UfA Filmregisseur Hans H Zerlett (49) bringt seinen Entartete Kunst Hetz-Film Venus vor Gericht heraus. - In Falkenstein heiratet das Jagdfliegerass Werner Mölders (28) die in Falkenstein geborene Luise Thurner. - In Mainz wird der sehbehinderte Musiklehrer Toni Hämmerle (27) bei einem Bombenangriff verschüttet, wobei er sein Augenlicht vollständig verliert (1963 Erfolgsschlager Humba Täterä). - In Frankfurt Sachsenhausen kauft die Stadt den Louisapark. - In Frankfurt ist die Adresse des Fußballvereins SG Eintracht Frankfurt am Ratsweg und die Geschäftsstelle der Fluggesellschaft Lufthansa am Hautptbahnhof 10 hat die Telefonnummer 34931. - 1000 lebensunwerte Frankfurter werden in der Tötungsanstalt Hadamar vom ärztlichen Personal ermordet, wohin man sie mit grau gestrichenen ehemaligen Postbussen mit verhängten Scheiben verschleppt hat. - In Wiesbaden sterben unter dem ehemaligen frankfurter Polizeipräsidenten und Kommandeur der Kriegsgefangenen im Wehrbereich XII Pfalz mit Sitz in Wiesbaden Reinhard von Westrem zum Gutacker (61) knapp 20% aller Kriegsgefangenen. - In Schwalbach werden auf dem Militärflugplatz Frankfurt Sossenheim Tarnname Schafweide Am weißen Stein Piloten auf Lastenseglern, die hinter die feindlichen Linien fliegen sollen, ausgebildet. Ein weiterer geplanter Ausbau wird wegen des Rhein-Main-Flughafens gestoppt. Die Graslandebahn wurde von Kriegsgefangenen auf 1600 Meter erweitert. - In Frankfurt entstehen zwischen Werk I und II der Adlerwerke in der Weilburger Straße Baracken für französische Kriegsgefangene. - Offenbach hat 330 jüdische Einwohner. - In Wiesbaden stirbt der expressionistische Maler Alexej von Jawlensky (76). - In Darmstadt produzieren die neu gegründeten Jacobs-Schweyer Werke ua das Mehrzweckkampfflugzeug mit Verpuffungsstrahltriebwerken Messerschmitt Me 328. - In Bad Homburg wird das Parkhotel Ritter (2016 Hotel Steigenberger) Kaiser-Friedrich-Promenade 69 zum Genesungsheim der Waffen-SS mit SS-Lazarett Abteilung alias Erholungsort der KZ Wachmannschaften. - Im Bezirk Wiesbaden werden auf ns-staatliche Anweisung alle katholischen Kindergärten geschlossen und behauptet, dass dies freiwillig geschieht. Der katholische limburger Bischof Antonius Hilfrich (68) veröffentlich erfolglos eine aufklärende Protestnote an die Bevölkerung. Der katholische königsteiner Pfarrer Aloys Geis muss zusehen, wie sein Kindergarten und die Pfarrbücherei geschlossen wird. In Oberreifenberg wird die Oberin nach ihrem Protest verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. - Der mit der in Mainz geborenen wiesbadener Sektfabrikantentochter Anna Elisabeth Henkell (45) verheiratete Oberstleutnantsohn, Mitglied im Stab Reichsführer SS und deutscher Außenminister Joachim von Ribbentrop (48) überbringt die Note zum Angriff auf die Sowjetunion. - Juden wird die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verboten. - In Frankfurt wohnen das NSDAP Mitglied und hessen NSKK Gruppen-Führer Landgrafensohn Prinz Richard von Hessen (St) (40) und sein Bruder, der NSDAP Obertaunus Landrat Landgrafensohn Prinz Wolfgang von Hessen (St) (45), der mit der Reichskanzlertochter Prinzessin Marie Alexandra von Baden (St) (39) kinderlos verheiratet ist, in der Hohenzollern-Anlage 40 (2017 Luxushotel Hessischer Hof Friedrich-Ebert-Anlage 40). Hausnummer 42 ist ein Bauplatz. - In Mainz hat das Restaurant Heilig Geist Mailandsgasse/Rheinstraße die Telefonnummer 43327 Inhaber ist Willy Hartes. - In der Landesheilanstalt Eichberg Kloster Eberbach Straße 4 wird eine Kinderfachabteilung eingerichtet, die zur Tötung behinderter Kleinkinder dient. - In Idstein wird in der Heil- und Pflegeanstalt Kalmenhof Veitenmühlweg 10 unter Leiterin Mathilde Weber (32), die einen erfundenen Doktortitel trägt, (1960 in Idstein wieder praktische Ärztin, verheiratet mit ihrem in Aschaffenburg geborenen Schwager KZ Arzt und SS Sturmbannführer Julius Muthig) eine Kinderfachabteilung eingerichtet, die zur Tötung behinderter Kleinkinder dient. - In Frankfurt Sachsenhausen hat das Gasthaus Zum grauen Bock in der Große Rittergasse 30 mit der Telefonnummer SPESSART 64626 eine Apfelweinkelterei und Metzgerei. - In Mainz ist der in Bad Soden geborene Bankbeamte Fritz Fuchs (47) mainzer NSDAP Kreisleiter. - In Mainz demonstrieren der frankfurter NSDAP Reichstatthalter Jakob Sprenger (57) und der mainzer NSDAP Kreisleiter Fritz Fuchs (31) mit überregionaler NS-Prominz und deutschen Generälen, dass die englischen und französischen Kriegsgefangenen und ihre Offiziere nach der Genfer Konvention in der Zitadelle behandelt werden. - In Frankfurt gibt es an Neujahr keinerlei Arbeit auf der Rettungswache. - In Darmstadt hat die Gestapo im Stadtpalais Neues Palais Georg Büchner Platz 146 Mitarbeiter. - In Frankfurt wird die politisch konservativ und in der frankfurter Volksbildung engagierte frankfurter Reichsbankhauptstellenleitertochter und DDP Politikerin Maria Elisabeth Beling (60), die mit dem jüdischen Chemiker Wilhelm Epstein (--). verheiratet ist, denunziert und im Folgejahr für ein Jahr ins Frauen KZ Ravensbrück verschleppt. - In Mainz werden in Judenhäusern ua Walpodenstrasse 17 und Adam Karrillon Strasse 13 Zimmer mit mindestens 2 Personen belegt. - In Darmstadt Eberstadt wird der darmstädter Stegmüller Textilverkäufer Hans Erich Dotter (21) zum Kriegsdienst eingezogen. Nach Kriegsende und dreijähriger sowjetischer Kriegsgefangenschaft erfindet er die kalte Dauerwelle und gründet den Weltkonzern Goldwell.

1940 Wetter: Unverhältnismäßig kalter Jahresbeinn. - In Frankfurt zieht die Gestapo widerrechtlich in die Villa Lindenstraße 27 schräg gegenüber der frankfurtnordwest NSDAP Ortsgruppe in der Lindenstraße 34 ein. - In Frankfurt übernimmt das in Deggendorf geborene NSDAP Mitglied, Textilkaufmannssohn und baden-badener Luxushotelbesitzer Albert Steigenberger (51) die Aktienmehrheit des Luxushotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 und übernimmt die Leitung vom schweizerisch-französischen Hoteldirektor Charles Ritz (--). - In Mainz beschäftigt sich die mainzer Außenstelle der Gestapo Darmstadt Ecke Kaiserstraße 31/Leibnizstraße hauptsächlich mit der Deportation von Sinti. - In Wiesbaden hat nach dem Sieg über Frankreich die Kommision der deutsch-französischen Waffenstillstandskommission im Hotel Vier Jahreszeiten Südseite Kaiser Friedrich Platz und im Hotel Nassauer Hof Kaiser-Friedrich-Platz 3-4 alias Nordseite Kaiser Friedrich Platz ihren Sitz. Die französische Abordnung logiert im Hotel Rose Kranzplatz 7-9 Georg-August-Zinn-Straße 1 (2016 Staatskanzlei). - In Frankfurt wird der Schützenbrunnen Bernhard Grzimek Allee 1, das Kaiser Wilhelm Denkmal in der Taunusanlage, die Kupferfiguren am Schleswig-Holstein Denkmal vor der Paulskirche und das Sömmering Denkmal eingeschmolzen. - In Frankfurt stirbt der ehemalige wiesbadener Gewerkschaftsführer Konrad Arndt angeblich bei einer Wehrmachts-Dienstfahrt, deren Umstände verschwiegen werden. - In Mainz hat das Hotel Mainzer Hof Kaiserstraße 98 ein exklusives Dachgarten-Restaurant. - In Langen verunglückt der polnische Kriegsgefangene Tadeusz Orlowski bei Baumfällarbeiten. Seine Mitgefangenen sind in der zu einem Kriegsgefangenenlager umfunktionierten Dieburger Schule Vor der Höhe 14 untergebracht. - In Frankfurt wird der SA Arzt Josef Mengele (29) Assistent von Freiherr Otmar von Verschuer (43), dem Leiter des Universitäts-Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene in der Gartenstraße am Mainufer, zum Kriegsdienst eingezogen, währenddessen er sich zur SS meldet. - Das in Offenbach Rumpenheim geborene NSDAP Mitglied und Träger des goldenen NSDAP Parteiabzeichens Prinz Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (44) nennt sich nach dem Tod seines Vaters Landgraf von Hessen. In Kronberg wird sein Vater, der eigentliche Thronfolger, hessischer Titularlandgraf Friedrich Karl von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (72), verheiratet mit der Kaisertochter Prinzessin Margarethe von Zollern Preußen (St) (68), beerdigt. - In Frankfurt kommt Adolf Hitler (51) glücklich nach dem Kapitualtionsangebot der Franzosen vom Führerhauptquartier Wolfsschlucht mit dem Flugzeug auf dem Flughafen Frankfurt Rhein-Main an und steigt in einen Sonderzug nach München. - In Weilmünster werden in der Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster Weilstraße 10 735 Patienten in die Tötungsanstalt Hadamar verschickt und bis 1945 3000 Patienten vor Ort ermordet. - In Darmstadt findet die Kunstausstellung Darmstadt 1940 auf der Mathildenhöhe statt. - In Wiesbaden werden beim Kriegsgericht in der Gustav Freytag Straße 11 die Zeugen Johovas Mitgliedert Heinrich Ballreich und Karl Bühler wegen Wehrkraftzersetzung verurteilt und auf dem Freudenberger Schießplatz hingerichtet. - Der in Wiesbaden geborene hessenkasseler Kurfürstenenkel Graf von Schaumburg und Fürst Friedrich August von Hanau (St) (--) stirbt in Brünn. Sein jüngerer Bruder Graf von Schaumburg Fürst Ludwig Cäcilius Felix von Hanau (St) (--) stirbt. - In Wiesbaden gibt es laut polizeilich geführter Zigeuner-Liste 119 Sinti und Roma in der Stadt. - In Birstein wird Prinzessin Irene von Isenburg (St) als Tochter des abgelehnten NSDAP-Sympathisanten Fürst Franz Ferdinand von Isenburg (St) (39) und der russischen Grafentochter Irina Tolstoi (St) (23) geboren. - In Wiesbaden wird die Villa Paulinenstraße 11 Sitz des Inspektors der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS. - In Obermörlen sind die beiden nebeneinanderliegenden Burgen Kransberg und Ziegenberg in militärische Stabsbunker mit Ritterburgenflair umgebaut. - In Lich wird Prinz Hermann von Solms Hohensolms Lich (St) als Sohn von Prinz Hermann von Solms Hohensolms Lich (St) (38), der vergeblich Adelsschulen wiederaufbaute, und der in Großneuhausen geborenen Freiherrentochter Gertrud von Werthern Beichlingen (St) (27) geboren. - Frankfurt hat 557.900 Einwohner, Wiesbaden hat 171.700 Einwohner und Mainz hat 158.000 Einwohner. - In Frankfurt Heddernheim eröffnet die frankfurter Gestapo das Arbeitserziehungslager Heddernheim für männliche Häftlinge in einer tiefen Lehmgrube Kull bestraft werden. Baracken sind am Oberschelder Weg. - Der promovierte Agrarwirt und Forstwirt und Reserveoffizier der Luftwaffe Grafensohn Hermann Otto Wilhelm Ludwig von  Solms Hohensolms Lich (St) (38) fällt im Kriegseinsatz. - In Frankfurt tritt Antonio Bazzanella mit seinem Orchester im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 auf. - In Darmstadt zieht die Gestapo alias Geheime Staatspolizei aus dem Polizeipräsidium aus und in der neuen Residenz Neues Palais am Wilhelminenplatz und Georg Büchner Platz ein. - Die in Wiesbaden geborene Elisabeth Anne Müller-Uri (37) heiratet den in Hannover geborenen Graf Georg von Merenberg (St) (43). - In Darmstadt wird der in Böhmen geborene Jurist und SS Mann Humbert Achamer-Pifrader (40) Leiter der Gestapo. - In Deutschland können alle Reichssender nur noch vormittags eigene regionale Programme gestalten. - In Frankfurt Preungesheim wird die hölzerne Schinderhannes-Guillotine ausgemustert und durch eine Guillotine aus Stahl ersetzt. - In Frankfurt stirbt der frankfurter Bankier Freiherr Maximilian von Goldschmidt Rothschild (97), der ehemals reichste Mensch des deutschen Kaiserreichs, verarmt in einer gemieteten Wohnung in seinem Stadtschloss im Rothschildpark in Frankfurt. - Der in Mainz geborene Irmgard von Opel Ex-Mann und u.a. auch Ufa Propaganda Drehbuchautor Karl Georg Külb (38) ist Drehbuchautor und Regisseur des Johannes Heesters Film Liebesschule. - In Offenbach wird der jüdische Lederwarenkaufmann Emil Rosenberg (53) gezwungen mit seiner ganzen Familie in das überfüllte Judenhaus Kaiserstraße 115 gegenüber der zerstörten Synagoge (2016 Capitol) zu ziehen. - In Kronberg wird die burgartige Villa Guaita als Herberge für Ausgebombte genutzt. - Der in Frankfurt geborene Regisseur Walter Ruttmann (57) erstellt die Propagandafilme Deutsche Waffenschmieden und Deutsche Panzer. - Der in Frankfurt geborene Schauspieler Hans Adalbert Droescher mit Künstlernamen Hans Adalbert Schlettow (52), der hauptsächlich finstere Gestalten spielt und sich gelegentlich auch als Hans Adalbert von Schlettow als Adeliger ausgibt, wird einer der Hauptdarsteller im Ufa Propagandafilm Die Rothschilds. - In Frankfurt kommt im Kino Ufa-Palast Groß Frankfurt Bleichstraße 57 am Eschenheimer Turm der Propagandafilm Jud Süß mit Heinrich George (47), Vater von Schimanski heraus. Historisch falsch haust Jud Süß dabei in der frankfurter Judengasse. Das Ghetto wird als drangvoll eng, schmutzig und vermüllt dargestellt. - Der in Frankfurt geborene in Hollywood erfolgreiche Die kleinen Strolche Regisseur Gustav Luley (47) begeht in Los Angeles wegen Missbrauchsvorwürfen an sechs Jungen Selbstmord. - In Mainz bildet die NSKK Schule des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen dienstverpflichtete Fahrer, Monteure und Schirrmeister aus. - In Frankfurt zieht die NSDAP Gauleitung in ihr neues Gauhaus am Rathenauplatz ? um. - In Frankfurt werden auf dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main von dem in Frankfurt geborene Ingenieurssohn, zweiterfolgreichste WW1 Jagdflieger und Generalluftzeugmeister der Wehrmacht Ernst Udet (44) die Luftschiffe LZ 127 Graf Zeppelin, LZ 130 Graf Zeppelin II und LZ 131 mitsamt ihren Hallen verschrottet. - In Mainz werden alle Sinti ins Polizeigefängnis Dalberger Hof in der Klarastraße 4 verschleppt. Nach ihrem Abtransport meldet die mainzer Gestapo der Gestapo Hauptdienststelle in Darmstadt Mainz ist zigeunerfrei. - In Frankfurt Höchst wird die hessische NSDAP Gauleitertochter Anneliese Sprenger (19) kaufmännische Angestellte im Werk Höchst. - Erbprinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (37) kauft den Oberhof bei Bensheim des jüdischen ehemaligen bad homburger Oberbürgermeister Ritter von Marx (St) (71) zu einem Spottpreis. - In Burg Breuberg zieht die HJ ein. - In Kronberg stirbt das geadelte höchster Farbwerke Hoechst Aufsichtsratsmitglied Walther vom Rath (83). - Der in Usingen geborene Arzt Oskar Dienstbach (30) wird Lagerarzt im KZ Sachsenhausen. - Der in Darmstadt geborene Kaufmann und SS Mitglied Hans Möser (34) wird KZ Aufseher im KZ Hinzert. - In Frankfurt untersagt die DAF dem Bruder des Großgastronom Maier Gustl das Cafe Windsor mit Animierdamen in der Kaiserstraße zu übernehmen. - In Frankfurt gibt es das Cafe im Grüneburgschlößchen. - In Frankfurt wird die Hohe Schule der NSDAP alias Parteiuniversität in der Bockenheimer Landstraße 68/70 (U-Bahn Westend) eingerichtet und mit hohem Parteikader besetzt. - Die in Frankfurt im Großen Holzgraben aufgewachsene Burlesque Revue-Tänzerin und Schauspielerin La Jana (35) alias Henriette Niederauer erkrankt auf ihrer Wehrmachtstournee an einer Lungenentzündung und stirbt. Sie war die Geliebte des ältesten Kaisersohnes Kronprinz Wilhelm von Zollern Preußen (St) (58), des NS Propaganda-Minister Joseph Goebbels (43) und des Wagner-Opernsängers Michael Bohnen (53). - In Bad Homburg wird Tatjana vom Gestüt Erlenhof Zweiter des höchstdotierten deutschen Pferderennens Braunes Band von Deutschland mit Trainer Adrian von Borcke und Jockey Otto Schmidt. - In Darmstadt widmet die darmstädter Pharmazieindustriellenwitwe Mathilde Merck (77), Annastraße 15 Reichsfüher SS Heinrich Himmler den Sammlungskatalog ihres Mannes in dankbarer Ergebenheit auf die grosse Zunkunft der arisch-germanisch-deutschen Rasse. Sie ist SS Ahnenerbeförderin. - Der in Mainz geborene NS Schriftsteller von Kriegsromanen, Drehbuchautor und Schauspieler Just Scheu (37) bringt sein Buch Die Stunde X - Mit Panzern in Polen und Flandern heraus (1959 Romy Schneider-Film Die schöne Lügnerin,). - Das SA Mitglied und SS Oberführer, NSDAP Bezirksverband Nassau Landeshauptmann Wilhelm Traupel (49) wird Mitglied des SD alias des Sicherheitsdienstes, des Nachrichtendienstes der SS, einem Geheimdienst.  - In Wiesbaden wird der ehemalige frankfurter Polizeipräsident und nürnberger Offiziersgefangenenlagerkommandant Reinhard von Westrem zum Gutacker (61) Kommandeur der Kriegsgefangenen im Wehrbereich XII Pfalz mit Sitz in Wiesbaden. - In Wiesbaden wird der Elektromonteur, Stabsführer des SS Oberabschnitt Rhein Erwin Rösener (36) Führer des SS Oberabschnitt Rhein mit Sitz in Wiesbaden. - In Frankfurt wohnt der Regierungsbaumeister aD Fritz Linsenhoff (--) auch unter dem Namen Fritz Luisenhoff in der Villa in der Friedrichstraße 61 im ersten Stock (2017 bei google maps verpixelt). - In Wiesbaden werden Mitglieder der französischen Waffenstillstandskommission in Ehrenhaft in Hotels interniert, die von der Gestapo bewacht werden. - In Frankfurt heiratet der in Frankfurt geborene studierte HJ Oberführer Karl Werner Gauhl (32) die BDM Führerin Hedwig Banicki. - In Darmstadt werden die Studentenverbindungen Burschenschaft Germania in der Villa Kaiser auf der Mathildenhöhe Alexandraweg 6 und die Burschenschaft Frisia im Prinz-Christians-Weg 11 zur NS Kameradschaft Friedrich Friesen vereinigt. - In Frankfurt wirbt die Apfelweinschenke Zum Schwarzen Bock Elisabethenstraße 8 mit Äpfelwein aus dem Bembel und Brezeln. - In Frankfurt wohnt der NSDAP Obertaunus Landrat Landgrafensohn Prinz Wolfgang von Hessen (St) (44), der mit der Reichskanzlertochter Prinzessin Marie Alexandra von Baden (St) (38) kinderlos verheiratet ist, in der Hohenzollern Anlage 40 (2017 Luxushotel Hessischer Hof Friedrich-Ebert-Anlage 40). Hausnummer 42 ist ein Bauplatz. - In Wiesbaden Erbenheim starten die Kampfflugzeuge wie die HE 111 im Einsatz an die Westfront. - In Frankfurt präsentiert der Conferencier Willi Rentmeister (--) im Variete Theater Scala Groß-Frankfurt Bleichstraße 57 die Bärenshow von M E Crocker und das Hans Dietrich Ballett, das mit riesigem Federschmuck auftritt. Es gibt eine eigene Scala Illustrierte. - In Wiesbaden werden im Variete Theater Scala Dotzheimer Landstraße 19 die einzelnen Showacts durch das Fräulein Nummer angezeigt. Es treten ua Irene Margret als Elastik-Akt, Frank, der ewige Tollpatsch, Lina Pantzer mit ihren berühmten Papageien, Glaire Guo mit ihren Riesenschlangen und die Zwei Mensos als eleganter Fechtsport Akt auf. Nach der Vorstellung geht man in die Scala Tropfstein Grotte. - In Wiesbaden ist in der Bahnhofstraße 27 Auto-Loyal die größte wiesbadener Mietwagenstation mit Filialen in Mainz und Frankfurt und der Telefonnummer 22988. Man wirbt mit einem Neuwagenpark. - Fahrräder müssen bei Dunkelheit ein rotes leuchtendes Rücklicht haben. - In Frankfurt werden auf dem Luftschiffhafen Frankfurt Rhein-Main die beiden dort stationierten Luftschiffe rückgebaut. - In Darmstadt wird die Hessische Landesbank Darmstadt Girozentrale gegründet. - In Mainz errichtet die Wehrmacht ein mit Stachldraht umzäuntes Gefangenenlager in der Zitadelle in der Oberstadt, wo englische und französische Kriegsgefangene in den Zitadellenbauten mit ihren Offizieren gefangen gehalten werden. - In Frankfurt gibt es zu Silvester ein Feuerwerkverbot. - Der in Hanau im Schloss Philippsruh geborene großherzoglich hessische Hofmarschallssohn und Wehrmachtsgeneral Georg von Küchler (59) befehligt in Polen ausdrücklich im Rahmen der Endlösung auch gegen die Bevölkerung keine Gefangenen zu machen. - In Frankfurt findet das 3. Intertnationale Luftrennen als Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug veranstaltet vom NSFK Gruppe 11 Hessen Westmark mit Sitz in Darmstadt statt. - In Frankfurt beginnt der Forstmeister im Stadtwald Kurt Ruppert (--) mit der Wiederaufforstung der in WW1 zerstörten Waldflächen, allerdings mit einer bisher nicht vorkommenden Art, der schnellwachsenden und anspruchlosen Kiefer und legt Waldspielparks an. - In Darmstadt Goddelau ist unter dem Ärztlichen Direktor Karl Scriba (--) in der Irrenanstalt Philippshospital alias Heil- und Pflegeanstalt Philippstal die Sterberate bei mehr als 1100 Pfleglingen durch Verhungern, fehlender Hygiene und absichtlich herbeigeführten Krankheiten von 4,3 auf 8,6 % in zwei Jahren gestiegen. Teile der Klinik sind für Lazarettzwecke geräumt. Im Folgejahr beginnen die Transporte in die Tötungsanstalt Hadamar.

1939 Wetter: Unverhältnismäßig kalter Jahresbeginn. Bilderbuchsommer - Beginn WW2 mit Überfall auf Polen. - In Kronberg wird Prinz Rainer Christoph Friedrich von Hessen (St) als Sohn von SS Oberführer Prinz Christoph von Hessen (St) (38) und Prinzessin Sophie von Griechenland (St) (25) geboren. - In Wiesbaden wird der westpreußische WW1 Jagdflieger und wiesbadener Oberbürgermeister Erich Mix (41) NSDAP Gauamtsleiter für Kommunalpolitik von Hessen-Nassau. - In Wiesbaden wird der westpreußische WW1 Jagdflieger, SS Obersturmbannführer und wiesbadener Oberbürgermeister Erich Mix (41) als Jagdfliegergeschwaderkommandeur zur Luftwaffe eingezogen. - In Wiesbaden ist die NSDAP Kreisleitung Wiesbaden für Hessen-Nassau in der Wilhelmstraße 15, der 12 Ortsgruppenführer unterstehen. - In Darmstadt verlegt die Gestapo das Gestapo Gefängnis von der Riedeselstraße 64 (2016 Studentenwohnheim abgerissen) in die Rundeturmstraße 6 in den Nordbau des Landgerichtsgefängnisses. - In Darmstadt befindet sich die Gestapo Zentrale in der Wilhelm-Glässing-Straße 21-23. - In Wiesbaden wird der unangepasste katholische Pfarrer Hugo Pabst von der Gestapo mehrfach verhört. Er ist Leiter des katholisches Kinderheimes Antoniusheim alias Hilfrichheim Idsteiner Straße 111. Es besteht aus drei Gebäuden, Haupthaus Mutterheim, gerade im Umbau, Kinderheim und einem hygienisch desaströsem Wirtschaftsgebäude. Es wird zum Kinderheim Lebensborn eV Taunus umfunktioniert. - In Wiesbaden wird die NSDAP Kreisleitung in der Wilhelmstraße 15 untergebracht. Es gibt 12 Ortsgruppen. - In Wiesbaden ist in den Villen Uhlandstraße 4 und 5 der Sitz SS Oberabschnitt Rhein, in dem ein höherer SS und Polizeiführer Heinrich Himmler direkt unterstellt ist. Ihm untersteht die Polizei, die Gestapo, die Technische Nothilfe und die Feuerwehr. - In Frankfurt wird das Haus Gutleutstraße 8-12 Adolf Hitler Haus alias Gauhaus alias das Braune Haus. - Frankfurt hat 553.464 Einwohner, Wiesbaden hat 170.354 Einwohner, Mainz hat 158.533 Einwohner, darunter 1453 Juden, Darmstadt hat 115.196 Einwohner, Langen hat 9077 Einwohner, Sprendlingen hat 8146 Einwohner und Bad Vilbel hat 1430 Einwohner. - In Wiesbaden finden letztmalig die Wiesbadener Festwochen statt. - In Wiesbaden wird der Mitarbeiter des Rasse- und Siedlungshauptamt der SS Richard Wagner (37) Bauernreferent SS Oberabschnitt Rhein. - In Königstein wird die enteignete Villa Rothschild Am Rothschildpark 1 von der NSDAP Reichsgruppe Banken genutzt. - In Deutschland wird der Einheits Fernseh Empfänger E1 vorgestellt, aber nicht mehr gebaut. Fernsehen wird nur noch militärisch genutzt. - In Wiesbaden veranstaltet der Wiesbadener Post-Turnverein ein Schauturnen in der Wartburg Schwalbacher Straße 51 und der Karnevalsverein Schierstein hält eine Prunksitzung. - In Frankfurt stirbt Fürst Franz-Joseph von Isenburg Birstein (St) (70). Sein Nachfolger und neuer Fürst wird der in Birstein geborene Prinz Franz Ferdinand von Isenburg (St) (38). - Der in Birstein geborene von der NSDAP trotz Antrags nicht aufgenommene begeisterte Nationalsozialist Fürst Franz Ferdinand von Isenburg (St) (38) heiratet die russische Grafentochter Irina Tolstoi (St) (22). - Das Binding Bier Römer Pils wird produziert. - In Mainz wird Fritz Fuchs NSDAP Kreisleiter. - In Mainz ist Eva Metzler NSDAP Kreisfrauenschaftsleiterin. - Der in Frankfurt geborene Bankierssohn, NSDAP Mitglied und SA Mitglied und geschäftsführender Präsident des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung Freiherr Georg Heinrich von Neufville (56) wird Chef des Wehrstabes der SA und Infanterieregimentskommandeur. - In Wiesbaden wird der SS Führer und wiesbadener NSDAP Kreisleiter im Gauleitungsstab Felix Piekarski (49) neuer wiesbadener Oberbürgermeister. - In Wiesbaden Bierstadt wird die Straßenbahn geschlossen und der Moltkering als Anbindung zur Autobahn gebaut. - In Wiesbaden wird eine Bezugsscheinpflicht für Nahrungsmittel und wichtige Dinge des täglichen Bedarfs mit einer Reduzierung von Fleisch auf 700 Gramm/Woche und Öl, Fett und Butter auf 50 Gramm/Tag und Teigwaren auf 150 Gramm/Woche eingeführt, wovon aber Kartoffeln ausgenommen sind. - Das in Offenbach Rumpenheim geborene NSDAP Mitglied und Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau Prinz Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (43) erhält das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP und informiert als Adolf Hitlers (50) Bote Mussolini (43) über den bervorstehenden Kriegsbeginn. - In Bad Soden wird der aus Klein-Steinheim stammende Akademiker, IG Farben-Chemiker Franz Brunnträger (46) NSDAP maintaunus Kreisleiter durch den Vorschlag des in Oberhausen geborenen Reichspostverwaltungsrat und NSDAP Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (55). - In Frankfurt gründet Alfred Rosenberg das NS Institut zur Erforschung der Judenfrage in der Bockenheimer Landstraße 68/70 (U-Bahn Westend). - Nach einem Gesuch einer sächsischen Familie an Adolf Hitler (50) ihr behindertes Kind einschläfern zu lassen, werden in den deutschen Heil- und Pflegeanstalten Kinderfachabteilungen eingerichtet und deren Besetzung an den Reichsausschuß zur Erfassung von erb- und anlagebedingtem schweren Leiden gemeldet. - In Wiesbaden wird das Nassauische Museum Wiesbaden geschlossen und vom Militär genutzt. - Die in Langen auf Schloss Wolfsgarten geborene Vollwaisin Prinzessin Johanna von Hessen Darmstadt (St) (02) stirbt an Meningitis. - In Langen stellt die in Dublin geborene Tochter eines Diplomaten und Lords Margaret Campbell Geddes alias Margaret von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (26) das Schloss Wolfsgarten als Lazarett zur Verfügung. - In deutschen Telefonbüchern werden Fernsprechteilnehmer mit nichtjüdischen Vornamen zusätzlich mit den Vornamen Sara oder Israel gekennzeichnet. - In Eltville Eichberg wird in der Landesheilanstalt Eichberg Kloster-Eberbach-Straße 4 mit Euthanasie Morden begonnen. - In Obermörlen werden die beiden nebeneinanderliegenden Burgen Kransberg und Ziegenberg in militärische Stabsbunker mit Ritterburgenflair umgebaut. - In Wiesbaden wird im Luxushotel Neroberghotel von der Wehrmacht die Luftüberwachung einquartiert und Flak-Soldaten stationiert. - In Idstein Kalmenhof Veitenmühlweg 10 übernimmt nach der Einberufung des Chefarztes die strengkatholisch aufgewachsene, wegen mangelnder fachlicher Qualifikation in die Verwaltung abgeschobene Assistenzärztin Mathilde Weber (30) die Leitung der Heil- und Pflegeanstalt Kalmenhof, verwendet einen erfundenen Doktortitel und beginnt mit Medikamentencocktails massenhaft zu morden (1960 in Idstein wieder praktische Ärztin, verheiratet mit ihrem in Aschaffenburg geborenen Schwager KZ Arzt und SS Sturmbannführer Julius Muthig). - In Wiesbaden wird der Industrielle und Sektkellerei Inhaber Henkell & Co in Biebrich Karl Henkell (St) (--) neuer IHK Direktor. - Himmler gibt den Zeugungsbefehl für die SS. - Ein Wochenschau-Beitrag dauert 11 Minuten, davon 30 Sekunden Mode, Sensation oder Kultur. Mit Kriegsbeginn wird sie ständig verlängert. In jedem dritten Beitrag taucht Hitler (50) auf. - In Frankfurt ist das NSKK mit Fahrzeugen und Garagen in der Weidmannstraße 35. - In Mainz wird wird Branddirektor Albert Noehl Kommandeur der Feuerschutzpolizei mit Majorsrang. - Der in Mainz geborene Irmagard von Opel Ex-Mann und u.a. auch Ufa Propaganda Drehbuchautor Karl Georg Külb (38) wird Regisseur. - Der in Mainz geborene Irmgard von Opel Ex-Mann und u.a. auch Ufa Propaganda Drehbuchautor Karl Georg Külb (38) schreibt das Drehbuch für den Marika Rökk und Johannes Heesters Film Hallo Janine. - In Mainz gibt es vier Bierbrauereien, darunter die Brauerei Zur Sonne in der Gonsenheimer Hohl Fritz-Kohl-Straße. - In Mainz Weisenau feiert die Bierbrauerei Zum schwarzen Bären mit dem Bären-Pils ihren Jubiläumstrunk für 100 Jahre Familienbesitz. - Das in Kronberg im geteilten 13.000 m² große Villa Guaita Anwesen ansässige, in Uerdingen geborene frankfurter IG Farben Vorstandsmitglied, Leiter der Sparte II im Reichskriegsministerium und Wehrwirtschaftsführrer Fritz Ter Mer (55) verabredet mit dem Heereswaffenamt die Herstellung des Nervengases Tabun und ist für den Aufbau des IG Farben Zweigwerkes beim KZ Auschwitz zuständig (1948 Den Häftlingen ist dadurch kein besonderes Leid zugefügt worden, da man sie ohnedies getötet hätte. 1956 Aufsichtsratsvorsitzender Bayer AG, danach Commerzbank und VIAG). - In Frankfurt hat der Rhein-Main-Flughafen rund 80.000 Fluggäste auf einer Fläche von 638 Hektar. - In Frankfurt erhält man Butter, Käse, Fleisch, Zucker und Marmelade nur noch mit Lebensmittelkarten. - In Frankfurt wird das Animierlokal Almhütt´n in der großen Sandgasse 5 (2016 Straßenfläche vor Berliner Straße 42) des aus München stammenden Gastwirts Gustav Maier alias Maier Gustls, der die Gastronomie im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 hat und das Animierlokal St Pauli Ecke Große Sandgasse 8/Kleine Sandgasse (2016 Straßenfläche vor Sandgasse 4) geschlossen. Sie stehen auf der schwarzen Liste, weil dort viele Prostituierte, Homosexuelle und politisch Unzuverlässige verkehren, wie viele andere Lokale in der Großen Sandgasse und der Kleinen Sandgasse (2017 beide Sandgasse). - In Frankfurt finden ein NSFK Grossflugtag und das 2. Internationale Luftrennen Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug statt. - In Frankfurt findet ein Großflugtag auf dem Flugplatz Rebstock (2017 freies Gelände vor Ibis Hotel) statt. - Der in Frankfurt geborene SS Sturmbannführer und KZ Flossenbürg Lagerkommandant Jakob Weiseborn (47) begeht angeblich aus Angst vor einer Unterschlagungsanklage Selbstmord mit Gift. - In Frankfurt schenken die Adlerwerke 3 Adler Personenkraftwagen nach Wahl dem Persönlichen Stab Reichsführer SS Heinrich Himmler. - In Frankfurt wird Adlerwerke Besitzer Ernst Hagemeier (--) Wehrwirtschaftsführer, der Hitler seine rückhaltlose Unterstützung zusagt und Automatikgetriebe, Getriebe für die Panzer Tiger und Panther und Turbinenflugzeuge, Maybach- und Schnellbootmotoren, Halbkettenfahrzeuge, Kübel- und Leichtlastwagen, Torpedo-Antriebe, Geschosshülsen und –antriebsätze herstellt. - In Frankfurt leiten SS Sturmbannführer Dr Hans-Joachim Vollbrecht und Regierungsrat und SS Obersturmbannführer Anton Weiss-Bollandt die Staatspolizeistelle alias Gestapo in Frankfurt. - In Frankfurt veranstalten alle NS Organisationen Sonnwendfeiern, darunter auch die SS im Huthpark. - In Frankfurt findet der NSDAP Jahreskreistag mit einer Großkundgebung auf dem Opernplatz statt. - In Frankfurt veranstaltet die NSDAP 47 Vorwärts, wir greifen an! Großkundgebungen. - In Frankfurt findet in der Bockenheimer Landstraße 8 die NSDAP Ausstellung Entartete Kunst und Musik statt. - In Frankfurt gewinnt auf dem Sportfeld in der Radrennbahnarena alias Waldstadiongelände im Freiluft Schwergewichtshauptkampf der wiener Ex Europameister Heinz Lazek gegen den italienischen Schwergewichtsmeister Sanata de Leo nach Punkten.. - In Frankfurt startet das Luftschiff LZ 130 Graf Zeppelin II, das keine Passagiere transportieren darf, zu einer Spionagefahrt nach England und zu einer Flugschau nach Essen. - In Niddatal zieht der Reichsarbeitsdienst RAD in das Schlosskloster Ilbenstadt ein. - In Deutschland befinden sich 21.500 Menschen in KZs. - Der in Arolsen geborene Multimilliardär SS Obergruppenführer Erbprinz Josias von Waldeck und Pyrmont (St) (43) wird Mitglied im Lebensborn e.V.. - Der in München geborene Prinz August Richard von Sayn Wittgenstein Berleburg (St) (26) wird von der Gestapo in Berlin ermordet. Sein in Frankfurt geborener jüdischprotestantischer Stiefvater und Metallgesellschaftsgründersohn Richard Merton (58) verheiratet mit Prinzessin Elisabeth von Löwenstein Wertheim Freudenberg (St) (49), flieht nach England ins Exil. Er hat eine Halbschwester Alexandra Merton (07). Sein Bruder Prinz Casimir Johannes von Sayn Wittgenstein Berleburg (St) (22) heiratet die hamburger Unternehmertochter Ingrid Alsen (St) (24). Sein jüngster Bruder Prinz Gottfried Stanislaus Friedrich von Sayn Wittgenstein Berleburg (St) (19) dient in der Wehrmacht. - In Mainz Leben 85.204 Katholiken, 55.373 Protestanten und 1453 Juden. - In Mainz ist Fuchs NSDAP Kreisleiter. - Das in Darmstadt Griesheim geborene langjährige SPD Mitglied Steuersyndikus Ludwig Wedel (30) versucht vergeblich Mitglied der NSDAP zu werden. Er gilt als Wirtschaftsopportunist. -  In Frankfurt macht der NSDAP Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (55) in seiner Wohnung in der Zeppelinallee 8 (2017 Westarkade) demonstrativ während der Verdunkelungsübungen Licht, weshalb ihn seine Nachbarn, die Tanzschule Wernecke Ecke Zeppelinalle/Bockenheimer Landsstraße 124, anzeigt. - In Schutzhaft Verschleppte werden grundsätzlich bis Kriegsende nicht mehr aus den Gefängnissen entlassen. - In Frankfurt wird in der Mainzer Landstraße 88 ein Wehrmachtsbordell mit 6 Prostituierten eingerichtet, wo bei der Wirtin Martha Sch ohne Ausschankgenehmigung eine Flasche Weißwein 30-40,- Reichsmark und ein Flasche Sekt bis zu 60 Reichsmark kostet. - In Höchst wird der in Hanau geborene Alte Kämpfer Franz Brunnträger (46) NSDAP Landrat des Maintaunuskreises dessen Sitz in Frankfurt ist. - In Frankfurt übernimmt der cottbusser Wirtschaftsprüfer und NSDAP Mitglied Hans Finter (--) die Direktion des als Stadtwerke neu bezeichneten Zusammenschlußes der Werksamtbetriebe für Wassser, Elektrizität und Gas. 15 % der Erträge erhät die Stadt. - In Offenbach entstehen die Stadtwerke Offenbach. - Die in Mainz geborene jüdische Kunsthändlertochter, KPD Mitglied und Schriftstellerin Anna Seghers (39) veröffentlich in einer moskauer Zeitschrift das erste Kapitel ihres Romans Das siebte Kreuz, der in einem fiktiven KZ bei Mainz spielt. - In Bad Soden ist die NSDAP Parteigeschäftsstelle in der Hauptstraße 29. - In Wiesbaden ist der NS Bund deutscher Technik in der Wihelmstraße 15 (2017 Kunstverein Wiesbaden) - In Frankfurt ist der NS Bund deutscher Technik in der Elbestraße 1, das Amt für Kommunalpolitik Deutscher Gemeindetag Hessen Nassau in der Bockenheimer Anlage 13 und die Gaufilmstelle Hessen-Nassau in der Mainzer Landstraße 41 (2017 Apollo). - In Offenbach ist die offenbacher NSDAP Kreisleitung Hessen Nassau in der Geleitstraße 112. - In Frankfurt tritt die Nebenrollenschauspielerin Hilde von Stolz (36) im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 unter dem Pseudonym Helen Steels auf, während sie erfolglos ihre Emigration plant. - In Frankfurt hat das größte Variete Theater Süddeutschlands und Volkstheater im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 die Telefonnummer 33654. Das dazugehörige Schumann-Hotelist in der Taunusstraße 50 (2017 Hotel Jade). - In Frankfurt wirbt der Zoo mit einer Elefanten Freianlage und sonntäglich Tanz mit Eintritt für 1,- Reichsmark und der Palmengarten mit täglichen Konzerten, Tennisplätzen und Bootsweiher für 50 Pfennig. Die angesagten Weinstuben sind das Kapell´che Hinter dem Lämmchen 8 mit Eingang von der Braubachstraße (2017 Teil des Rathauses), Zur Blume, wo es Äpfelwein alias Apfelwein und Speierling gibt in der Dreikönig-Straße 2, nebenan die Wanne in der Dreikönig-Straße 4 und das Haus Heldenberg mit Gotischer Kapelle in der Karpfengasse 4 (2017 Fried Lübbecke Anlage ganz hinten rechts) mit der Telefonnummer 29506. - In Frankfurt wählt man bei Überfall und Verkehrsunfall die Telefonnummer 01 und bei Feuer die 02. - In Frankfurt gibt es noch zwei Hopfenhändler: K Henrich in der Beethovenstraße 67 und Leopold Mayer Bass in der Mainzer Landstraße 49. - In Offenbach wird in der ehemaligen Synagoge im Kino Nationaltheater Goethestraße 106 der Ufa-Film Der Westwall gezeigt. - In Frankfurt setzt die Frankfurter Straßenbahn weibliche Schaffner ein. - In Offenbach werden Manöverbälle im Parkhotel Bahnhofstraße abgehalten. - In Wiesbaden werden gegen den Willen der Einrichtung auch geschlechtskranke Patientinnen, hauptsächlich junge Mädchen, vom städtischen Krankenhaus Schwalbacher Straße 72 in das katholische Johannesstift, Platter Straße 72, das eigentlich eine Großwäscherei ist, verlegt. Man sorgt sich um den guten Ruf der Einrichtung und fürchtet Gerüchte über mögliche Kontaminationen durch nässende Wunden der Insassen, die in der Wäscherei arbeiten müssen. - In Frankfurt hat der Deutsche Automobil Club e V Neue Mainzer Straße 52 die Telefonnummer 24516 und der Traditionsclub des Frankfurter Damenautomobilclubs eV in der Fichte Straße 14 die Telefonnumer 45392. Die Auswandererberatungsstelle mit kostenloser Auskunft ist in der Braubach Straße 27 mit der Telefonnummer 29680. Die Hochschule für Theater der Stadt Frankfurt mit Direktor Robert George und die Staatliche Hochschule für Musik mit Direktor Hermann Reutter sind beide im Volksbildungsheim in der Eschersheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) und beide haben die Telefonnummer 58057. - In Frankfurt gehört das Palais Reichenbach Lessonitz in der Taunussanlage 14 (2017 Deutsche Bank Hochhäuser), das Sitz der SA Gruppe Hessen mit der Telefonnummer 70441 ist, dem Prinz Alfred von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (43). - In Mainz bietet das Brauhaus Zum weißen Bierhaus von Chr Mast in der Rosengasse 17 mit der Telefonnummer 31266 über die Osterfeiertage den St Ignatiusbräu aus der rein arischen mainzer Mittelstandssbrauerei Rieffel in Weisenau , wobei 9/20 Ltr alias 450 Milliliter 30 Pfennig kosten. - In Frankfurt eröffnet das Fürsorgeamt zu den männlichen Anlernwerkstellen für berufsunreife aus Hilfsschulen entlassene Jugendliche, darunter einige geistig und körperlich Behinderte (2017 Praunheimer Werkstätten) auch eine Einrichtung für behinderte Mädchen in der Einhorngasse 4 (2017 Kurt Schumacher Straße 35, 1852 Gegenüber dem Stammhaus der jüdischen Bankiersfamilie Rothschild). - Im Rhein-Main-Gebiet liefern sich NSDAP Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger (55) und das SA Mitglied und SS Oberführer, NSDAP Bezirksverband Nassau Landeshauptmann Wilhelm Traupel (48) einen bedingungslosen Kampf mit Intrigen und Terror um die Macht. Jakob Sprenger (55) wird zum Kriegsbeginn Reichsverteidigungskommissar Wehrkreis XII Pfalz mit Sitz in Wiesbaden, zu dem auch die Städte Frankfurt, Bad Homburg, Darmstadt und Mainz gehörten. - Der ehemalige frankfurter Polizeipräsident und degradierte SA Standartenführer Reinhard von Westrem zum Gutacker (60) wird nürnberger Offiziersgefangenlagerkommandant. - In Wiesbaden leben 1232 Juden. - In Wiesbaden wird die Synagoge am Michelsberg gesprengt und abgebrochen. - In Frankfurt kommt es zu einem NSDAP Partei Aufmarsch auf dem Opernplatz zum Tag des Deutschen Handwerks weil Frankfurt die Stadt des deutschen Handwerks den Makel der jüdischen Handelsstadt ablegen soll. - Der in Offenbach geborene Fechtmeistersohn, offenbacher Fechtlehrer, Olympiaflorettfechter und SS Mitglied Fritz Gazzera (32) wird Mitglied des SD, des Nachrichtendienstes der SS, einem Gheimdienst. - In Frankfurt wohnt der Regierungsbaumeister aD Fritz Linsenhoff (--) auch unter dem Namen Fritz Luisenhoff in der ehemaligen Villa des jüdischen Kaufmanns S Rosenberg in der Friedrichstraße 61 im ersten Stock (2017 bei google maps verpixelt). - In Frankfurt beginnt August Wehner für den Frankfurter Reit- und Fahr-Club in SA Uniform zu reiten. - Alle Benzin Kraftstoffe werden ohne Markennamen verkauft. - In Darmstadt tritt der Vorstand der IHK geschlossen zurück. - In Wiesbaden wird der HNO Arztsohn und Filmproduzent Volker Schlöndorff als Bruder von HNO Arzt Georg Schlöndorff (08) geboren. Er wächst in Schlangenbad auf. - In Wiesbaden ist nach der Einberufung das evangelische Kinder Erziehungsheim Geisberg in kurzer Zeit mit 125 meist aus Mainz oder Frankfurt aufgenommenen Kindern, meist asoziale und psychopathische Jungen, die man in der HJ nicht brauchen kann, überfüllt. Die Heimleitung hätte lieber normal begabte und ordentliche Kinder in ihren Reihen und produziert trotzdem mit diesen schwierigen Kindern in der heimeigenen Landwirtschaft für die Sicherung der Ernährungsgrundlage unseres Volkes in diesem Krieg. - Der in Bad Homburg geborene Mundartdichter, Steuerprüfer und Schauspieler Carl Marweld (53) eröffnet die erste Frankfurter Mundartbühne im Rahmen der Truppenbetreuung. - In Frankfurt beginnen folgende Firmen Zwangsarbeiter als Arbeitssklaven einzusetzen: Adler, Breuer, Burghardt, Feinlederwerke, Gerner, Pokorny und Wittekind, Günther, Hartmann und Braun, Hoechst, Matra, Mayfarth, Menus, Messer, Naxos, Roeder, Seeger, Teves, Tresorfabrik, Voigt und Häffner. - Der in Frankfurt geborene frankfurter Bürgermeistersohn, Bankierssohn und NS Diplomat Bernd Mumm von Schwarzenstein (38) wird aus dem Dienst des Auswärtigen Amtes entlassen und im Folgejahr zum Kriegsdienst eingezogen. Er wird 10 Jahre später die Freiherrentochter Viktoria von Richthofen (25) heiraten und dadurch Schwager des jung verstorbenen Jagdfliegers Der Rote Baron Freiherr Manfred von Richthofen (++). Sein Bruder ist der in Frankfurt geborene untergetauchte homosexuelle ehemalige NS Diplomat Herbert Mumm von Schwarzenstein (41). - In Frankfurt wird die Reichsautobahn nach Limburg eröffnet. - In Frankfurt Rüsselsheim gegenüber Bahnhof und Opel-Werk kostet das Hotel Rüsselsheimer Hof 2,50/Tag, zusätzlich 1 Reichsmark für das Frühstück und 50 Pfennig für die Garage mit der Telefonnummer 234. - In Wiesbaden wird das als Museum genutzte Stadtschloss zum Sitz des Generalkommandos der Wehrmacht. - In Frankfurt wohnt der NSDAP Obertaunus Landrat Landgrafensohn Prinz Wolfgang von Hessen (St) (43), der mit der Reichskanzlertochter Prinzessin Marie Alexandra von Baden (St) (37) kinderlos verheiratet ist, in der Hohenzollern-Anlage 40 (2017 Luxushotel Hessischer Hof Friedrich-Ebert-Anlage 40). Hausnummer 42 ist ein Bauplatz. - In Hanau stirbt im Stadtschloss Hanau das NSDAP Mitglied und zwangssterilisierte, epilepsiekranke Prinz Alexander Friedrich von Hessen Philippsthal (St) (28) des am Niederrhein geborenen hessischen Titular Landgraf Chlodwig von Hessen Philippsthal Barchfeld (St) (63) verheiratet mit Prinzessin Caroline von Solms Hohensolm Lich (St) (62). - In Frankfurt wird der Lederwarenfabriksbesitzersohn und Skandalfilmregisseur Dieter Wedel geboren. - In Koblenz wird Prinz Godehard Friedrich von Zollern Sigmaringen (St) als Sohn von NSDAP Mitglied Prinz Albrecht von Zollern Sigmaringen (St) (41) geboren. - In Mainz hat die Filiale der Commerzbank 10.523.000 Reichsmark an Einlagen, 17,2 % davon jüdisches Privatkapital hauptsächlich aus ehemaligen Bankhaus Kronenberger-Kunden, davon sind 35 % auf Sperrkonten. - In Rüsselsheim kommt der Opel Kapitän 2500 ccm mit einer selbsttragenden Karosserie als Zweitürer, Viertürer oder Cabriolet heraus. - In Mainz berichtet die Tageszeitung Mainzer Anzeiger über die lokalen Vereine. - In Rüsselsheim ist der Automobilhersteller Opel der größte deutsche Lkw-Produzent. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene Dresdner Bank Vorstandssprecher Carl Goetz (54) Aufsichtsratsvorsitzender der Adlerwerke Kleyerstraße 22. - In Wiesbaden ist der SV Waldstraße Wiesbaden so erfolgreich, dass er in die Gauliga Hessen aufsteigen würde. - In Wiesbaden Dotzheim verkauft die Gauamtsleitung der NS Frauenschaft Essen das im Schloss Freudenberg Freudenbergstraße 224 betriebene Mütterheim des Lebensborn eV an die Heeresstandortverwaltung Wiesbaden. - In Wiesbaden wird eine Boxer-Hundegruppe Mainz-Wiesbaden mit dem Vorsitzenden Fr Klipstein gebildet. - In Mainz Finthen gibt es das Reichsarbeitsdienstlager Finthen in der Jean-Pierre Jungels Straße. - In Frankfurt findet das 2. Intertnationale Luftrennen als Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug veranstaltet vom NSFK Gruppe 11 Hessen Westmark mit Sitz in Darmstadt statt. - In Frankfurt werden die farbigen Signalgläser der Dachsignallampen der Straßenbahnen abgeschafft und durch farblose ersetzt. - In Frankfurt wird in der im Vorjahr von der Stadt arisierten jüdischen Weinberg Villa alias Haus Buchenrode  Niederräder Landstraße 38 (1924 Forsthausstraße 2017 Kinder- und Jugendheim Buchenrode) auf Wunsch von Adolf Hitler (50) ein Musisches Gymnasium eröffnet, dessen Direktor der Komponist der Olympischen Kantate Kurt Thomas (35) wird, weswegen dieser im Folgejahr in die NSDAP eintritt. Pumuckel Sprecher Hans Clarin (10) wird einer der Schüler. - Das wiesbadener Tanzsportpaar Otto und Inge Teipel werden Vizeweltmeister in den Standardtänzen. - In Frankfurt veranstaltet der Frankfurter Golf Club an der Golfstraße die Nationale deutsche Golfmeisterschaften für Männer und Frauen und einen Frauen Länderkampf Deutschland vs Holland. - In Rüsselsheim wird der Opel Automobil Typ Admiral produziert. - Der in Wiesbaden geborene wiesbadener Musikdirektorensohn, NSDAP Mitglied und Filmproduktion Ufa Direktor Hans H Zerlett (47) kauft das Haus seines Freundes, des ehemaligen Boxweltmeisters Max Schmeling (34) in Berlin. - Das frankfurter EFSC Schwimmclub Mitglied Walter Minnich (20) beteiligt sich am Schwimm Länderkampf gegen Italien,wobei er Sieger über 200 Meter Brust wird. - In Wiesbaden hat die Baba Bräu im Gasthaus Zum bayerischen Hof einen Ausschank am Mauritiusplatz mit dem Schallerkeller, in den man direkt von außen hinabsteigen kann. - In Frankfurt gibt es die erste Ausgabe des Frankfurter Adreßbuch. - In Mainz schmuggelt die in Mainz geborene ehemalige darmstädter Höhere Mädchenschullehrerin und Bondi-Schullehrerin Sophie Cahn (56), fünf Mädchen auf einem der letzten Kindertransporte nach England, wohin auch sie noch flieht. - In Mainz findet die Gestapo NS kritischen Briefwechsel der katholischen mainzer Stadtarchivmitarbeiterin Elisabeth Darapsky (26) mit ihrem Bruder, verhaftet sie, sperrt sie mehrere Monate ins Mainzer Polizeigefängnis, wonach ihr Bruder hingerichtet und sie ins Zuchthaus Berlin Moabit verschleppt wird. - In Mainz werden die Juden gezwungen in Judenhäuser ua Walpodenstrasse 17 und Adam Karrillon Strasse 13 zu ziehen. - In Deutschland fliegt das erste düsenbetriebene Flugzeug, die Heinkel He 178. - In Darmstadt gilt das Belegkrankenhaus Alice Hospital an der Dieburger Strasse als modernstes Krankenhaus Europas. Es wird zum Kriegslazarett umfunktioniert. - In Offenbach wird die Tageszeitung Offenbacher Zeitung Marktstrasse an den Frankfurter NS Parteiverlag, den Franz Eher Verlag, verkauft und zur NSDAP Parteizeitung umfunktioniert. - In Polen leben 3.500.000 Juden, entsprechend 10 % der Bevölkerung, die das Zentrum des europäischen Judentums bilden, von denen während der Besetzung 90 % ermordet werden. Die polnischen Juden bilden eine Parallelkultur zur strengkatholischen Mehrheitsgesellschaft mit klarer Abgrenzung und eigener Gesetzgebung. Es herrscht im ganzen Land Antisemitismus, weshalb sich viele Polen auch an der Verfolgung und Ermordung beteiligen. In Polen gibt es seit 3 Jahren an den Hochschulen Quoten für Juden. Seit 4 Jahren gibt es von der polnischren Regierung geförderte Verdrängungen und regelmässige Pogrome. Seit einem Jahr dürfen polnische Auslandsjuden nicht mehr nach Polen zurück. In Deutschland leben noch 313.000 Juden von rund 500.000 vor 6 Jahren, 78.000 werden vertrieben. - In Darmstadt Hähnlein wird des Knabenerziehungsheim des Evangelischen Verein für Innere Mission auf dem herrschaftlichen Hainer Hof geschlossen.

1938 In Frankfurt ordnet der frankfurter NSDAP Oberbürgermeister Friedrich Krebs (44), der in der Villa Schaumainkai 55 (2017 Deutsche Rentenversicherung) wohnt, an die brennende Westendsynagoge Freiherr vom Stein Straße 30 zu löschen. - In Mainz wird die Hauptsynagoge in der Hindenburgstraße niedergebrannt und danach abgebrochenu. Die Synagoge der orthodoxen Juden in der Flachsmarkstraße wird von SA und SS verwüstet und das Mobiliar verbrannt. - In Frankfurt werden 1000 jüdische Männer zwischen 16 und 60 Jahren von SA und SS in die Festhalle an der Messe getrieben und viele davon vom Südbahnhof aus ins KZ Buchenwald deportiert. - In Frankfurt dauert eine Verhaftungswelle von 3000 Juden, die in die Festhalle an der Messe verschleppt werden, eine Woche lang. - In Wiesbaden stellt der neue wiesbadener NSDAP Oberbürgermeister Erich Mix (40) nach 10 Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vor. - In Frankfurt umringt eine Hakenkreuz Fahnenphalanx den Römer. - In Frankfurt spricht Adolf Hitler (49) auf dem Rathausbalkon am Römer und begrüßt die NSDAP Mitglieder im Kaisersaal. - In Frankfurt brennt die Haupt-Synagoge am Boerneplatz. - In Wiesbaden ehrt das NSDAP Mitglied, Hitler Freund und IG Farben Vorstand Hermann Schmitz (57) das 75. Firmenjubiläum von Wilhelm Ferdinand Kalle (68) auf einer pompösen NSDAP Veranstaltung. - Mainz, Offenbach und Darmstadt werden kreisfreie Städte. - In Offenbach hetzt die Tageszeitung Offenbacher Nachrichten auf der Titelseite Ab heute Judenboykott! - In Offenbach berichtet die Tageszeitung Offenbacher Nachrichten, dass die Menge in jüdische Geschäfte eingedrungen sei, Einrichtungsgegenstände aus dem Fenster geworfen habe und von einem Brand in der Neuen Synygoge Goethestraße (2016 Capitol). - In Frankfurt wird der jüdische SPD Wirtschaftsredakteur Artur Lauinger (59) der Frankfurter Zeitung ins KZ Buchenwald verschleppt und nach 4 Wochen mit der Auflage zur Emigration wieder freigelassen. - In Mainz verkaufen die Siechen-Bierstuben Große Bleiche 29 mit der Telefonnummer 34346 nürnberger Reifbier, das zu Siechen bzw Tucher gehört. - In Mühlheim ist das Braune Haus in der Bahnhofstraße 51 das mühlheimer NSDAP Parteilokal. - In Offenbach ist die NSDAP Kreisleitung in der Geleitstraße 112. - In Birstein wird der Fürstensohn Karl von Isenburg Birstein (St) geboren. - Das in Lich geborene evangelische ehemalige NSDAP Landtagsmitglied, Theaterintendant und zweitgeborener Graf Bernhard Bruno von Solms Laubach (St) (38) begeht in Berlin Selbstmord. - In Wiesbaden werden auf der Höhe des Heidenbergs und der Röderstraße Reste des Kastells entdeckt. - In Bad Soden wird die jüdische Kuranstalt geplündert und angezündet. - In Frankfurt stirbt der in Frankfurt geborene new yorker Filialbankier, Evangelist und Innere Mission Gründer Freiherr Johann Carl de Neufville (89). - In Wiesbaden Bierstadt wird die Synagoge zerstört. - In Wallau wird die Synagoge zerstört. - Juden wird der Universitätszugang verweigert. - In Frankfurt wird der SA Arzt Josef Mengele (27) Assistent von Freiherr Otmar von Verschuer (41), dem Leiter des Universitäts-Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene in der Gartenstraße am Mainufer. Er macht seine Doktorarbeit über das Thema Lippen-Kiefer-Gaumenspaltung. - Der in Frankfurt geborene Kernchemiker Otto Hahn (59) entdeckt mit der Radium-Barium-Mesothorium-Fraktionierung die Kernspaltung. - In Frankfurt wird die Villa Speyer (2016 Villa Kennedy) in der Forsthausstraße 62 alias Kennedyallee 70 von der Stadt arisiert. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene SS Mann und Gestapo Kriminalassistent Kommunisten Heinrich Baab (30) zur Deportation von Juden eingesetzt (1950 wegen u.a. 55fachen Mordes, 21fachen versuchten Mordes, 30facher Körperverletzung und 22facher Freiheitsberaubung verurteilt). - In Mainz gibt es zur Fastnacht wieder ein Prinzenpaar. Die Prinzessin ist erstmals weiblich. - In Frankfurt Fechenheim hat die Maschinenfabrik vorm Ph. Mayfath die Telefonnummer 81051. Sie stellt hauptsächlich Landwirtschaftsmaschinen her. - In Höchst genehmigt der Hitler-begeisterte Hoechst Werksleiter Ludwig Hermann (50) ein neu entwickeltes Elektronenmikroskop. - Der in Bad Camberg geborene Amtsarzt und NSDAP Ortsgruppenleiter Ernst Lawaczeck (48) wird bad camberger NSDAP Bürgermeister. Landrat ist Uerpmann. - In Frankfurt werden die Lehrer der jüdischdeutschen Schule Philantropin in der Hebelstraße 16-18 darunter Dr Brooks in Schutzhaft genommen und totgeprügelt. Deren Studienrat mit jüdischen Wurzeln Dr Ernst Marbach (45) wird zwei Monate lang ins KZ Buchenwald verschleppt. Krank, abgemagert und halb erfroren stirbt er nach der Rückkehr nach der Amputation seiner Beine. - In Oberursel werden rechts und links der Camp King Allee 21 Wohn- und Wirtschaftsgebäude für die Goethe Universität Frankfurt als Reichssiedlungsschule aber auch ein Sportplatz für dei Studenten eröffnet. Sportstunden sind Pflichtstunden. Unterrichtsinhalt ist Lebensraum im Osten. - In Wiesbaden engagiert sich der in Wiesbaden aufgewachsene Kaufmannssohn, Rechtsanwalt und ehemalige Stahlhelm Führer Hans Buttersack (58) als Rechtsbeistand für die verfolgten Bekennende Kirche Mitglieder, wird von der Gestap verhaftet und sieben Wochen im Polizeigefängnis Friedrichstraße 25 inhaftiert. - In Wiesbaden baut der KPD Funktionär und ehemalige wiesbadener Opel-Werk Abteilungsleiter Andreas Hoevel (38) nach 2 Jahren Gefängnis und 3 Jahren KZ Buchenwald eine Widerstandsgruppe mit Kontakten nach Koblenz und Berlin auf, wobei er hauptsächlich BBC Nachrichten unter Wehrmachtsangehörigen verbreitet. - In Frankfurt Bockenheim wird die größte deutsche Flak Kaserne (2016 Industriehof) angelegt. - In Frankfurt Bockenheim verkauft der jüdische Frankfurter Fischkonservernfabrikbesitzer Leopold Eisemann Nauheimer Straße 10 wie viele andere Juden, seinen Besitz, lässt sich von seiner Frau scheiden lässt, seine Fabrik im Vertrauen gegen einen geringen Betrag an seinen langjährigen nicht-jüdischen Prokuristen und ehemaligen Lehrling Willi Klös und die Immobilien an seine zum Schein geschiedene Ehefrau, zieht in die Schweiz und entgeht somit der Arisierung. - In Wiesbaden wird Dr med Eduard Laser Judenarzt. - In Wiesbaden liquidieren der jüdische Rechtskonsulent Berthold Guthmann, Dr Georg Goldstein und Arthur Strauss das Vermögen der jüdischen Gemeinde. - Juden wird der Besuch von Kinos, Theatern und kulturellen Veranstaltungen verboten. - In Wiesbaden wird in der Webergasse 2 bis 4 das weltbekannte Modegeschäft des jüdischen Kaufmanns Carl Bacharach arisiert. - In Wiesbaden wird die Villa Söhnlein-Pabst mit den Gebäuden Paulinenstraße 7-11 Hauptquartier der SS und der Gestapo. - In Frankfurt löst der in Straßburg geborene in Marburg promovierte Kunstgeschichtler Graf Ernstotto von Solms Laubach (St) (48) als neuer Direktor des Historischen Museums Fahrtor 2 den aus Dachau stammenden promovierten Konservator, der sich auch nationalsozialistisch äußert Adolf Feulner (54) ab. - Wiesbaden hat 170.500 Einwohner und Mainz hat 158.900 Einwohner. - In Lich wird die Prinzessin Eleonore von Solms Hohensolms Lich (St) geboren. - In Frankfurt wird der frankfurter IHK Präsident, NSDAP Gauinspekteur, Opel Aufsichtsratmitglied und neuer Wehrwirtschaftsführer Carl Lüer (41) Vorstandsmitglied der Dresdner Bank. - Der arisierte jüdische ehemalige größte frankfurter Warenhausbesitzer Hermann Wronker (71) flieht nach Frankreich. - In Deutschland müssen die als künstlerisch wertvoll geförderten vom NS-Staat produzierte Wochenschau-Berichte in allen Kinos gezeigt werden. - In Deutschland wird Juden der Besitz von Kinos verboten. - In Mainz wird die fast bankrotte Sonnenbrauerei mit Gasthaus Zur Sonne in der Betzelsgasse 25 der jüdischen Familie Mayer arisiert und von der Getreidemittelhandlung August Kohl aufgekauft. - Die in Rüsselsheim geborene Automobilindustriellentochter und weltbeste Military-Springreiterin Irmgard von Opel (31) heiratet in zweiter Ehe ihren in Frankfurt geborenen Cousin, Automobilindustriellen und Sportfunktionär Georg von Opel (26). - In Mainz wird Irmgard von Opel (31) Kommandeuse der Prinzengarde während der Fastnacht und löst Hildegard Kühne ab. - Der in Mainz geborene Irmgard von Opel Ex-Mann und u.a. auch Ufa Propaganda Drehbuchautor Karl Georg Külb (37) schreibt das Drehbuch für den Zarah Leander Film Der Blaufuchs. - In Frankfurt wird dem in Frankfurt geborenen jüdischprotestantischen Metallgesellschaftsgründersohn Richard Merton (57), verheiratet mit Prinzessin Elisabeth von Löwenstein Wertheim Freudenberg (St) (48), der Aufenthalt in Frankfurt verboten. Er wird verhaftet, enteignet und drei Wochen ins KZ Buchenwald verschleppt. - Die frankfurter Baufirma Philipp Holzmann AG Taunusanlage 1 beginnt mit dem Bau der Neuen Reichskanzlei in Berlin. - Der mit der in Mainz geborenen wiesbadener Sektfabrikantentochter Anna Elisabeth Henkell (42) verheiratete Oberstleutnantsohn, Mitglied im Stab Reichsführer SS und deutscher Botschafter in London Joachim von Ribbentrop (45) wird Reichsaußenminister und versucht den für seine Abweisung im exklusiven berliner Adelsverein Union-Club verantwortlichen Diplomaten Friedrich von Lieres und Wilkau in ein KZ zu bringen. - In Offenbach zieht der offenbcher NSDAP Ortsgruppenleiter Senefelder in der Reichskristallnacht marodierend durch die Straßen. - In Offenbach zerstört der offenbacher NSDAP Ortsgruppenleiter Kronenberger jüdische Geschäfte und Wohnungen. - In Groß Gerau brennt die Synagoge in der Adolf-Göbel-Straße (2016 Europakreisel) nieder. - In Offenbach wird der NSDAP Reichsministerialrat und ehemalige Lehrer Friedrich Ringshausen (58) Friedrichsring 3 zum SA Standartenführer befördert. - In Frankfurt hat der Rhein-Main-Flughafen rund 59.000 Fluggäste auf einer Fläche von 550 Hektar. - In Darmstadt wird der in Pasing geborene Eisenbahnverwaltersohn, Volksstaat Hessen Reichskommissar, SA Mitglied und darmstädter NSDAP Oberbürgermeister Heinrich Müller (42) SS Standartenführer. - In Darmstadt befiehlt SA Obersturmführer Heinrich Kissinger dem in Darmstadt geborenene Schlosser und SA Mann Georg Adam Volz (35) eine Gießkanne voll Benzin zur Synagoge in der Bleichstraße zu bringen. SA Brigadeführer Karl Lucke erreicht um 03:00 Uhr der Befehl des SA Gruppenführers innerhalb der Brigade 50 Starkenburg durch die einzelnen SA Standarten alle jüdischen Synagogen zu sprengen oder in Brand zu setzen, wo das möglich ist ohne angrenzende arische Häuser zu beschädigen. Den Vollzug der Zerstörung der Synagogen von Darmstadt, Pfungstadt, Heppenheim, Mühlheim, Langen, Offenbach, Dieburg, Rüsselsheim wie aller anderen in kleineren Orten berichtet SA Brigadeführer Karl Lucke der SA Gruppe Kurpfalz in Mannheim. Einer der Standartenführer ist Wilhelm Mahla. Der Großgaragenbesitzer, Tankstellenbesitzer und Ölhandelsgesellschaftsvertreter Ad Walther in der Grafenstraße liefert Benzin. - In Darmstadt berichtet die Tageszeitung Darmstädter Tagblatt von berechtigter und verständlicher Empörung des deutschen Volkes, das sich in der vergangen Nacht im umfangreichen Maße Luft verschafft habe. In Darmstadt werden in der Reichskristallnacht 4 Juden getötet. Ferdinand Reinheimer aus Eberstadt begeht Selbstmord. - Prinz Karl von Ardeck (St) (77) stirbt in Niendorf kinderlos. - In Frankfurt wird das IG Farben Vorstandsmitglied Professor Dr Erwin Selck (62) Präsident des Renn-Clubs. In Niederrad werden von Robert Mätzig und Otto Wehe 10 Pferde trainiert. - In Kronberg werden der hessenkasseler Landgraf Friedrich Karl von Hessen (St) (70) und seine Frau, die Kaiser Friedrich III Tochter Margarethe von Zollern Preußen (66) Mitglieder der NSDAP. - In Frankfurt findet der NSDAP Kreistag Groß Frankfurt statt. - In Frankfurt findet ein Internationaler Kinderschutzkongress statt. - In Frankfurt berichtet die frankfurter Tageszeitung Frankfurter General-Anzeiger, dass bei den Abbrucharbeiten des Gasthofs Großer Speicher (2016 Nördlicher Teil des Hauses Berliner Straße 51) im Brauereigebäude Schüppengasse 2 eine wertvolle siebenteilige Fenstergruppe und beträchtliche Reste einer reichen Wendeltreppe aus der Renaissancezeit gefunden wurden. - In Darmstadt wird das zwangsversteigerte ehemalige Parkhotel alias Haus Hagenburg Dieburger Straße 241 (2016 Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus) als SA Gruppenschule genutzt. - In Frankfurt wohnt der 50% kriegsgeschädigte SA Mann Adalbert Gimbel (40) im Grüneburgweg 162. - In Wiesbaden wohnt der in Worms geborene Keramikfabrikantensohn SS Brigadeführer Richard Hildebrandt (41) früheres NSDAP Mitglied der Ortsgruppe New York, in der Uhlandstraße 4. - In Frankfurt wohnt der Diplomvolkswirt und NSDAP Gauamtsleiter Walter Heyse (36) in der Burnitzstraße 7. - In Groß Gerau ist Alfred Klostermann (38) NSDAP Gauamtsleiter und NSDAP Kreisleiter. - In Darmstadt wohnt der im fränkischen Hof geborenen stellvertretende hessische NSDAP Gauleiter und hessische Staatsrat Reiner Heinrich (62) in der Neckarstraße 7 (2016 AOK Beratungscenter). - In Darmstadt wohnt der in Nidda geborene NSDAP Gauamtsleiter, SA Standartenführer und Ministerialrat Friedrich Ringshausen (58) in der Liebigstraße 2. - In Frankfurt wohnt der NSKK Obergruppenführer Joseph Seydel (51) in der Arndtstraße 1. - In Frankfurt wohnt der NSDAP Gauamtsleiter, Gaupropagandaleiter und Leiter des Reichspropagandaamtes in Hessen-Nassau Willi Stöhr (35) im Heidenfeld 18. - Rechtsverkehr wird eingeführt. - In Frankfurt bieten die Frankfurter Adlerwerke vorm. H. Kleyer den frontangetriebenen Personenkraftwagen Adler Trumpf mit einem zwei Liter Motor an. Die stromlinienförmige Motorhaube und der stromlinienförmige Kühlergrill sind in einem Stück schnabelartig vorne zu öffnen. - In Frankfurt Ober-Erlenbach gibt es ein NS Kinderheim. - In Frankfurt Nieder-Josbach gibt es ein NS Kinderheim. - Die in Frankfurt geborene Tilly Fleischer (25) gewinnt die erste deutsche Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Berlin im Speerwerfen, wofür die Stadt Frankfurt ihr ein Auto schenkt. - In Frankfurt ist die Luftschiffhalle II fertiggestellt. Sie wird Heimathaften für das Luftschiff LZ 130 Graf Zeppelin II, das aber keine Passagiere mehr transportieren darf. - In Frankfurt stürzt ein Flugzeug aus Mailand über dem Rollfeld des Rhein-Main Flughafens ab. - In Frankfurt treten die Comedian Harmonists nur mit ihren arischen Mitgliedern als Meister-Sextett im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26 JP Morgan Private Bank) auf. - In Frankfurt ist das Tanz Cafe Rumpelmayer in der Hitleranlage (2016 Gallusanlage 2 Commerzbank) mit der Telefonnummer 31273 die feinste Konditorei und bietet die besten Künstlerkonzerte bei eigenem Parkplatz. - In Rodgau Dieburg wird das Zwangsarbeitslager und Strafgefangenenlager Rodgau-Dieburg, Stammlager eröffnet. - In Mainz verursacht der in Mainz geborene Fastnachtsbüttenredner Seppel Glückert (47) den Abbruch der Radio Übertragung, weil er das Wort KZ Dachau erwähnt. - In Mainz kommz Adolf Hitler (49) zu seinem 5. und letzten Besuch, der einem Triumpf in Menschenmassen gleicht. Er verlässt sein Auto nicht. - In Bensheim stellt SS Sturmführer Erbfürst Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (35) seine Kraftfahrzeuge für die SA Überfälle auf die Synagogen zur Verfügung, plündert jüdische Häuser in Reichelsheim und beteiligt sich in Bensheim am Niederbrennen der Synagoge. - In Idstein wird in der Heil- und Pflegeanstalt Kalmenhof in Idstein Veitenmühlweg 10 der SA Psychiatrie Arzt Hans Bodo Gorgaß (29), der besonders durch seine öffentlichen Saufexzesse auch während der Arbeit auffällt, zum Leiter der Behinderteneinrichtung, einer Mischung aus Arbeitshaus und Gefängnis. - Bei Walldorf Mörfelden stirbt auf der Reichsautobahn Frankfurt Darmstadt der inaktive SS Hauptsturmführer und Rennwagenfahrer Bernd Rosemeyer (29), der bereits ..33 als einziger Fahrer mit Hakenkreuzbinde fuhr, mit einem Auto-Union-Stromlinienwagen Typ C bei einer Geschwindigkeitsrekordfahrt von 429 km/h durch eine Windböe gegen seinen Konkurrenten Rudolf Caracciola (37). Die Rennwagen tragen Hakenkreuze. - In Frankfurt hat der Fußballverein FSV 650 Mitglieder. - In Frankfurt heiratet der Grafensohn Emich Nicolaus von Solms Wildenfels (St) (25) die in Hofheim geborene Tilly Schmitt (26). - In Mainz wird das Stadttheater renoviert. - Mit dem Tod des bisexuellen in Darmstadt geborenen knochenkrebskranken hessendarmstädter Prinzenenkel Prinz Georg von Battenberg (St) (46), der Sohn der in Windsor Castle geborenen Prinzessin Victoria Alberta von Hessen und bei Rhein (St) (75), geht eine umfangreiche Erotiksammlung in den Besitz der British Library über. Homosexuelle Handlungen sind nach § 175 in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Zuchthaus bedroht. - Höchststand der Verurteilungen für homosexuelle Handlungen nach § 175 mit 8562, einer Verzehnfachung seit 5 Jahren. - In Frankfurt übernimmt der SA Mann, NSDAP Mitglied, ehemalige Reichssender Frankfurt Aufsichtsratsvorsitzender und Chemie-Unternehmer Carl Adolf Schleussner (43) um Arbeitsplätze zu erhalten im Rahmen der Arisierung die jüdische wiesbadener Kameratechnikfabrik Wirgin, die die Springbalgenklappfotokamera Auta herstellt. - Der in Amorbach geborene Autorennfahrer Prinz Hermann von Leiningen (St) (37) heiratet die Grafentochter Irene von Schönborn Wiesentheid (St) (--). - In Frankfurt lässt die Polizei in der Hohenzollernstraße 13 alias Düsseldorfer Straße 13, der Elbestraße 25 und in der Kronprinzenstraße 5 alias Münchner Straße 5 offizielle Wehrmachtsbordelle eröffnen. - In Frankfurt wird der in Wiesbaden geborene katholische Domkaplan Alfons Kirchgässner (29) erstmals von der Gestapo verhaftet. - In Wiesbaden hat die SS Standarte 78 1389 Mann. Die Standarte besteht aus 3 Sturmbannern mit insgesamt 12 Stürmen. 7 ist Hofheim. Der in Siegen geborene Gastwirtssohn und Bäcker Adolf Haas (43) ist Führer des 1. SS Sturmbannes 1-4/78 (1945 als KZ Kommandantvermisst und für tot erklärt). - In Flörsheim wird der Judenfriedhof zerstört. - In Frankfurt unternehmen die Städtischen Bühnen Frankfurt eine Propaganda Gastspielreise auf den Balkan. - In Frankfurt wirbt der Bierlokalbesitzer Maier Gustl mit Postkarten für das vollständig mit bayerischen Wandmalereien mit Lederhosenmotiven geschmückte Bayrisch Zell in der Kaiserstraße 56 (2017 Hermes Apotheke), das Platzl in der Kaiserstraße 68 (2017 Hermes und die Bayrische Almhüttn in der Große Sandgasse 5 als Stätten ungetrübten Humors und dauernder Geselligkeit mit täglich bayerischer Stimmungsmusik. - In Wiesbaden wird der ehemalige darmstädter NSDAP Kreisleiter Robert Stawinog (37) wiesbadener NSDAP Kreisleiter. - Der in Wiesbaden geborene wiesbadener Musikdirektorensohn, NSDAP Mitglied und UfA Propaganda Filmregisseur Hans H Zerlett (46) hat einen riesigen Erfolg mit dem Revue-Film Es leuchten die Sterne mit der in Frankfurt im Großen Hirschgraben aufgewachsenen Schauspielerin La Jana (33) alias Henriette Niederauer. Sie ist/war die Geliebte des ältesten Kaisersohnes Kronprinz Wilhelm von Preußen Zollern (St) (56), von NS Propaganda-Minister Joseph Goebbels (41) und von Wagner-Opernsänger Michael Bohnen (51). - In Frankfurt tritt der hitler-begeisterte spanische Clown Charlie Rivel (42) im Variete Theater Scala Groß-Frankfurt Bleichstraße 57 auf. - In Frankfurt wird der Vorjahrssieger Blasius für das Gestüt Waldfried Dritter des höchstdotierten deutschen Pferderennens Braunes Band von Deutschland mit Trainer Valentin Seibert und Jockey G Streit. Dritter wird Iniga Isolani vom bad homburger Gestüt Erlenhof. - In Kelkheim wird der in Bad Homburg geborene frankfurter städtische Verwaltungsoberinspektor Willi Graf (23) auf Vorschlag der NSDAP neuer kelkheimer Bürgermeister. - In Frankfurt müssen die protestantisch konvertierten jüdischen Gebrüder Carl von Weinberg (77) und Arthur von Weinberg (78), die in der Villa Waldfried Flughafenstraße wohnen, ihre Kunstsammlung mit 721 Werken zu einem Spottpreis an die Stadt Frankfurt verkaufen. Die bemalten Fenster der hauseigenen Kapelle werden von der frankfurter Baukonzern Holzmann Tochter und Künstlerin Lina von Schauroth (64) im limburger Dom in Sicherheit gebracht. - In Mainz Weisenau gibt es in den Bärenbierhallen Weisenau in der Mönchstraße 7 am Sitz der Brauerei ab 18:00 Uhr Stammessen: Mittwochs gibt es Kartoffelpuffer mit Apfelmus für 60 Pfennig, freitags gibt es eingelegte Heringe und Kartoffeln für 60 Pfennig und samstags gibt es Leberklöß mit Sauerkraut und Kartoffeln für 80 Pfennig. Dazu gibt es Bären-Pils in großen Gläsern. - In Frankfurt eröffnet der Leiter des städtischen Fürsorgeamts Hermann Baldes in Folge des Arbeitskräftemangels wieder die städtischen offenen Anlernwerkstellen für berufsunreife aus Hilfsschulen entlassene Knaben, darunter einige geistig und körperlich Behinderte (2017 Die Praunheimer Werkstätten stellen die Einrichtung als Widerstand gegen die NS Ideologie dar). Die DAF lobt das Projekt mit 40 Insassen in der NSDAP Zeitung Frankfurter Volksblatt und vor Ort zu Propagandazwecken und macht sogar Verbesserungsvorschläge, wie das Anbringen von Vorhängen. - Das frankfurter Bauunternehmen Wayss & Freytag erstellt die erste deutsche vorgespannte Fertigteilbrücke. - In Frankfurt nimmt der frankurter Zoo die drei indischen Elefanten Karla, Muti und Latschini auf. - Die in Offenbach geborene und in Frankfurt Sachsenhausen aufgewachsene jüdische Arzttochter und Olympia Gold Florettfechterin Helene Mayer (26) alias blonde Helene, begleitet die Filmregisseurin Leni Riefenstahl (36) auf ihrer Propagandareise durch die USA. - In Mainz wird eine Luftwaffenkaserne im Johannes von Müller Weg 43 errichtet (2017 Gründungsgebäude der JGUniversität). - In Kronberg wird das Rathaus und ehemalige jüdische Bankiers Villa Bonn, Wilhelm Bonn Straße 26, Sitz der NSDAP Ortsgruppe. - In Königstein wird die jüdische Bankiers Villa Rothschild Im Rothschildpark 1 von der NSDAP enteignet. Die in Frankfurt geborenen Zwillinge Nadine Minka (11) und Mathilde Marion (11), ihre ältere Schwester Lucie Antoinette (15), und ihr Bruder Karl Maximilian (13) fliehen mit ihrem Vater, dem jüdischen Bankier Freiherr Albert Maximilian von Goldschmidt-Rothschild (59) und ihrer Stiefmutter, der schweizer Bankierstochter Marie Helene Schuster-Burckhardt in die Schweiz, wo ihr Vater nach 3 Jahren in Lausanne Selbstmord begeht. - Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Kassel und Thüringen gehören zum SS Oberabschnitt Fulda-Werra. Mainz und Wiesbaden mit Rheinhessen gehören zum SS Oberabschnitt Rhein. - In Wiesbaden wird der Elektromonteur Erwin Rösener (36) Stabsführer des SS Oberabschnitt Rhein mit Sitz in Wiesbaden. - In Kronberg lässt sich der in Kronberg beliebte jüdische Maler Rudolf von Goldschmidt-Rothschidl (57) von seiner für ihn zum Judentum übergetretenen Frau Marie Anne Friedlaender-Fuld (46) in deren dritten Ehe scheiden. Das Paar lebte nur gelegentlich dort. Marie Anne Friedlaender-Fuld lebt im Jetset und hasst Kronberg. - In Frankfurt wohnt der Regierungsbaumeister aD Fritz Linsenhoff (--) auch unter dem Namen Fritz Luisenhoff in der Villa in der Friedrichstraße 61 im ersten Stock (2017 bei google maps verpixelt). Er hat die Telefonnummer 76115. - Offenbach hat 950 jüdische Einwohner. - In Wiesbaden erhält der sachsenanhaltiner Forstbeamtensohn, Jurist, SS Oberführer und wiesbadener NSDAP Regierungspräsident Werner Zschintzsch  (50) das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP. - In Darmstadt schreibt der ehemalige limburger Landgerichtspräsident und volksstaathessen Oberlandesgerichtspräsident Ludwig Scriba (53) Alles was dem Vok nützt, ist Recht, alles was ihm schadet, ist Unrecht. Er wohnt Hobrechtsstraße 40. - In Frankfurt verkauft die Familie Mumm die Villa Mumm Kennedyallee 151 an das Wehrmacht Heeres-Gruppenkommando 2, das im Garten einen Bunker anlegt. - In Bad Homburg wird die Synaoge in der Elisabethenstraße niedergebrannt. - In Frankfurt veranstaltet die NSDAP einen Reichswettbewerb für Saalflugmodelle. - In Kronberg hetzt die kronberger Tageszeitung und NSDAP Parteiorgan Kronberger Anzeiger die Bevölkerung auf und der kronberger NSDAP Bürgermeister Wilhelm Schaub meldet die Schäden an den NSDAP obertaunuskreis Landrat Prinz Wolfgang von Hessen (42). - In Hanau wird im Stadtschloss Hanau das NSDAP Mitglied und epilepsiekranke Prinz Alexander Friedrich (St) (27) des am Niederrhein geborenen hessischen Titular Landgraf Chlodwig von Hessen Philippsthal Barchfeld (St) (62) verheiratet mit Prinzessin Caroline von Solms Hohensolm Lich (St) (61) zwangssterilisiert. Sein Bruder Prinz Wilhelm (St) (28), verheiratet mit Prinzessin Marianne von Zollern Preußen, ist bei der Waffen SS und seine Schwester Prinzessin Viktoria Cäcilie (St) (24) NSDAP Mitglied. - In Mainz wird der Fußballverein 1. FSV Mainz 05 zu Reichsbahn Mainz 05 zwangsfusioniert. Der Verein zieht von der vereinseigenen Kampfbahn am Fort Bingen, die abgerissen wird, ins in Herbert Norkus Stadion umbenannte städtische Stadion am Bruchweg um. - In Darmstadt ist Auto-Axt in der Dieburger Straße 32 der Abschleppdienst der Stadt mit der Telefonnummer 5741. - In Frankfurt wird das Schillerdenkmal an der Hauptwache abgebaut und vor das Adolf Hitler Haus, dem ehemaligen Stadttheater Theaterplatz alias Rathenauplatz 14 Ecke Biebergasse/Börsenstraße 2-4 (2016 Modehaus ZARA) umgebaut in das luxuriöse jüdische Siegmund Strauss Geschäftshaus gestellt. - In Frankfurt lässt die Reifenfirma Fulda vom frankfurter Karosseriebauer ..& Schreck einen Maybach 38sw stromlinienförmig umbauen um Dauerbelastungstest bei Geschwindigkeiten um 200 km/h durchführen zu können. Das Modell wird als Gurke veräppelt. - In Würzburg wird Erwein von Matuschka Vollrads als Sohn von Graf Richard von Matuschka (45) und der Grafentochter Eleonore von Neipperg (26) geboren. - In Mainz eröffnet der Polizeisportverein die Schwimmanlage auf der Ingelheimer Aue. - In Wiesbaden veranstaltet die Stadt Wiesbadens Maiwochen. - In Wiesbaden hat das Wein- und Bier Restaurant Mutter Engel Langgasse 52 einen Wintergarten. - In Wiesbaden beginnen im Judenhaus in der Adelheidstraße 49 die Ausweisung ua der jüdischen wiesbadener Familien Gatterer und Keh. - In Mainz wirbt Lotz und Soherr im Höfchen gegenüber dem Dom ein deutsches Fachgeschäft für Mode und Ausstattung zu sein. Das Hotel Hof von Holland ist Hofquartier des mainzer Carnevals Prinzenpaares. Im Hotel Rheingauer Hof ist während des Carnevals jeden Abend Tanz im Saal. Die Hotelbar ist durchgehend geöffnet. Kamellen, Werfbonbons und Werfrosen mit süsser Füllung zum Rosenmontagszug sind im Schokoladenhaus Schulz Grosse Gleiche 10 mit der Telefonnummer 32515 zu haben. - In Offenbach wird die Fahrradfabrik Frischauf Offenbach in REX-Maschinenbaugesellschaft umbenannt und zu einer Rüstungsfabrik umfunktioniert. - In Schotten werden beim eigentlichen Motorradrennen Rund um Schotten auch Rennwagen zugelassen. - In Frankfurt spricht der NS Reichsjugendführer Baldur von Schirach (31), der Sohn des Intendanten des Nassauischen Landestheaters Carl von Schirach (66), auf dem Sportfeld vor 2000 Kämpfern der Deutschen Jugendmeisterschaft der HJ, bei der ua auch Handgranatenweitwurf eine Disziplin ist. - Die Polin Franzisca Czenstkowski (42) beginnt als die vermeintlich das Zarenfamilienmassaker überlebt habende russische Zarentochter Großfürstin Anastasia Nikolajewna Romanowa (St) (++) und Enkelin des im Vorjahr verstorbenen hessendarmstädter Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, (St) (++) Erbansprüche auf deutsche Vermögenswerte anzumelden. - In Frankfurt findet das 1. Intertnationale Luftrennen als Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug veranstaltet vom NSFK Gruppe 11 Hessen Westmark mit Sitz in Darmstadt statt. - Die Enkelin der in Bad Homburg Friedrichsdorf geborenen bürgerlichen ehemaligen bad homburger Spielbankbesitzerin und ehemaligen Besitzerin der Spielbank Monte Carlo und französische Prinzessin Marie Bonaparte (St) (56) empfindet keinerlei vaginale sexuelle Lust bei der Missionarsstellung, der einzigen gesellschaftlich moralisch akzeptierten Sexpraktik, hält sich für krank und verhilft ihrem Therapeuten, dem jüdischen Psychoanalytiker Sigmund Freud (69) zur Flucht nach London, wo dieser aber im Folgejahr stirbt. - Der in Wiesbaden geborene Architekt und Archäologe Hans Schleif (36) übernimmt nach dreijähriger SS Zugehörigkeit die Leitung der Abteilung Ausgrabungen der SS Wissenschaftsorganisation Forschungs- und Lehrgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe. - In Wiesbaden wird die Versicherungsstelle eingerichtet. - Der in Eddersheim in der Flettnervilla geborene Erfinder Anton Flettner (53) konstruiert zusammen mit dem jüdischen Universitätsprofessor Kurt Hohenemser das Drehflügelflugzeug alias Helikopter Fl 265, das mit gegenläufig ineinanderkämmenden Rotoren mit dem Flettner-Doppelrotor das Problem des Drehmomentausgleichs löst und Helikopterflüge möglich machen. - In Frankfurt Rödelheim wird im Rödelheimer Schloss eine Vogelschutzwarte eingerichtet. - In Frankfurt wird das Kabarett Astoria Pavillon an der Ecke Kaiserstrasse 69/Moselstrasse nach strengeren polizeilichen Kontrollen wegen Verstößen im Zusammenhang mit Prostitution bzw Sexarbeit polizeilich geschlossen. - In Frankfurt verbrennen drei Insassen eines Automobils auf der Hanauer Landstraße nach einem Zusammenstoss mit einem Reparaturstrassenbahnwagen und der Explosion des Automobiltanks. - In Frankfurt ist die Luftschutzschule des RLB in einer repräsentativen Villa in der Ginnheimerstrasse 3 (2021 Elisabethenkrankenhaus). - Die NSDAP verbietet während der Fastnacht bzw des Karnevals bzw des Faschings aus homophoben Gründen Männern die kölner Jungfrau im Festkomitee zu spielen. - In Amerika werden Zivilflugzeuge mit Druckausgleich eingeführt. - In Darmstadt weigert sich als einziger Sportverein der SV Darmstadt 98 dem neugegründeten darmstädter NS Grosssportverein GfL Darmstadt beizutreten. - Der frankfurter Fussballverein FSV Frankfurt verliert ein nationales Cup Finale gegen Rapid Wien.hunderte ausgebombte Darmstädter untergebracht und verpflegt. - In Darmstadt Nieder-Ramstadt zieht der darmstädter Elisabethenstiftsanstaltspfarrer Albert Waldeck (--) in der Anstalt für Epileptische in Hessen des Evangelischen Verein für Innere Mission zum Ruhestand in das Dachgeschoss des Frauenhauses, wo er ohne Auftrag weiterarbeitet, wobei er ungehinderten Zugang zu allen Zimmern und Sälen hat. - Das in Frankfurt geborene an TBC alias Tuberkulose erkrankte, homosexuelle NSDAP Mitglied, SA Mitglied und deutscher Botschaftssekretär in Paris Ernst vom Rath (30) , dessen vater Gustav Eduard Paul vom Rath (50) ein bonner Fabrikdirektor ist, wird nach der Polenaktion, bei der rund 17.000 illegale jüdische polnische Einwanderer mit Gewalt wieder abgeschoben wurden, von seinem Bekannten aus der pariser Homosexuellenszene,  dem in Hannover geborenen homosexuellen polnischen Juden Herschel Grünspan (17) ermordet, der ihn der Vergewaltigung bezichtigt, was Hitler (49) verschweigt und in antijüdische Propaganda umarbeiten lässt um ihm einen Vorwand für die Reichskristallnacht zu liefern.

1937 Wetter: Beste Trockenbeerenauslese des 20. Wein-Jahrhunderts. - In Wiesbaden wird der Beamte und ehemalige Landeskirchenrat Fritz Bernotat (47) Leiter der Abteilung Anstaltswesen im Landeshaus Kaiser Friedrich Ring 75 im Amt für Erb- und Rassenpflege und Vereinsleiter des Trägervereins der Heil- und Pflegeanstalt Kalmenhof in Idstein Veitenmühlweg 10, Vorsitzender des Vereins für Volkspflege e.V. und Vorstand der Heil- und Pflegeanstalt Scheuern in Nassau. - In Wiesbaden wird der Westpreuße und WW1 Jagdflieger und SS Mann Erich Mix (39) neuer wiesbadener Oberbürgermeister. - In Wiesbaden wird eine Verdunkelungsübung abgehalten. - In Wiesbaden wird die Ochanps Kaserne in der Schiersteiner Straße eingeweiht. - In Frankfurt emigriert der entartete Maler Max Beckmann (53) nach Paris. - In Wiesbaden ist das Kino Capitol am Kochbrunnen mit 288 Plätzen Ecke Taunusstraße 1/Wilhelmstraße. - Die Schwedin Zarah Leander (30) wird im UFA Film Zu neuen Ufern der neue Star, der Marlene Dietrich ablösen kann. - In Langen tritt der SA Standartenpfarrer Wilhelm Seibert aus der SA aus, bleibt aber in der NSDAP. - Der in Darmstadt geborene Sippenforscher und SA Standartenführer der Obersten SA Führung Prinz Wilhelm Karl von Isenburg (St) (34) wird außerordentlicher Professor für Sippen- und Familienforschung in München. - Der in Babenhausen geborene langjährige frankfurter Erste Kapellmeister und Dirigent an der frankfurter Alten Oper und der Museums Gesellachaft im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26 JP Morgan Private Bank) in Frankfurt Georg Ludwig Jochum (28) tritt in die NSDAP ein und wird Plauener Musikdirektor und Theaterdirektor und durch den faschistischen Philharmonieorchesteroberleiter und neuen frankfurter Generalmusikdirektor Franz Konwitschny (36), der sogar SA Aufzüge in seine Aufführungen miteinbauen wollte, ersetzt. - In Mainz ist Dr Robert Barth NSDAP Kreisleiter. - In Offenbach ist Karl Walther (39) NSDAP Kreisleiter. - In Frankfurt wird der SA Arzt Josef Mengele (26) Lieblingsschüler von Freiherr Otmar von Verschuer (40), dem Leiter des Universitäts-Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene in der Gartenstraße am Mainufer. Ein weiterer Mitarbeiter ist der in Kreuznach geborene Zigeunerforscher SA und NSDAP Mitglied Gerhart Stein (27). - Der Reserveoffizier der Luftwaffe Georg Donatus von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (31) tritt mit seiner in Athen geborenen Ehefrau, der griechischen und dänischen Prinzessin Cäcilia von Schleswig Holstein Sonderburg Glücksburg (St) (26) der NSDAP bei. - Das in Offenbach Rumpenheim geborene NSDAP Mitglied, Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau und Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP Prinz Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (41) nennt seinen in Rom geborenen dritten Sohn Otto Adolf. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene Schutzpolizist Heinrich Baab (29) Kriminalassistentenanwärter im Passwesen in der Gestapo Leitstelle, tritt der SS bei und überwacht Geistliche. - In Frankfurt wird in der Alten Oper die szenische Kantate Carmina Burana des in München geborenen Berufsoffizierssohn und Komponisten Carl Orff (43), in der es um Sex und Saufen geht, uraufgeführt. - In Weilmünster beginnen die Todesfälle in der Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster, Weilstraße 10. - In Wiesbaden wird die Wanderausstellung Entartete Kunst im von unerwünschter Kunst gesäuberten Nassauischen Landesmuseum Wiesbaden vom Deutschen Volksbildungswerk eröffnet und in der NS Zeitung Nassauer Volksblatt von Redakteur Hans Piroth besprochen. Ausstellungsleiter und Direktor des Nassauischen Landesmuseums Friedrich-Ebert-Allee 2 in Wiesbaden Hermann Voss (53) tauscht mit dem wiesbadener Museumsdepot ein klassisches Bild von Wilhelm von Schadow gegen ein entartetes eingelagertes Frauenportrait von Otto Dix (46). - In Darmstadt wird die Wanderausstellung Entartete Kunst eröffnet. - In Mainz wird im Landesmuseum Große Bleiche 49 - 51 die Wanderausstellung Entartete Kunst eröffnet. - In Langen stirbt der in Darmstadt geborene hessendarmstädter Großherzog Ernst Ludwig von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (69) im Schloss Wolfsgarten. Seine Beerdigung wird zu einer NSDAP Propandaveranstaltung. Sein Sohn, Erbe und neues NSDAP Mitglied Georg Donatus von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (31) führt den Trauerzug in Wehrmachtsuniform an. Vier Wochen später fliegt er zur Hochzeit seines Bruders, des englischen Botschafts Attaches Prinz Ludwig von Hessen Darmsstadt und bei Rhein (St) (29) mit der schottischen Medizinprofessorentocher und britischen Botschaftertochter in Washington Margaret Campbell Geddes (24), nach London und stirbt mit seiner schwangeren in Athen geborenen Ehefrau, NSDAP Mitglied und griechischen und dänischen Prinzessin Cäcilia von Schleswig Holstein Sonderburg Glücksburg (St) (26), die noch im Flugzeug eine Fehlgeburt erleidet, mit den Kindern Ludwig und Alexander und seiner Mutter, Witwe Prinzessin Eleonore von Solms Hohensolms Lich (St) (66) bei einem Flugzeugabsturz bei Ostende, wobei das Flugzeug, eine JU 52, die in Frankfurt gestartet ist, an einem Schornstein hängenbleibt. Ebenfalls sterben der Trauzeuge Baron Joachim Riedesel von Eisenbach, das Kindermädchen Lina Hahn und der frankfurter Segelflugpionier Alfred Martens. Nur die in Langen auf Schloss Wolfsgarten zurückgelassene neugeborene Prinzessin Johanna von Hessen Darmstadt (St) (00) überlebt und wird von Prinz Ludwig von Hessen Darmsstadt und bei Rhein (St) (29), der erbt, still in Londen heiratet, nach Darmstadt zurückkehrt und schwermütig wird. - Graf Maximilian Ludwig von Solms Rödelheim und Assenheim (St) (--) lässt sich von Prinzessin Viktoria von Leiningen (St) (42) scheiden. - In Kronberg wird in der Villa Mumm Kastanienhöhe 1 eine NSDAP Gauführerschule eingerichtet (1945 Erholungsheim Waldfrieden). - In Darmstadt erfährt die Gestapo von der Widerstandsgruppe um den KPD Funktionär Georg Fröba (41), hat aber noch 6 Jahre lang keine Beweise für eine erneute Anklage. - Der in Frankfurt geborene, von der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossene, mit Publikationsverbot belegte jüdische Schriftsteller und Bühnenautor Ludwig Fulda (75) kehrt nach einem USA Besuch bei seinem ausgewanderten Sohn wieder nach Deutschland zurück, erkennt dass das ein Fehler war und erhält keine Aufenthaltserlaubnis für die USA mehr. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene wormser NSDAP Landrat Otto Schwebe (34) frankfurter NSDAP Kreisleiter. - In Wiesbaden wird ein Prozess gegen 17 Nerother Wandervogelbund Mitglieder im Alter zwischen 16 bis 25 Jahren, die sich nicht in die HJ eingliedern lassen wollen und sich verbotenerweise privat treffen, geführt. - Der in Darmstadt geborene SA Standartenführer der Obersten SA Führung Prinz Wilhelm Karl Prinz von Isenburg Büdingen (St) (34) wird NS Professor für Sippenforschung und Familienforschung in München. - In Frankfurt wird das Palais Rothschild Bockenheimer Landstraße 10 und der Rothschildpark arisiert. - Wiesbaden hat 165.139 Einwohner und Offenbach hat 95.000 Einwohner. - In Lich wird Prinz Wilhelm von Solms Hohensolms Lich (St) geboren. - Das aus Montabaur Heilberscheid stammende NSDAP Mitglied und Volksgerichtshofrichter Robert Hartmann (36) verurteilt das im saarländischen Neunkirchen geborene KPD Mitglied Erich Honecker (25) wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens zu einer Gefängnisstrafe von 10 Jahren. - In Rüdesheim wird der Werbeslogan Im Asbach-Uralt ist der Geist des Weines erfunden. - In Frankfurt bauen die Apfelwein-Kelterer und Brüder Werner Possmann und Fritz Possmann in der Eschborner Landstraße 156 eine neue Apfelwein Abfüllanlage. - In Frankfurt wird das Gasthaus Württemberger Hof in der Fahrgasse (2016 Hainer Hof 9) abgerissen. - In Frankfurt übernimmt der von der NSDAP aus Berlin entsandte Kapellmeister Otto Frickhoeffer (--) das Frankfurter Rundfunksynphonieorchester von Rundfunkorchestergründer Hans Rosbaud (42). - In Butzbach wird die Schinderhannes-Guillotine von Scharfrichter Friedrich Hehr (--) letztmals benutzt und in die Frauenhaftanstalt Frankfurt Preungesheim gebracht. - In Wiesbaden wird die Germania Brauerei Wiesbaden Mainzer Straße 99-101 (2016 Mc Donalds) in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. - Der Ruder Achter der frankfurter Rudergemeinschaft Germania wird Deutscher Vizemeister. - Der in Arolsen geborene SS Obergruppenführer Erbprinz Josias von Waldeck und Pyrmont (St) (41) wird Dienststellenleiter des SS Oberabschnitts Fulda Werra und zieht in das Neue Schloss Arolsen ein. - In Kronberg wird das in Uerdingen geborene frankfurter IG Farben Vorstandsmitglied, Leiter der Sparte II im Reichskriegsministerium und Wehrwirtschaftsführer Fritz Ter Mer (52) im geteilten 13.000 m² große Villa Guaita Anwesen Mitglied der NSDAP. - Juden wird der Handel mit Vieh verboten. - In Frankfurt hat der Rhein-Main-Flughafen rund 39.000 Fluggäste auf einer Fläche von 300 Hektar. - In Frankfurt wird die zur Prostitution genutzte heruntergekommene mittelalterliche Hofanlage an der Speicherschänke Der Große Speicher Nordseite Bethmannstraße Rotkreuzgasse und das Bordell und Stundenhotel Schützenliesl Ecke Karmelitergasse abgerissen. - In Frankfurt findet ein Hallensportwettkampf der SA Gruppe Hessen statt. - In Usingen stirbt der evangelische Pfarrerssohn, Arzt und usinger NSDAP Kreisleiter Hans Lommel (62). - In Frankfurt präsentieren die Adlerwerke einen ersten deutschen vom Ferdinand Porsche Nachfolger Karl Jentschke (38) konstruierten Stromlinien Serienwagen Adler 2,5 Liter Autobahn der als Autobahnwagen in aller Munde ist. - In Frankfurt wird der Adlerwerke Mitbesitzer und SS Untersturmführer Ernst Hagemeier (--) wegen mangelnder Beteiligung an SS Diensten und wegen Verkehrs mit Juden aus der SS entlassen. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene ehemalige wormser Landrat Otto Schwebel (34) neuer frankfurter NSDAP Kreisleiter. - In Frankfurt hetzt im Volksbildungheim Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) der homosexuelle, kaltgestellte SA Führer, NSDAP Mitglied und viertgeborene deutsche Kaisersohn August Wilhelm von Zollern Preußen (St) (58) alias Auwi. - In Frankfurt veranstaltet die Stadt Frankfurt die rassenpolitische Veranstaltung Das deutsche Antlitz im Spiegel der Jahrhunderte im Karmeliterkloster. - In Wiesbaden Erbenheim feiert das Jagdgeschwader 53 auf dem Flugplatz Erbenheim den erfolgreichen Einsatz im Spanischen Bürgerkrieg für den Faschisten Franco als Teil der Legion Condor. - In Frankfurt findet eine Ausstellung Das Theater im Freien im Karmeliterkloster statt. - In Frankfurt wird der Bahnhof Goldstein in Bahnhof Frankfurt-Sportfeld umbenannt. - In Frankfurt startet das Luftschiff Hindenburg LZ 129 auf dem Flug- und Luftschiffhafen Frankfurt Rhein-Main ohne seinen vorgesehenen Luftschiffkapitän Hans von Schiller (46). Der frankfurter Wachoffizier Max Pruss (46) wird Luftschiffkommandant und überlebt mit schweren Brandwunden im Gesicht die ungeklärte Explosion bei der Landung in Lakehurst, bei der 35 Menschen sterben. Der diezer Bürgermeisterrenkel und Beobachter der Geschäftleitung Ernst Lehmann (51) stirbt. Hans von Schiller (46) führt die nächsten letzten nichtkommerziellen Fahrten durch. Der frankfurter Wachoffizier Kapitän Heinrich Bauer (35), der frankfurter Funker Egon Schweikard (36), der neuisenburger Maschinenoffizier Eugen Schäuble und der frankfurter Chefingenieur Rudolf Sauter (36) überleben u.a.. Der in Frankfurt Bonames geborene Kabinenjunge Werner Franz (14), dessen Bruder Günter Franz (16) im Luxushotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 als Service-Lehrling arbeitet, überlebt. Das Luftschiff war wegen amerikanischem Heliumboykotts mit Wasserstoff gefüllt. - In Frankfurt treten die Comedian Harmonists nur mit ihren arischen Mitgliedern als Meister-Sextett im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26 JP Morgan Private Bank) auf. - In Frankfurt Höchst wird in der ehemaligen französischen Kaserne, dem ehemaligen wilden KZ und aktuellen RAD Reichsarbeitsdienstlager und SA Dienststelle eine Flugabwehreinheit und offiziell auch die motorisierte Straßenpolizei untergebracht, die sowieso schon seit Jahren mit der SA gemeinsam ausrückt. - In Frankfurt wird in der Alten Oper Carmina Burana des in München geborenen Musikpädagogen und Komponisten Carl Orff (42) uraufgeführt. - In Rüsselsheim finden u.a. im Luxushotel Adler Frankfurter Straße 6 völlig ausverkaufte Sitzungen des Rüsselsheimer Carnevalsvereins mit Käthe Riffel als Kommandeuse der Damengarde statt. Den Faschingszug begleiten der FCV Flörsheim und der WCC Weilbach. - In Frankfurt findet die SS Führertagung für Frankfurt, Kassel und Gießen statt. - In Frankfurt fordert das Fürsorgeamt für elf Bettler und Arbeitsscheue die Unterbringung in einem Arbeitshaus. Neun werden ins Arbeitshaus Breitenau bei Kassel gebracht. - In Wiesbaden tritt der in Sachsen geborene wiesbadener Landespolizist Ernst Richard (31) der NSDAP bei und wird Mitglied der Gestapo bei der er sich den Spitznamen Henker von Wiesbaden erarbeitet. Er wohnt in der Kauberstraße 9. - In Frankfurt gibt es 3 Mal so viele Arbeitslose wie in Deutschland. - In Frankfurt werden 40 Zeugen Jehovas, die den Wehrdienst und den Hitlergruß verweigern, nach zwei Flugblattaktionen verhaftet und nach der Untersuchungshaft im Gefängnis Hammelsgasse vor ein Sondergericht gestellt. Nach einer Haft, meist unter einem Jahr in den Gefängnissen Höchst und Klapperfeld, werden sie nicht entlassen sondern ins KZ Buchenwald verschleppt. - In Frankfurt ist die Landesleitung der Reichstheaterkammer in der Marienstraße 17 Telefonnummer 32144, wo sich das Bezirksbühnenschiedsgericht befindet. - In Frankfurt wird das Kochkunstmuseum in der Windmühlstraße 1 geschlossen und alle Gegenstände im von der Stadt übernommenen Sommerhoff Herrenhaus Gutleutstraße 299 eingelagert. - In Bad Homburg wird der Wilddieb Vater Mieger nach seinem zweiten Mord an dem Jagdhüter Ernst Hofmann bei Köppern gefangen genommen und nach einem Jahr geköpft. Sein Sohn erhält eine langjährige Zuchthausstrafe und wird danach in ein SS Strafbataillon eingezogen. - Auf der Reichsautobahn FrankfurtDarmstadt stellt das inaktive SS Mitglied Rennwagenfahrer Bernd Rosemeyer (28) mit einem Auto-Union-Stromlinienwagen Typ C einen Geschwindigkeitsrekord von 406  km/h auf. - Das in Friedberg geborene SA Mitglied, Staatsanwalt Erich Milius (30) wird Mitglied der NSDAP (1962 hessisches SPD Landtagsmitglied). - Das in Frankfurt Sossenheim geborene katholische Zentrumsparteimitglied, Windthorstbundredner, Jurastudent, der im zweiten Staatsexamen bereits durchgefallen ist, SA Anwärter Wilhelm Fay (26) wird Mitglied der NSDAP, obwohl er über die Folter an Pfarrer Alois Eckert (50) und dessen katholischer Eliteorganisation Sturmschar informiert ist (1945 Mitbegründer der hessischen CDU). - Die Fürstentochter Prinzessin Marie Eleonore Elisabeth von Wied Albanien (St) (28) heiratet Prinz Alfred von Schönburg Droyssig (St) (32). - In Rüsselsheim stellt Opel die Fahrradproduktion ein. - In Frankfurt scheidet der in Polen geborene jüdische Commerzbankaufsichtsrat Albert Katzenellenbogen (74) aus. Er wohnt in Frankfurt in der Miquelallee 7 und in Königstein im Ölmühlweg. - In Frankfurt stehen rund um das Hotel Taunus in der Moselstraße die Prostituierten. In den angrenzenden Häusern 39 und 41 wohnen rund 20 Prostituierte. - In Trier wird ein Kloster wegen homosexueller Aktivitäten geschlossen. 31 Mönche werden aus der Waldbreitbacher Gemeinschaft ausgeschlossen. Sie werden zu Haftstrafen verurteilt. - In Wiesbaden wird gegenüber dem Hauptbahnhof das Opel-Haus (2017 Sparkassenversicherung) eröffnet. - In Kiedrich am Rhein werden alle geistig behinderten Pfleglinge aus dem Valentinushaus Suttonstraße 24 zur Tötung abtransportiert. - Der in Wiesbaden geborene wiesbadener Musikdirektorensohn, NSDAP Mitglied und UfA Filmregisseur Hans H Zerlett (45) macht mit dem freizügigen Revuefilm mit Blick hinter die Kulissen Truxa aus der in Frankfurt im Großen Hirschgraben aufgewachsenen Burlesque Revue-Tänzerin und Schauspielerin La Jana (32) alias Henriette Niederauer einen Filmstar. - In Mainz zieht die NSDAP aus dem Osteiner Hof Schillerplatz 11 alias Braune Haus aus. - In Frankfurt übernachten 513.662 Besucher, davon 71158 aus dem Ausland. - In Frankfurt haben bis zum Frühjahr 3500 Fahrgäste auf dem Weltluftschiffhafen Rhein-Main ihre Zeppelinfahrt begonnen oder beendet. - In Wiesbaden Erbenheim übernimmt Werner Mölders (24) die 1. Saffel des Jagdgeschwaders 334. - In Frankfurt wird das Rennpferd Blasius für das Gestüt Waldfried Sieger des höchstdotierten deutschen Pferderennens Braunes Band von Deutschland mit 70.000 Reichsmark mit Trainer Valentin Seibert und Jockey Walter Held. Dritter wird Iniga Isolani vom bad homburger Gestüt Erlenhof. - Der in Offenbach geborene Fechtmeistersohn, offenbacher Fechtlehrer und Olympiaflorettfechter Fritz Gazzera (30) wird Mitglied der SS. - In Darmstadt verhaften SS und SA 5 Priester vor der evangelischen Stadtkirche alias Hauptkirche. - In Frankfurt werden 37 Gläubige bei ihrer Bibelstunde verhaftet und nur 30 davon wieder freigelassen. - Der Sitz des SS Oberabschnitt Rhein wird von Arolsen nach Wiesbaden verlegt. - In Wiesbaden wird der in Worms geborene Keramikfabrikantensohn Richard Hildebrandt (40) Führer des SS Oberabschnitt Rhein. - In Frankfurt wohnt der Regierungsbaumeister Fritz Luisenhoff (--) (im Folgejahr Fritz Linsenhoff ) in der Villa des jüdischen Kaufmanns S Rosenberg, die schon ein Jahr leerstand, in der Friedrichstraße 61 (2017 bei google maps verpixelt). Er hat die Telefonnummer 76115. - Der in Frankfurt geborene Jurist und NSDAP Romanschriftsteller Carl Haensel (48) kann seinen Roman Der Kampf ums Matterhorn von Luis Trenker (45) als Tonfilm Der Berg ruft verfilmen lassen. - Standard Benzin wird in ESSO Benzin umbenannt. - In Frankfurt stirbt der Sektkellereibesitzer Peter Arnold Max Hermann Mumm von Schwarzenstein (65). - In Hochheim verkündet die Sektkellerei Graeger auf propagandistische Werbung verzichten zu können. - In Wiesbaden werden im evangelischen Kinder Erziehungsheim Geisberg alle Mischlingskinder telefonisch zum Gesundheitsamt bestellt und dort angeblich der Blinddarm entfernt, tatsächlich aber eine Sterilisation durchgeführt. Nach der Ernte werden 155 Kinder in 4 Omnibussen ohne Angabe des Ziels abgeholt und in bezirks- oder kommuneneigene Erziehungsheime in Hessen verlegt. Von ihnen werden 65 in das Kinderheim der Heil- und Pflegeanstalt Kalmenhof Veitenmühlweg 10 in Istein und in ein Mädchenerziehungsheim in Camberg verlegt. 23 bleiben in Wiesbaden zurück und werden im Kinderheim Hofgut Geisberg Jonas Schmidt Straße 2 untergebracht. Wie beabsichtigt ist dadurch der weitere Betrieb des Heimes gefährdet, weshalb die Insassen des städtischen Altersheims Dietenmühle, das geschlossen wird, in der Pfitznerstraße 15 aufgenommen werden. Der in Wiesbaden geborene Vorsitzende des nassauischen Landesverbandes des Evangelischen Vereins und abgesetzte evangelische Landesbischof August Kortheuser (79) weigert sich die Leitung an den NSDAP Landeshauptmann abzutreten, der eine SA Schule auf dem Geisberg einrichten will. - In Frankfurt wird der in Thüringen geborene Wirtschaftsfunktionär und NSDAP Mitglied Karl Eckart (41) hessennassauer NSDAP Gauwirtschaftsberater und kommt so in die Aufsichtsräte der frankfurter Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsbau AG, der offenbacher  Schuhfabrik Hassia, der frankfurter Adlerwerke, der Philipp Holzmann AG, der frankfurter  Maschinenfabrik Moenus AG, der frankfurter Torpedo-Werke und der Frankfurter Sparkasse von 1822, wo er sich skrupellos bereichert (1949 aufgespürt, aber nicht angeklagt). - In Bad Homburg komponiert der Musiker Paul Grützner sein Laternenlied für das 3. Laternenfest. - In Bad Homburg führt das Grenzlandtheater Trier im Theater das Shakespeare-Trauerspiel Hamlet auf. - In Frankfurt tagt der Reichsverband der Deutschen Fotografischen Industrie im Hotel Carlton Am Hauptbahnhof 18 und die Deutschen Elektroingenieure im Hotel Monopol-Metropol Mannheimer Straße 11. - Ein sechszylinder Opel 7 PS kostet als Viersitzer 4600 Reichsmark, als viertürige Limousine 4900 Reichsmark und als Luxus Limousine 5400 Reichsmark. - In Frankfurt Schwalbach helfen 25 Jungen aus dem NS Erziehungslager Landjahrlager Schwalbach beim Bau des Freibades alias Schwimmbades. Gleichzeitig erhalten sie eine Wehrerziehung. In Wachhäuschen stehen sie mit einem Spaten bewaffnet in HJ Uniform Wache. - In Frankfurt wird die Eintracht-Tribüne eingeweiht, wobei die Sportclub Frankfurt 4 x 100 Meter Staffel vor 10.000 Zuschauern deutschen Jugendrekord läuft. Der Sportclub Frankfurt verkauft seine Sportlanlagen an der Adickesallee, die der jüdische Metallgesellschaftsgründersohn Richard Merton (56) komplett vorfinanziert und wieder an den Verein übertragen hat, an die Stadt Frankfurt und mietet sie danach. - In Wiesbaden wird der ehemals frankfurter Techniker Anton Finster (--) Alleinbesitzer des Automobilhersteller Kruck-Werke Wiesbaden Schiersteiner Straße 21. - In Schloss Vollrads wird Karl-Philipp von Matuschka Vollrads als Sohn von Graf Richard von Matuschka (44) und der Grafentochter Eleonore von Neipperg (25) geboren. - Für die Automobilhersteller Adler, Opel und Röhr und andere führt der berühmteste deutsche und berliner Werbegraphiker Bernd Reuters (36) eine dunkle Phase ein. Er wird trotz eines jüdischen Großvaters nicht verfolgt. - In Rüsselsheim konzentriert sich Opel ausschliesslich auf die Automobil-Produktion, wobei nach 2.600.000 hergestellten Fahrrädern die Produktion eingestellt wird und die Fertigungsanlagen an NSU verkauft werden. - In Frankfurt Niederrad findet ein Steherrennen zwischen Holland und Deutschland der Radrennfahrer auf dem Sportfeld statt. - In Frankfurt schlagen bei einem schweren Gewitter Blitze in die elektrische Straßenbahnanlage ein, wobei in der unterirdischen Umformerstation die Sicherungen herausspringen und nur bei zwei Tramwagen die Motoren durchbrennen. Bei der Fürstenbergerschule Eschersheimer Landstraße schlägt ein Blitz ein, bei der ein Fahrradfahrer auf dem Weg nach Bergen getroffen wird. Er fällt bewusstlos in den Straßengraben und überlebt. - In Frankfurt tritt der in Stettin geborene Schauspieler Heinrich George (44) mit dem Residenztheater Wiesbaden Ensemble im Stück Der andere Feldherr von Hanns Gobsch (44) auf. - In Darmstadt hat die Gestapo im Polizeipräsidium 98 Mitarbeiter. - Ein frankfurter Adler Rennwagen gewinnt das Pena Rennen in Sintra in Portugal durch Manuel Nunes dos Santos. - In Mainz werben das Reisebüro Lyssenhop-Frenz Ludwigsstrasse 4 und das Reisebüro Hillebrand Reichsklarastrasse 10 für Gruppenpauschalreisen mit dem Zeppelin nach Amerika, wobei man hervorhebt, dass man sich rechtlich im Zeppelin auf deutschem Boden befindet. - In Bad Homburg eröffnet der Pharmaunternehmer Eduard Fresenius (63) das Gasthaus Diät-Pavillon, wo frische Obstsäfte und Gemüsesäfte nach ärztlicher Verordnung angeboten werden. Auch Milchmischgetränke, später Milchshakes genannt, werden angeboten. - Das frankfurter EFSC Schwimmclub Mitglied Walter Minnich (18) ist in der deutschen Rekord Staffel über 4 x 200 Meter. Außerdem wird er Deutscher Jugendmeister über 200 Meter Brust. - In Rüsselsheim werden 300 gegen Lohnabbau streikende Opelarbeiter festgenommen. - Der in Groß-Gerau geborene wiesbaden bierstadter Pharmaunternehmer Adam Herbert (50) baut für 152.000 Reichsmark das verwahrloste ehemaligen Taunusbahnhofsgelände zur Herbert Parkanlage um. - Der in Frankfurt geborene jüdische frankfurter Bankierssohn und hochdekorierte, meistgespielte deutsche Bühnenautor Ludwig Fulda (75) kehrt von einem einjährigen Besuch seines Bruders in den USA nach Deutschland zurück, erkennt seinen fatalen Fehler, sitzt daraufhin in Deutschland fest und begeht zu Kriegsbeginn Selbstmord. - In Frankfurt veranstaltet die frankfurter Karnevalgesellschaft Weindel wie im Vorjahr im Zoo Gesellschaftshaus eine große Damen- und Fremdensitzung. - In Frankfurt betritt ein Löwenwärter das Aussengehege und wird von einem Löwen getötet. - In Frankfurt wird das Kaufhaus Hansa Ecke Zeil / Brönnergasse abgerissen und durch einen modernen Neubau für das Kaufhaus Woolworth ersetzt. - In Wiesbaden beendet die wiesbadener Bankierstochter und Automobilrennfahrerin mit ONS Zulassung und Mitglied des wiesbadener Automobilclubs Hildegard Diemer (36) nach 16 Siegen und 7 Ehrenpreisen bei diversen Automobilrennen ihre sportliche Karriere. Ihre Autos: Opel P4 und Minerva. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene ehemalige, nach Streitigkeiten nicht mehr in Parteilisten aufgeführte und nach einem erneuten Wiederaufnahmeantrag nicht aufgenommene hessen NSDAP Gauleiter Anton Haselmayer (42) mit der Mitgliedsnummer 36 nicht wieder in die Partei NSDAP aufgenommen, wonach er nicht mehr auffindbar ist. - In Mainz wird der Begriff Rheinhessen als politisches Gebiet nach 119 Jahren wieder abgeschafft. - In Mainz zieht die Stadtkommandantur der Wehrmacht in den Osteiner Hof Schillerstrasse 11, in dem die mainzer NSDAP Kreisleitung residiert. Die Gestapo Mainz, eine Nebenstelle der Gestapo Darmstadt befindet sich im Eckhaus  Kaiserstraße 31/Leibnizstrasse im Haus des Juden Ludwig Goldschmidt. Im Innenhof wird ein Lattenverschlag als Gestapogefängnis genutzt und im Keller wird gefoltert. - In Rüsselsheim wird das Stadton am Sommerdamm als neuer Heimspielort und Trainingsplatz des SC Opel Rüsselsheim 06 eröffnet. - In Darmstadt eröffnet der Sportverein TSG Darmstadt 46 hinter der Wooginsel eine Rollschuhbahn.

1936 Wetter Totale Mondfinsternis. Schneechaos auf der Bergkuppe Eisenene Hand oberhalb Wiesbadens. Borkenkäferbekämpfung. - In Mainz gründet die Mainzer Ranzengarde ein Kadettencorps für die Teilnahme bei Saalveranstaltungen ab dem 4 Lebensjahr und für die Umzüge ab 6 Jahre, wobei ein Fanilienmitglied bereits Ranzengardist sein muss. - In Frankfurt wohnt das NSDAP Mitglied und NSKK Führer Landgrafensohn Prinz Richard von Hessen (St) (35) in der Lindenstraße 7. - In Wiesbaden Biebrich werden in der Mosburg die Jahrhunderte alten Grabplatten der katzenelnbogener Grafen Johann II. und Johann IV. wieder abmontiert und zurück ins Kloster Eberbach gebracht. - Die Tageszeitung Nassauisches Volksblatt behauptet zu Silvester, dass die Arbeitslosigkeit restlos beseitigt ist. - In Wiesbaden feiert die NSDAP unter wiesbadener NSDAP Kreisleiter Hugo Römer (--) mit Sitz Wilhelmstraße 15 und Telefonnummer 23589 ihr 10 jähriges Bestehen. - In Frankfurt eröffnet der Flughafen Frankfurt Rhein-Main mit einem Flug des Lufthansa Kapitäns Krist mit einer JU 52 vom alten Flughafen Rebstock (2017 freies Gelände hinter Ibis Hotel), einer Ehrenrunde über der Stadt und der Landung auf dem neuen Flughafen. - Gründung des Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main. In Frankfurt starten die Luftschiffe Graf Zeppelin LZ 127 und Hindenburg LZ 129 im Linienverkehr nach Rio de Janeiro mit einer Flugzeit von 4 Tagen 12 Stunden zum Preis von 1500 Reichsmark und und einem Frachtpreis von 10 Reichsmark/Kilogramm und Lakehurst. Frankfurt ist der neue Heimathafen der Luftschiffe. Eine Zeppelinhalle ist fertiggestellt. Die Landebahnen sind Rasenflächen. - In Rüsselsheim läuft der Opel Kadett vom Band. - In Wiesbaden wird das Apollo-Theater mit 400 Plätzen mit dem Bavaria-Film Die Puppenfee mit Adele Sandrock und Paul Hörbiger (40) in der Gaststätte Wiesbadener Hof in der Moritzstraße 8 neueröffnet. - In Frankfurt zieht die Frankfurter Gestapo, die den Wiesbadener Regierungsbezirk überwacht, um sich räumlich abzugrenzen aus dem Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage 11 aus und in den 5 Stock des Siemens-Hauses in der Bürgerstraße 22 Wilhelm-Leuschner-Straße ein. - In Frankfurt werden die Zeugen Jehovas Balthasar Mayer und seine Frau Elisabeth Mayer nach der Denunziation durch Anwohner bei der NSDAP Ortsgruppe nach der Protestaktion Luzerner Resolution zu 10 Monaten Haft im Gestapogefängnis Frankfurt Preungesheim verurteilt, aber erst ..38 entlassen und dabei sofort ins KZ Buchenwald verschleppt. - Der in Darmstadt geborene SA Standartenführer der Obersten SA Führung und Prinz Wilhelm Karl von Isenburg (St) (33) ist Mitglied der berliner Reichsstelle für Sippenforschung des Reichsministeriums des Innern. - In Wiesbaden laufen die Steuervergünstigungen für die eingemeindeten Stadtteile nach 10 Jahren aus. - In Rüsselsheim findet eine Triumph-Fahrt des alten Führerkorps der NSDAP statt. - Militärtransporte passieren Limburg in westlicher Richtung. - Adolf Hitler (47) stellt durch die Besetzung des Rheinlandes angeblich die Souveränität des Deutschen Reiches wieder her und wird dafür gefeiert. - In Wiesbaden Erbenheim übernimmt die Deutsche Luftwaffe den zivilen Flughafen, einen ehemaligen Autorennkurs und ehemalige Pferderennbahn und macht ihn zu einem Jagdflieger-Stützpunkt. Es gibt drei Flughäfen im Rhein-Main-Gebiet: Erbenheim, Darmstadt und Frankfurt. - Der in Katzenelnbogen Berghausen geborene Großbauernsohn und ehemalige Gestapo Gründer Rudolf Diels (36) lässt sich von seiner ersten Ehefrau und Industriellentochter Hildegard Mannesmann scheiden. - In Frankfurt wird eine Religionsgesellschaftssteuer mit 7,5 % der Lohn- und Einkommensteuer, eine Religionsgemeindesteuer mit 7 % der Lohn- und Einkommensteuer und ein Kirchnotgeld von 2 Reichsmark für steuerfreie Mitglieder und 4 Reichsmark für alle anderen erhoben. Ehefrauen sind ausgenommen. - In Lorch wird eine Telefonselbstwählstelle eingerichtet. - In Frankfurt übernimmt die Firma Johann Handel das jüdische Geschäft Porzellan Bär in der Stiftstraße 8-10. - In Kronberg verkauft Fritz Mumm von Scharfenstein seinen Sommersitz Kastanienhöhe 1 an den NS gesteuerten Gemeinnützigen Schulungsverein Hessen-Nassau, der ihn wenige Monate später der NSDAP schenkt. - Der in Frankfurt geborene Weinhändlersohn und jüdische Pharmakologe Otto Loewi (63) erhält den Nobelpreis für Medizin. - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene Rot-Weiß Frankfurt Fußballer und spätere Elfmeterschießen Erfinder Karl Wald (20) Fußballschiedsrichter. - In Wiesbaden hat in der Lessingstraße 16 die SA Standarte 80 unter Obersturmbannführer Künemund die Telefonnumer 59351, die NSKK Motorstandarte 148 unter Oberstaffelführer Werner Best (33) die Telefonnummer 23565, der Obersturmbann III/R unter Obersturmführer Oeckinghaus und der Sturmbann II/R unter Obersturmführer Hellenbrand und der SA Reitersturm 5/150 unter Obersturmführer Fritz Herbst gemeinschaftlich die Telefonnummer 59351. - In Wiesbaden hat in der Villa Uhlandstraße 4 der SS Abschnitt XI unter SS Brigadeführer Hildebrandt die Telefonnummer 28940. - In Wiesbaden haben in der Walkmühlstraße 31 die SS Standarte 78 unter Obersturmbannführer Kühtz und der SS Sturmbann I/78 unter Obersturmführer Limbach die Telefonnummer 28091. - In Wiesbaden ist der SS Motorsturm 4/I/11 in der Dotzheimer Straße 38 (2016 AIDS Beratungsstelle). - In Wiesbaden ist der SS Nachrichtensturmbann 11 in der Parkstraße 9 (2016 Seniorenstift Dr. Drexler Haus zur Gesundheit). - In Wiesbaden ist der Arzt Walter Gronemann Kreis-Arzt und Leiter des staatlichen Gesundheitsamtes Rheinstraße 35 mit der Telefonnummer 27865, der Oberregierungsrat und Veterinärrat Dr Schipp Kreis-Tierarzt in der Albrechtstraße 35 mit der Telefonnummer 24333. - Wiesbaden hat 164.422 Einwohner. - In Frankfurt zieht die NS Organisation Kraft durch Freude KdF in die Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) ein. - In Deutschland werden die Persönlichkeitsrechte und Urheberrechte am Filmbild eingeschränkt. - In Groß-Gerau wird die Unionbrauerei Groß Gerau der jüdischen Familie Maxsohn arisiert und weit unter Wert an den in Langenselbod geborenen Bauunternehmersohn Willy Kaus (36) und Willi Orschler verkauft. - In Rüsselsheim erhält Opel Steuerfreiheit. Mit dem ersparten Geld werden die Kapazitäten ausgebaut. - In Mainz wird Hildegard Kühne Kommandeuse der Prinzengarde und damit erstes weibliches Mitglied der mainzer Prinzengarde während der Fastnacht. - In Offenbach übernimmt die NSV durch Kauf durch die NSDAP den jahrelangen offenbacher SA Brigade Stützpunkt Villa Wecker Dreieichring 24. - In Kronberg wird das 13.000 m² große Villa Guaita Anwesen geteilt und im abgeteilten Park eine Wohnsitz mit Parklandschaft für das in Uerdingen geborene frankfurter IG Farben Vorstandsmitglied, Leiter der Sparte II im Reichskriegsministerium und NSDAP Wehrwirtschaftsführrer Fritz Ter Mer (52) erbaut. - In Frankfurt Seckbach wird öffentlich, dass der evangelische seckbacher Pfarrer Karl Heinrich Stein (66) jüdische Wurzeln hat. - In Frankfurt Seckbach hängt der Stürmerkasten am Seitengebäude der Gastwirtschaft Zum Lindenfels in der Wilhelmshöher Straße 112, dem NSDAP Parteilokal. - In Frankfurt hat der Rhein-Main-Flughafen rund 29.000 Fluggäste auf einer Fläche von 300 Hektar. - In Frankfurt schließt in der Friedberger Anlage das Promenadencafe Seilerstraße 34 und wird als BDM und HJ Heim von der NSDAP genutzt. - Der in Frankfurt Rödelheim geborene Gutsbesitzer und NSDAP Reichstagsmitglied Freiherr Karl Friedrich von Schorlemer (St) (50) stirbt. - Der jährliche Sommergast in der hessenkasseler Residenz in Kronberg und evangelische amerikanische Prediger Frank Buchman (58), dem sexuelle Übergriffe auf seine männlichen Anhänger vorgeworfen werden, wird in der Zeitung New York World Telegram mit Ich danke dem Himmel für einen Mann wie Adolf Hitler, der eine Verteidigungslinie gegen den Antichrist des Kommunismus aufgebaut hat, zitiert. - Die NSKK Motorgruppe Hessen veranstaltet eine Taunusgeländefahrt. - In Frankfurt findet das Treffen des alten Führer-Korps der NSDAP statt. WMF stellt dafür versilberte Zigarettenetuis her. - In Frankfurt findet ein Gautag Hessen Nassau statt. - In Darmstadt überfliegen der Zeppelin Luftschiff LZ 129 Hindenburg und Zeppelin Luftschiff LZ 127 Graf Zeppelin die Stadt. - In Darmstadt muss Graf Renault van Becker das ehemalige Parkhotel alias Haus Hagenburg Dieburger Straße 241 (2016 Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus) in einer Zwangsversteigerung abgeben. - Der in Frankfurt geborene Jakob Weiseborn (43) löst den in Worms Osthofen geborenen ehemaligen Landtagsabgeordneten mit goldenem NSDAP Parteiabzeichen Karl d’Angelo (45) als KZ Dachau Schutzhaftlagerführer ab. - In Wiesbaden Erbenheim wird auf dem Flughafen Erbenheim das Jagdgeschwader 53 Teil der Legion Condor. - In Frankfurt gastiert der Zirkus Althof 2 Wochen lang im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 auf. - In Frankfurt startet das Luftschiff Hindenburg LZ 129 auf dem Flug- und Luftschiffhafen Frankfurt Rhein-Main zu seiner Propagandafahrt über das voll besetzte Olympia Stadon in Berlin. - In Frankfurt treten die Comedian Harmonists nur mit ihren arischen Mitgliedern als Meister-Sextett im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26 JP Morgan Private Bank) auf. - Die SS Mannschaften zur Bewachung von KZs werden im neugegründeten Totenkopfverband zusammengefaßt. - In Wiesbaden feiert der verbotene und verfolgte Fastnachtsverein Die Spinner des Gesangsverein Gutenberg heimlich sein 10 Jähriges Jubiläum in der Friedrichstraße und verteilt Blutorden. - In Rüsselsheim wird im Café Robert Graßmann am Bahnhof (2016 auf der Fläche des Bahnhofsplatz) ein Carnevalsverein mit dem Schuhmachermeister Leo Brandscheid als Vorsitzenden, mit laut Vereinschronik 2016, einer anderen Organisation, an die die Einnahmen abgeführt werden müssen, gemeinsam gegründet. - In Offenbach wird ein Prinzenpaar während des Carnevals eingeführt. - Der mit Gräfin Marie von Stolberg Wernigerode (St) (64) verheiratete Graf Wilhelm von Solms Laubach (St) (75) stirbt. - In Frankfurt veranstaltet der Reit- und Fahrklub Frankfurt mit der SA Gruppe Hessen alias SA Reiterstandarte 49 ein Reit- und Fahrturnier in der Festhalle an der Messe. - In Frankfurt wird der Frankfurter Rennverein verpflichtet für den Weiterbetrieb der Pferderennbahn Niederrad zu sorgen. - In Frankfurt Höchst wird vom von der Tageszeitung Frankfurter Zeitung herausgebrachten Stadt-Blatt die Eröffnung der ersten Holztankstelle des Rhein-Main-Gebietes am Großtankbahnhof an der Autoumgehungsstraße nördlich von Höchst gemeldet. - In Frankfurt bezieht die Wehrmacht die Kaserne in der Gutleutstraße 138 (2017 Behördenzentrum), was die SA und die Polizei mit einem Fackelzug feiert. - Die NSDAP veranstaltet mit dem KdF einen Volk-Karneval auf dem Goetheplatz, dem Rathenauplatz und im Hippodrom Ecke Stresemannallee/Kennedyallee 19-23 (2016 Chinesisches Generalkonsulat). Kehraus feiert man mit dem Bordfest auf der Monte Olivia im Palmengarten. Der Frankfurter Karnevalsverein 1911 feiert im Bachsaal neben der Festhalle an der Messe einen Jubiläums-Maskenball. - In Frankfurt tritt das Mädel mit dem Schifferklavier Maira Ney (46) im Scala Groß-Frankfurt Bleichstraße 57 auf. - In Frankfurt kommt Max Schmeling (31) mit dem Zeppelin Luftschiff Hindenburg LZ 129 am Flughafen Rhein-Main an und fährt mit einem Adler Cabrio zum Rathaus, wo er von einer begeisterten Menge bejubelt wird. - In Mainz kritisiert der in Mainz geborene MCV Fastnachtsbüttenredner Seppel Glückert (45) Hier Kritik zu üben frei - so an Dachau knapp vorbei - Freude auslöst, immer wieder auch bei euch ich kenn´ euch Brüder! Ihr habt Recht, warum aach nit! Wozu ha´mer dann die Bütt? Um zu hören mit Gemüt, Was mer nit zu lese krieht! - Das eifrige NSDAP Mitglied Erbprinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (33) wird von seinem Cousin und Himmlerduzfreund SS Obergruppenführer und Multimilliardär Erbprinz Josias von Waldeck Pyrmont (St) (40) gedrängt der SS beizutreten. Dafür muss er aus der Kirche austreten. Sein Vater Fürst Alexander von Erbach Schönberg (St) (64) übt das kirchliche Patronatsrecht in seinen Gemeinden weiter aus. - Prinz Wittekind von Waldeck Pyrmont (St) wird geboren. Prinz Maynolf von Erbach Schönberg (St) wird geboren. - In Frankfurt zieht der in Darmstadt geborene Steuerbeamtensohn Klaus Köbel (18) in das Kameradschaftshaus Langemarck des NS Studentenbundes in der Westendstraße 55 (verschweigt NSDAP Mitgliedschaft, Mitglied des Hessischen Landtags). - In Frankfurt wird der Erbprinz Wolfgang Ernst von Isenburg Büdingen (St) als unehelicher Sohn von Otto Friedrich III (St) (32) und Prinzessin Felicitas Anna Reuss zu Köstritz (22) geboren. - In Frankfurt gibt es 3 Mal so viele Arbeitslose wie in Deutschland. - In Wiesbaden ist das Adolf Hitler Haus der HJ und des BDM in der Herbert Norkus Straße 39 alias Riederbergstraße 39. - Auf dem Feldberg gewinnen der in Frankfurt geborene Rennwagenfahrer Heinz Brendel (21) auf NSU Fiat zum zweiten Mal in der Rennwagenklasse 1100 ccm und der in Frankfurt geborene Autohändlersohn und Rennwagenfahrer Walter Glöckler (21) auf Hanomag in der Rennwagenklasse 1500 ccm das Feldbergrennen bei Frankfurt. - Der in Darmstadt geborene NS Genealoge und Sippenforscher des Reichsinnenmisterium Prinz Wilhelm Karl Hermann von Isenburg (St) (33) erstellt die Stammtafel zur Geschichte der europäischen Staaten. - Der knochentumorkranke kroatische Oberrabbinersohn und ehemalige frankfurter Medizinstudent David Frankfurter (27) erschießt den schweizer NS Leiter Wilhelm Gustloff (41). Das Attentat wird als Beweis für eine jüdische Weltverschwörung genutzt. - In Frankfurt gibt es an einem Eintopfsonntag in der Bahnhofsgaststätte im Hauptbahnhof von 11:00 bis 17:00 Uhr für 2 Reichsmark Gemüsesuppe mit Ochsenfleisch oder Pichelsteiner Topf, wovon 1,20 Reichsmark an die Winderhilfe gehen. Die normale Speisekarte bietet u.a. schon als Vorspeisen Gänseleber-Terrine mit Butter und Toast für 3,50 Reichsmark, eine Portion Caviar auf Eis für 5 Reichsmark und 3 Austern auf Eis oder gebacken für 1,80 Reichsmark. An Suppen gibt es auch internationale Küche wie französische Gemüsesuppe, italienische Minestra für 1,25 Reichsmark und echte Schildkrötensuppe für 80 Pfennige. An kleinen Zwischengerichten werden u.a. geboten: Makkoroni mit Schinken überbacken für 1,30 Reichsmark und Krebsschwänze in Dill an Curry-Reis für 1,80 Reichsmark. - Der in Frankfurt geborene Fürst Carl Gustav von Isenburg Büdingen (St) (61) adoptiert Otto Friedrich von Isenburg Wächtersbach (St) (--) für seine Nachfolge. - Rüsselsheim hat 16.000 Einwohner. - In Frankfurt beginnt die Arisierung des europäischen Telefonkonzerns des in London geborenen jüdischen frankfurter Telefonunternehmersohnes Harry Sally Fuld (25) mit der Umbenennung in Telefonbau & Normalzeit T&N (2017 Telenorma). - In Frankfurt geben die jüdischen Bankiers Lust & Kohn und Paula Weill ihre ruinierten Banken auf und lassen sogar große Teile des Privatvermögens bei ihrer Flucht zurück. - In Frankfurt verliert das Nachtschwärmerlokal Gondel an der Ecke Allerheiligenstraße/Albusgasse seine Nachtkonzession trotz NSDAP Kontakte und SA und SS Freigabe. - Der in Mainz geborene Arzt und frankenberger NSDAP Landrat Richard Donnevert (40) versucht vergeblich hersfelder NSDAP Kreisleiter zu werden. - Der in Wiesbaden geborene wiesbadener Musikdirektorensohn, NSDAP Mitglied und Filmregisseur Hans H Zerlett (44) hat seinen größten Erfolg mit dem Mediziner-Drama Film Arzt aus Leidenschaft, wonach er auch den propagandartigen Max Schmeling Film Max Schmelings Sieg - Ein deutscher Sieg drehen darf. - In Mainz gibt es zur Fastnacht beim Rosenmontagszug einen Motivwagen, bei dem Juden als betrügerische Weinpanscher dargestellt werden. - In Bad Homburg wird Nereide für das Gestüt Erlenhof Sieger des höchstdotierten deutschen Pferderennens Braunes Band von Deutschland in München mit 70.000 Reichsmark mit Trainer Adrian von Borcke und Jockey Ernst Grabsch. - In Wiesbaden wird ein Reichskriegsgericht in der Gerichtsstraße 2 eingerichtet. - In Rüsselsheim wird das 500.000 ste Opel-Automobil-Modell Olympia hergestellt, das mit dem Zeppelin Luftschiff Hindenburg LZ 129 von Friedrichshafen nach Rio de Janeiro exportiert wird. - In Frankfurt wird die Landespolizei geschlossen in die Wehrmacht eingegliedert, die Polizei in eine Ordnungspolizei mit den Untergliederungen: Schutzpolizei, Gendarmerie und Gemeindepolizei sowie in eine Sicherheitspolizei mit den Ressorts Kriminalpolizei und Politische Polizei. Der Personalbestand betrug zu dieser Zeit in Frankfurt 53 Offiziere und 1183 Wachtmeister. - In Frankfurt wird der Prokurist der hamburger Filiale Friedrich Linsenhoff (--) Vorstand der Philipp Holzmann AG. Vorstand Heinrich Holzmann (58) wird zum Betriebsführer ernannt. - Die in Offenbach geborene und in Frankfurt Sachsenhausen aufgewachsene jüdische Arzttochter Helene Mayer (26) alias blonde Helene, die schon jahrelang in Übersee lebt, startet trotz Kritik und Warnung internationaler Medien an den Olympischen Spielen, gewinnt Florett Silber, wobei sie den Hitlergruß zeigt und wird von Hitler (47) als beste und fairste Sportlerin der Welt bezeichnet. - In Offenbach wird das jüdische Kaufhaus Oppenheimer und das Konfektionsgeschäft Hermann Hirschen boykottiert. - In Offenbach meldet die Tageszeitung Offenbacher Nachrichten, dass das jüdische Warenhaus Leonhard Tietz Ecke Frankfurter Straße/Marktplatz arisiert und in Kalberla umbenannt wird. - In Wiesbaden wird der sachsenanhaltiner Forstbeamtensohn, Jurist und NSDAP Regierungsprsäident Werner Zschintzsch  (45) als Standartenführer Mitglied der SS. Außerdem wird er Staatssekretär. - In Darmstadt wird der in Höchst geborene Gießereigeschäftsführersohn und limburger Landgerichtspräsident NSDAP Mitglied Ludwig Scriba (51) neuer Oberlandesgerichtspräsident mit Sitz in der Rheinstraße 62. - In Darmstadt marschiert, reitet und fährt die Wehrmacht mit Kriegsgerät mit dem hessen darmstädter Großherzog Ernst Ludwig von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (68) während einer Parade zum Exerzierplatz durch die Marienplatz, Grafenstraße und Elisabethenstraße. Hohe Offiziere tragen Pickehaube und Schneuzer. Die Hitlerjugend steht Spalier. - In Darmstadt fährt vor dem alten Stadthaus Höhe Grafenstraße in der Rheinstraße die elektrische Straßenbahn Nr 6 alias Bim. - In Frankfurt stirbt die homosexuelle spätimpressionistische Malerin Mathilde Battenberg (58). - In Frankfurt wird die Reichsautobahn nach Gießen eröffnet. - Frankfurt Der frankfurter Gastronnom Gustl Meyer veranstaltet in seinen speziell dekorierten Biergaststätten Bayrisch Zell Kaiserstrasse 56 mit der Schorschl Sagerer Kapelle und im Platzl Kaiserstrasse 68 mit der Toni Reil Kapelle ein Oktoberfest. - In Frankfurt Rüsselsheim hat das Hotel Mainlust mit Zentralheizung, fliessendem Wasser, Bad und eigener Weinkellerei die Telefonnummer 3. - In Frankfurt findet das Feldberg Rennen statt, das der DAC Berlin München veranstaltet. Hohemark ist Startpunkt und auf dem Feldberg ist das Ziel. Ein Zuschauerplatz kostet 1 Mark 20 Pfennig. - In Frankfurt muss sich der Automobilkonzern Adlerwerke von Mercedes-Benz nach Verkaufszahlen auf Rang 4 verdrängen lassen. Erster ist der amerikanische Konzern Opel in Rüsselsheim und zweiter Auto-Union. - In Frankfurt bewirbt sich das Weinhaus Der Brückenkeller von F Albert in der Schützenstraße 6 mit der Telefonnummer 24238 als weitgerühmt und wiederholt prämiert als Spitzenrestaurant in Europa und als Eines der 10 Besten der Welt mit beschwingter Musik werktags ab 18:00 Uhr geöffnet. Man speist in einem historischen Weinkeller, der liebevoll mit Kunstwerken aus verflossenen Jahrhunderten ausgestattet ist. - In Frankfurt erhält der Städel-Professor Franz Karl Delavilla (52) vom Reichskriegsministerium den Auftrag die Gemeinschaftsräume des Olympischen Dorfes in Berlin zu gestalten, wofür seine Klasse eine Olympia-Medaille von Adolf Hitler (52) überreicht bekommt. Er erhält vielfache NS Auszeichnungen (1947 Er beantragt vergeblich Wiedergutmachung für seine vergbrannten Bilder, wird aber wieder Städelprofessor 1955 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse). - In Frankfurt wird der enteignete Grüneburgpark als öffentlicher Park eröffnet und das enteignete Palais als Café. - In Frankfurt Schwalbach werden in der freistehenden Villa NS Erziehungslager Landjahrlager Schwalbach 60 katholische saarländische Jungen aufgenommen. - In Mainz stirbt der neu gewählte Generalvikar der katholischen Diözese Mainz Philipp Jakob Mayer (66) nach wenigen Monaten im Amt. - In Frankfurt brennt im Riederwaldstadion des Fußballvereins TuS Eintracht Frankfurt am Ratsweg 14 die Tribüne und das angrenzende Haus ab, wodurch der Verein im benachbarten Stadion des lokalen Konkurrenten FSV Frankfurt, ebenfalls am Bornheimer Hang, spielen muss. - In Darmstadt Griesheim wird am Flughafen Darmstadt ein schwanzloses Raketenflugzeug getestet. - In Frankfurt wird die Sportclub Frankfurt Diskuswerferin Milli Reuter (--) für Olympia vorgeschlagen, aber nicht nominiert. - In Frankfurt lässt der Rennfahrer und Direktor der Adler-Werke, Erwin Kleyer (48), der in Kronberg in der Villa Germania in der Königsteiner Straße 10 wohnt, sieben frontgetriebene Coupés mit fast identischer stromlinienfömiger Karosserie mit 1500 ccm Motor, die Stromliniencoupes, nach einem Entwurf von Freiherr Reinhard von Koenig-Fachsenfeld (--), nach aerodynamischen Erkenntnissen von Paul Jaray bauen, die er auch selbst fährt. Das Chassis hat die Nummer 167 671. Drei Fahrzeuge, die überlegen bei einem Automobilrennen in Spa alle drei ersten Plätze belegen, sind wie die anderen für die Straße zugelassen. - In Frankfurt gewinnt der in Frankfurt geborene Rennfahrer Heinz Brendel (21) mit einem Fiat Rennwagen zum zweiten Mal hintereinander das Feldbergrennen in der Sportwagenklasse bis 1100 ccm ohne Kompressor. - In Mainz wird im Luftschutzkeller im Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage 11 ein Polizeisportverein gegründet. Vorsitzender wird Polizeihauptwachtmeister Hermann Lohrum (44). Nikolai, Anstatt, Wehrum, Diefenbach, Sickinger, Kunz und Reubold bilden den Vorstand. Im Sportausschuss sind Bieger, Bock, Dresen Kohmann, Ries und Stadler. Innerhalb von zwei Monaten hat der Verein 319 Mitglieder, davon nur 4 jünger als 30. - In Frankfurt erhält das NSDAP Mitglied Prinz Max von Schaumburg Lippe (St) (36) einen Adler Trumpf Rennwagen, mit dem er beim 24 Stundenrennen in Spa Dritter wird. - In Rüsselsheim wird Opel grösster Autohersteller Europas. Man beginnt mit der Produktion des Erfolgsmodells mit Sicherheitskarosserie Kadett. - In Frankfurt wird eine Prostituierte (39) in der Schüppengasse 26 alias Weißadlergasse ermordet. Der Mörder wird einige Tage später festgenommen. - Der morganatisch geborene schaumburg-lipper Prinzensohn Graf Otto Heinrich von Hagenburg (35) aus Darmstadt gewinnt bei den Olympischen Spielen den Internationalen Kunstflugwettbewerb. - In Wiesbaden besichtigt der Gestapo Chef Heinrich Himmler (36) mit seiner Frau Margarete (43) das Kurhaus. - In Frankfurt verurteilt die III. Große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt einen Angeklagten wegen Rassenschande alias Sex mit einer jüdischen Frau in zwei Fällen zu 2 ½ Jahren Zuchthaus. - In Frankfurt feiert die Stadt Frankfurt das Volksfest auf dem Main, zu dem es Ochs am Spieß und Feuerwerk gibt. - In Wiesbaden absolviert der in Mainz geborene spätere Showmaster Heinz Schenk (18) eine Lehre im Kaufhaus Krüger & Brandt und nimmt Schauspielunterricht, wofür man ihm wegen eines jüdischen Elternteils ein Abstammungsgutachten gefälscht hat. - In Mainz besucht der Holzbildhauersohn Gustl Stark (19) nach einer Dekorationsmalerlehrer für ein Jahr die Staatsschule für Kunst und Handwerk in Mainz. - In Frankfurt wird das Kino Saalburg Filmbühne in der Stiftstraße am Eschenheimer Turm mit dem Film Schatten der Vergangenheit mit Luise Ullrich (26) nach einer umfänglichen Modernisierung wiedereröffnet. - In Wiesbaden ist die Haushaltsschule und Töchterschule Ernetine Schlemmer in der Fischerstrasse 8, wo Mädchen Kochen lernen. - In Bad Vilbel wird in 320 m Tiefe die Quelle Hassia Sprudel im Kurpark erschlossen. - In Wiesbaden richtet die städtische Kur und Bäderverwaltung Wiesbaden mit dem Reichsverband zur Pflege des Gesellschaftstanzes die Europameisterschaft in den Standardtänzen aus, die der Tanzsportverein TC Blau Orange Wiesbaden, gegründet von der Tanzschule Bier, organisiert und wobei das deutsche Meisterpaar Walter Lottersberger/Kitty Bössl den zweiten Platz erringt. - Das wiesbadener Tanzsportpaar Otto und Inge Teipel wird neuer deutscher Meister in den Standardtänzen. - In Frankfurt veranstaltet die frankfurter Karnevalgesellschaft Weindel im Zoo Gesellschaftshaus ein große Damen- und Fremdensitzung. - Beim Feldbergrennen im Taunus gewinnt der Automobilrennfahrer Ernst-Dietrich Troeltsch (26) mit dem Bugatti T51A-51134 die Rennwagenklasse bis 1500 ccm. - In Mainz Weisenau bezieht der Gebirgstrachtenverein Edelweis das Gasthaus Zum Römer als neues Vereinslokal. - In Darmstadt gilt das Belegkrankenhaus Alice Hospital an der Dieburger Strasse zum modernsten Krankenhaus Europas ausgebaut. - In Darmstadt Goddelau hat die Heil- und Pflegeanstalt Philippshospital ehemals Irrenanstalt Philippshospital 1100 Bettten. - In Darmstadt wird der Elektroakustikfachmann und Elektromusiker Jörg Mager (56), als Pionier der Elektromusik, wegen fehlendem wirtschaftlichem Nutzen aus dem Sommerhaus im Prinz Emil Park mit seinem Universalinstrument Partiturophon  alias Alltonorgel, das elektroakustisch Blasinstrumente, Streichinstrumente, Schlaginstrumente und Kirchenglocken immitieren und beliebig Tonhöhen verändern kann, wohnt, zuckerkrank von der Stadt geworfen. Er zieht nach Aschaffenburg, wo er drei Jahre später stirbt. - In Frankfurt wird die frankfurter Ortsgruppe des ehemaligen politischen Automobilclubs Deutscher Auto Club alias DAC, der sich audrücklich zur Weimarer Republik bekannt hat, in Jüdischer Autoclub eV umbenannt.

1935 In Frankfurt erlebt die Frankfurter Börse durch die Börsenreform einen Boom. - Die NSDAP verbietet während der Fastnacht bzw des Karnevals bzw des Faschings aus homophoben Gründen kölner Männern in Frauenkostümen in Regimentstöchtercorps alias Funkenmariechentruppen zu tanzen, weshalb erstmals Frauen als Tanzmariechen oder Marketenderinnen auftreten und aktiv mitfeiern dürfen. - Der frankfurter NSDAP Oberbürgermeister Friedrich Krebs (41) macht nach vergeblichen Versuchen mit dem Titel Stadt der Straßen mit der Zustimmung Adolf Hitlers (46) Frankfurt zur Stadt des Deutschen Handwerks. - In Frankfurt eröffnet Adolf Hitler (46) in seinem Mf1jjjercedes-Benz die Reichsautobahn Frankfurt - Darmstadt, die ua von der sprendlinger Straßenbaufirma Bratengeier gebaut wird. - In Wiesbaden steigt Adolf Hitler (46) 3 Tage im Hotel Rose Georg-August-Zinn-Straße 1 (2016 Staatskanzlei) ab, ißt im Kurhaus und besucht eine Aufführung der Verdi Oper Aida im Deutschen Theater (2016 Staatstheater). - In Frankfurt werden im Heilig-Geist Hospital Lange Str. 4-6 Zwangssterilisationen auch mit Strahlenbehandlungen durchgeführt. - In Wiesbaden wird das Theater vom Staat übernommen und in Deutsches Theater umbenannt. - In Rüsselsheim wird nach dem Opel 1,2 Liter das neue Modell Opel P4 gebaut. - In Wiesbaden wird der Gelegenheitsarbeiter und ehemalige Gewerkschaftssekretär Konrad Arndt in das KZ Esterwege und danach ins KZ Oranienburg verschleppt, wo er seinen Bekannten Paul Krüger trifft, der mehrere Male bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt wurde. - In Frankfurt entsteht aus der Brauerei Henninger-Kempff-Stern und Johann Gerhard Henrich AG die Henninger Bräu AG. - In Ziegenhain findet eine Salatkirmes statt. - In Wiesbaden wird der Jahrgang 1914 zum Wehrdienst eingezogen und der Jahrgang ..15 zum RAD alias Reichsarbeitsdienst. - Der in Freystadt geborene SS-Sturmbannführer Guntram Pflaum (32) wird Geschäftsführer des Vereins Lebensborn. - In Frankfurt übernimmt Freiherr Otmar von Verschuer (39) das Universitäts-Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene in der Gartenstraße am Mainufer. - In Wiesbaden entwickelt Henkell & Co den Pikkolo. - Im Vorder-Taunus verliert der höchster SPD Funktionär Paul Kirchhof tragischerweise bei einer Motorradkurierfahrt seine Aktentasche mit den Namen von über 100 aktiven Mitgliedern und wird durch sein Motorradkennzeichen von der Gestapo ausfindig gemacht. Am Oberlandesgericht Kassel werden aus Bad Soden Heinrich Dosse (2 Jahre 6 Monate Haft), Fritz Lagemann, Johann Malinowski, Karl Sammel, Hermann Bender, aus Hochheim Adam Treber (2 Jahre 9 Monate Haft), Georg Engerer, Josef Schäfer, Josef Krämer, aus Hattersheim Peter Nida (1 Jahr 3 Monate Haft) und aus Höchst Paul Kirchhof (5 Jahre Haft) wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt und zu langen Haftstrafen verurteilt. - In Bad Homburg flieht der in Wien geborene ehemalige Obertaunus Landrat und amtierende bad homburger Oberbürgermeister Ritter Ernst von Marx (66) nach England. - In Frankfurt wird die Freimaurerloge Zur Einigkeit zu Frankfurt am Main aufgelöst. - In Bad Nauheim stirbt der in Bad Homburg geborene Schriftsteller, Schauspieler, Opernsänger und Redakteur der Tageszeitung Taunusbote Robert Fuchs-Liska (65). - In Wiesbaden wird der Gewerkschafter Paul Krüger (32) ein zweites Mal verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. - Der in Frankfurt geborene frankfurter Bürgermeisterenkel, Bankierssohn und Diplomat Herbert Mumm von Schwarzenstein (37) wird als vermeintlicher Homosexueller von der Gestapo beobachtet. - In Wiesbaden trifft sich die antifaschistische Arbeiterschaft im Lokal Hauser Walramstraße 30. - In Frankfurt zwingt die Stadt den in Frankfurt geborenen jüdischen Bankier Freiherr Albert von Goldschmidt Rothschild (56) die Villa Grüneburg mit Park der Stadt zu übereignen. - Wiesbaden hat 163.270 Einwohner und Mainz hat 144.287 Einwohner. - In Lich wird Prinzessin Dorothea von Solms Hohensolms Lich (St) geboren. - In Rüsselsheim wird der frankfurter IHK Präsident und NSDAP Gauinspekteur Carl Lüer (38) Aufsichtsratmitglied im amerikanischen Automobilkonzern Opel. - In Deutschland wird Juden der Besitz von Kinos verboten. - In Mainz stirbt der jüdische Bierbrauer Philipp Mayer (59) der Sonnenbrauerei mit Gasthaus Zur Sonne in der Betzelsgasse 25. Die Familie versucht das Unternehmen weiterzuführen. - Die in Rüsselsheim geborene Automobilindustriellentochter Irmgard von Opel (27) fährt das Mercedes-Benz Cabrio 500 K Cabrio A. - Die frankfurter Baufirma Philipp Holzmann AG Taunusanlage 1 beginnt mit dem Bau der Kongresshalle auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. - Der in Frankfurt geborene Kaufmannsohn, ehemalige SA Führer und Stahlhelm Redakteur Friedrich Wilhelm Heinz (36) verliert mit der Auflösung des Stahlhelms seine Existenz und fürchtet in einem KZ zu enden. - In Frankfurt hat der Rhein-Main-Flughafen rund 17500 Fluggäste. - In Frankfurt wird in der Kronprinzenstraße alias Münchner Straße das Kaffeehaus Gillsch als 7. in unmittelbarer Umgebung eröffnet. - In Frankfurt müssen die protestantisch konvertierten jüdischen Gebrüder Carl von Weinberg (74) und Arthur von Weinberg (75) ihr Gestüt Blau-Weiß in Gestüt Waldfried umbenennen. - Der in Frankfurt geborene Regisseur Walter Ruttmann (52) berät Leni Riefenstahl bei ihrem NS Propaganda Film Triumph des Willens über den Reichsparteitag der Freiheit in Nürnberg. - In Frankfurt stellt die Firma EF Wiedmann NS Abzeichen und Medaillen her. - In Darmstadt findet während der Delegiertentagung des Reichsverbandes der Automobilindustrie eine Führerbesprechung bei der Motorbrigade Darmstadt unter NSKK Korpsführer Adolf Hühnlein statt. - Das rüsselsheimer Opel Werk ist größter deutscher Automobilhersteller und bringt den Opel Olympia heraus, der mit einer selbsttragenden Stahlblechkarosserie in Großserie und mit Kühlerfigur produziert wird. Die frankfurter Adler Werke sind drittgrößter deutscher Automobilhersteller. - In Frankfurt wird auf dem Hauptfriedhof eine Ehrenwache der NSDAP für ihre Toten gehalten. Die Gedenkfeier findet im Volksbildungheim Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) statt. - In Frankfurt wird im Ufa Theater im ehemaligen Gasthof Zum Schwan Steinweg 12 der Leni Riefenstahl Film Triumph des Willens über den Reichsparteitag der Freiheit in Nürnberg gezeigt. - In Frankfurt treten die Clowns Die 3 Rivels im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 auf. - In Frankfurt wird das Variete Kristallpalast im Behagel Haus in der Großen Gallusstraße 12 (2016 Große Gallusstraße 19, rechts neben Brüsseler Hof Ecke Neue Mainzer Straße/Große Gallusstraße 19) wiedereröffnet. - Frankfurt wird das Frankfurter Stadion im Stadtwald in Sportfeld Frankfurt umbenannt. - In Frankfurt treten die Comedian Harmonists nur mit ihren arischen Mitgliedern als Meister-Sextett im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26 JP Morgan Private Bank) auf. - In Frankfurt Bornheim wird der Neues Frankfurt Architekt Carl-Hermann Rudloff (45) Mitbegründer des Bernemer Käwwern Karnevalsvereins. - In Mainz erhält der Mainzer Carneval Verein einen geschäftsführenden Vorsitzenden, das in Mainz geborene NSDAP Mitglied und zweiten mainzer Bürgermeister Friedrich Sauermann (42). - In Wiesbaden wird der in Sachsen geborene langjährige Polizist Ernst Richard (29) Mitglied der Wiesbadener Schutzpolizei. Er wohnt in der Kauberstraße 9. - In Frankfurt wird im großen Festsaal der aufgelösten frankfurter Freimaurerloge Zur Einigkeit zu Frankfurt am Main Kaiserstraße 37 ein Kino eingerichtet und die Orgel an eine katholische Kirche im Rheingau verkauft. - Der Himmlerduzfreund Erbprinz Josias von Waldeck Pyrmont (St) (39) wird SS Führer des SS Oberabschnitts Rhein. - In Frankfurt gibt es 3 Mal so viele Arbeitslose wie im Reich. - In Frankfurt werden mit der Schließung des bereits arisierten Großkaufhauses Wronker, dem größten 90 Meter langen Warenhaus der Stadt auf der Südseite der Zeil 105, 480 Arbeitnehmer entlassen. - In Frankfurt findet im Hotel Kölner Hof am Hauptbahnhof Gneisenaustraße 1-5 (2016 Mannheimer Straße 1-5 Türkisches Generalkonsulat) eine Erste Gautagung des Deutschen Verbandes der Ärzte für physikalische und diätische Heilweise alias Naturheillehre statt. - Die Tochter des wiesbadener Theaterintendanten mit sorbischen Wurzeln Carl von Schirach (62), der seit 9 Jahren NSDAP Mitglied ist, verheiratet mit der amerikanischen Emma Lynah Tillou Bailey Middleton (63), die Sopranistin Rosalind von Schirach (37) tritt im Royal Opera House in Covent Garden London auf. Ihr Bruder ist der ehemalige NS Studentenbundführer, Staatssekretär und Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach (28), der mit der Hitlerfotografentochter Henriette Hoffmann (22) verheiratet ist. - Auf dem Feldberg gewinnt der in Frankfurt geborene Rennwagenfahrer Heinz Brendel (20) auf seinem Fiat in der Rennwagenklasse 1100 ccm das Feldbergrennen bei Frankfurt. - Prinz Otto von Isenburg Büdingen (St) (31) heiratet Felicitas von Reuss Köstritz (St) (21). - Das in Limburg an der Lahn geborene SA und NSDAP Mitglied Gerichtsreferendar Heinrich Anton Wolf (27) beklagt die Humanitätsduselei in der Judenfrage (hessischer CDU Landtagsabgeordneter). - Der in Birstein geborene Vertreter des NSDAP Propaganda Ministeriums Wilhelm Ziegler (44) wird Leiter des Institut zum Studium der Judenfrage. - In Frankfurt marschiert die katholische Sturmschar in kuzen Hosen und weißen Hemden fahnenschwingend vor der alten Oper im Gleichschritt. - In deutschen Mitropa Speisewaggons der Eisenbahn wird Binding Exportbier Hell ausgeschänkt. - In Deutschland werden die Strafen auf homosexuelle Handlungen nach § 175 von 6 Monaten auf bis zu 5 Jahren, bei schweren Fällen sogar auf 10 Jahre erweitert. - In Frankfurt wohnen in der Schüppengasse 69 Prostituierte. - In Frankfurt ist das Variete Orpheum Zeil 52 (2017 rechts neben Conrad) an der Konstablerwache eine Lasterhöhle, aber auch ein Räubernest, in dem betrunkene Gäste mit Sexversprechen ausgenommen werden. - In Frankfurt veröffentlicht das frankfurtrödelheimer NSDAP Mitglied Otto Fischer (--) Dreispitzstraße 6 eine zweite Auflage seines jüdischen frankfurter Adressbuches Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland als antisemitische Boykottliste. - Der in Frankfurt geborene Schlossergeselle, sozialistisches Arbeiterjugend Mitglied und SS Obergruppenführer Friedrich Weitzel (31) hetzt als düsseldorfer Polizeipräsident gegen die katholische Kirche und mitinitiiert den dreijährigen Sittlichkeitsprozess gegen Ordensangehörige und Priester in Koblenz, bei dem rund 2500 Verfahren wegen Homosexualität und Missbrauch von Schutzbefohlenen in Heimen eingeleitet werden. Die meisten der 170 verurteilten kommen nach der Verbüßung einer ein- bis zweijährigen Haftstrafe auch noch in Schutzhaft. 64 sind geständig. - Die Rheinpfalz wird mit der Saarpfalz zum Gau Saarpfalz zusammengelegt. - In Bad Homburg wird Althanasius für das Gestüt Erlenhof Sieger des höchstdotierten deutschen Pferderennens Braunes Band von Deutschland in München mit 35.000 Reichsmark mit Trainer Adrian von Borcke und Jockey Ernst Grabsch. Zweiter wird sein Gestütskollege E Böhlke auf Lampadius. - Der in Mainz geborene Offizier und Polizist NSDAP Mitglied Georg Keppler (41) wird Mitglied der SS Verfügungstruppe. - Das in Mainz geborene KPD Mitglied, Schriftsteller und Schauspieler Fitz Erpenbeck (27) flieht in die Sowjetunion (1972 Vaterländischer Verdienstorden). - Königstein wird zum Heilklimatischen Kurort. - In Frankfurt wird in der Niederräder Landstraße 22 die groß-frankfurter NSDAP Kreisführerschule eingeweiht. - In Darmstadt stellt die Gestapo den dresdner Polizeikriminaloberassistenten Bruno Böhm (33) Besunger Straße 202 als Referent im Judenreferat an. - In Frankfurt beschließt die Studentenverbindung Corps Austria nach corpsinternen Streitereien ihre nichtarischen Mitglieder nicht auszuschließen. - In Wiesbaden wird der in Worms geborene Keramikfabrikantensohn Richard Hildebrandt (38) Führer des SS Abschnitts XI. - In Darmstadt wird das Luftamt Darmstadt aufgelöst. - In Darmstadt findet die Deutsche Freiballon Meisterschaft. - In Eppstein werden auf Burg Eppstein wieder Burgfestspiele begonnen, die im Gegensatz zu früher nicht nur Eppstein zum Thema haben. Es werden professionelle Schauspieler engagiert. - In Darmstadt wird der in Arheilgen geborene evangelische homosexuelle Theologiestudent Heinrich Orlemann (26) bei seiner Abschlussprüfung gemobbt, nicht übernommen, dann denunziert und fortlaufend regelmäßig verhaftet und inhaftiert (1942 im KZ Sachsenhausen ermordet). - In Bad Homburg wird das Laternenfest durch das SA Mitglied und bad homburger NSDAP Bürgermeister Erich Meusel (31) mit 18 Böllerschüssen vor dem Weißen Turm als Signal zum Entzünden der Laternen eingeführt, wobei am ersten Tag der große Festzug der Kraftwagen und am Folgetag der zweite Große Festzug mit Motorfahrzeugen und Pferdewagen mit dem Motto Bad Homburg im Licht veranstaltet werden. Im Kurhotel Parkhotel Ritter (2016 Hotel Steigenberger) Kaiser-Friedrich-Promenade 69 findet eine Venzianische Nacht und im weißen Saal des Kurhauses der Laternenfestball statt. Das SA Mitglied ist Erich Meusel (31) ist bad homburger NSDAP Ortsgruppenleiter. - In Bad Homburg zieht die Polizeiwache in das Rathaus gegenüber dem Kurhaus ein. Die Polizei trägt das Hakenkreuz in ihrer Kokarde auf der Schirmmütze. - In Frankfurt Sachsenhausen wirbt die Apfelweinkneipe alias Äpfelweinwirtschaft Zum Feuerrädchen in der Textorstraße 24 mit der Telefonnummer 64426 um Gäste. - In Frankfurt beschwert sich der katholische limburger Bischof Antonius Hilfrich (62) über massive Störungen bei Gottesdiensten durch SA und HJ im frankfurter Dom. - In Burgholzhausen muss der jüdische Metzger Ludwig Oppenheimer nach vielen Schikanen seine Metzgerei schließen und ihm wird die Wohnung im Gemeindehaus gekündigt.  - In Mainz stoppt der Fernreisezug Rheingold-Express auf seiner Strecke von den Niederlanden in die Schweiz durch das Rheintal. - In Frankfurt ist das Adolf Hitler Haus in der Gutleutstrasse 8-12. Dort hat die NSDAP Gauleitung die Telefonnummer 30381 und das Giro-Konto 6221 bei der Nassauischen Landesbank. - In Frankfurt wohnt der NSDAP Obertaunus Landrat Landgrafensohn Prinz Wolfgang von Hessen (St) (43), der mit der Reichskanzlertochter Prinzessin Marie Alexandra von Baden (St) (37) kinderlos verheiratet ist, in der Hohenzollern-Anlage 40 (2017 Luxushotel Hessischer Hof Friedrich-Ebert-Anlage 40). Hausnummer 42 ist ein Bauplatz. Gegenüber in Nr 49 ist die Deutsche Gesellschaft für Gewerbehygiene und der Verein St5f1ahlhelmhaus, daneben in Nr 51 das Städtische Fürsorgeamt, wo alle Mittellosen melden müssen. Mittellos ist man nach wenigen Monaten Arbeitslosigkeit. - In Darmstadt Ober-Ramstadt wird wegen der Einlage von jüdischem Kapital und des Konkurs im Vorjahr trotz 1700 verkauften Röhr Junior Automobilen das Automobilwerk Neue Röhr AG endgültig geschlossen und die Rechte werden an die Stoewer AG verkauft. - In Frankfurt endet an der Festhalle an der Messe eine Interationale Polizeisternfahrt. - In Mainz wird nach dem Tod des in Landau geborenen Reichsbahn-Beamtensohnes, des katholischen mainzer Bischof Ludwig Maria Hugo (64) der in Friedberg geborene Reichsbahn-Obersekretärssohn und ehemalige katholische Zentrumspartei Abgeordnete Albert Stohr (45) neuer mainzer Bischof. - In Mainz verpasst der Fußballverein 1. FSV Mainz 05 den direkten Wiederaufstieg in die Gauliga Südwest. - In Andernach wird Prinzessin Maria von Zollern Sigmaringen (St) in Burg Namedy als Tochter von NSDAP Mitglied Prinz Albrecht von Zollern Sigmaringen (St) (37) geboren und stirbt noch am gleichen Tag. - In Mainz finden im Gasthaus Kötherhof Künstlervorstellungen statt. - In Frankfurt wird in der Gallusanlage 1 die Ausstellung des chemnitzer Kraftfahrzeugherstellers Auto-Union eröffnet. - In Frankfurt wird der Schillerplatz in Hauptwache umbenannt. - In Wiesbaden gibt es das Hotel Kölnischer Hof der Deutschen Gesellschaft für Handelserholungsheime eV für Handel und Industrie. - In Frankfurt gewinnt der in Frankfurt geborene Rennenfahrer Heinz Brendel (20) mit einem Fiat Rennwagen das Feldbergrennen in der Sportwagenklasse bis 1100 ccm ohne Kompressor. - In Wiesbaden findet ein Gau-Sängerfest statt. - In Frankfurt gibt es eine Reichsbahnautobusverbindung mit stromlinienförmigen Mercedes Omnibussen über die Reichsautobahn nach Heidelberg und Mannheim. - Die Industrielle Olga Kirsch-Puricelli (78), Tochter von Hermann und Elisabeth Susanne Puricelli, verheiratet mit Nikolaus Kirsch (78) stirbt. Ihr Sohn Paul Kirsch Puricelli (39) ist mit der Gräfin Klara von Matuschka Greiffenclau Vollrads (33) verheiratet. - In Frankfurt gibt es einen Polizeisportverein, bei dem man Boxen lernt. Mitgliedsausweisnummern reichen bis 3000. Nach neuen Bestimmungen benötigen Ausweisbilder der Polizisten Uniform und Mütze. Ausweise müssen jährlich gültig gestempelt werden. Zivilisten dürfen aufgenommen werden. Uniform bei Wettbewerben wird Pflicht. - Der frankfurter Berufsradrennfahrer Bruno Roth (24) wird Deutscher Meister im Straßenrennen, gewinnt beim Straßenradrennen Rund um Berlin und startet bei der Tour de France. - In Wiesbaden wird der in Worms geborene und in Frankfurt zur Schule gegangene Keramikfabrikantensohn und Mordauftraggeber Richard Hildebrandt (38) hauptamtlicher Führer des SS-Abschnitt XI. - In Rüsselsheim baut Opel erstmals über 100.000 Automobile im Jahr, unter anderem im neuen LKW-Werk in Brandenburg. - In Rüsselsheim baut Opel das neue Modell Olympia als erstes deutschen Grosserienfahrzeug mit einer selbsttragenden Ganzstahlkarosserie mit einem geringeren Gewicht und ausgefeilter Aerodynamik und mit einer getrennten Vormontage von Karosserie und Unterbau, die bei der Hochzeit zusammengefügt werden. - In Frankfurt brennen einige Stockwerke der jüdischen Schuhfabrik Adler & Neumann, Mainzer Landstraße, übernommen von der Firma Schneider aus, von der schon einige Teilhaber, darunter der jüdische Multimillionär und Eintracht Frankfurt Mitglied Schlappe-Stinnes alias Walter Neumann, ihre Anteile verkaufen mussten. - In Darmstadt wird das staatliche Regierungsorgan, die darmstädter Tageszeitung Darmstädter Zeitung auf Anordnung von NSDAP Gauleiter Jakob Sprenger (50) aufgelöst. Die NSDAP Zeitung Hessische Landeszeitung wird neues Regierungsorgan. - In Limburg setzt der katholische limburger Bischof Antonius Hilfrich (67) seinen Großneffen, den lindenholzhausener Bürgermeistersohn, einen ehemaligen Weltkriegssoldaten, fuldaer Theologiestudent und Philosophiestudent Georg Rompel (38) als Pfarrer in Eppstein Bremtal ein (1960 päpstlicher Hausprälat). - In Walldorf beteiligen sich die Mitglieder des Reichsarbeitsdienstes Walldorf am Bau der Reichsautobahn. - In Frankfurt wird der in Leipzig geborene ehemalige Groß-Frankfurt NSDAP Kreisleiter und hessen-nassau Reichstagsmitglied Walter Kramer (31) wegen einer vermuteten Homosexualität aller seiner Ämter enthoben und von der Gestapo abgeholt, wonach sich seine Spur verliert. - In Wiesbaden betreibt die Firma Fiehl Ecke Wilhelmstrasse 60 / Taunusstrasse das Omnibus Unternehmen Rheinland mit großen Mercedes Bussen. - In Frankfurt findet das Große Motorradrennen auf dem Rundkurs Niederräder Landstraße, Mörfelder Landstraße und Forsthausstraße alias Kennedyallee statt. - In Finnland und Schweden wird das Gesetz zur Zwangssterilisierung minderwertiger menschlicher Elemente wie Schwerverbrecher, geistig Behinderte, Diebe, Gewohnheitsverbrecher und Alkoholiker erlassen, die ein Gericht anordnen muss. - In Wiesbaden Biebrich verkauft die mit ihrem Cousin Felix von Bourbon Parma (St) (42), dem Bruder der österreichischen Ex Kaiserin Zitta von Habsburg Lothringen (St) (43), verheiratete luxemburgische Großherzogin Charlotte von Nassau Weilburg (St) (39) das von der luxemburger Finanzkammer verwaltete Schloss Biebrich an den preussischen Staat. - Die in Mainz Kastel geborene münchener Kammerspielschauspielerin und Oberleutnantstochter Edith Schultze Westrum (31) erhält ein Auftrittsverbot, weil sie sich für ihre jüdischen Freunde einsetzt. - In Frankfurt ist die Apfelweingaststätte Zum langen Hof in der Martin May Strasse 6. - In Frankfurt besucht der Gestapo Gründer und Verantwortliche für die Errichtung der ersten KZs, der preußische Ministerpräsident Hermann Göring (42) das Hotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 auf einen Kaffee mit seiner Frau. - In Frankfurt tritt der in Wiesbaden geborene Professor an der frankfurter Universitäts-Frauenklinik, SA und NS Deutsche Ärztebund Mitglied Heinrich Eufinger (39) in die SS ein, beteiligt sich an mindestens 900 Zwangssterilisationen und wird zwei Jahre später Leiter der frankfurter Universitäts-Frauenklinik. Er ist der Star Gynäkologe, dem die Frauen in der Partei vertrauen und Vater von Tochter Marianne Eufinger (01). Sie wird ..57 die Frau des Malers Gerhard Richter, dessen Tante ihr Vater Heinrich Eufinger (39), ..45 im Rahmen einer Zwangssterilisation ermordet hatte. - Das in Bad Vilbel geborene KPD Mitglied, Landgerichtspräsidentensohn in Münster und Chemiker Arnold Münster (23) wird wegen kommunistischer Flugblattaktionen zu 8 Jahren Haft verurteilt, von denen er 7 absitzt und danach in eine Selbstmörderkompanie Strafkompanie 999 eingezogen wird, die er ebenfalls überlebt. - Der in Eddersheim in der Flettnervilla geborene Erfinder Anton Flettner (50) stellt nach vielen Rückschlägen ein funktionsfähiges Drehflügelflugzeug alias Helikopter Fl 184 vor. - In Flörsheim kauft der Besitzer der Flörsheimer Zeitung Heinrich Dreisbach (54) die konkurrierende Zeitung Flörsheimer Nachrichten. - In Frankfurt Oberursel wird das Feldbergrennen von der Hohen Mark über das bisherige Ziel am Sandplacken bis zum Feldberg um 4 km verlängert. - In Frankfurt wird im Rahmen von grossangelegten städtischen Fassadenverschönerungsaktionen ua am Gasthaus Zum Roseneck am Garküchenplatz das Fachwerk freigelegt. Die verputzten Fassaden sind zum Grossteil bis zum ersten Stock vom Strassendreck und darüber vom Rauch der Schornsteine völlig verschmutzt. - In Rüsselsheim steigt der Fussballverein SV Opel Rüsselsheim 06 in die höchste Klasse der Gauliga Südwest/Mainhessen auf, zu der das Saarland, Rheinhessen und das südliche Hessen bis zum Main gehört. Nördlich des Mains gibt es die Gauliga Hessen und westlich des Rheins die Gauliga Mittelrhein. - In Darmstadt Goddelau hat der SA Sanitätsführer Ludwig Amrhein (--) als Ärztlicher Direktor in der Irrenanstalt Philippshospital alias Heil- und Pflegeanstalt Philippshospital 149 Zwangssterilisationen durchführen lassen. - In Polen beginnt mit der Übernahme einer antijüdischen Regierung eine Fluchtbewegung ua auch nach Deutschland. - In Wiesbaden beginnt die Strassenreinigung gegen Glatteis auf den Strassen am frühen Morgen Salz zu streuen und die Müllabfuhr beginnt mit dem kostenlosen Abtransport von Sperrmüll einmal wöchentlich.

1934 In Frankfurt findet auf dem Römerberg eine NSDAP Kundgebung statt. - In Wiesbaden reduziert sich die Arbeitslosenzahl von 19.837 auf 8466 zum Jahresende. - Die Reichsregierung erklärt die Stadt Wiesbaden zur Notstandsgemeinde. - In Wiesbaden wird der Wiesbadener Kurverein neu gegründet und der neue Intendant von Wechmar übernimmt die kulturelle Führung. In Wiesbaden wird das Deutsche Tonkünstlerfest veranstaltet. - In Wiesbaden wird der Musikalische Völkerbund gegründet. - In Wiesbaden findet nach vier Jahren der Automobil Blumenkorso wieder statt. - In Wiesbaden wird im Paulinenschlößchen im kleinen Rahmen ein neues Weinfest, das Rheingauer Weinfest eingeführt. - In Wiesbaden wird das Opelbad in Form eines Ozeandampfers eröffnet. - Der in Darmstadt geborene Sippenforscher und SA Standartenführer der Obersten SA Führung Prinz Wilhelm Karl von Isenburg (St) (31) veröffentlicht Einführung in die Familienkunde. - In Offenbach wird der in Haiger geborene Jurist, Versicherungskaufmann und NSDAP Mitglied Helmuth Schranz (28) offenbacher NSDAP Kreisleiter und Ortsgruppenführer. - In Wiesbaden werden in der Diözese Nassau alle kirchlichen Gemeindevertretungen und Synoden aufgelöst. - In Wiesbaden Bierstadt wird der Musikverein zur NSBO Kapelle und die freiwillige Ortsfeuerwehr aufgelöst und in die wiesbadener Feuerwehr integriert. - In Wiesbaden Bierstadt wird die Luftschutzübung Bomben über Bierstadt durchgeführt. - In Mainz brennt das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs aus. - In Mainz wird der Mainzer Carnevals Verein ein ganzjähriger Verein, der sich nicht mehr jährlich auflöst. - In Wiesbaden werden in einem Massenprozeß 27 wiesbadener KPD Anhänger zu Gefängnisstrafen zwischen 1 und 5 Jahren verurteilt. - Eppstein Niederjosbach erhält eine eigene Postagentur. - In Weilmünster beginnt die Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster Weilstraße 10 mit der Zwangssterilisation von 278 Insassen bis ..39. - In Frankfurt Sachsenhausen tritt der evangelische Kirchenvorstand der oppositionellen Bekennenden Kirche bei. - In Frankfurt wird ein Notstandsprogramm und ein Architektenwettbewerb zur Gesundung der fünf schlimmsten Stellen der Altstadt, der Brutstätte des Kommunismus aufgelegt. - Landesbischof Ernst Ludwig Dietrich (37) gliedert alle kirchlichen Jugendverbänden in Hitlerjugend, Jungvolk und BDM ein. Ernst Ludwig Dietrich (37) zeigt auch in der Kirche den Hitlergruss. - Die Evangelische Kirche in Hessen Nassau verliert ihre Eigenständigkeit und wird in die Deutsche Evangelische Kirche eingegliedert. - In Darmstadt veranstaltet der Kampfbund für deutsche Kultur unter Leitung von Adolf Beyer die Kunstausstellung Deutsche Frühjahrsaustellung Darmstadt Mathildenhöhe, die dem Geschmack von Adolf Hitler entsprechen und das Volk wieder beglücken möge. - In Bad Homburg kommt der politisch einflusslose, nieren- und herzleidende siamesische König Prajadhipok und die Königin Rambhai Barni zu einem Kurbesuch, wird vom NSDAP Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Richard Hardt, Kurdirektor Walter Höfner und Regierungsrat Dr. zur Nedden im Auftrag des in Offenbach Rumpenheim geborenen evangelischen Rittmeisters, Bankkaufmann der arisierten frankfurter Filiale der M. M. Warburg & CO Bank, NSDAP und SA Mitglieds, NSDAP Obertaunuskreis Landrats Prinz Wolfgang von Hessen Kassel (38) in Empfang genommen, steigt im mit Elefantenflagge beflaggten Ritters Park Hotel Kaiser Friedrich Promenade 69 (2016 Hotel Steigenberger) ab und erhält im Kurhaus auf eigenen Wunsch erst einmal deutsche Schlachtschüssel. - Der in Bad Homburg geborene Schriftsteller, Schauspieler und Opernsänger Robert Fuchs-Liska (64) beendet seine Tätigkeit als Redakteur der Tageszeitung Taunusbote. Seine Bücher Schamlose Seelen und Fräulein Sünde stehen auf der Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums. - Das in Bad Homburg geborene Stahlhelm Mitglied und Schwer- und Rüstungsindustrieller Freiherr Curt von Salmuth (39) wird SA Mitglied. - In Taunusstein Wehen wird eine Telefonselbstwählstelle eingerichtet. - In Wiesbaden foltert die Gestapo bei der Leichtweißhöhle den KPD Funktionär Karl Brech, wo er an einem Baum hängend mit dem Leben bedroht wird. - Der in Birstein geborene Prinz Franz Ferdinand von Isenburg (St) (33) stellt aeinen Antrag auf Mitgliedschaft in der NSDAP, wird aber angeblich nicht genommen, obwohl er bereits die Mitgliedsnummer 2646634 bekommen hat und sein jüngerer Bruder Ferdinand Karl von Isenburg (St) (28) jahrelanges SA Mitglied, SA Standartenführer und SA Adjutant ist. - In Frankfurt wird das Neue Theater Mainzer Landstraße 55 gleichgeschaltet und in Kleines Haus umbenannt. - Das in Offenbach Rumpenheim geborene NSDAP Mitglied, Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau und Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP Prinz Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (41) zieht in seine Amtsräume im Landeshaus Kaiser-Friedrich-Ring 75 ein, in dem das Amt für Erb- und Rassenpflege unter Leiter Dr Wilhelm Stemmler eingerichtet wird. - In Lich wird Prinz Philipp Reinhard von Solms Hohensolms Lich (St) geboren. - Wiesbaden hat 162.009 Einwohner. - In Lich wird der Grafensohn Philipp Reinhard von Solms Hohensolms Lich (St) geboren. - Mainz hat 143.697 Einwohner. - In Frankfurt soll das KPD Mitglied und Koch Josef Reitinger (21) den SA Mannes Hans Handwerk ermordet haben, wird verhaftet und ins Wilde KZ in der Frankfurter Perlenfabrik in der Ginnheimer Landstraße 40-42 (2016 riesiger Studentenwohnhochhauskomplex) verschleppt, wo er unter Folter gesteht, aber später widerruft. Er wird trotzdem wegen Mordes hingerichtet. - In Frankfurt wird der verstaatlichte Sender Frankfurt der SÜWRAG in Reichssender Frankfurt umbenannt und Intendant Hans Otto Fricke verbreitet NS Propaganda. - Der in Frankfurt, Wiesbaden, Rüdesheim und Limburg ausgebildete höhere Beamte des preußischen Justizministerium Ex-Zentrums-Politiker und Gestapo-Mitglied Hans-Josef Altmeyer (35) wird persönlicher Referent des in Katzenelnbogen Berghausen geborenen Gestapo Leiter Rudolf Diels (34) auf dessen Gesuch und wird nach einem Monat nach Berlin befördert. - In Frankfurt wird die Loge Socrates zur Standhaftigkeit in der Hochstraße 14 (2016 Hilton Hotel) von der NSDAP enteignet. - In Deutschland wird die gesamte Filmwirtschaft zensiert. In Deutschland dürfen Kinos nach dem Reichslichtspielgesetz nur noch eine Wochenschau, einen Kulturfilm, 900 Meter sonstiges Beiprogramm wie Werbung und einen abendfüllenden Spielfilm zeigen. - Die in Rüsselsheim geborene Automobilindustriellentochter und weltbeste Military-Springreiterin Irmgard von Opel (27) bezwingt bei ihrem Derbysieg in Hamburg Klein-Flottbek den Generalssohn, Sportreiter und späteren Hitler-Retter Leutnant Heinz Brandt (27) und sein Pferd Baron IV.. Sie besitzt einen Greyhound Windhund, einen balearischen PodencoIbicenco Windhund, fünf weiße Schnauzer und einen Schäferhund. - Der frankfurt Chefredakteur der Wochenzeitung Das Illustrierte Blatt wird Chefredakteur der Zeitung Neueste Zeitung. Beide Zeitungen, wie die Frankfurter Zeitung erscheinen im Societätsverlag Große Eschenheimer Straße 33-37. - Nach dramatisch gestiegenen Zahlen der amerikanischen Verbrechensstatistik wird die Hayce Selbstbeschränkung durchgesetzt, nach der Verbrecher in Kinofilmen nicht mehr glorifiziert werden dürfen und das Gute zu siegen hat. Regisseure, die sich daran nicht halten, werden ohne gesetzliche Grundlage im Kino einfach nicht mehr gezeigt. - In Darmstadt wird der darmstädter Spenglermeister und ehemalige frankfurter NSDAP Stadtrat Otto Christian Wamboldt (50) darmstädter NSDAP Oberbürgermeister. - In Frankfurt findet ein Jungvolk Zeltlager statt. - In Darmstadt bietet das Pharma-Unternehmen Merck Cebion als erstes Vitamin C Präparat an. - Der in Frankfurt geborene Schriftstellersohn und Rittmeistersohn Freiherr Eberhard Carl Alfred von Wechmar (37) wird bei Breslau von der SS verhaftet und erschossen. - In Frankfurt tritt der Adlerwerke Mitbesitzer Ernst Hagemeier (--) als Berater für automobiltechnische Fragen in die SS ein. - Bei dem in Baden-Baden gestarteten Automobil Langstrecken-Straßenrennen 2000 km durch Deutschland nehmen zwölf Opel Kraftfahrzeuge teil. - In Frankfurt wird das großfrankfurter NSDAP Kreishaus Ecke Elbestraße/Gutleutstraße bezogen. Gleichzeitig findet ein Volksfest im Ostpark statt. Die ganze Stadt ist mit Hakenkreuzen beflaggt. - In Frankfurt findet ein Volksfest auf dem Messegelände statt. - In Frankfurt feiert die Stadt Frankfurt zum angeblich 1000 Jährigen Jubiläum der Mainschiffer ein Wasservolksfest an der alten Brücke. - In Frankfurt wird in Große Eschenheimer Straße das Familienrestaurant Henrich-Bräu wiedereröffnet. - In Frankfurt veranstaltet die NSDAP Organisation KdF auf dem Sportfeld Gelände im frankfurter Stadtwald alias Waldstadiongelände ein Volksfest mit Weinfest, ein Steherrennen auf der Radrennbahn und großes Programm im Waldtheater. - In Frankfurt starten auf dem Flughafen Rebstock (2017 freies Gelände hinter Ibis Hotel) täglich 22 Flugzeuge, davon 5 in der Nacht. - In Frankfurt besetzt die SS und die Gestapo das Freimaurerlogenhaus Carl am Mozartplatz. - In Frankfurt zwingt das städtische Wohlfahrtsamt unverheiratete arbeitslose Frauen in Erwerbslosenheime. Wer sich weigert verliert jede Unterstützung. Beschwerden sind vergebens. In Mainz warnt der mainzer Fastnachtszugwagen 86 ganz offen Gutes tue nicht bekleckern, sonst musst du in Dachau meckern. - Der evangelische und streng gläubige Prinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (31) wird SA Oberscharführer. - Der in Darmstadt geborene und wegen vielfacher Urkundenfälschungen und Unterschlagungen verurteilte ehemalige Bankangestellte, NSDAP Ortsgruppenschatzmeister und kasseler SS Ausbilder Karl Otto Koch (37) wird Kommandant des KZ Hohnstein. - In Bad Homburg stirbt Freiherr Friedrich Wilhelm August von Altenburg (St) (--), der vor 33 Jahren auf den Prinzentitel Prinz von Sayn Wittgenstein verzichten musste. - In Frankfurt wird der Versicherungsangestellte Gustav Stürtz (19) Mitglied der NSDAP (1969 hessisches NPD Landtagsmitglied). - Die bisexuellen Abenteuer des in Darmstadt geborenen knochenkrebskranken hessendarmstädter Prinzenenkel Prinz Georg von Battenberg (St) (42), wie die seiner Frau Nadja, die ihrerseits ein lesbisches Verhältnis u.a. mit der amerikanischen Diplomatentochter Gloria Morgan Vanderbilt (30) hat, deren Schwester Thelma Furness (--) wiederum eine Mätresse des englischen Thronfolgers Eduard VIII (St) (40) ist, werden von einem Privatdetektiv aufgedeckt. - In Darmstadt gibt der in Darmstadt Eberstadt geborene evangelische Landesjugendpfarrer Hans von der Au (42), der sich für hessische Volkstänze interessiert, sein Amt auf, wird SA Mitglied und Studienrat an der Justus Liebig Oberschule Julius-Reiber-Straße 3. - In Frankfurt wird vom neuen Wirt Alfred Hütte das arisierte Bier- und Weinlokal mit Tingeltangel, das Variete Bunte Bühne mit 200 Plätzen an der Ecke Allerheiligenstraße/Albusgasse in das seriöse Lokal Gondel für gutsituierte Gäste umgewandelt, das gute Kontkte zur NSDAP über die Sperrstunde hinaus geöffnet werden darf. Es wird speziell für die SA und die SS freigegeben. Die Polizei hält es trotzdem für ein schmieriges Animierlokal mit Prostituierten, da das Personal übernommen wird. Alfred Hütte gehört auch das Automatenrestaurant Haferkasten Große Friedberger Straße 3 (2017 Mc Donalds) an der Konstabler Wache. Es gehört zu Henninger. - In Frankfurt werden außergewöhnlich wenige Prostituierte in Arbeitshäuser, darunter die Anstalt Breitenau eingewiesen. - In Frankfurt veröffentlich das frankfurtrödelheimer NSDAP Mitglied Otto Fischer (--) Dreispitzstraße 6 ein jüdisches frankfurter Adressbuch Eine Antwort auf die Greuel- und Boykotthetze der Juden im Ausland als antisemitische Boykottliste, wobei sowohl Wohn- als auch Geschäftsadressen angegeben sind. - In Wiesbaden wird die SS Standarte 78 aufgestellt. Der Sturmbann 7/78 ist Hofheim. - In Frankfurt beginnt der in Mainz aufgewachsene Schauspieler alias Der Alte Siegfried Lowitz (20) sein Theaterdebüt und macht Karriere in Mainz. - In Offenbach werden an der Technischen Lehranstalt alias HfG Schloßstraße die Bereiche Bilderhauerei und Malerei abgeschafft. - In Mainz errichtet der NS Lehrerbund Hessen Nassau ein Schulungslager mit 14 tägigen Schulungskursen statt. - Der in Wiesbaden geborene wiesbadener Musikdirektorensohn, NSDAP Mitglied und Drehbuchautor Hans H Zerlett (42) führt im Karl Valentin-Kurzfilm Im Schallplattenladen und der Komödie Da stimmt was nicht erstmals Regie. - Die in Frankfurt im Großen Hirschgraben aufgewachsene Revue-Tänzerin La Jana (29) alias Henriette Niederauer ist ein europäischer Burlesque Star. Sie tanzt fast nackt auf einem silbernen Tablett in London in der Revue Casanova. - In Frankfurt spielt der Schauspieler Heinrich George (40), Vater von Schimanski, den Napoleon in Hundert Tage von Benito Mussolini (47). - In Frankfurt wird im Cafe Falk im Oderweg 2 ein Schachturnier für Nichtarier durchgeführt. - In Frankfurt macht der in Kreuznach geborene Augenarztsohn und langjähriges SA und NSDAP Mitglied Gerhart Stein (27) seinen Medizinabschluss. Er ist glühender Rassehygieniker und er betätigt sich in der Zigeunerforschung bei Freiherr Otmar von Verschuer (41) an der frankfurter Goethe Universität. - In Wiesbaden wird in der Gerichtsstraße 2 ein Volksgerichtshof eingerichtet. - Der jüdische frankfurter Bauunternehmen Holzmann AG Jurist und Ex-Vorstand Charles Rosenthal (46) erfährt bei einem Auftrag in Bogota von seiner fristlosen Entlassung und glaubt durch Hinweise auf seine 17 jähirge Betriebszugehörigkeit und Verweise auf Versprechungen die Entscheidung rückgängig machen zu können, muss aber die Tatenlosigkeit seiner Kollegen erfahren. Vorstand Heinrich Holzmann (56) fährt regelmäßig nach Hamburg, wo die NSDAP ihm Anweisungen erteilt. - In Wiesbaden ist das Badhaus Goldener Brunnen Goldgasse 10 ein vornehmes bürgerliches Hotel mit eigener Thermalquelle und fließendem Wasser in allen Zimmern. Es hat die Telefonnummer 27245. - In Wiesbaden werden jüdische Geschäfte mit Ein Deutscher kauft nicht beim Juden-Sprüchen beschmiert und vor einem jüdischen Kaufhaus das Publikum zum Schein fotographiert und mit Sprechchören vom Betreten abgehalten. - Der SS Oberabschnitt Rhein wird mit der Eingliederung des SS Oberabschnitts West erweitert. - Das in Groß-Umstadt geborene NSDAP Mitglied wiesbadener Marktkirchenpfarrer Ernst Ludwig Dietrich (37) wird erster evangelischer nassauhessischer Landespfarrer mit Sitz in Wiesbaden Emser Straße 3. Er bricht den Unmut seiner Untergebenen mit Bedrohungen, willkürlichen Versetzungen und Dienststrafverfahren. - In Frankfurt werden die Festhallenreitturniere auf der Messe eingeführt, obwohl die Festhalle mit Parkett ausgelegt ist. Landesstallmeister und Turnierleiter ist Hans Albert, der Dachpappe mit einem Gemisch von Lehm, Holzschnitzel, Sand und Sägespänen auslegt. Es wird ein großer finanzieller Erfolg. Die SA reitet voraus. - Frankfurt wird neuer Sitz der VDM Vereinigte Deutsche Metallwerke mit Werkanlagen auf der ehemaligen Kupferfabrik Hesse in Heddernheim. - In Friedrichsdorf Köppern übernimmt die Frankfurter Stiftung Hospital zum Heiligen Geist die Frankfurter Pflegeanstalt Köppern (2017 Vitos Hochtaunus) Emil Sioli Weg 1-3 und versorgt hier alte Menschen. - In Wiesbaden kommen nur noch Kinder mit unerwünschter Erbmasse ins Kinderheim Wortmann-Weil-Stift im Hofgut Geisberg Jonas Schmidt Straße 2, wo sie nach der Einführung des Sterilisationsgesetzte zur Zwangssterilisation abgeholt werden. - In Wiesbaden wird der evangelische Landeskirchenrat, wiesbaden-bahnhof NSDAP Ortsgruppenleiter SA und SS Obertruppführer Fritz Bernotat (44) wiesbaden NSDAP Kreisleiter. Er ist der Adjutant des in Mainz geborenen Metzgersohnes, ehemaliger Krupp AG Landmaschinenvertriebsleiter und wiesbadener NSDAP Landeshauptmann Wilhelm Traupel (43), der Fürsorgereferent im SS-Abschnitt XI mit Sitz in Wiesbaden wird. - In Frankfurt erhält der jüdische Kunstsaloninhaber und Galerieinhaber Manfred Schames (48), Inhaber des Kunstsalons in der Junghofstraße 18, ein Berufsverbot, weshalb er nach Palästina auswandert. - In Mainz gibt der Opernsänger Gustav Neidlinger (24), der hauptsächlich Bösewichte spielt, sein Engagement am Stadttheater Mainz auf und geht an die Hamburger Staatsoper. - In Bad Homburg demonstrieren Bauern aus dem Taunus unter dem Motto Kampf um Acker und Hof . Sie beschweren sich über die Steuerlasten und die Lebensmittelhändler. - In Darmstadt wird der Flugplatz Lichtwiese geschlossen, weil die Luft Hansa alias Lufthansa ihre Stopps in Darmstadt einstellt. - In Darmstadt Griesheim arbeitet die leidenschaftliche politisch naiv uninteressierte weibliche Flugpionierin Hanna Reitsch (22) für die Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug als Versuchspilotin. - In Bad Homburg wird das NSDAP Mitglied und bad homburger Bürgermeister Richard Hardt (--) durch das SA Mitglied und hochheimer NSDAP Bürgermeister Erich Meusel (30) ersetzt. - In Frankfurt wirbt der Schweinemetzger Albert Weil mit der Telefonnummer HANSA 25027 auf der Schirn für seine Frühstücksecke mit einem Tisch einer zweisitzigen Holzbank und einem Stuhl auf seiner Schirn direkt auf der Straße auf einem Schild, worauf er auffordert seine Wurst oder Würstchen nicht mit Messer und Gabel sondern aus der Hand zu essen und jeden lobt, der es versucht. - In Mainz begeht die ehemalige KPD Reichstagsabgeordnete Franziska Kessel (28) nach vielfacher Folter im Landgerichtsgefängnis Mainz in der Diether von Isenburg Straße 3 nach einem Jahr Haft Selbstmord. - In Frankfurt kommt das Adler-Automobil-Modell Adler Trumpf Junior heraus und wird zum erfolgreichsten Modell der Firmengeschichte. - In Darmstadt beginnt der neue, in Karlsuruhe geborene Regisseur Max Fritzsche (28) am Hessischen Landestheater und creiert angeblich einen eigenen Darmstädter Stil (durchgehend engagiert bis 1947 dann Intendant in Stuttgart) mit expressionistischen Elementen im Bühnenbild. Schnörkellos, großflächig und geometrisch ist in. - In Frankfurt Schwalbach wird in einer freistehenden jugendstil Villa am Ende der Bahnhofstraße das NS Erziehungslager Schwalbach für Jungen eingerichtet, wo sie im Gegensatz zu ihren Heimatorten, wo sie Hunger leiden, sehr gut mit Nahrungsmittel versorgt werden. Sie müssen dafür in der Landwirtschaft mitarbeiten und bei der Ernte helfen. Sonntags gibt es leckeren Kuchen. - In Mainz steigt der Fußballverein 1. FSV Mainz 05 aus der Gauliga Südwest in die Kreisliga Mainz ab. - In Mainz wird nach der Abberufung des in Nieder-Flörsheim geborene mainzer NSDAP Oberbürgermeisters Philipp Wilhelm Jung (50) der groß-gerauer Jurst, Richter, Polizeipräsident von Mainz und darmstädter Oberbürgermeister Robert Barth (34) neuer mainzer NSDAP Oberbürgermeister. - In Mainz hat das Hotel Central am Bahnhofsplatz von Franz Seyfried 120 Betten von 4 bis 6 Reichsmark 50 Pfennig. Ein 1-Bett-Zimmer mit Bad kostet ab 7,50 bis 8,50 Reichsmark, 2-Bett-Zimmer mit Bad ab 16 bis 17 Reichsmark. Zusätzlich gibt es Pension und Wochenende nach Vereinbarung, Bad, Heizung, Lift, fließend warmes und kaltes Wasser, Telefon auf dem Zimmer und Unterkunft für 3 Autos. - In Wiesbaden stirbt der ehemalige eichberger Heil- und Pflegeanstalt Direktor Psychiater Richard Snell (67). - Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses wird erlassen, weshalb innerhalb von 10 Jahren 400.000 Menschen sterilisiert werden. In Frankfurt wird ein Erbgesundheitsobergericht geschaffen. In Wiesbaden melden Psychiater und Erzieher ihre Heimbewohner und Klienten bei der Beratungsstelle zur Zwangssterilisation im Landeshaus an. Die Ärztliche Schweigepflicht wird in verbrecherischer Absicht zum Schutz des Arztes umgedeutet. - In Andernach wird der deutsche Major Prinz Albrecht von Zollern Sigmaringen (St) (36) Mitglied der NSDAP. - In Frankfurt verlässt der prominente jüdische Sportclub Frankfurt Hockeyspieler Theo Haag (--) den Verein. Gleichzeitig spielt die Mannschaft ein Länderspiel gegen Frankreich in Hannover vor 18.000 Zuschauern. - In Offenbach wird der offenbacher Fußballverein Offenbacher Fußball Club Kickers 01 alias OFC Meister in der Gauliga Südwest bzw der Gauliga Hessen-Nassau. - In Wiesbaden Georgenborn wird die Scheuermann Germanen Hütte als Schutzhütte bei Wanderungen errichtet. - In Frankfurt stellt der Automobilhersteller Adlerwerke das 10.000. Fahrzeug des Modells Trumpf her. - In Frankfurt erscheint in der Frankfurter Zeitung ein Artikel des in Michelstadt geborenen homosexuellen nationalsozialistischen Gralsentdeckers, bankrotten französischen Star-Hoteliers, bei dem zwei Jahre zuvor noch Josephine Baker, Paul Ladame und Marlene Dietrich logierten, Spion, Geheimbündler und Schriftsteller Otto Rahn (30) mit dem Titel Heinrich Minneke, in dem es um die Verehrung des aus dem Himmel stürzenden Luzifers geht. Er wird wegen Alkoholmissbrauchs vier Jahre später als SS Unterführer zwangsweise KZ Dachau Wachmann. - In Wiesbaden spaltet sich der FV Germania wieder vom SV Wiesbaden ab, gründet sich als SC Waldstraße Wiesbaden neu und wird erfolgreich. - In Frankfurt wird das gesamte Postinventar in rot, die Farbe der Bewegung, umlakiert. Auch die Post-Omnibusse werden rot lackiert. - In Wiesbaden beginnen die Kinder im Waisenhaus St Michael alias St Michaelsheim in der Kellerstraße mystische NS-Rituale wie die Sonnenwende zu feiern. - In Darmstadt Worfelden haben mindestens 7 Personen ein Motorrad des jüdischen heidelberger Motorradherstellers Stock, dessen Inbetriebnahme sehr anstrengend ist, weil man den Benzinhahn öffnen, die Schwimmerkammer fluten und Öl vorpumpen muss, damit der Kolben und der Zylinder gut geschmiert sind. Danach muss mit dem Dekompressionshebel der Kolben über den oberen Totpunkt gebracht werden, um mit einem kräftigen Tritt auf den Kickstarter der Motor gestartet werden kann. Wenn die Kurbelwelle eine Frühzündung hat, läuft der Motor aber verkehrtherum an. Der in Bochum geborene jüdische Industriellen Richard Kahn (44) stellt die Fertigung seiner 175 bis 300 ccm Motorräder mit Blockmotoren und Kardanantrieb, konstruiert vom Ingenieur Heuß, ein. - In Frankfurt wird das Filial-Büro der jüdischen berliner WTB Nachrichtenagentur zum Deutschen Nachrichtenbüro, einer nationalen Presseagentur, verstaatlicht. - In Frankfurt wird ohne behördliche Genehmigung zur Rodung des Stadtwaldes mit dem Bau des Rhein-Main Flughafens auf Anordnung der NSDAP begonnen. - Der in Diez geborene Pfarrersohn, NSDAP Mitglied, SA Mitglied und Leiter der Ministerialdirektoren des Preußischen Kultusministeriums August Jäger (46) wird Rechtsverwalter der Deutschen Evangelischen Kirche. - In Frankfurt tagt der Reichsbund Volkstum und Heimat mit allen Leitern aller Sing-, Tanz- und Laienspiel-Gruppen der Landschaften Rheinfranken, Nassau und Hessen im Restaurant Zum Storchen Saalgasse 1. - In Schotten wird begonnen die auch beim Motorradrennen Rund um Schotten genutzten eigentlich unbefestigten Landstraßen zwei Jahre lang auszubauen. - In Frankfurt wird das Kino Metropol Vilbeler Strasse 29 nach der Übernahme durch Elisabeth Suderland und dem Einbau einer Klangfilm-Tonanlage als Universal-Theater wiedereröffnet. - In Wiesbaden wird der 46. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin gehalten, der mit Referaten und Vorträgen über die aktuelle Erblehre in ihrer Anwendung auf den Menschen von F Fischer, allgemeine Erbpathologie von Rassenhygieniker Freiherr Ottmar von Verschuer (38), klinische Erbpathologie von Otto Naegeli (63), die Bedeutung und Reichweite des Lokalisationsprinzips im Nervensystem von O Foerster und die Physiologie und Chemie der Sexualhormone von A Butenandt, beginnt, deren Schriftführer der wiesbadener Oberarzt am städtischen wiesbadener Krankenhaus Dr A Geronne ist. Ein Referatsvorschlag behandelt die Aero-Medizin und die Sport-Medizin. - In Wiesbaden spielt man im Staatstheater im Großen Haus das Schauspiel Die Hermannschlacht von Heinrich von Kleist, die Oper Rigoletto von Verdi, die komische Oper Martha von Flotow, die Oper Der Pfeifertag von Max Schillings, die Operett Die Fledermaus von Johann Strauß und die Oper Nadia von Eduard Künnecke. Im Kleinen Haus spielt man das Singspiel D´Webermädl´n von Richard Franz, das Lustspiel Wenn der Hahn kräht von August Hinrichs, die Operette Der verlorene Walzer von Robert Stolz, die Operette Die schöne Galathee von Franz von Suppe . - In Mainz finden Unterhaltungskonzerte im Brauhauskeller Zum Rad Kästrich statt, wo es die Biere Doppel-Rad, Mainzer Märzen und das neue Mainzer Rad-Pils gibt. Die Konzerte sind kostenlos. - In Wiesbaden wirbt das Restaurant Neu-Wien Wilhelmstrasse 20 mit täglichen Künstlerkonzerten und erstklassiger Küche. - In Mainz bewirbt die NSDAP ihre 3. Jahreslotterie zur Arbeitsbeschaffung wobei 1.500.000 Reichsmark zu gewinnen sind. Man wirbt mit unglaublichen 404.000 Gewinnen. - In Mainz erscheint die NS Tageszeitung Mainzer Tageszeitung als Morgenzeitung für Mainz und Rheinhessen im 16. Jahrgang 7 mal wöchentlich als Blatt der alten Garde. Dazu erscheinen die Regionalausgaben Neue Mainzer Zeitung und Niersteiner Rhein-Warte. - In Frankfurt verlegt der kinderlosse Pharmaunternehmer Eduard Fresenius (60) seinen Pharmabetrieb.Dr Eduard Fresenius chemisch-pharmazeutische Industrie nach Bad Homburg in eine ehemalige Schokoladenfabrik im Gluckensteinweg 5. - In Wiesbaden gründet die Tanz Turnier Gruppe Bier der Tanzschule Bier den Tanzsportverein TC Blau Orange Wiesbaden. - In Wiesbaden wird der in Coburg geborene Geschichtsprofessorensohn und SA Führer Graf Karl Leon du Moulin-Eckart (48) verhaftet, aber trotz Mordauftrag von Hitler nicht erschossen, wobei die Hintergründe und Protektionen unklar bleiben. Er wird zwei Jahre lang ua ins KZ Dachau gesperrt, wonach er sich aus dem öffentlichen Leben zurückzieht. - In Wiesbaden wird die Freimaurerloge Plato zur beständigen Einigkeit Friedrichstrasse 35 aufgelöst und verboten. - In Frankfurt beginnt die Polizei im Kabarett Astoria Pavillon an der Ecke Kaiserstrasse 69/Moselstrasse, das eine Konzession mit Dirnenbetrieb hat, die Prostituierten alias Sexarbeiterinnen strenger zu kontrollieren und die Betreiber zu bestrafen. - In Wiesbaden stirbt der aus Essen stammenden wiesbadener Kunstsammlers Heinrich Kirchhoff (60) Beethovenstraße 10, der seit 26 Jahren in Wiesbaden lebt und hauptsächlich seine expressionistischen Bilderleihgaben werden aus dem wiesbadener Museum als entartet entfernt. - In Wiesbaden veranstalten DDAC und NSKK das Nerobergrennen für Motorräder und Automobile und eine Nationale Zielfahrt mit einer Geschicklichkeitsfahrprüfung vor dem Kurhaus. - In Wiesbaden finden ein internationales Tanzturnier des RPG, ein internationales Tennisturnier, das VII. Wiesbadener Reit-, Spring- und Fahrturnier mit internationaler Beteiligung und die erst Große deutsche Military Prüfung im Pferdereitsport mit Reitern in Uniform und im Kurhaus 4 Schachweltmeisterpartien statt. - In Wiesbaden leitet Richard Strauß (70) selbst seine Oper Arabella im Staatstheater und Prinz Albrecht von Preußen (St) (22), der Sohn des homosexuellen SA Standartenführers und jüngsten Kaisersohn Prinz August Wilhelm von Zollern Preussen (St) (47), der über den Nationalsozialismus auf den Kaiserthron will und von Hitler (45) nicht mehr vorgelassen wird, leitet ein Konzert im Kurhaus. - In Wiesbaden kostet eine 3 stündige Fahrt mit dem Schnellzug in der 2. Klasse nach Köln 13,80 Reichsmark und in der 3. Klasse 8,90 Reichsmark. - In Frankfurt wird der Tierfilmer Michael Grzimek als Sohn des Zoologen, Schriftstellers und späteren Direktors des Frankfurter Zoos Bernhard Grzimek (25) geboren. - In Frankfurt zieht der unverheiratete und kinderlose frankfurter Arztsohn und stadtdokumentarische Fotograf Gottfried Vömels (55) nach Kronberg um. - In Frankfurt bewirbt sich das Restaurant Alte Eule Markt 36 als älteste frankfurter Bierwirtschaft und Speisewirtschaft. - In Frankfurt muss Adolf Isbert (--)  seinen Posten als 2. Präsident von insgesamt 2 bei einem 35 jährigen Bestehen des Frankfurter Automobilclubs aufgeben. - In Darmstadt werden der jüdische Frauentextilmodekaufmann David Rehberg und sein Kompagnon, der jüdische Ex-Wronker Geschäftsführer Sally Lichtenstein (--) im Zuge der Arisierung gezwungen ihr gemeinsam geführtes Geschäft im ehemalgien Marktpalais Marktplatz 2 an Elisabeth Wende-Walter und Margarethe Philippi alias W&P Moden weit unter Wert zu verkaufen. Das jüdische Kaufhaus Leonhard Tietz wird an die Kaufhof AG verkauft. - In Frankfurt nimmt die Frankfurt Leipziger Burschenschaft das Corps Moenania auf.- In Darmstadt wird aus dem NS religiösen Hessischen Pfarrernotbund die Bekennende Kirche Nassau Hessen, das vom Elisabethenstift und vom Marthahaus Stiftstrasse 14 geleitet wird. In Aarheilgen setzt ist Pfarrer Karl Grein der Führer der NS religiösen Bekennenden Kirche. - In Darmstadt wird die Turngemeinde Darmstadt 46 mit dem Verein für Leibesübungen Rot-Weiß zur TSG 46 zwangsvereinigt. - In Darmstadt trutt der nieder-modauer Pfarrersohn und seit 9 Jahren adelige evangelische Jugendpfarrer Hans von der Au (42) der SA bei und wird Justus-Liebig-Studienrat. - In Darmstadt wird die Oberpostdirektion Darmstadt aufgelöst und der Oberpostdirektion Frankfurt unterstellt. - In Wiesbaden beginnt der Arbeitsdienst Teile des riesigen Müllplatzesfeldes Kettenlache an der Krimhildenstrasse zu planieren und mit Mutterboden abzudecken. Die wilde Mülldeponie am Gleisdreieck an der Mainzer Strasse wird mit Mutterboden abgedeckt und Schrebergärten angelegt. Als wiesbadener Müllplätze wird nur noch die Kettenlache und das biebricher Kribbengelände an der Grenze zu Schierstein am Rheinufer genutzt, wo der 72.000 Tonnen Müll von 15.823 stadteigenen Mülltonnen abgeladen wird.

1933 Wetter: Erdbeben in Offenbach Tempelsee. - Frankfurt gehört zu Preußen. - Der in Katzenelnbogen Berghausen geborene SS Ehrenstandartenführer Rudolf Diels (33) ist Vizepolizeipräsident und arbeitet im KZ Oranienburg. - Der ehemalige frankfurter Oberlandesgerichtsrichter und ehemalige NSDAP Ortgruppenleiter lässt als frankfurter NSDAP Oberbürgermeister Friedrich Krebs (39) alle 81 jüdischen städtischen Angestellte und Beamte entlassen. - In Wiesbaden wird der das SA und SS Mitglied Fritz Bernotat (43) wiesbaden-bahnhof NSDAP Ortsgruppenleiter und evangelischer Landeskirchenrat. - Walldorf-Mörfelden hat 5000 Einwohner. -  In Walldorf-Mörfelden, das als Kommunistenhochburg der Maurer bekannt ist und Klein Moskau genannt wird und den ersten hessischen KPD Bürgermeister hat, werden 70 KPD Mitglieder verhaftet und in das KZ Osthofen verschleppt. - In Frankfurt wird das Institut für Sozialforschung alias Café Marx von der Kriminalpolizei geschlossen. Danach macht der NS Studentenbundführer Georg-Wilhelm Müller es zu seinem Büro. - In Frankfurt wird Jakob Sprenger (49) NSDAP Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen. - In Frankfurt führt Adolf Hitler (44) den ersten Spatenstich zur Reichsautobahn Frankfurt-Heidelberg Autobahnbau Abschnitt 1 Frankfurt - Darmstadt am Mainufer zwischen Niederrad und Goldstein. - In Wiesbaden löst sich die Stadtverordnetenversammlung auf. - In Wiesbaden betritt der in Limburg an der Lahn geborene evangelische Pfarrersohn, Jurist und wiesbadener Oberbürgermeister Georg Krücke (53) nach der Machtübernahme und einer Schutzhaft das Rathaus nicht mehr und wird vier Monate später zur Abdankung gezwungen. Der ehemalige in Iserlohn geborene Lokomotivführer und wiesbadener Bürgermeister und Stadtkämmerer Alfred Schulte (61) wird Mitglied der NSDAP und übernimmt das wiesbadener Oberbürgermeisteramt. - In Freiendiez wird der KPD Jugendverbandsleiter und wiesbadener Vermessungsgehilfe und Widerständler Paul Krüger im Zentralgefängnis inhaftiert, danach ins KZ Esterwegen deportiert und unter der Auflage sich täglich bei der Gestapo zu melden wieder entlassen. - In Darmstadt werden auf dem Mercksplatz Bücher verbrannt. - In Wiesbaden ist in der Geisbergstraße 17 die Hitlerjugend Leitung des HJ Banns 80 untergebracht. - In Wiesbaden wird die Gemeinschaftszelle im 1. Stock des Polizeigefängnisses in der Friedrichstraße 25 zur Unterbringung und Folterung von Schutzhäftlingen genutzt. - In Wiesbaden ist die SA Zentrale in der Lessingstraße 16 (2016 Staatliches Umweltamt). - In Wiesbaden wird in der Luisenschule am Luisenplatz 10 der Reichsarbeitsdienst RAD und die SA untergebracht (2016 Hessisches Kultusministerium) und der Keller als Folterkammer genutzt. - In Frankfurt richtet sich nach der Absetztung von Polizeipräsident Ludwig Steinberg und der Einsetzung des SA Standartenführers und uradeligen Generalmajors aD Reinhard von Westrem zum Gutacker (54), einem in Wiesbaden lebenden Pensionär, die Gestapo im Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage 7 mit 27 Beamten ein. Nach 7 Monaten wird Reinhard von Westrem zum Gutacker (54) nach Kompetenzstreitigkeiten degradiert und entlassen. Der in Frankfurt geborene SA Gruppenführer Adolf Beckerle (35) wird neuer Polizeipräsident und zum Obergruppenführer alias General befördert, wodurch er direkt Himmler unterstellt ist. - In Wiesbaden wird der in Mainz geborene Ex Krupp AG Manager, neues SA und SS Mitglied und Leiter der NSDAP Zeitung Frankfurter Volksblatt Wilhelm Traupel (42) Landeshauptmann Bezirksverband Nassau. - In Wiesbaden gibt es 19.837 Arbeitslose. - In Wiesbaden hat die NSDAP 5600 Mitglieder. - In Wiesbaden wird der SPD Propagandaleiter Georg Buch (30) SPD Vorsitzender und Stadtverordneter und kommt 14 Tage in Schutzhaft. - In Frankfurt findet auf dem Römerberg eine Bücherverbrennung statt. - Adolf Hitler (44) spricht am Niederwalddenkmal. - In Darmstadt wird im Sitz des Landtags im Ständehaus am Luisenplatz (2016 Sparkasse Darmstadt) der demonstrativ antisemitische gießener Schlossermeistersohn, Lehrer und von der DNVP zur NSDAP übergetretene neue darmstädter NSDAP Landtagsfraktionsvorsitzende Ferdinand Werner (57) gewählter Volksstaat Hessen Präsident, NSDAP Gauleiter Hessen Nassau, NSDAP Volksstaat Hessen Reichsstatthalter Jakob Sprenger (49) Ministerpräsident. Als hessennassauer NSDAP Gauleiter Jakob Sprenger (49) macht er seinen persönlichen Adjutanten Heinrich Reiner (41) zu seinem Stellvertreter. - Der in Darmstadt geborene geistige Führer der NSDAP in Hessen, der Richter Werner Best (30) wird Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen. - In Frankfurt wird die Leiche des von der Partei enttäuschten, ehemaligen offenbacher NSDAP Kreisleiters und ehemaligen NSDAP Landtagsabgeordneten Wilhelm Schäfer (37) gefunden, wodurch der Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen Werner Best (30), dem er ..31 besonders radikale und diktatorische geheime Pläne zur Machtübernahme gestohlen und an die SPD Regierung übergeben hatte, in Verdacht gerät (1950 freigesprochen). - In Frankfurt wird dem entarteten Maler Max Beckmann (49) der Lehrauftrag entzogen. Er hat auch seine Wohnung mit Atelier in der Schweizer Straße. - In Frankfurt wird der Fußballverein FSV Frankfurt Süddeutscher Meister. - In Frankfurt leben 29.000 Juden. - In Frankfurt gewinnt der Fußballclub FSV Frankfurt das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den TSV 60 München vor 15.000 Zuschauern im Waldstadion. - In Wiesbaden wird das Wiesbadener Volkshaus mit dem SPD Parteibüro und Gewerkschaftsbundsitz in der Wellritzstraße 49, vom Kreisbetriebszellenleiter mit umgeschnallter Pistole mit SA Männern gestürmt und die Papiere aus den Fenstern geworfen und verbrannt. Die Gewerkschaftssekretäre Eugen Dengel, Reinhold Reinsperger, Johann Völker und Konrad Arndt werden in Schutzhaft genommen. Es werden 12 neue Kommissare eingesetzt und die vermeintliche Weiterführung verkündet. Das Vermögen der Gewerkschaft wird konfisziert - In Wiesbaden werden SPD Versammlungen verboten. - In Wiesbaden spricht der Gewerkschaftssekretär Konrad Arndt auf einer SPD Kundgebung, wird danach in Schutzhaft genommen und in der Gestapo Zentrale verhört und verprügelt. - In Wiesbaden überfallen zwei zivile SA Männer die Wohnung des Gewerkschaftssekretärs Konrad Arndt und stechen ihn nieder. Im Krankenhaus kann er trotz lebensgefährlicher Verletzungen gerettet werden. Er arbeitet nach der Genesung weiter als Gewerkschaftssekretär, wird in das SA Büro in der Lessingstraße bestellt und für die Leitung der NSBO angeworben, was er ablehnt und dafür ins SA Gefängnis und danach ins Polizeigefängnis in der Friedrichstraße verschleppt wird. - In Wiesbaden tritt der Automobilindustrielle Wilhelm von Opel (62) in die NSDAP ein und spendet danach 300.000 Reichsmark für den Bau des luxuriösen Opelbades. - In Wiesbaden erschießt der SA Mann Ernst Franzreb (32) mit Joseph Steinbrenner und Ernst Krause in Uniform den jüdischen Molkereiwarenhändler Max Kassel in der Webergasse 46 Telefonnummer 22320 bei einem Raubüberfall erkannt. Die Täter fliehen und treffen sich nach der Tat im SA Standartenbüro in der Lessingstraße 16. Nach seiner Verhaftung wird das Verfahren eingestellt (1947 insgesamt 15 Jahre Hafr +1988 Wiesbaden) und Ernst Franzreb neuer SA Wachleiter in der Lessingstraße 16. Die eingeschüchterten Redakteure der wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Zeitung berichten ausführlich, verschweigen aber die Uniformen. - Der jüdische dandyhafte Seidenwaren Kaufmann mit angedichteten erotischen Allüren Salomon Rosenstrauch, der mit seinen vier Töchtern gern flanieren geht, wird in seinem Laden Wilhelmstraße 20 von 8 SA Männern überfallen und gequält, einige Wochen später vor seiner geplanten Abreise ins englische Exil vor einer Gewalttat gewarnt und in seiner Wohnung in der Wilhelmstraße 20 von Unbekannten so zu Tode erschreckt, dass er an einem Herzinfarkt stirbt. Die wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Zeitung berichtet, verschweigt aber, dass er Jude ist. - In Frankfurt wird der Leiter der Spionageabwehr bei der Politischen Polizei Kriminalrat Dr Karl Schäfer neuer Leiter der Stapo alias Staatspolizei und ersetzt Ferdinand Mührdel. Die Gestapo wird von 18 auf 40 Beamte aufgestockt. - In Frankfurt schickt der jüdische Kaufmann Otto Frank, Vater von Anne Frank (04) seine Frau mit den Kindern nach Aachen. - In Frankfurt wird ein Sondergericht eingerichtet. - In Darmstadt wird ein Sondergericht eingerichtet. - In Langen wird das Gasthaus Zum Schwanen alias das Braune Haus zum NSDAP Parteilokal. - In Langen wird der evangelische Pfarrer Wilhelm Seibert zum SA Standartenpfarrer der Standarte 168 ernannt. Er hält Agitationsreden im Langener Stadtgarten und bei der Bücherverbrennung. - Der in Darmstadt geborene SA Standartenführer der Obersten SA Führung und Prinz Wilhelm Karl von Isenburg (St) (30) ist Mitglied der Deutschen Adelsgenossenschaft ohne Landesabteilungszuordnung und dort Privatdozent für Erbforschung. - In Frankfurt gibt es die antifaschistische Gruppe Asphalt, deren Mitglieder bei der frankfurter Straßenbaufirma Deutsche Asphalt AG beschäftigt sind. - In Langen wird der Antifaschist Rudi Gottschalk mit mehreren anderen im Rathaus von SA gefoltert. Ihre Hütte im Wald wird von SA zerschossen. - Der in Lich geborene Graf Bernhard von Solms Laubach (St) (33) wird Theaterregisseur und Intendant. - In Offenbach hat die NSDAP 30,5%, die SPD 30,1% und die KPD 18,1% der Stimmen. Es findet eine Demonstration von 300 KPD Anhängern, einen Fackelzug von 150 NSDAP Anhängern und eine Demonstration der SAP statt. - In Offenbach und in Frankfurt werden Boykotte gegen jüdische Geschäfte veranstaltet. - In Offenbach wird der KPD Sammelplatz, die Straße Kleiner Biergrund von der NSDAP mit einem Fahnenmeer gestürmt. - In Offenbach verbietet der Polizeidirektor Käß das Zusammenstehen von mehr als drei Personen. - In Offenbach feiert der Kampfbund für Deutsche Kultur eine Richard Wagner-Feier, die mit einer feierlichen Bücherverbrennung von 5000 undeutschen und gemeinen Büchern im Isenburger Schlosshof endet. - Offenbach hat 1435 jüdische Einwohner. In Offenbach werden alle SPD Stadträte ins KZ Osthofen verschleppt und dort gefoltert. - In Offenbach verkündet die NSDAP Tageszeitung Offenbacher Nachrichten das Verbot der SPD Tageszeitung Offenbacher Abendblatt. - Auf dem Glauberg richtet das RAD Büdingen ein Außenlager für geschlichtliche Grabungen ein. - In Wiesbaden sitzen für die NSDAP im Stadtrat: Der Inseratenredakteur Ludwig Altstadt, Wiesbaden-Bierstadt, Bierstadter Höhe 21, der Invalide Albert Barnscheidt Philippsbergstraße 1, der Mechaniker Fritz Bettner, Helenenstraße 19, der Kaufmann Gustav Bonn, Goebenstr. 26, der kaufmännische Angestellte Philipp Breth, Nassauer Straße 41, der Zimmerermeister Rudolf Dauster aus Wiesbaden-Schierstein, Adlerstraße 5, der Uhrmachermeister Paul Engelmann, Michelsberg 13, der Arzt Dr Walter Fink Hedwigstraße 4, der Obstzüchter Peter Göttel, Frankfurter Str. 83d, der Werkmeister Heinrich Heuß, Blücherstraße 42, der Kaufmann Willi Hollenders Dotzheimer Straße 19, der Rechtsanwalt Dr. Karl Kettenbach, Forststr. 9, der Photograph Wilhelm Kilian, Dotzheimer Straße 22, der Baumschulenbesitzer Paul König, Rüdesheimer Straße 40, der Bauingenieur Hans Kraus, Andreasstraße 31, der Stadtverordnetenvorsteher Kapitänleutnant a.D. Kurt Leoell, Lanzstraße 33, der städtische Leiter für Marktwesen, Forsten, Feldpolizei und Kassen, Wirtschaftsberater Dr. Ludewig Max Dambachtal 45, der städtische Leiter Bau, Maschinentechnik, Grundstück, Garten- und Friedhofverwaltung, Kapitänleutnant a.D. Freiherr Joachim von Lynker Steubenstraße 30, der Pianist Josef Machui Germaniaplatz 3, der Kellner Heinrich Michl, Kirchgartenstraße 5, der Arbeiter Wilhelm Mitter Wiesbadener Straße 2 in Sonnenberg, der Bademeister Baptist Münch Saalgasse 24-26, der Hochbautechniker Heinrich Neuß, Hermannstraße 8, der Arzt Dr Ernst Otto Kaiser-Friedrich-Ring 16, der Inseratwerber Karl Pasch, Adolfsallee 51, der 1. Vorsitzende der NSDAP Fraktion Justizobersekretr Felix Pikarski, Eichendorffstraße 1, der Kaufmann Philipp Reutlinger, Kaiser-Friedrich-Ring 47, der Kaufmann Georg Schaus, Bleichstraße 25, der Kaufmann Ernst Schneider, Nerostraße 19, der kaufmännische Angestellte Friedrich Schneider Wiesbadener Straße 56 in Wiesbaden Biebrich, der Landwirt Theodor Schneider, Wiesbadener Straße 64 in Wiesbaden Biebrich, der Tapezierermeister Gustav Sperling, Jahnstraße 15, der 2. Vorsitzende des städtischen Dezernats für Wohnungsamt, Obdachlosenpolizei und Schlachthof, Reichsbahnzugführer Peter Staub, Bierstadter Höhe 7, der Kaufmann Waldemar Struck, Abeggstraße 11, der Regierungsobersekretär Johann Thorn, Rheingauer Straße 17, der Glaser Oskar Zahn Wiesbadener Straße 4 in Wiesbaden Rambach und der kaufmännische Angestellte Dr Ludwig zimmermann, Helenenstraße 20. - Der in Frankfurt geborene Bankierssohn, NSDAP Mitglied und SA Mitglied Freiherr Georg Heinrich von Neufville (50) wird geschäftsführender Präsident des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung. - In Wiesbaden wird in den städtischen Dienststellen der Hitlergruß vom in Iserlohn geborenen Lokomotivführer und neuen wiesbadener NSDAP Oberbürgermeister Alfred Schulte (61) und seinem in Westpreußen geborenen Vertreter NSDAP Kreisleiter und Fraktionsvorsitzenden Felix Piekarski (43) eingeführt. - Hermann Göring ernennt das in Offenbach Rumpenheim geborene NSDAP Mitglied Prinz Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (37) zum NSDAP Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau und seinen in Offenbach Rumpenheim geborenen evangelischen Bruder Rittmeisters, Bankkaufmann der arisierten frankfurter Filiale der M. M. Warburg & CO Bank, NSDAP und SA Mitglieds Prinz Wolfgang von Hessen Kassel (38) zum NSDAP Obertaunuskreis Landrat. - In Offenbach werden das KPD Büro in der Karlstraße 35 und das Gewerkschaftshaus mit Saalbau in der Austraße 9 von der NSDAP übernommen und die Rote Hilfe Gebäude im Bierbrauer Weg in ein Adolf Hitler Heim umgewandelt, dessen zerstört hinterlassene Inneneinrichtung von KPD Mitgliedern wieder hergerichtet werden muss. - In Offenbach wird die Synagoge Ecke Goethestraße/Kaiserstraße als Kino, Theater und für NS Veranstaltungen genutzt. - In Offenbach erschießt der arbeitslose SA Mann Weißmantel das aktive SPD und Reichsbanner Mitglied Christian Pleß (24) in der Kaiserstraße von einem Lastwagen herab und erhält als Belohnung eine Arbeitsstelle bei der Stadt. - In Offenbach begeht der schlesische Beamtensohn und Chefredakteur der Arbeiterzeitung Offenbacher Abendblatt Georg Kaul (60) Selbstmord, weil viele seiner Gesinnungsgenossen plötzlich sogar für die NSDAP arbeiten. - In Wiesbaden sinkt die Zahl der Kurbesucher auf 93000. - Der badsodener Bankdirektor Fritz Fuchs ist NSDAP Spitzenkandidat bei den Kommunalwahlen, gefolgt vom eppsteiner Gastwirt Hermann Müller, vom eschborner Landwirt Fritz Kunz und vom kelkheimer Möbelfabrikant Georg Graf. - In Höchst veranstalten auf dem Schloßplatz der SPD Mann und Drucker Peter Nida und Wilhelm Apel eine Protest Kundgebung mit 4000 Demonstranten und anschließend einen nicht genehmigten Demonstrationszug mit 2000 Demonstranten eine Woche nach der Machtergreifung. Wilhelm Apel flieht ins Saarland. Peter Nida wird verhaftet, musste aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden. - In Hochheim behauptet der SA Mann Biron überfallen worden zu sein, weshalb 23 Personen von Reichsbanner oder SPD in Schutzhaft genommen werden. Die Staatsanwaltschaft findet heraus, dass der Überfall gar nicht stattgefunden hat. - In Höchst wird der SPD Kreistagsabgeordnete Wilhelm Holzapfel von der Konsumgenossenschaft Höchst entlassen. - In Darmstadt wird die darmstädter Zeitung und SPD Kampforgan Hessischer Volksfreund Neckarstraße 4 verboten und geschlossen. - In Frankfurt werden viele jüdische Mitarbeiter u.a. der in Frankfurt geborene Journalist Siegfried Kracauer (44) und der Kulturkritiker Walter Benjamin (41) der frankfurter Tageszeitung Frankfurter Zeitung entlassen. - In Frankfurt gibt es 70.917 Arbeitslose, entsprechend 12,7 %. - In Frankfurt verbrennt die akademische Jugend auf dem Römerberg Bücher mit undeutscher Literatur, wobei der evangelische Studentenpfarrer Otto Fricke (31) eine Rede hält. - In Frankfurt haben bei der Kommunalwahl die SPD 19,05 %, die KPD 9,72 %, die DVP 3,95 %, das Zentrum 11,45 % und die NSDAP 47,87 %. - In Frankfurt erhalten die Deutschen Christen unter Führung von Pfarrer Probst von der Erlösergemeinde vom Landeskirchenrat einen Verweis wegen Verletzung der politischen Neutralität. - Die Evangelische Kirche in Nassau-Hessen wird mit dem späteren Landesbischof Ernst Ludwig Dietrich (36) gegründet, der nach dem Führerprinzip seine Pfarrer bestellen darf. Im Kirchengebiet mit fünf Propsteien ist der Propst Pfarrer Alfred Trommershausen von der Luthergemeinde für Frankfurt zuständig. Der Arierparagraph ist grundsätzlich akzeptiert. - In Wiesbaden wird der Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Nassau August Kortheuer (65) abgesetzt. Er fühlt sich herausgefordert und beginnt nach eigenen Worten wieder zu arbeiten, da er noch Vorsitzender des Evangelischen Verein für Nassau der Inneren Mission ist. - In Frankfurt gliedert Pfarrer Paul Both ohne bischöfliche Erlaubnis seine evangelische Eichenkreuz-Sturmschar schon in die Hitlerjugend ein. - In Hanau wird der Landwirt Johannes Puth (33) NSDAP Kreisleiter und Bürgermeister von Schlüchtern und NSDAP Kreisleiter. - Prinz Hesso von Leiningen (St) (--) heiratet Gräfin Marie Luise von Nesselrode. - In Frankfurt marschieren Autobahnarbeiter in Kolonne vor dem Hotel Vier Jahreszeiten Scharnhorststraße 33 alias Baseler Straße. - In Idstein und in Michelbach wird eine Telefonselbstwählstelle eingerichtet. - Der in Wiesbaden aufgewachsene hamburger Kaufmannssohn und Rechtsanwalt Hans Buttersack (53) führt als DNVP Mitglied eine Stahlhelm Machtdemonstration alias Hitler Huldigungs-Marsch durch Wiesbaden an. Die SA am Ende des Zuges wird in der Ludwigstraße von KPD lern mit Flaschen, Steinen und glühenden Briketts aus den Fenstern beworfen und vertrieben. Am folgenden Tag rückt der in Mainz Gonsenheim aufgewachsene, vorbestrafte Dieb und arbeitslose SA Mann und Agitator Ernst Franzreb (32) mit seinem SA Rollkommando an, verhaftet wahllos aus Rache und verschleppt seine Opfer in das SA Quartier Lessingstraße 16 und in den Keller der Luisenschule am Luisenplatz, wo der selbsternannte Herrscher von Wiesbaden SA Standartenführer Reutlinger mit unglaublicher Brutalität foltert und Scheinerschießungen anordnet. Das von Ernst Franzreb (32) eine Kellertreppe hinuntergeworfene KPD Mitglied Karl Müller wird danach mit einer Schußwunde tot aufgefunden. Tage später wird Ernst Franzreb (32) überfallen und schwer verletzt. - In Wiesbaden organisiert der Gewerkschafter Paul Krüger (29) einen Hungerstreik im Polizeigefängnis des Polizeipräsidiums Friedrichstraße 25. - In Frankfurt gibt es 26158 Juden. - In Darmstadt erreicht die NSDAP 50 %. - In Darmstadt wird der in Bayreuth geborene KPD Funktionär Georg Fröba (37) von der SA mit vielen anderen Kommunisten in Schutzhaft genommen, brutal verprügelt und ins KZ Osthofen bei Worms verschleppt. - In Wiesbaden ist das Braune Haus in der Dotzheimer Straße. - In Wiesbaden wird der Bahnhofsbuchhändler O. Vaternahm heimlicher Verteiler von verbotener Literatur, Schriften und Flugblättern. - In Wiesbaden werden u.a. illegale Treffpunkte von Regimegegnern: das Cafe Vogel in der Rheinstraße neben der Hauptpost, das Restaurant Schweizergarten Platterstraße nahe des Waldes und des Wolkenbruches, das Restaurant Rosengärtchen in der Taunusstraße, das Cafe Lehmann in der Wilhelmstraße und die Konditorei Vorbach untere Webergasse. - In Wiesbaden glaubt die KPD, dass die NSDAP nur einen Feind hat und postuliert auf ihren Flugblättern: Sie lieben vereint, sie hassen vereint, sie haben nur einen Feind: Die Arbeiterklasse. - Der in Darmstadt geborene Prinz Wilhelm Karl von Isenburg Büdingen (St) (30) veröffentlicht seine Studie Das Problem der Rassenreinheit. - In Königstein Falkenstein vermietet der Besitzer des Hotel Frankfurter Hof Alt Falkenstein 47 (2016 Falkenstein Apotheke) Jean Schmitt an NS Verfolgte Zimmer im Rest Home Projekt. - In Frankfurt wird die Richterin Elisabeth Schwarzhaupt, die auch noch mit einem Juden verheiratet ist, wegen eines Verbots für Frauen in Richterämtern entlassen. - In Wiesbaden wird das Pädagogium Luisenplatz 10 Verwaltungssitz des Reichsarbeitsdienstes RAD Hessen Süd. - In Wiesbaden wird die Alte Münze Luisenplatz 5 nach der Machtergreifung für einige Monate Wohnstätte für die SA Männer, von denen viele Hilfspolizisten sind. Im Keller wirft man dem extra aus dem Polizeigefängnis im Polizeipräsidium Friedrichstraße 25 geholte KPD Führer Karl Müller, dem man Überfälle auf NSDAP Mitglieder und Messerstechereien vor, sperrt ihn in einen Verschlag unter der Treppe und foltert ihn. Gerne benutzt wird eine Reitpeitsche. Zähne werden ausgeschlagen und Köpfe bei besonderen Leuten geschoren. - In Wiesbaden wird Otto Quarch auf der Flucht durch SS Leute erschossen. - Wiesbaden hat 160.464 Einwohner, Mainz hat 142.627 Einwohner, darunter 2609 Juden und Offenbach hat 81.329 Einwohner. - In Marburg ist der in Assenheim geborene Soziologe Graf Max von Solms Rödelheim Assenheim (St) (40) laut NS Gaudozentenführer ein harmloser Professor. - In Frankfurt übernehmen die SA Standarten 63 und 81 auf Druck des frankfurter SA Führers und Polizeipräsidenten Adolf Beckerle (31) das städtische Erziehungsheim für straffällige und auffällige Jugendliche Westendheim alias Perlenfabrik in der Ginnheimer Landstraße 40-42 (2016 riesiger Studentenwohnhochhauskomplex) und funktionieren es für einige Monate zu einem ersten KZ in Hessen Süd, zum Wilden KZ Perlenfabrik um, wo sie die Verschleppten, darunter für 6 Wochen den Metallarbeiterverbandschef Ernst Mulansky, den Bildhauer Otto Miesbach, den Vorstand der Arbeiterbank Willi Haug, den Journalist Rudolf Eims, zwei Betriebsräte der Adlerwerke und die SPD Mitglieder Karl Scheld und Karl Kaffenberger, auf dem Feld zwangsarbeiten lassen, nachts verhören und hemmungslos foltern. Die SA soll dort als Hilfspolizei ausgebildet werden. Der städtische Heimleiter August Verleger (--) lebt mit seiner Familie auf dem Gelände, wird aber von Adolf Beckerle (29) aus seiner Wohnung verdrängt. Auf dem Gelände wohnen sein Adjutant Wehner, der SA Standartenführer Hirt und etwa 10 SA. Danach richten in Frankfurt Höchst die NSDAP Ortsgruppenleiter der westlichen frankfurter Stadtteile ein wildes KZ in der ehemaligen Kaserne Höchst ein. Die Tageszeitung Höchster Kreisblatt, berichtet, dass provozierende Elemente dort festgehalten werden, dass ihnen aber kein Leid zugefügt werde. - In Wiesbaden wird der Direktor der Wiesbadener Bank Hermann Schulze (--) neuer IHK Direktor. - Der in Deggendorf geborene Textilkaufmannssohn, baden-badener Hotelbesitzer und spätere Frankfurter Hof Besitzer Albert Steigenberger (44) verweigert in einem Geschäftsbrief im NS Jargon erfolglos und auf noch illegalen NSDAP Forderungen basierend seinem jüdischen deggendorfer Nachbarsgeschäft Max Stern Renovierungsarbeiten, die der Stadtrat trotzdem erlaubt. - In Frankfurt wird im Nizza Untermainkai 17 eine 3000 große Rollschuhbahn errichtet. - Der in Frankfurt geborene Apothekersohn, Pfadfinder, Leutnant a.D., nationalrevolutionäre Schriftsteller und Freicorpsgründer Friedrich Wilhelm Heinz (34) (1950 Aufbau eines Nachrichtendienstes alias Geheindienstes für Bundeskanzler Adenauer) prahlt mit der Beteiligung an den Attentaten auf  Matthias Erzberger (++) und Walther Rathenau (++). - In Frankfurt wird der in Frankfurt geborene jüdische Koch Koservatorium Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) Direktor Bernhard Sekles (61) entlassen. - In Frankfurt versucht der IHK Präsident Otto Hauck mit jüdischen Kaufleuten gegen den Antisemitismus zu demonstrieren, was von der SS aufgelöst wird. Danach wird Otto Hauck abgesetzt und vom niedersächsischen Maurermeistersohn und NS Zeitung Frankfurter Volksblatt Wirtschaftsredakteur, Börsenmitarbeiter und Wirtschaftsprüfer Carl Lüer (36) ersetzt, der zur Arbeitsbeschaffung Generalrat der Wirtschaft und Präsident des Rhein-Main Industrie- und Handelstages wird. In der NSDAP ist er Gauinspekteur zur besonderen Verfügung bei der Leitung des Gaus Hessen Süd. - Der jüdische frankfurter Warenhausunternehmer Hermann Wronker (66) mit dem größten 90 Meter langen Warenhaus der Stadt, Wronker, auf der Südseite der Zeil 105 wird enteignet und das Warenhaus arisiert. Generaldirektor und Sohn Max Wronker flieht in die USA. Sein Vater bleibt bis ..38. Das Unternehmen wird in DEFAKA alias Deutsches Familienkaufhaus umbenannt. - Der in Frankfurt, Wiesbaden, Rüdesheim und Limburg ausgebildete höhere Beamte des preußischen Justizministerium gerade ausgetretene Zentrums-Politiker Hans-Josef Altmeyer (34) wird Gestapo-Mitglied. - In Darmstadt werden die Synagogen in der Bleichstraße und in der Friedrichstraße niedergebrannt. - In Frankfurt wird das Büro des in Budapest geborenen jüdischen Motorfach-Zeitschrift Motor-Kritik Chefredakteur und Volkswagen-Entwicklers Josef Ganz (35) von der Gestapo durchsucht und Konstruktionspläne konfisziert, die danach verschwinden. Der aus dem Kraftfahrzeug Modell Ganz Maikäfer entwickelte Ur-Käfer alias schnellster und billigster deutscher Volkswagen Standard Superior kostet 1590 Reichsmark ab Werk Ludwigsburg. - Die Todesstrafe wird wieder eingeführt. - Der in Darmstadt geborene mit Frieda von Römheld verheiratete Landgerichtsdirektorensohn, Bankkaufmann, NSDAP Mitglied und SS Sturmführer Karl Wolff (33) wird Adjutant von Heinrich Himmler (33), verkauft seine Firma und zieht in den Reichstag ein. - Filterzigaretten werden eingeführt. - Der mit der in Mainz geborenen wiesbadener Sektfabrikantentochter Anna Elisabeth Henkell (37) verheiratete in den Adelsstand adoptierte Militär, Politiker und einjährige NSDAP Mitglied Joachim Ribbentrop (40) erklärt seine Adoption als Rettungsaktion des entfernt verwandten Adelsgeschlechts vor dem Aussterben. - Die Existenz von KZs und des für das Rhein-Main-Gebiet zuständigen KZ Osthofen bei Worms unter Lagerleiter Karl Heinrich d´Angelo (43) wird medial stark verbreitet. - In Darmstadt wird der in Pasing geborene Eisenbahnverwaltersohn, Volksstaat Hessen Reichskommissar, SA Mitglied und NSDAP Verwaltungsjurist Heinrich Müller (37) Oberbürgermeister von Darmstadt. - In Darmstadt hat die NSDAP Gauleitung ihren Sitz in der Bismarkstraße 11 und die NSDAP Kreisleitung in der Hügelstraße 15. - In Groß-Gerau jubelt der SA Mann Moos nach Schießereien von SA und SS in Darmstadt Griesheim und Ober-Ramstadt, wo es Tote gab In der Nacht vom 4. auf den 5. März beherrscht die SA in ganz Hessen die Straße. Wo sich der Gegner zeigt, wird er nach Hause gejagt. Fühlbar begreift es das Gesindel, daß seine Stunde geschlagen hat, und wo früher bei Zusammenstößen die wehrlose SA die Erde mit ihrem Blut benetzte, schafft sie heute auf eigene Faust Ruhe. Mutlos sehen die Roten dem Wahltag entgegen. Ihre Führer sind geflohen. Was werden die Nazis mit ihnen anfangen? - Der in Frankfurt geborene Regisseur Walter Ruttmann (50) dreht den NS Propaganda Film Blut und Boden. - Der in Frankfurt Rödelheim geborene Gutsbesitzer Freiherr Karl Friedrich von Schorlemer (St) (47) kandidiert als ehemaliges DNVP Mitglied erfolgreich für die NSDAP und wird Reichsparteitagsmitglied. - In Offenbach erkauft sich der in Frankfurt geborene jüdische offenbacher Lederfabrikant und Mäzen Robert Max Hirsch (50) mit dem Lucas Cranach Gemälde Urteil des Paris als Geschenk an Hermann Göring (40) und einer Zahlung von 1.500.000 Reichsmark das Recht der Ausfuhr seiner umfangreichen Gemäldesammlung in sein baseler Exil in die Schweiz. - In Frankfurt kommen im Kino Ufa-Palast Groß Frankfurt Bleichstraße 57 am Eschenheimer Turm der Propagandafilm Hitlerjunge Quex mit Heinrich George (40), Vater von Schimanski heraus. - In Kronberg flaggt das hessische Schloss Friedrichshof die Hakenkreuzfahne. Die vier hessenkasseler Landgrafensöhne und Prinzen, die in Offenbach Rumpenheim geborenen Zwillingssöhne Philipp von Hessen und Wolfgang von Hessen (37) sowie die in Frankfurt geborenen Richard von Hessen und Christoph von Hessen (32) von Landgraf Friedrich Karl von Hessen (St) (65) und seiner Frau der Kaiser Friedrich III Tochter Margarethe von Zollern Preußen (61) sind bereits Mitglieder der NSDAP. - In Frankfurt tritt der in Lövenich geborene WW1 Hauptmann, frankfurter Schuldezernent und Kulturdezernent Dr phil Rudolf Keller (55) in die NSDAP ein und wird NSV Mitglied und Blockwalter alias Blockwart. - In Darmstadt wird der Film Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt gedreht, wobei der Zeppelin Prallluftschiff C-PN 30 mit Odol Werbung auf der Lichtwiese als Requisite dient. - In Wiesbaden wird das in Wiesbaden geborene Jungdeutsche Ordens Mitglied und Brigade-Erhard Mitglied Wilhelm Avieny (36) Generaldirektor der Nassauischen Landesbank. Er wird einer der einflussreichsten Arisierer. - In Frankfurt kauft Erbprinz Hermann Otto Wilhelm Ludwig von Solms Hohensolms Lich (St) (31), kurz nachdem sein Flugzeug Leichtbau Doppeldecker D-2293 des in Regensburg geborenen frankfurter Flugzeugbauers Max Gerner (33) aus 60 Meter Höhe wegen eines Konstruktionsfehlers abstürzte, ein zweites Modell D 2626. - Der frankfurter Adlerwerke Aufsichtsrat und kölner Bankier Freiherr Kurt von Schröder (44) arrangiert das Treffen Hitlers mit Franz von Papen (54) in seinem Bankhaus. - In Frankfurt wird der SA Standartenführer General Reinhard von Westrem Gutacker (54) neuer Polizeipräsident, der vor dem Schauspielhaus ankündigt die von Juden verseuchte Stadt aufräumen. - In Frankfurt wird im Hippodrom Ecke Stresemannallee/Kennedyallee 19-23 (2016 Chinesisches Generalkonsulat) das 1. Große Frankfurter Reit- und Springturnier veranstaltet. - In Frankfurt gibt der Berliner Kulturbund deutscher Juden im Theater Neues Theater Mainzer Landstraße 55 das Lessingstück Nathan der Weise. - In Friedberg stirbt die in Gallenegg geborene und unverheiratete Gräfin Victoria Hermine Mathilde von Leiningen Westerburg (St) (74). - In Frankfurt treten die Comedian Harmonists trotz Arierparagraph mit ihren jüdischen Mitgliedern mit Sondergenehmigung im Saalbau (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26 JP Morgan Private Bank) auf. - Der in Frankfurt geborene jüdische Kaufmannssohn und Journalist Leopold Schwarzschild (42) und der in Frankfurt geborene preußische Staatsminister Robert Weismann (42) werden auf die erste Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs gesetzt, wodurch sie enteignet werden und zur Emigration gezwungen sind. - In Frankfurt treten im Kaffeehaus Café Orest Kaiserstraße die 12 Blue Jazz Ladies von Leo Selinsky als Europas bekanntestes Damen-Orchester auf. - In Frankfurt eröffnet der Deutsche Gemeinschaftsdiakonieverband Marburg die verwahrloste Nervenklinik für den Hochadel als Kuranstalt Hohe Mark für nervöse und seelische Leiden unter Dr Alfred Lechler und unter dem erfahrenen Heil- und Pflege- Militärarzt Dr Kurt Spangenberg, obwohl die SA eigentlich einziehen will. - In Frankfurt Höchst richtet die Privatarmee SA in der ehemalige und leerstehenden französischen Kaserne Windhorststraße 75 auch offiziell ihre Dienststelle ein. Gleichzeitig wird sie offiziell als RAD Reichsarbeitsdienstlager, als Wildes KZ und als HJ Kaserne genutzt. - In Offenbach versucht in der Luisenstraße 28 die Freimaurerloge Carl und Charlotte vergeblich durch die Umbenennung in den Geselligkeits- und Wohtätigkeitsverein Kasino-Gesellschaft der Auflösung zu entgehen. - In Frankfurt werden im wilden KZ Perlenfabrik Ginnheimer Landstraße 40-42 (2016 riesiger Studentenwohnhochhauskomplex) 45 Kommunisten darunter Reitinger von Karl Bleser und dem SA Mann Dragan schwer gefoltert und verhört. Karl Bleser ist in Frankfurt nicht gemeldet. Reitinger legt ein Geständnis ab, wird deshalb nach einem halben Jahr zum Tode verurteilt und im Folgejahr hingerichtet. - In Frankfurt foltert die SA und die SS in der Mörfelder Landstraße 166, in der Klingerschule Mauerweg 1, im fechenheimer Gaswerk und in der Perlenfabrik in der Ginnheimer Landstraße 40-42, wo 45 KPD Mitglieder und der Verwalter des Gewerkschaftshauses, Bildhauer und Gewerkschaftsbundsekretär Otto Miesbach, das Arbeiterbankvorstandsmitglied Willi Haug, der Journalist Rudolf Eims, die SPD Mitglieder Karl Scheld und Karl Kaffenberger, zwei Adlerwerkebetriebsräte u.a. von SA Mann Karl Blesers verhört und gefoltert werden. Sie werden mit eiskaltem Wasser und mit der Wurzelbürste gewaschen. SA Sanitäter Schmutzler verprügelt die Gefangenen. Den Häftlingen werden aus hygienischen Gründen die Köpfe geschoren. Häftlinge werden zu Scheinhinrichtungen zur Erpressung von Geständnissen, bei denen sie meistens ihr eigenes Todesurteil unterschreiben, in den Wald gefahren, wo sie ihr Grab ausheben und sich hineinlegen müssen. Häftlinge werden gezwungen ihre eigenen Ausscheidungen zu essen. - In Wiesbaden veranstaltet der Fastnachtsverein Die Spinner des Gesangsverein Gutenberg im Paulinenschlößchen mit 2 Musikkapellen ein mit 1500 Besuchern ausverkaufte Fastnachtssitzung, die mehrfach wiederholt wird, wobei ihr Vereinsvermögen aufgebraucht wird um es angeblich nicht an die Nazis verfallen zu lassen. Vier Monate später werden sie im Gegensatz zu vielen anderen Karnevalsvereinen verboten und viele Mitglieder in Schutzhaft genommen. Die Vereinsgegenstände wie Orden und Kappen erhält ihr Zeugwart Gustav Ebicht wieder zurück. - In Frankfurt gibt es 70.179 Arbeitslose. - In Darmstadt endet der Hungermarsch von tausenden Arbeitslosen auf dem Paradeplatz. - In Frankfurt wird der jüdische Schüler Hans Stern am Lessing-Gymnasium Hansaallee so gequält, dass er Selbstmord begeht. - In Kronberg wird der kronberger NSDAP Ortsgruppenleiter Wilhelm Schaub Bürgermeister. - In Frankfurt holzt der Reichsarbeitsdienst RAD mit der sprendlinger Straßenbaufirma Bratengeier den Wald für den neuen Rhein-Main-Flughafen ab. - In Frankfurt zieht die NS Organisation KdF Kraft durch Freude in die Räumlichkeiten des exklusiven Hermannia Fecht Clubs Frankfurt in der Kaiserhofstraße 11. - Das SA Mitglied Prinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (30) und seine Frau, die verarmte russische Gutsbesitzertochter Marie Margarete von Deringer (St) (--), werden besonders eifrige Mitglieder der NSDAP und Besitzer des ältesten Erbhofes im Reich. - In Frankfurt wird das Hotel Englischer Hof am Hauptbahnhof Ecke Am Bahnhofsplatz 10/Kaiserstraßé 76 geschlossen. - In Deutschland werden Spielbanken oder Casinos wieder eröffnet. - In Frankfurt stammen nur 31 % aller Juden aus Frankfurt, der Rest sind zugezogene Ostjuden. - In Frankfurt haben von den 2000 jüdischen Firmen nur 40 nichtjüdische Mitinhaber. - In Offenbach wird das jüdische ehemalige Vereinsvorstandsmitglied und Anwalt des Fußballvereins Offenbacher Kickers Manfred Weinberg in das KZ Osthofen bei Worms in Schutzhaft verschleppt. - Dem in Rüsselsheim geborenen jüdischorthodoxen Reichsbanner und SPD Mitglied Max Tschornicki (30) gelingt die Flucht aus der Schutzhaft im KZ Osthofen. - In Mainz leben 80.777 Katholiken, 51.937 Protestanten und 2609 Juden. - In Wiesbaden wird der Offizier und ehemalige weimarer Theaterintendant Carl von Schirach (60), seit 7 Jahren NSDAP Mitglied, verheiratet mit der amerikanischen Emma Lynah Tillou Bailey Middleton (61), Generalintendant am Deutschen Theater alias Staatstheater. Sein Sohn ist der ehemalige NS Studentenbundführer und Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach (26), der seit dem Vorjahr mit der Hitlerfotografentochter Henriette Hoffmann (20) verheiratet ist und die ihre erste Tochter Angelika Benedikta von Schirach zur Welt bringt. - In Frankfurt stirbt in der Miquelstraße 1 (2016 Bockenheimer Landstraße 92/Siesmayerstraße) der beliebteste frankfurter Dichter Adolf Stoltze (91). - Die in Alzey geborene halbjüdische Schriftstellerin und posthume Georg Büchner Preisträgerin Elisabeth Langgässer (34) wählt in der letzten freien Wahl Adolf Hitler (44). - Der in Darmstadt geborene Genealoge Prinz Wilhelm Karl Hermann von Isenburg (St) (30) philosophiert als Mitglied des NS Lehrerbundes über das Problem der Rassereinheit. - In Wächtersbach stirbt der in Wächtersbach geborene, morganatische hessenkasseler Kurfürstenenkel Witwer Fürst Friederich Wilhelm von Isenburg Büdingen (St) (83). - Der in Hanau geborene frankfurter Jurastudent und SA Mitglied Hermann Krause (83) wird Mitglied der NSDAP (1945 -1966 hanauer Bürgermeister). - Der in Weilmünster geborene bonner Jurastudent und SA Mitglied Ernst Loew (22) wird Mitglied der NSDAP (1958 -1974 hessischer Landtagsabgeordneter). - Während das in Limburg an der Lahn geborene neue SA Mitglied Rechtsanwalt Heinrich Anton Wolf (25) wird Mitglied der NSDAP (1962 hessischer CDU Landtagsabgeordneter, Bundesverdienstkreuz). Die frankfurter Prostituierte Rosemarie Nitribitt, in deren Mordfall er als Staatsanwalt ermitteln wird, wird geboren. - Der bei Lich geborene Jurist, gonzenheimer Gemeindevertreter und Mitglied des Preußischen Staatsrats Otto Kneipp (49) tritt der NSDAP bei (1945 Bundestagsmitglied und hessischer FDP Alterspräsident, Bundesverdienstkreuz). - In Frankfurt studiert der jüdische knochentumorkranke kroatische Oberrabbinersohn und Gustoff Attentäter David Frankfurter (24) Medizin. - Der in Frankfurt Niederhöchstadt geborene Diplomlandwirt und WW1 Unteroffizier Hermann Schwann (34) wird Mitglied der NSDAP (1957 FDP Bundestagsmitglied). - Das in Offenbach geborene aktive SA Mitglied, marburger Jurastudent Werner Vogel (29) beantragt die Mitgliedschaft in der NSDAP (1980 Grünen Bundestagsmitglied). - In Frankfurt bezeichnet die Tageszeitung Frankfurter Zeitung die Frankfurter Universität als kulturbolschewistische Hochburg. - In Frankfurt beginnt der in Bremen geborene Lehrersohn Karl Carstens (19) sein Jurastudium und wird im/nach dem Wintersemester Mitglied der SA (1975 Deutscher Bundespräsident). - In Dolgesheim wird das jüdische Reichsbanner Mitglied Julius Frank in SA Schutzhaft erhängt aufgefunden. - Der in Neuwied geborene ehemalige schwedische Diplomat NSDAP Mitglied und Fürstensohn Prinz Viktor von Wied (St) (56), verheiratet mit NSDAP Mitglied Grafentochter Gisela Klementine Christophora Karola von Solms Wildenfels (St) (42), wird nach 9 Jahren Ruhestand wieder deutscher Gesandter in Schweden und bleibt das 10 Jahre lang. Sie haben zwei Töchter Prinzessin Marie Elisabeth Charlotte von Wied (St) (20) und Beningna-Viktoria Ingeborg von Wied (St) (42). - In Frankfurt ist der Direktor des Senckenberg Museums Rudolf Richter Mitglied der NSDAP, will aber seine jüdischen Mitarbeiter angeblich weiterarbeiten lassen. - In Frankfurt wird der Medizinstudent Graf Wilhelm von Solms Rödelheim Assenheim (St) (19) wegen kommunistischer Gesinnung von der frankfurter Universität verwiesen. - In Mainz wird der wormser Volksschullehrersohn, Jurist und neue mainzer NSDAP Oberbürgermeister Philipp Wilhelm Jung (49) schon nach drei Monaten Staatsrat und nach weiteren drei Monaten Ministerpräsident des Volksstaates Hessen. - In Mainz wird nach der Absetzung des in Wiesbaden Biebrich geborenen mainzer DDP Oberbürgermeister Wilhelm Erhard (49), der riedstädter Arztsohn, offenbacher Amtsgerichtsrat und darmstädter NSDAP Oberbürgermeister Robert Barth (33) neuer NSDAP Oberbürgermeister. - Die DDP gilt als Bonzenpartei - Mainz ist die höchstverschuldete deutsche Stadt. - In Mainz schreibt die Tageszeitung Mainzer Anzeiger in einem Artikel; Die Wirtschaft liegt darnieder, das Kulturleben stagniert. Mainz ist wie ein Reichsminister es ausdrückte, eine tote Stadt geworden. - Prinz Leopold von Isenburg Büdingen Birstein (St) (67) stirbt. - In Frankfurt erhält die frankfurter Gallusbäckertochter, Schauspielerin und spätere Zum blauen Bock Wirtin Lia Wöhr (22) nach ihrer Kündigung im Stadttheater Halberstadt aus Solidarität für eine jüdische Kollegin ein Engagement am Frankfurter Schauspielhaus am Theaterplatz alias Willy Brandt Platz unter dem neuen NS Theaterleiter Hans Geisow (--), der mit seiner Charakterkomödie Der alte Textor mit Kitty Stengel und Carl Luley (46). Neuer brauner Generalintendant der Städtischen Bühnen wird der in Frankfurt geborene rote Regisseur und Schauspieler Hans Meissner (37). - In Frankfurt findet die 6. Frankfurter Automesse auf dem Festhallengelände und im Haus der Moden statt. - In Frankfurt wird allen jüdischen Angestellten des frankfurter Funkhauses der Zugang verweigert, darunter der Pianist und Komponist Erich Itor Kahn (28). - In Frankfurt Rödelheim tauscht Graf xxx von Solms Rödelheim (St) (--) das Rödelheimer Schloß im Schloßpark gegen das Hofgut Dortelweil. - In Frankfurt trägt die Polizei das Hakenkreuz in ihrer Kokarde auf der Schirmmütze. - In Frankfurt ist die Stadt zum Geburtstag Adolf Hitlers (44) ein Hakenkreuzflaggenmeer. - In Frankfurt spielt Heinz Rühmann (31) die Titelsrolle im Schwank Der Mustergatte im Theater Neues Theater Mainzer Landstraße 55. - In Frankfurt Cafe Windsor in der Kaiserstraße wird eine Großrazzia durchgeführt, bei der 20-30 Prostituierte angetroffen werden. Weil der Besitzer seine Konkurrenz die Cafes Zimmer, Corso Kaiserstraße 66, Express und Alkazar verrät, darf er 10 Prostituierte behalten. - In Idstein erbt die Gutsbesitzerin Elisabeth Schmitz-Scholl (34) alias Elisabeth Haub den Tengelmann Konzern. Ihr Bruder (35) tritt der NSDAP bei. - In Frankfurt gibt es im Gastronomiebetrieb Gross-Frankfurt am Eschenheimer Turm in der Bleichstraße 57 die führende Kleinkunstbühne Künster-Klause, die elegante Tanz-Bar Eremitage, das Variete Bier-Palais mit zweiwöchigem Programmwechsel, das Familien Cafe Gross-Frankfurt in dem es abends Konzerte zu preußischem Wein gibt, das Spezial Restaurant Münchner Löwenbräu mit original münchener und pilsner Bier und Klub- und Gesellschaftsräume. - In Frankfurt gibt es an der Hauptwache das in Deutschland angeblich führende Cafe Wien. - Der in Alzey Bechtheim geborene Bauernsohn Richard Hofmann (31), NSDAP Mitglied und SS Mitglied wird als berüchtigter Schläger vom in Darmstadt geborenen Richter und Landespolizeipräsident Werner Best (28) zum Wachmann im KZ Osthofen ernannt. Er erarbeitet sich in diversen KZs die Spitznamen Iwan der Schreckliche und Chinesen Karli. - Der aus Limburg an der Lahn stammende Geschäftsführer des Verein zur Vorbereitung der Autostraße Hansestädte Frankfurt Basel Willy Hof (53) wird Direktor des Unternehmens Reichsautobahn. - In Höchst wird der Hitler-Begeisterte, in Pommern geborene Jurist Ernst Janke (38) maintaunus NSDAP Kreisleiter, obwohl er noch kein Parteimitglied werden durfte. Sitz der Kreisleitung ist das Kreishaus in der Bolongarostraße 101 (2017 von google streetview unkenntlich gemacht). - Der in Alzey geborene ehemalige darmstädter und mainzer Rechtsanwalt Heinrich Elaß (65) ist NSDAP Reichstagsmitglied. - In Oberursel wird der in Bad Schwalbach geborene Gendarmensohn, SA Führer und frankfurter Justizbeamte Karl Lange (41) neuer NSDAP Bürgermeister. In Wiesbaden wird er NSDAP Präsident des Kommunallandtags und NSDAP Präsident des Provinziallandtags Hessen-Nassau, die er beide auflöst. Er vertreibt den in Nieder-Olm geborenen Landwirtssohn und frankfurter Verkehrsamtsreferenten Karl Horn (45) als Bürgermeister. - In Königstein boykottiert der von der NSDAP umgedeutete Dichter Stefan George (65) seine pompös mit Hakenkreuzfahnen geschmückte Geburtstagsfeier, reist nach Italien und stirbt dort. - In Frankfurt ist der Flughafen Rebstock (2017 freies Gelände vor Ibis Hotel) ein aus elf Gebäuden bestehender geschlossener Gutshof mit Innenhof und einem Tower. - In Frankfurt wird die in Frankfurt geborene Werkmeistertochter und Schauspielerin Liesel Christ (14) mit einer Sondergenehmigung Studentin der Hochschule für Musik und Theater, an der alle jüdischen Lehrer entlassen werden. - Mayonnaise wird in Eier-Öl-Schaum-Tunke umgedeutscht. - In Schlüchtern lässt der wachenbuchener Landwirt und hanauer NSDAP Bürgermeister Johannes Puth (33) lebensgroße Juden-Spottfiguren aufstellen. - In Mainz lässt der neue mainzer NSDAP Oberbürgermeister Philipp Wilhelm Jung (49) das Befeiungsdenkmal des jüdischen Künstlers Benno Elkan (56) am Schillerplatz als Schandfleck abreißen. - Die in Frankfurt im Großen Hirschgraben aufgewachsene Revue-Tänzerin La Jana (28) alias Henriette Niederauer ist ein europäischer Burlesque Star. Sie tanzt auf den Bühnen von Berlin und Stockholm und zieht nach London. - In Frankfurt finden vor dem Rathaus Römer die Hans Sachs Spiele statt. - In Frankfurt wird das Kino-Variete Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 von der Südwestdeutsche Filmbühne GmbH übernommen. - In Mainz zieht die mainzer NSDAP Kreisleitung in das Offizierskasino Palais Schönborner Hof, Schillerstraße 11. - In Hessen wird das Reichsbanner und die Eiserne Front verboten. - In Frankfurt übernachten 261.494 Besucher, davon 24.513 aus dem Ausland. - In Wiesbaden wird der katholische Zentrumspolitiker Graf Richard Matuschka Greiffenclau (St) (40) als Sohn der jüdischen kölner Bankierstochter Freiherrentochter Klara von Oppenheim (63) aus seinen Ämtern vertrieben. Er zieht sich nach Schloss Vollrads zurück. - In Frankfurt wird der russische adelige Strahlenforscher an der Universität Frankfurt Boris Rajewsky (40) Mitglied der SA (1943 Prorektor der Universität Frankfurt, 1963 Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik. Gibt sich als Opfer des NS Systems). - In Bad Homburg heiratet der Automobilrennfahrer und NSDAP Mitglied Prinz Max von Schaumburg Lippe (St) (35) die VARTA Konzerntochter Helga-Lee Roderbourg (22). - In Bad Homburg muss die Schokoladenfabrik Holex im Glucksteinweg 5, die Vollmilchschokolade, Blockschokolade, Dragees und Schokoladenzigaretten produziert, wegen der Folgen der Weltwirtschaftskrise nach vierjähriger Insolvenz schließen. Der technische Betriebsleiter Philipp Born hat bereits eine neue Schokoladenfabrik mit dem Markennamen Holex. - In Wiesbaden lässt sich die Vorsitzende des katholischen Johannesstifts, Platter Straße 72, Helene Bennin (78) als Generalmajorswitwe mit Frau General ansprechen. Sie ist die jüngste im dreiköpfigen Vorstand. Der Verein hat in 12 Jahren 140 zahlende Mitglieder verloren und hat nur noch 30. Die Stiftung kümmert sich um schwangere Prostituierte und schwangere weibliche Strafgefangene. - In Kronberg wird Prinzessin Christina Margarethe von Hessen (St) als Tochter des in Frankfurt geborenen SS Sturmführer Prinz Christoph von Hessen (St) (32) und Prinzessin Sophie von Griechenland (St) (19) geboren. - In Frankfurt feiert die NSDAP in der Festhalle, in der Kaisersohn, Stahlhelm, NSDAP und SA Mitglied Prinz August Wilhelm von Zollern Preußen (St) (46) spricht, ihren Wahlsieg. - In Frankfurt schließt das städtische Fürsorgeamt nach massiven Druck des Handwerks an der subventionierten Arbeit die städtischen offenen Anlernwerkstellen für berufsunreife aus Hilfsschulen entlassene, darunter einige geistig und körperlich Behinderte (2017 Praunheimer Werkstätten) für Knaben in der Berufsschulturnhalle in Niederrad und für Mädchen in Riederwald (Mitarbeiter Fitz Lenning tritt der NSDAP). - In Frankfurt verleiht die EUROPA Filmverleih Filiale, Bahnhofplatz 12 mit der Telefonnummer SENCKENBERG 32255 den weltweit bekanntesten Filmstar Silly-Mickey alias Micky Maus Film Micky und der Menschenaffe und den Film Salto Mortale von ..31 mit Zensurkarte an das Kino Rheingold-Lichtspiele in Geisenheim. - In Frankfurt empfiehlt alias fordert der NSDAP hessennassausüd Gaufachbearbeiter für Wirtschafttechnik im Hitler-Haus in der Gutleutstraße 8 dem zuständigen Baurat Pückel der Obersten Bauleitung der Reichsautobahn in der Reichsbahndirektion das frankfurter Baununternehmen Philipp Holzmann AG nicht mehr zu beschäftigen, weil es mit jüdischem Geld arbeitet und stattdessen die frankfurter Firma Wayss & Freytag mit Tiefbauten zu beauftragen, das die Großmarkthalle gebaut hat. - In Wiesbaden leben 2713 Juden. - In Kronberg wird der kronberger NSDAP Ortsgruppenleiter Wilhelm Schaub (--) neuer kronberger NSDAP Bürgermeister. - Nachdem die Deutschen Christen über eine Mehrheit verfügen, vereinigen sich die Landeskirchen von Nassau, Hessen-Darmstadt und Frankfurt zur Evangelischen Kirche in Nassau-Hessen mit Sitz in Wiesbaden Emser Straße 3, die zuerst den Ausschluss von Nichtarieren aus dem Kirchenbetrieb beschließt. - Die 5 SA Obergruppen werden auf 4 reduziert, dann auf 8 erweitert. Frankfurt ist als SA Obergruppe V Hans Georg Hofmann dann Dietrich von Jagow und dann SA Obergruppenführer Emil Steinhoff unterstellt. - In Frankfurt eröffnet das Kino alias Lichtspieltheater Harmonie-Tonfilmbühne Dreieichstraße 54 gegenüber dem Lokalbahnhof. - In Wiesbaden wird der sachsenanhaltiner Forstbeamtensohn, Jurist und neues NSDAP Mitglied Werner Zschintzsch  (45) neuer Regierungspräsident. - Der in Mainz geborene jüdische Holzhändlersohn und Schriftsteller Rudolf Frank (47) spielt im Progandafilm SA Mann Brand mit, wird danach in Schutzhaft genommen und mit Hilfe des in Darmstadt geborenen hessendarmstädter Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen (St) (65) und des am Vogelsberg geborenen NSDAP Präsident der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger Otto Laubinger (41) wieder freigelassen. Sein Roman Der Schädel des Negerhäuptlings Makaua wird verbrannt. - Der in Fulda Neuhof geborene frankfurter Schauspielhaus Schauspieler Wilhelm Diegelmann (72) spielt in dem Propagandafilm Hans Westmar - Einer von vielen mit. - Die in Wiesbaden Biebrich geborene jüdische Kaufmannstochter, Gewerkschaftlerin, SPD Reichstagsmitglied Tony Sender (45) flieht in die Tschechoslowakei und arbeitet mit einer 50 köpfigen spd Reichsbanner Exilgruppe zusammen. - Der in Frankfurt geborene Jursit und Theaterdramaturg Eckart von Naso (45) bekennt seine treuste Gefolgschaft gegenüber Hitler (1953 Chefdramaturk der Städtischen Bühnen Frankfurt). - Der in Frankfurt geborene Jurist und Romanschriftsteller Carl Haensel (44) bekennt seine treuste Gefolgschaft gegenüber Hitler (1964 Goldene Medaille der Humboldt Gesellschaft). - Der in Mainz geborene jüdische Bankierssohn und ehemalige Regisseur am Mainzer Stadttheater am Gutenbergplatz Ludwig Berger (41) schafft mit dem in England produzierten Musical Film Walzerkrieg seinen größten Erfolg. - In Wiesbaden besuchen politische NSDAP Führer das evangelische Kinderheim Geisberg für schwer erziehbare Kinder und stoßen auf offensichtlich überforderte Kinder, die kein Interesse an der HJ haben, woraufhin die NSDAP Kreisleitung die Auflösung fordert und dafür eine enge Zusammenarbeit mit wiesbadener Juden und eine nach christlichen und nicht nationalsozialistischen Grundsätzen erfolgte Erziehung anführt. - In Frankfurt sind Dr de Bary und Dr Karl Kleist Mitglieder im Deutschen Verband für psychische Hygiene. - Bei den Fürsorgebehörden besteht laut Arztbericht die allgemeine Auffassung, dass man Pfleglinge in Heil- und Pflegeanstalten nur zu sterilisiert brauche um sie entlassen zu können. - In Darmstadt begrüßen die Studentenverbindungen, Burschenschaften Frisia, Germania, Markomannia und Guest-Westfalia die Machtergreifung durch die NSDAP und werden im Gegensatz zu den Corps nicht verboten. - In Frankfurt bewirbt sich die Volksschülerin Alice Walther (13) alias Alice Kaluza für eine Tanzausbildung am Hoch´schen Konservatorium Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino). Ihre Mutter ist eine republikfeindliche KPD Stadtverorordnete. - In Frankfurt werden entartete Bilder aus dem Städtischen Galerie Frankfurt alias Städel entfernt, darunter Bilder des in München geborenen jüdischen Kupferhüttenbesitzersohnes und Städelprofessor Hermann Lismann (55). - In Nürnberg sind knapp 33 % aller Ärzte Juden. - In Bad Homburg sind die drei Villen Beatrice, Alexandra, Schöne Aussicht 10 und Helena Schöne Aussicht 14 des Hotelkomplexes Viktoria Louisenstraße 91/93 (2017 Karstadt) das NSDAP Parteihaus. - In Frankfurt wählt man bei einem Überfall nur die Telefonnummer 01, woraufhin sich die Schutzwache meldet und bei Feuer die Telefonnummer 02, woraufhin sich die Feuerwehr meldet. Für Unfälle und Erste Hilfe wählt man HANSA 29944, woraufhin sich die Geschäftsstelle des Gesundheitsamtes in der Münzgasse 9 meldet. - In Wiesbaden wird der SPD Reichstagsabgeordnete Otto Witte (49) abgesetzt, nach Hamburg ausgewiesen und insgesamt 22 mal verhaftet. - In Frankfurt wird der SPD Reichstagsabgeordnete Franz Metz (47) abgesetzt. Er zieht nach Frankfurt und eröffnet das oppositionelle Cafe Metz. - In Frankfurt wird der katholische Zentrum Reichstagsabgeordnete Jean Albert Schwarz (47) abgesetzt. Er startet kritische Denkschriften. - In Frankfurt wird die KPD Reichstagsabgeordnete Franziska Kessel (27) abgesetzt, verhaftet und vom Oberlandesgericht Darmstadt wegen Hochverrats zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Sie wird im Landgerichtsgefängnis Mainz in der Diether von Isenburg Straße 3 inhaftiert, gefoltert, erblindet während der Folter und begeht nach einem Jahr Selbstmord. - In Frankfurt wird der SPD Bezirkssekretär Landtagsmitglied Paul Röhle (48) abgesetzt und in Schutzhaft genommen. Danach ist er arbeitslos und wird V Mann der Gestapo (1947 Vizepräsident des Rheinlandpfälzischen Landtages). - In Darmstadt landet der Zeppelin D-PN30 auf der Lichtwiese. - In Darmstadt eröffnet die Gestapo in der Riedeselstraße 64 (2018 Studentenwohnheim abgerissen) im Militärgefängnis ein eigenes Gestapo Gefängnis für Gefangene in Schutzhaft. Offiziell wird es von der Hessischen Staatspolizei unterhalten. - In Hanau sind im Stadtschloss Hanau drei Kinder des am Niederrhein geborenen hessischen Titular Landgraf Chlodwig von Hessen Philippsthal Barchfeld (St) (57) verheiratet mit Prinzessin Caroline von Solms Hohensolm Lich (St) (56) Mitglied der NSDAP: Prinz Wilhelm (St) (28), verheiratet mit der Prinzentochter Prinzessin Marianne von Zollern Preußen (St) (20), sein Bruder, der epilepsiekranke Prinz Alexander Friedrich (St) (22) und seine Schwester Prinzessin Viktoria Cäcilie (St) (19). - In Mainz wirft der Judenverein 1. FSV Mainz 05 als Fußballverein die jüdischen Mitglieder Mitgründer Eugen Salomon (45) und das Vorstandsmitglied Carl Lahnstein nach kurzem Widerstand aus dem Verein. - In Mainz spielt der Fußballverein 1. FSV Mainz 05 in der neugegründeten erstklassigen Gauliga Südwest. - In Mainz nimmt der in Darmstadt geborenen hessendarmstädter Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen (St) (65) bei einer NSDAP Gedenkveranstaltung für gefallene Weltkriegsteilnehmer in einem Meer von Hakenkreuzfahnen teil. - In Frankfurt wird der in Metz geborene Sportler Freiherr Moritz von Bissing (47) Corneliusstrasse, als Vorsitzender des Rugby und Hockeyclubs Sportclub Frankfurt 80 abgesetzt, weil er mit der jüdischen frankfurter Metallgesellschaftsgründertochter Gerda Merton (--) verheiratet ist. Auch der jüdische Bankierssohn Hans Schlesinger (--) darf nach der Rückkehr von einer Parisreise gegen die Heidelberger nicht mehr mitspielen, da diese mit Boykott drohen. Das jüdische Clubmitglied Geschäftsführer Georg Oppenheimer (--) wird gekündigt. - Der Deutsche Tennisbund diskutiert, ob der Slice als unfair verboten werden soll. - In Frankfurt wird das Sekthaus Mumm & C von Godefroy H. Mumm in Godefroy H. von Mumm Sektkellerei umbenannt. - Für den Fußball werden 16 Gauligen gegründet, darunter die Gauliga Südwest und die Gauliga Hessen-Nassau, die vom Offenbacher FC Kickers dominiert wird. - In Wiesbaden ist in der Dotzheimer Straße 98 das NSDAP Verkehrslokal Zur Lokomotive. - Die unverheiratete ehemals langjährige frankfurter Volksschullehrerin und erste Kulturreferentin der NS Frauenschaft Guida Diehl (65) wird Reichssachbearbeiterin für Glaubensfragen der Vereinigung Deutsche Christen. Nach wenigen Monaten endet ihre politische Karriere durch ihre NS Frauenschaft Konkurrentin Elsbeth Zander (45). - In Frankfurt ist die in Wiesbaden geborene Ilse Engel (22), die Frau des frankfurter Großkaufmanns Hubach als Geliebte des Automobilrennfahrers Charly Jellen (24) das erste Boxenluder der Zeit, den sie aber verlässt und den Rennfahrer Paul Pietsch (22) heiratet, den sie wiederum mit dem drogenabhängigen Rennfahrer Achille Varzi (29) betrügt. - In Frankfurt gibt die als rote Gräfin bezeichnete kpd Volkswirtschaftsstudentin und republikfeindliche kaiserliche Hofdamentochter Grafentochter Marion Dönhoff (24) ihr Studium an der Universität Frankfurt auf und zieht nach Basel in die Schweiz. - In Eltville stellt die Dampfstraßenbahn nach Schlangenbad ihren Betrieb ein. 1933 In Frankfurt kopieren im frankfurter Adler Automobilwerk in der Kleyerstrasse die eingekauften Mitarbeiter Hans Gustav Röhr und Joseph Dauben für das von ihnen entwickelte Modell Trumpf Junior einfach einen Fiat 508 Balilla-Motor. - In Frankfurt kündigt der wiener Jude aus reichem, orthodoxem Elternhaus und Honorarprofessor für jüdische Religionslehre Martin Buber (55) an der Frankfurter Goethe Universität. Martin Buber (55) und die katholische konvertierte Schriftstellerin .Paula Winkler (56) hatten 6 Jahre lang zwei uneheliche Kinder bis sie ..07 als österreichische Juden in Berlin heirateten. - In Darmstadt wird der in Mainz geborene Kriminalrat Richard Schulze (35) Chef der darmstädter Gestapo. - Der in Frankfurt geborene Bankier und Dresdner Bank Aufsichtsratmitglied Carl Goetz (48) verdrängt den antisemitischen Angriffen ausgesetzten Vorstandsvorsitzenden Samuel Ritscher (63), der auch Direktor der Reichs-Kredit-Gesellschaft ist. - In Wiesbaden Dotzheim wiedereröffnet die Gauamtsleitung der NS Frauenschaft Essen das vom Landkreis Essen übernommene ehemalige Kinderheim im Schloss Freudenberg Freudenbergstraße 224 als Mütterheim des Lebensborn eV. - In Mainz steht die mainzer SA während des Luthertags und der Pflanzung der Luthereiche an der evangelischen Christuskirche auf der Kaiserstraße Spalier und wenige Tage später organisiert ein evangelischer Pfarrer (wird danach Oberkirchenrat) aus der mainzer Umgebung die Mainzer Synode und führt die Teilnehmer, alle nationalsozialistische Deutsche Christen, in brauner SA Uniform beim Festzug in die Christuskirche, wo der wiesbadener NS Marktkirchenpfarrer Ernst Ludwig Dietrich (36) die Predigt hält. Für den Festzug vom Bahnhof bis zur Christuskirche bekommen alle evangelischen mainzer Schüler schulfrei. Am selben Tag schließen sich nur vier evangelische mainzer Pfarrer aus Protest der Bekennenden Kirche an. - In Mainz fällt am Tag nach der Machtergreifung Eisregen. Die Tageszeitung Mainzer Journal berichtet von einem Reichsbanner Demonstrationszug am Halleplatz mit 3000 Menschen. Die NSDAP feiert vom Binger Schlag aus mit 600 Teilnehmern mit einer Musikkapelle. Danach gibt es am Kaiser Wilhelm Ring Schlägereien, nach denen 2 NSDAP Mitglieder ins Krankenhaus gebracht werden. - In Bad Soden am Taunus wird das langjährige NSDAP Mitglied und stellvertrender städtische bad sodener Genossenschaftsleiter Fritz Fuchs (39) Genossenschaftsleiter der städtischen Kreditgenossenschaft. - In Offenbach wird der genossenschaftliche Radfahrerbund mit eigener Fabrik Frischauf Offenbach von der SA besetzt, das Vermögen beschlagnahmt, der Vorsitzende Heinrich Niemann in seinem Büro ermordet und die Firma von den Mayweg-Werken übernommen. Mitarbeiter, die sich nicht anpassen, werden in KZs deportiert. - In Frankfurt Niederrad wird der Mainfischer, frankfurter Gastronom und frankfurter Original Josef Benjamin Pfeiffer alias Aal-Pfeiffer Mitglied der NSDAP und zeigt großes Sendungsbewußtsein. - In Darmstadt wird die in Posen geborene beliner Chefarzttochter und jüdische Schauspielerin Lilli Palmer (19) am Hessischen Landestheater Darmstadt entlassen und flieht mit ihrer Schwester Irene (22) nach Paris, wo die beiden als Wiener Schwestern Soeurs Viennoises in Cabarets und Nachtclubs ua im Nachtclub Monte Christo, im Nachtclub Casanova und im berüchtigten Nachtclub mit Bordellbetrieb Le Sheherazade angeblich sentimentale Lieder aufführen und Nacktauftritte ablehnen. - Der in Diez geborene Pfarrersohn und wiesbadener Landgerichtsrat August Jäger (46) wird Mitglied der NSDAP und der SA und dazu Leiter der Ministerialdirektoren des Preußischen Kultusministeriums, wo er als Staatskommissar für alle Kirchen 3 Wochen lang mit unglaublicher Härte säubert. Er ist groß-wiesbadener Deutsche Christen Leiter. - In Frankfurt gibt es eine Ortsgruppe von 37 deutschen der homosexuellen Community Freundschaft, die in der Zeitschrift Internationaler Reiseführer inseriert. Homosexualität wird mit Gefängnis bestraft. - In Wiesbaden kooperiert die wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Tagblatt Langgasse 21 unter Verleger Gustav Schellenberg (51) mit der NSDAP. - In Deutschland wird Glücksspiel in Spielbanken seit ..72 wieder erlaubt, woraufhin eine einzige, die Spielbank in Baden-Baden wieder eine Konzession erhält. - In Wiesbaden lassen SA und SS den schwarz rot gold hinterlegten Reichsadler über dem Eingang der Hauptpost in der Rheinstrasse abnehmen. - In Mainz wird die SPD Tageszeitung Volkszeitung Zanggasse 13 verboten und als NS Tageszeitung Mainzer Tageszeitung weitergeführt. - In Frankfurt wird der in Wiesbaden geborene Arzt und frankfurter Universitäts Privatdozent Heinrich Eufinger (39) unmittelbar nach der Machtergreifung Mitglied der NSDAP, der SA  und im NS Deutschen Ärztebund. woraufhin er im Folgejahr Professor an der frankfurter Universitäts-Frauenklinik wird. - Der in Katzenelnbogen Berghausen geborene Rudolf Diels (33) ist Leiter der Geheimen Staatspolizei Gestapo und der in Frankfurt geborene Auftragsmörder der NSDAP und ehemalige Polizist Eugen von Kessel (43) betreibt für ihn ein privates Nachrichtenbüro alias Geheimdienstbüro in Berlin. - Die in Bad Vilbel als Arbeiterkind mit 7 Geschwistern geborene kommunistische und von der NSDAP mit Steckbrief gesuchte Katharina Seifried (29) wird von der Gestapo bei Leipzig gefangengenommen und in das KZ Hohnstein verschleppt, wo sie so schwer gefoltert und misshandelt wird, dass sie, obwohl sie im Folgejahr deshalb entlassen wird, nicht mehr vollständig gesundet. - Der in Groß-Gerau Biebesheim geborene Pädagoge alias Lehrer und KPD Landtagsmitglied Wilhelm Hammann (36) wird verhaftet, ins Zuchthaus Rockenberg in der Wetterau und nach 5 Jahren ins KZ Buchenwald verschleppt, wo er 159 jüdischen Kindern zum Kriegsende das Leben rettet, ein Jahr später aber als Kommunist von den Amerikanern wegen Diebstahls politisch verhaftet wird. - In Wiesbaden wird der langjährige jüdische Chefredakteur der wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Tagblatt Hermann Lekisch (--) Rauenthaler Strasse 16 von Herausgeber Gustav August Ludwig David Schellenberg (--) entlassen. Aus der Hofdruckerei Schellenberg wird die Druckerei Schellenberg. - In Frankfurt tritt der Kabarettist Joachim Ringelnatz (50) im Kabarett Astoria-Bühne im Hotel Astoria in der Kaiserstrasse auf. - Der in Frankfurt Sindlingen geborene Gewerkschaftsangestellte und Vorsitzende des Bezirksbetriebsrats der Reichsbahndirektion FrankfurtKassel und Darmstadt Heinrich Weiss (40) wird fristlos entlassen und eröffnet in Hofheim Marxheim ein Fahrradgeschäft mit Haushaltswaren. Im Folgejahr stellt er seine Wohnung Klarastraße 3 katholischen Ordensschwestern zur Verfügung. - In Wiesbaden findet das VI. Wiesbadener Reit-, Spring- und Fahrturnier statt. Männer reiten die Pferde in Uniform. - In Neu-Isenburg wird der Tennisverein Erster Neu-Isenburger Tennisclub an der Brunnenstrasse in Tennis Club Rot Weiß Neu Isenburg umbenannt. - In Mainz wird in der Hessischen Hebammenlehranstalt begonnen Zwangssterilisationen durchzuführen. - In Wiesbaden startet die in Wiesbaden geborene Automobilrennfahr Amazone Hildegard Diemer (32) mit einem Opel 4/12 Laubfrosch bei der Teilnahme am XIII. Internationalen Wiesbadener Automobilturnier, einer Sternfahrt über 1100 km nach Königsberg. - Das Motorradrennen Rund um Schotten gewinnt der in Frankfurt geborene Friedel Schön (19) auf einer Bücker-Jap 250 ccm. - In Frankfurt beschiessen NSDAP Mitglieder ein Automobil von kommunistischen KPD Funktionären, die von Hanau kommend Propagandamaterial in die Stadt bringen. - In Deutschland gibt es nur 510.000 Kraftfahrzeuge, hinter England mit 1.200.000 und Frankreich mit 1.400.000 Automobilen. - In Mainz übergibt die Stadt als Braunes Haus den Osteiner Hof der mainzer NSDAP Kreisleitung und allen NSDAP Parteiorganisationen ua NSBO, DAF, NSV, BDM und der SA Rheinhessen 150 und der SS Standarte 33 und dem SS Motorsturm 33. Nach einigen Wochen zieht die NSDAP Kreisleitung in den Schönborner Hof Schillerstrasse 11, dem ehemaligen Offizierskasino um. - In Mainz werden in der Zanggasse 13 die Redaktion und die Druckerei der von der SPD produzierten mainzer Tageszeitung  Volkszeitung und die mainzer Büros der Gewerkschaften von der mainzer SA und Führung von Fritz Klesy überfallen. - Für Fürsorgeheime werden die bestehenden gesetzlichen Regelungen, die verbieten, dass Mädchen allgemein, Knaben im vorschulpflichtigen Alter bis zum 2. Schuljahr und schulentlassene männliche Zöglinge körperlich gezüchtigt werden dürfen, und dass männliche Zöglinge im Alter von 8-14 Jahre nur in den engen Grenzen körperlich gezüchtigt werden dürfen,.geändert, wobei körperliche Züchtigungen in allen Heimen ua zur Durchsetzung der Autorität erlaubt werden. - In Hessen unterstützen alle staatlichen und evangelischen Fürsorgeheime die Zwangsssterilisationen. Die katholischen Fürsorgeheime geben sich ablehnend, aber lassen Zwangssterilisationen zu. - In Darmstadt gründet der evangelische Johannesgemeindepfarrer Rudolf Marx den NS religiösen Hessischen Pfarrernotbund. - In Darmstadt Bessungen wird im Gasthaus Chausseehaus (2021 Sparkasse) im Gartensaal das Kino Belida von Mathilde Dächert eingerichtet, wodurch das Gasthaus seine Anziehungskraft verliert. - In Deutschland leben rund 500.000 Juden.

1932 Höhepunkt der Weltwirtschaftkrise. - Der in Augsburg geborene Theatermacher Berthold Brecht (34) produziert den deutschen kommunistischen Propagandafilm Kuhle Wampe, in dem die Beseitigung der Demokratie notweniges Ziel sein soll. - In Wiesbaden tritt der mit zwei totgeborenen Söhnen kinderlose evangelische Ex Berufssoldat, Landesverwaltungsobersekretär, SA Mitglied und Leiter der NSDAP Zeitung Frankfurter Volksblatt Fritz Bernotat (42) in die SS ein und wird Mitglied im Lebensborn eV. - In Frankfurt besetzen 150 SA, die nicht zur Universität gehören, die Ausgänge der Goethe Universität und liefern sich mit der Roten Studentengruppe und sozialistischen Studenten unter Deutschland erwache! Juda verrecke! Rufen Schlägereien. - In Wiesbaden organisiert der Holzarbeitersohn Paul Krüger in den kommunalen Betrieben einen Antifaschistischen Ausschuss.  - In Mainz spricht Adolf Hitler (43) bei seinem zweiten Besuch in der Stadt auf dem Sportplatz alias Bruchweg des mainzer Fußballvereins Mainz 05 vor Tausenden von Besuchern. - In Frankfurt spricht Adolf Hitler (43) in der vollbesetzten Festhalle an der Messe. - In Frankfurt wird die Universität Frankfurt in Goethe Universität umbenannt. - In Offenbach Bieber verbietet der OFC Fußballvereinspräsident Manfred Weinberg eine NSDAP Wahlkampfveranstaltung im Stadion auf dem Bieberer Berg. - In Wiesbaden versucht die NSDAP den Bau des Opelbades wegen der hohen Kosten durch die Stadt zu blockieren. - In Langen hält der evangelische Pfarrer Wilhelm Seibert SA Feldgottesdienste ab. - Der in Offenbach geborene Generaldirektor des größten k.u.k Waffenproduzenten Skoda Werke Prinz Victor von Isenburg Büdingen (St) (60) protzt überheblich vor der dem kanadischen Journalisten Johson bei den Abrüstungesverhandlungen in Lausanne, dass er überhaupt nicht an Abrüstung denke, sondern an Aufrüstung. - In Frankfurt wird an der Goethe Universität das agitative NSDAP und NS Lehrerbund Mitglied Professor Ernst Krieck (50) suspendiert. - In Mainz fällt der Rosenmontagszug wegen Geldmangels aus. - In Wiesbaden eröffnet der Reit- und Fahrclub Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Stadt das Turniergelände Unter den Eichen mit dem V. Wiesbadener Reit-, Spring- und Fahrturnier mit zwei Geländeritten, Springübungen und Dressurprüfungen. - Der in Darmstadt aufgewachsene Feuilletonredakteur bei der darmstädter Zeitung und Parteiorgan Hessischer Volksfreund Carlo Mierendorff (35) entwirft mit Sergej Tschachotin das Logo drei Pfeile der Eisernen Front. - In Frankfurt werden die Römerbergfestspiele mit dem Schillerstück Die Jungfrau von Orleans und Ellen Daub (--) als Jeanne d`Arc eingeführt. Während der Veranstaltung ist der Römer brechend gefüllt. - Der in Katzenelnbogen Berghausen geborene Rudolf Diels (30) wird mit seinem Wissen über KPD Mitglieder alias Kommunisten und SPD Mitglieder alias Sozialdemokraten Leiter der von Göring neu eingerichteten Geheimen Staatspolizei Gestapo. - In Wiesbaden nimmt der Wiesbadener Bridgeclub an einem Bridgeturnier im Kurhaus in den Gesellschaftsräumen und im Spielzimmer teil. - In Coburg wird Prinzessin Margarita von Leiningen (St) als Tochter von Prinzessin Maaria von Russland geboren. - In Hochheim am Main wird eine Telefonselbstwählstelle eingerichtet. - In Frankfurt Sachsenhausen finden in und vor dem von NSDAP Mitglied Wilhelm Kilian geführten Kino Wall Lichtspiele Wallstraße 22 antifaschistische Boykotte und Schlägereien statt. - Der in Wiesbaden geborene Graf von Schaumburg mit dem seit zwei Jahren gerichtlich bestätigten Titel Fürst Friedrich August von Hanau (St) (68) heiratet in zweiter Ehe die geschiedene Ernestine Christine Detzer (38). - In Wiesbaden sticht der in Mainz Gonsenheim aufgewachsene, vorbestrafte Dieb und SA Mann und Agitator Ernst Franzreb (31) in der Nähe des KPD Lokal Zum Elefanten einen Gegner in den Hals und in Dotzheim mit einer Mistgabel ins Gesicht. - In Wiesbaden sind die Frankenstraße und die Ludwigstraße hauptsächlich von republikfeindlichen KPD Anhängern bewohnt. - Wiesbaden hat 153.218 Einwohner und Mainz hat 134.267 Einwohner. - In Niddatal schließt der in Assenheim geborene Graf Max von Solms Rödelheim Assenheim (St) (39) das Forscherheim Assenheim im Schloss Assenheim. - In Frankfurt skandiert die NSDAP auf ihrer Wahlveranstaltung in der vollbesetzten Messehalle Tod dem Marxismus. Es wird aufgefordert die NSDAP Zeitung Frankfurter Beobachter zu lesen. - In Mainz zieht die IHK für Rheinhessen in das ehemalige Gästehaus des Weißfrauenklosters am Schillerplatz. - Der in Frankfurt geborene Kaufmannsohn und Stahlhelm Redakteur Friedrich Wilhelm Heinz (33) beklagt den obszönen journalistischen Stil der NSDAP und die Unterstützung durch ehemals seine SA. - Der hessische NSDAP Landtagsabgeordnete Hans Döring (31) befehligt 800 SS Männer in 4 Sturmbannern.  Der hessendarmstädter NSDAP Gauleiter Karl Lenz (68) schließt ihn aus der NSDAP aus. - In Darmstadt werden im Hitler-Haus alias das Braune Haus in der Bismarckstraße 11 im Keller die arbeitslosen Mitglieder der SA und SS in einer Notküche verköstigt. An der Wand prangert ein 150 cm großes SS Symbol. Über dem Haus weht eine Fahne und vor dem Haus steht eine Wache. - In Frankfurt werden die jährlichen sommerlichen Freilufttheaterfestspiele auf dem Römerberg vor historischer Kulisse vor Tausenden von Zuschauern eingeführt. - Prinz Tassilo von Hanau (St) (31) stirbt in Prag. - Die in Frankfurt geborene Schauspielerin Ida Wüst (48) spielt in dem erfolgreichen Kinofilm Peter Voss, der Millionendieb. - Der Fechtclub Hermannia Frankfurt gewinnt mit dem in Biberach geborenen frankfurter Fotografen Stefan Rosenbauer (35) die deutsche Meisterschaft im Degen. - In Frankfurt wird das KPD Mitglied und der in Frankfurt geborene surreale Maler Francis Bott (28) in Abwesenheit zu Festungshaft verurteilt. - Der in Frankfurt geborene Schriftstellersohn, Rittmeistersohn, SA Führer und Gutsbesitzer Freiherr Eberhard Carl Alfred von Wechmar (35) wird mit einem 10 seitigen Belagerungsplan Berlins durch die SA im Falle eines Bürgerkrieges gefasst und verursacht einen Skandal. - Die in Frankfurt geborene jüdische TC Palmengarten Spielerin Ilse Weihermann alias Ilse Friedleben (39) gewinnt die Deutsche Tennismeisterschaft. - In Rüsselsheim bringt Opel das 1,8 Liter Fahrzeugmodell Regent heraus, der mit Stromlinienförmigkeit und geringem Luftwiderstand beworben wird. - In Frankfurt bieten die Frankfurter Adlerwerke vorm. H. Kleyer den frontangetriebenen Personenkraftwagen Adler Trumpf an, der auch als zweisitziges Cabrio hergestellt wird und keine Adler Kühlerfigur mehr hat. - In Frankfurt übernimmt mit dem Tod des Vorsitzenden Heinrich Kleyer (79), der jüdische frankfurter Danatbank Besitzer und Jude mit der weißen Weste Jakob Goldschmidt (--) die Adlerwerke. Jakob Goldschmidt (--) versucht sich mit der NSDAP zu arrangieren und inseriert sogar im NS Hetzblatt Völkischer Beobachter. - In Wiesbaden übernimmt der Botaniker und Zeitungsverleger Gustav Schellenberg (50) die L. Schellenberg Hofbuchdruckerei, wodurch er u.a. auch die Zeitung Wiesbadener Tagblatt verlegt. - SA und SS werden verboten. Die frankfurter Polizei schließt alle zwölf SA und SS Heime, darunter das Heim am Güterplatz, das Braune Haus Niedenau 84 ?, und die Unterkünfte Karlstraße, Schleiermacherstraße, Ludwig-Richter-Straße, Ginnheimer Stadtweg und die Zeugmeisterei Kleine Kaiserhofstraße. NSDAP Führer Wohnungen werden durchsucht. - In Frankfurt wird am Opernplatz ein Zeitungsverkäufer, der die Reichsausgabe der Frankfurter Zeitung, die vom SA Verbot berichtet, verkauft, von 20 SA verprügelt. - In Frankfurt wird das Amphittheater Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 zu einem Kino-Variete umgebaut. Es werden auch Operetten aufgeführt. - In Frankfurt wird der Henninger Kassenbote (74) ausgeraubt. Die Räuber erhalten 5 Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust. - In Frankfurt treten die Comedian Harmonists 2 Mal im Saalbau (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26 JP Morgan Private Bank) auf. - In Frankfurt Bornheim wird FD Pfeiffer neuer Präsident der Bornheimer Karnevalsgesellschaft, die er laut Vereinschronik 2016 28 Jahre lang unter dem Motto Karneval ist gelebte und gelachte Erkenntnis, Humor ist Scharfsinn an sich. Freude ist das Jauchzen reiner Seelen von Erfolg zu Erfolg führt. Einzelheiten werden nicht angegeben. - In Wiesbaden wird das Preußische Staatstheater (2016 Staatstheater) von der Stadt Wiesbaden übernommen und in Nassauisches Landestheater umbenannt. - In Frankfurt wird der kriegsverwundete preußische Generalssohn, Pazifist, der vor einem Vernichtungskrieg warnt, und Dichter, dessen Familie das Hofgut Oranien in Diez (2016 Helius Klinik Diez) besitzt, Fritz von Unruh (47) Mitglied der Eisernen Front. Nach der Absetzung seiner Komödie Zero, Bedrohungen und einem Einbruch in seiner Wohnung im Rententurm flieht er. - Prinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (29) tritt der SA bei. - Im Odenwald marschieren bis zu 200 SA aus dem frankfurter Raum mit Pflastersteinen bewaffnet durch unzählige Dörfer. - Der elitäre SS Milliardär Erbprinz Josias von Waldeck Pyrmont (St) (36) beteiligt sich an der Ermordung der Obersten SA Führung, darunter u.a. der Alkoholiker SA Gruppenleiter Peter von Heydebreck (43) Hans Hayn (36) und der homosexuelle SA Standartenführer Graf Hans Erwin von Spreti (St) (24), die im Gefängnis Stadelheim hingerichtet werden. - In Darmstadt tritt der in Darmstadt geborene Steuerbeamtensohn Klaus Köbel (13) in die HJ ein (verschweigt NSDAP Mitgliedschaft, Mitglied des Hessischen Landtags). - Prinz Otto von Sayn Wittgenstein (St) (54) wird Mitglied der NSDAP. - In Frankfurt hat die jüdische Lebensmittelkette Schade & Füllgrabe von Joseph Halberstadt 46 Filialen im Stadtgebiet. - In Frankfurt gibt es in der Kaiserstraße mehr als 150 jüdische Geschäfte und auf der Zeil mehr als 60. - In Offenbach eröffnet die offenbacher Ortsgruppe der NSDAP eine Geschäftstelle der NSDAP Parteizeitung und Parteiorgans Offenbacher Nachrichten an der Ecke Herrnstraße/Große Marktstraße. - In Offenbach mietet die NSDAP für ihre Großkundgebung das Fußballstadion Bieberer Berg der Offenbacher Kickers, was das jüdische Vereinsvorstandsmitglied und jüdischer Anwalt Manfred Weinberg (--) trotz heftigster Proteste bei einer Mitgliederversammlung und seiner folgenden Entlassung verhindert, wodurch die Massenveranstaltung mit einer Rede von Adolf Hitler (43) auf dem benachbarten Platz des SV Offenbach 03 stattfinden muss. - Der in Frankfurt geborene Jurist und Redakteur Heinrich Rodemer (24) tritt der NSDAP bei (1954 hessischer FDP Landtagsabgeordneter). - Der in Darmstadt Leeheim geborene Jurist und Arbeitsamtsleiter Wilhelm Seipel (34) wird Mitglied der NSDAP (1954 hessischer FDP Landtagsabgeordneter). - In Frankfurt zieht die NSDAP Gauleitung in das gerade gekaufte Hotel des jüdischen Zigarettenfabrikanten Adam Becker in der Gutleutstraße 8-12 und macht es zum Adolf Hitler Haus (1951 Büro der KPD). - Der in Neuwied geborene ehemalige schwedische und in den Ruhestand versetzte Diplomat viertgeborene Fürstensohn Prinz Viktor von Wied (St) (55) und seine Ehefrau Gisela Klementine Christophora Karola von Solms Wildenfels (St) (41) treten in die NSDAP ein. - In Flörsheim erzielt die NSDAP 15%. - In Frankfurt beginnt der halbwaise Graf Wilhelm von Solms Rödelheim Assenheim (St) (18) mit dem Medizinstudium. Gräfin Anna von Platen Hallermund (St) (58) ist seine Mutter. - In Frankfurt ist das Variete Bunte Bühne an der Ecke Allerheiligenstraße/Albusgasse. - In Wiebaden wird der Tengelmann-Manager Erivan Haub als Sohn des idsteiner Großlandwirts Erich Haub, Urenkel des wiesbadener Architekten Christian Zeis (++), und der in Mülheim an der Ruhr geborenen Tengelmann-Erbtochter Elisabeth Schmitz-Scholl (33) geboren. - In Darmstadt wird der in Nieder-Ramstadt geborene ehemalige darmstädter NSDAP Ortsgruppenleiter und darmstädter NSDAP Kreisleiter Karl Ferdinand Abt (29) hessischer NSDAP Landtagsabgeordneter. - In Mainz löst der in Darmstadt geborene Amtsrichter und neuer mainzer NSDAP Kreisleiter Werner Best (29) den bisherigen mainzer NSDAP Kreisleiter Heinrich Ritter (41) (1950 5 jahre unter falschem Namen und sein Verfahren wird eingestellt), der vergeblich bei der Reichstagswahl kandidiert. - In Offenbach wird eine spd dominierte offenbacher Eiserne Front Ortsgruppe gegründet. - In Darmstadt organisiert die Eiserne Front eine Demonstration von rund 10.000 Menschen mit dem Motto Macht Hessen frei vom Hakenkreuz zum Paradeplatz. - In Hessen wird die SPD Zeitung Hessischer Volksfreund gelesen. - Der in Heidelberg geborene Lehrer Karl Lenz (33) ist hessendarmstädter NSDAP Gauleiter. Die NSDAP Gaue Hessen-Nassau-Süd und Hessen-Darmstadt werden vereinigt. - In Frankfurt protestieren 50.000 Menschen gegen den Terror der SA und die NSDAP. - In Frankfurt gibt es die Tageszeitung Sachsenhausener Anzeiger. - In Wiesbaden gibt es die NS Tageszeitung Nassauer Volksblatt für den Gau Hessen-Nassau. - In Darmstadt startet Peter Riedel zu einem 229 km langen Streckenrekordsegelflug ins französische Vomécourt mit einer Fafnir. - In Frankfurt hält das in Frankfurt wohnhafte Segelflugass Günther Groenhoff (24) fünf Monate vor seinem Tod gut besuchte Vorträge über das von ihm entdeckte Steigen im Thermikschlauch und seine Forschungsflüge unter dem Motto: Ich fliege mit und ohne Motor. - In Frankfurt hat der Südwestdeutsche Rundfunk 265.000 Rundfunkteilnehmer. - In Frankfurt sind 1220 neuen Römerstadt Siedlungswohnungen mit elektrischen Herden mit 5400 Watt und 80 Liter 1000 Watt Heißwasserspeichern ausgerüstet. Der Strom kommt aus 6 Kilometer Entfernung aus der Stadt, was zur Folge hat, dass ein Großteil erst abends warm ist, da zur Mittagszeit der Strom nicht stark genug ist. Es wird auch empfohlen nicht gleichzeitig zu kochen und zu baden. - In Frankfurt werden in einem Haus in der Schnurgasse mehrere hunderttausend KPD Flugblätter von der Polizei beschlagnahmt. - In Frankfurt stehen die städtischen offenen Anlernwerkstellen für berufsunreife aus Hilfsschulen entlassene Knaben und Mädchen (2017 Praunheimer Werkstätten) vor dem Aus, da kein Verständnis für kostenträchtige pädagogische Betreuung mehr besteht. - In Frankfurt beginnt das Fürsorgeamt die Arbeitswilligkeit von Arbeitslosen und Kriegsversehrten zu testen. Die Erwerbslosenzentrale wird in Gemeinnützige Arbeitsstätte umbenannt. - Der hessennassausüd NSDAP Gauleiter Jakob Sprenger (48) stellt in Regensburg bei einer Wahlveranstaltung seine Vorstellung über den Umgang mit politischen Gegnern vor: In ein Haus einsperren und ausräuchern. - Der in Groß-Umstadt geborene evangelische wiesbadener Marktkirchenpfarrer Ernst Ludwig Dietrich (35) wird Mitglied der NSDAP. - In Frankfurt reicht der Komponist Otmar Gerster (37) sein Lied Hoch Frankfurt! mit einem Text des jüdischen in Bad Homburg geborenen Bankierssohn und Dichters Moritz Goldschmidt bei einem Preisausschreiben der Tageszeitung Frankfurter Zeitung ein, das als frankfurter Hymne auf dem Römerberg aufgeführt wird. - In Frankfurt wird der frankfurter NSDAP Finanzexperte Karl Linder (32) hessennassausüd NSDAP Gauleiter. - In Frankfurt sind der jüdische Geheime Kommerzienrat Leo Gans (89) und der jüdische Geheimrat Dr Arthur von Weinberg (69) die einzigen Ehrenbürger der Stadt. - In Bad Kreuznach nimmt sich der ehemals besonders beliebte lausitzer Stummfilmstar Bruno Kastner (42) das Leben. Der lispelnde und durch einen Unfall behinderte und dadurch nicht mehr gebuchte Schauspieler erhängt sich. - Die in Wiesbaden Biebrich geborene jüdische Kaufmannstochter, Gewerkschaftlerin, SPD Reichstagsmitglied Tony Sender (44) beteiligt sich an einem antifaschistischen Generalstreik. - In Wiesbaden findet die 21. Jahresversammlung der Gesellschaft Deutscher Nervenärzte statt. - In Wiesbaden schreibt August Kortheuer (64) von hohlwangigen, blassen deutschen Kindern, schwindsüchtigen Müttern, einem Heer von Arbeitslosen und ihrer Verzweiflung, dem Zusammenbruch des gesicherten Wirtschaftskörpers, des Elends der Wohnungslosen, der Not der Verhetzten und Verbitterten, der Ehenot, der Not der Jugend und der sinkenden Moral. Er predigt von einer Erneuerung unseres Volkes und der Menschheit. - In Mainz wird das Gaswerk in der Mainzer Straße geschlossen und die Gasversorgung auf die Ingelheimer Aue zur Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG verlegt. - In Frankfurt wird der frankfurter Student Karl Werner Gauhl (24) HJ Führer. - In Frankfurt schließt die jüdische Geldschein-, Wertpapier- und Briefmarken Druckerei Dondorf & Naumann Saalgasse 27 (2017 Evangelischlutherische Paulsgemeinde) aus wirtschaftlichen Gründen. - In Frankfurt logieren die niederländische Königin Wilhelmina Helena Pauline Maria von Nassau Oranien (St) (52) und ihr Prinzgemahl Heinrich von Mecklenburg (St) (56) mit Prinzessin Juliana Louise Emma Marie Wilhelmina von Mecklenburg (St) (21) im Hotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 für eine Nacht auf ihrer Reise in die Schweiz. - In Frankfurt veranstalten frankfurter Modehersteller im Hotel Carlton Am Hauptbahnhof 18 eine Große Modenschau. - In Frankfurt gibt es einen Vaterländischen Frauenverein. - In Darmstadt Ober-Ramstadt erfindet der Neue Röhr AG Automobilwerk Werbechef Karl Michael Knittel (28) die Bezeichnung Junior für ein Auto, eigentlich ein tschechischer Tatra-75-Lizenzbau der frankfurter Firma Detra in der Frankenallee 98 (2018 Autohaus Gruber) und fotografiert seine Autos mit sexuellen Anspielungen, wobei er junge, attraktive und leicht bekleidete Frauen auf seine Autos setzt. Karl Michael Knittel (28) ist sehr erfolgreich und hält sich für den besten Werbefachmann in Deutschland. - In Mainz wird im Hotel Hof von Holland Ecke Rheinstraße/Karmeliterstraße der Rotary Club Mainz gegründet (2018 Domflügel Hilton). - In Darmstadt Griesheim richtet die Stadt den Flughafen Darmstadt ein. - In Wiesbaden ist in der Dotzheimer Straße 98 das NSDAP Verkehrslokal Zur Lokomotive. - Die unverheiratete ehemals langjährige frankfurter Volksschullehrerin Guida Diehl (65) sieht sich mit ihrem Neuland-Verein als weibliche Parallelbewegung zum Nationalsozialismus. - Frankfurter Wirtschaftsnetzwerkspezialisten jüdischer Herkunft besetzen 64,5 % der Mandate der deutschen Wirtschaft. Darunter sind der EAG Direktor Bernhard Salomon (77) Mitbegründer der RWE, Hans Weinschenk (41) Teilhaber des jüdischen Bankhauses Bass & Herz, Albert Katzenellenbogen (69) Aufsichtsrat der Commerzbank Frankfurt und Ludwig Deutsch-Retze (57) als Direktor der Deutschen Bank. Alle sind Aufsichtsräte in unzähligen Großunternehmen, denen der NS Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand den Kampf angesagt hat. - In Frankfurt Griesheim landet das größte Flugzeug der Welt, die Do-X auf dem Main und wird eine Woche lang dort bestaunt. - In Georgenborn bricht der aus Hinterpommern stammende Serienkunstdieb Peter Falk (25) in das kaum bewohnte Schloss Hohenbuchau der russischen Familie Soskin ein und stiehlt zahlreiche Gemälde. Peter Falk (25) wird vom jüdischen aschaffenburger Landgerichtsrat Meier Kahn (46) überführt. - In Mainz protzt der Mainzer Carnevals Verein bei seiner Prunksitzung in der Stadthalle Gut Stubb Rheinstraße 68 (2016 Hilton Hotel) mit einem 3 stöckigen Präsidium. Über dem Vorsitzenden stehen 24 Gardisten Spalier. Über ihnen thront ein Narr. - In Mainz Gonsenheim entwirft der Flugzeughersteller Jacob Goedecker (50) erfolglos einen elektrisch betriebenen Ornithopter, ein Vogelschwingenflugzeug und arbeitet in Darmstadt für die deutsche Forschungsanstalt für Segelflug. - In Mainz wird ein evangelisches Mädchenheim für stellungslose und anschlusslose junge Mädchen in der Wallstraße gebaut. - In Wiesbaden überfallen an Sylvester 25 SA im Goldsteintal 8 Eiserne Front Angehörige und deren Frauen. - In Frankfurt hat die Beteiligungs Verwaltungs AG aus Glarus Schweiz ihren Sitz am Schaumainkai 41 (2020 Filmmuseum). - Der Beruf Wirtschaftsprüfer, darunter Steuerberater, Buchprüfer und Steuerbevollmächtigter wird eingeführt. - In Wiesbaden übernimmt die Taunus Auto Verkaufs GmbH von Georg Pätzold und Jean Roth als Regionalvertretung des amerikanischen Automobilherstellers General Motors in der Mainzer Straße 92 auch die wiesbadener Vertretung der Mercedes Benz AG. - In Wiesbaden übernimmt der Doktor der Pharmazie Gustav Schellenberg (50) die Druckerei Schellenberg in der Langgasse 21 mit der wiesbadener Tageszeitung Wiesbadener Tagblatt. - In Wiesbaden ist das Paulinenstift Säuglingsheim und Kinderheim. - In Wiesbaden findet ein Internationales Automobilrennen statt, wobei der eisenacher BMW Werksfahrer Bobby Kohlrausch (28) in einem BMW Dixi Klein-Rennwagen bei einem Vergleichsrennen gegen den in Frankfurt geborenen nationalsozialistischen Ernst Udet (33) in einem Jagd Flugzeug antritt. Der BMW Dixi ist ein leichter billiger und erfolgreich modifizierter Lizenzbau eines englischen Austin Seven mit gepressten Blechteilen der jüdisch berliner Firma AMBI, mit einer geklauten Rosengart Karosserie und auf Linksfahrer umgebaut. - Der in Hanau Somborn geborene jahrelange NSDAP Sympathisant, der die NSDAP für die Sache der katholischen Kirche nutzen wollte, der katholische berliner Bischof Christian Schreiber (60) ändert nach dem Staatsstreich der NSDAP und der unverhohlene Drohung gegenüber der katholischen Kirche seine Einstellung vor der nicht bloß politisch, sondern auch moralisch so ungünstig entwickelten NSDAP, vor der er warnen muss und droht den Katholiken, die sich nicht an das Verbot halten, mit Entzug katholischer kirchlicher Wohltaten. - In Wiesbaden Erbenheim besucht Adolf Hitler (43) den Flugplatz Wiesbaden Mainz während seines Wahlkampfs. - In Frankfurt lädt der Deutsche Kulturbund das englische Unterhausmitglied Captain Malcom Bullock als Vorstand der Anglo German Association mit Sitz in London in das Hotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 ein, der über The conservative idea in England and its change spricht. - Das in Bad Vilbel als Arbeiterkind mit 7 Geschwistern geborene KPD Mitglied Katharina Seifried (28) wird mehrmals wegen staatsfeindlichen Agitationen zu insgesamt 15 Monaten Haft verurteilt, die man ihr nach einem Hungerstreik aber erlässt. - In Frankfurt vergeben die Adlerwerke Lizenzen für Belgien an den belgischen Automobilhersteller Imperia und für Frankreich an den französischen Automobilherrsteller Rosengart, die den Adler Trumpf produzieren. - In Wiesbaden gibt die Besitzerin der Hofdruckerei Schellenberg, die Witwe Marie Schellenberg alias Marie Verdan (--) den Betrieb nach 12 Jahren an ihren Sohn Gustav August Ludwig David Schellenberg (--) ab. - Der in Groß-Gerau geborene wiesbaden bierstadter Pharmaunternehmer Adam Herbert (45) baut in Argentinien ein Zweigwerk auf. - In Frankfurt tritt der Kabarettist Joachim Ringelnatz (49) im Kabarett Astoria-Bühne im Hotel Astoria in der Kaiserstrasse auf. - In Frankfurt wird am Liebfrauenberg im Kellergewölbe des palastartigen Haus Braunfels (2016 Neue Kräme 31 und Liebfrauenberg 33) die Gaststätte Braunfels Weinkeller eröffnet. - In Mainz tagt der deutsch-französische Jugendführerkongress, der danach in Frankfurt im Hotel Bristol am Hauptbahnhof Ecke Am Bahnhofsplatz 6/Münchener Straße vom frankfurter Stadtrat Rudolf Keller (54) begrüßt wird. - In Wiesbaden Erbenheim wird auf der Pferderennbahn ein Autorennen veranstaltet, bei dem der aus Freiburg stammende spätere Motorpressegründer Paul Pietsch (21) bei seinem ersten Rennen einen Bugatti fährt. - In Darmstadt zieht der jüdische Frauentextilmodekaufmann David Rehberg von der Ludwigstrasse 5 in die aufgegebene darmstädter Kaufhaus Wronker Filiale im ehemaligen Marktpalais, das er zusammen mit dem jüdischen Wronker Geschäftsführer Sally Lichtenstein (--) gemeinsam führt. - Der Fussballverein SC Rüsselsheim 06 besiegt den Rivalen FSV Mainz 05 im Zweitliga Finalspiel. - In Darmstadt Goddelau wird der SA Sanitätsführer Ludwig Amrhein (--) als Ärztlicher Direktor in der Irrenanstalt Philippshospital eingestellt. Er ist ein vehementer Verfechter der Zwangssterilisationen. - In Königstein ist das Freibad im Woogtal nicht mehr nach Geschlechtern und Alter reglementiert, sondern für alle frei zugänglich. Nur freitags ist ab 16:00 Uhr Frauenschwimmen. - In Wiesbaden Biebrich wird laut biebricher Tageszeitung Biebricher Tagespost bei einem Rheinhochwasser die  Mülldeponie am Rheinufer an der Grenze zu Schierstein, die als Auffüllgebiet betrieben wird, überflutet und der ganze Müll über die Gegend verteilt. - In Wiesbaden wird wegen finanzieller Probleme auf die Strassenreinigung verzichtet, die Müllabfuhr aber noch betrieben. - Der Branntweinkonsum steigt seit der Einführung der Branntweinsteuer vor 45 Jahren wieder . Der in Frankfurt geborene Schauspieler Hans Adalbert Droescher mit Künstlernamen Hans Adalbert Schlettow (44), der hauptsächlich finstere Gestalten spielt und sich gelegentlich auch als Hans Adalbert von Schlettow als Adeliger ausgibt, ist Mitglied im NS Kampfbund für Kultur und künstlerischer NS Funktionär. - In Frankfurt wird Radio Diehl eröffnet. - In Darmstadt Hähnlein ist des Knabenerziehungsheim auf dem herrschaftlichen Hainer Hof ein landwirtschaftlicher Betrieb des Evangelischen Verein für Innere Mission mit 10 ha Ackerland, 2 Pferden, 10 Kühen und 10 Schweinen, wo die Pfleglinge streng erzogen werden alias landwirtschaftlich arbeiten müssen.

1931 Prinz Christoph von Hessen (St) (30) wird Mitglied der NSDAP. - In Darmstadt wird bei der Beerdingung des während einer NSDAP Kundgebung in Mainz an einem Herzinfarkt verstorbene ehemalige frankfurter Finanzamt Ost Mitarbeiters und hessendarmstädter NSDAP Gauleiters Peter Gemeinder (40), dem der katholische mainzer Generalvikar Philipp Jakob Mayer ein kirchliches Begräbnis verweigert, das Uniformverbot für SA durchgesetzt, weshalb die SA statt braune einfach weiße Hemden anzieht. - In Frankfurt wird Georg-Wihelm Müller (22) NSDAP Studentengruppenführer an der Goethe Universität. - In Frankfurt Sachsenhausen übernimmt der Heckenwirtssohn Adolf Wagner eine Apfelweinwirtschaft in der Schweizer Straße 71 und macht sie zum Traditionsgasthaus Wagner. - In Mainz spricht Adolf Hitler (42) am Tag der ausgefallenen Karnevalseröffnung bei seinem ersten Besuch in der Stadt vor der Stadthalle Gut Stubb Rheinstraße 68 (2016 Hilton Hotel) in einem extra aufgebauten riesigen Zelt vor rund 20.000 begeisterten Menschen, die bereits den ganzen Tag jolend und schreiend durch die Straßen laufen. Vor und nach der Kundgebung kommt es zu Prügeleien mit KPD Anhängern. Auch Schüsse fallen. Die mainzer Tageszeitungen Mainzer Volksblatt und Mainzer Nachrichten sollen angeblich auch kritisch berichtet haben, weil Hitler in seiner Rede die alltäglichen Probleme und die Außenpolitik nicht angesprochen hat (2016 merkurist.de). - In Wiesbaden meldet die NSDAP Zeitung Rheinwacht Insolvenz an, weshalb ihr Verleger Theodor Habicht (33) als NSDAP Landesinspektor nach Österreich geht und als immuner Parlamentarier nicht belangt werden kann. - In Frankfurt wechselt der in Mainz geborene Metzgersohn und Krupp AG Manager Wilhelm Traupel (40) zur Leitung der NSDAP Zeitung Frankfurter Volksblatt. - Der in Darmstadt geborene antisemitische Hochschulaktivist und Richter Werner Best (28) wird NSDAP Landtagsfraktionsvorsitzender, mit dem katholischen Zentrums Reichskanzler Heinrich Brüning sogar Koaltionsverhandlungen einleitet, SS Mitglied mit elitärem Korpsgeist und die frankfurter Tageszeitung Frankfurter Zeitung  hält ihn für den geistigen Führer der NSDAP in Hessen. - Der offenbacher NSDAP Kreisleiter Wilhelm Schäfer (35) stiehlt dem NSDAP Juristen und NSDAP Landtagsfraktionsvorsitzenden Werner Best (28) besonders radikale und diktatorische geheime Pläne zur Machtübernahme, übergibt sie heimlich dem in Bayreuth geborenen hessischen SPD Innenmister Wilhelm Leuschner (41), tritt aus der NSDAP aus und bleibt aber Mitglied des Landtages. Die Veröffentlichung der Pläne alias Boxheimer Dokumente wird zum Skandal. - In Rüsselsheim wird nach 119.484 Stück Opel 4 ein neues Modell der Opel 1,2 Liter gebaut. - In Rüsselsheim werden die letzten 20 % von Opel an GM verkauft. - In Wiesbaden erhalten auch die oberen Stockwerke des Badehauses Schwarzer Bock am Kranzplatz Badezellen. - Der in Lich geborene Graf Bernhard von Solms Laubach (St) (31) wird NSDAP Volksstaat Hessen Landtagsabgeordneter. - In Frankfurt wird die NSDAP mit 37 % und 27 Sitzen stärkste Fraktion im Landtag des Volksstaates Hessen. - In Wiesbaden erscheint der erste Jahrgang der NSDAP Tageszeitung Nassauer Volksblatt. - In Mainz fällt der Rosenmontagszug wegen Geldmangels aus. - In Frankfurt fordert die Wirtschaftspolitische Vereinigung von Hindenburg einen Machtwechsel zugunsten der NSDAP, DNVP und des Stahlhelm. - In Frankfurt Schwanheim bedroht in der Schwanheimer Volksschule Gerolsteiner Straße 2 (2016 August Gräser Schule) ein Vater die Klassenlehrerin seines Sohnes erfolgreich mit dem Tod um die Versetzung durchzusetzen, was erst im nächsten Jahr herauskommt. - In Frankfurt übernimmt das in Frankfurt geborene NSDAP Mitglied, Postoberamtmannssohn, frankfurter Goethe Universitäts-DiplomVolkswirtschaftler und SA Sturm 68 Führer Adolf Beckerle (29) die Führung der SA-Untergruppe Hessen-Nassau-Süd. - In Darmstadt heiratet mit riesigem Interesse der Bevölkerung Erbgroßherzog Georg Donatus von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (25) die in Athen geborene griechische und dänische Prinzessin Cäcilia von Schleswig Holstein Sonderburg Glücksburg (St) (20). - In Frankfurt stirbt der in Bad Homburg geborene Großbürgersohn und für alle Tabuthemen wie Drogen, Astrologie und Esotherik aufgeschlossene Bohemien und Schriftsteller Oscar A. H. Schmitz (58). - In Wiesbaden wird ein rotes Reichspost Fernsprechhäuschen alias Telefonzelle an der Südseite der Ringkirche Rheinstraße aufgestellt. - In Wiesbaden wird ein Republikanischer Tag auf dem wiesbadener Festplatz Unter den Eichen abgehalten, wo der in Herford geborene preußische SPD Innenminister Carl Severing (56) spricht und die Arbeitersportler auftreten. - In Wiesbaden liefert sich der in Mainz Gonsenheim aufgewachsene, vorbestrafte Dieb und SA Mann und Agitator Ernst Franzreb (30) einen Straßenkampf in der Adlerstraße, wobei er auf die Köpfe seiner KPD Gegner mit einem Kartoffelstampfer einschlägt. - Wiesbaden hat 153.137 Einwohner und Mainz hat 134.115 Einwohner. - Der in Aachen geborene Jounalist Wilhelm Hollbach (38) wird Schriftleiter alias Chefredakteur der in Frankfurt erscheinende Wochenzeitung Das Illustrierte Blatt. - Der hessendarmstädter NSDAP Gauleiter Peter Gemeinder (40) beginnt mit dem Aufbau von kleinen SS Trupps in seinem Gau, geordnet nach Landkreisen. - In Offenbach wird der offenbacher Lehrer und NSDAP Gauleiter Hessen Friedrich Ringshausen (51) Friedrichsring 3 in seinem Amt als NSDAP Gauleiter Hessen beurlaubt. - In Darmstadt trifft sich die NSDAP Führungsriege im Hitler-Haus alias das Braune Haus in der Bismarckstraße 11, darunter der in Eberstadt geborene ehemalige Fabrikarbeiter Fritz Kern (28), Alte Darmstädter Straße 45 Eberstadt, der in Blödesheim geborene Heinrich Claß (63), der im Elsass geborene Dr Richard Wagner (29) der in Dürkheim geborene hessische SA Oberführer Daniel Hauer (52), Hauptmann Wilhelm Wassung  (38), der hessendarmstädter NSDAP Gauleiter Peter Gemeinder (40), der Lehrer Otto Trefz (--) und Professor Ferdinand Werner (55). - Der Fechtclub Hermannia Frankfurt gewinnt mit dem in Biberach geborenen frankfurter Fotografen Stefan Rosenbauer (35) die deutsche Meisterschaft im Degen. - In Rüsselsheim bringt Opel das neue Sechszylinder Modell vom Typ 1,8 Liter heraus. Die viertürige Normal Limousine kostet 3295 Mark. Opel hat einen Anteil von 77,7% am deutschen Automobilexport. In Darmstadt werden die zweisitzigen Opel Luxus Sport Cabrio Versionen mit tief ausgeschittenem Einstieg von der Firma Autenrieth gebaut, die 3700 Mark kosten. In Köln wird der Opel Moonlight Roadster gebaut. - In Frankfurt wird der rheinische Separatist Freiherr Kurt von Schröder (42) Aufsichtsrat bei den Adlerwerken. - Das katholische Episkopat lehnt die NSDAP ab. Die evangelische Kirchenleitung sympathisiert offen mit der DNVP, der Koalitionspartei der NSDAP. - Der in Darmstadt geborene und wegen vielfacher Urkundenfälschungen und Unterschlagungen verurteilte und gerade wieder entlassene ehemalige Bankangestellte Karl Otto Koch (St) (34) tritt der NSDAP und der SS bei und wird Ortsgruppenschatzmeister. - In Frankfurt glaubt die Ortsgruppe des jüdischen Centralvereins durch Berichte ihres Nachrichtendienstes alias Geheimdienstes an ihre erfolgreiche Abwehrarbeit von antisemitischer Agitation und nicht an eine Machtübernahme der NSDAP. - In Frankfurt mieten die Zeugen Jehovas einen eigenen Versammlungsraum in der Vilbeler Straße 4 im 1. Stock (2016 NH Hotel). - In Oppenheim sind der jüdische Sektkellereibesitzer Carl Neumann und seine Familie die letzten Juden der Stadt. - In Wiesbaden sind die größten Super-Luxus-Hotels, das Hotel Kaiserhof in der Frankfurter Straße 17 Telefon 59551 mit 250 Zimmern und umbauten 25 Meter Riesenschwimmbassin, das Hotel Rose Kranzplatz 7-9 Georg-August-Zinn-Straße 1 (2016 Staatskanzlei) Telefon 59861 mit 230 Zimmern und 7 Garagenplätzen, das Hotel Nassauer Hof Kaiser Friedrich Platz 3-4 Nordseite Telefon 59761 mit 200 Zimmern, das Palast Hotel Kranzplatz 5-6 mit 200 Zimmern, das Hotel Quisisana Parkstraße 5 Telefon 59231 mit 150 Zimmern und das Hotel Vier Jahreszeiten Kaiser Friedrich Platz Südseite Telefon 28721 mit 120 Zimmern. Das Hotel Kronprinz alias Rückerberg in der Taunusstraße 46 (2016 Jugendamt) ist ein jüdisches Hotel, das auch in hebräischer Sprache im Adressbuch eingetragen ist. - In Wiesbaden eröffnen die Tanzdielen, Bars, Cabarets, Varietes Boccaccio in der Webergase 8 und die Park Bar in der Wilhelmstraße 36 um 21:00 Uhr. Das Volksvariete Vergnügungs-Palast in der Dotzheimer Straße 19 (2016 Oxfam) eröffnet bereits um 20:00 Uhr. Es gibt die jüdischen Restaurants Ritters-Hotel alias Baum Taunusstraße 45 und Winter alias Burghof in der Langgasse 19. - In Wiesbaden gibt es die Kinos Ufa-Palast Lichtspieltheater alias Kino in der Wilhelmstraße 36 (2017 Caligari FilmBühne) und Marktsraße 9, Kammer Lichtspiele Taunusstraße 1 am Kochbrunnen, Filmpalast Schwalbacher Straße 8 (RMV Mobilitätszentrale und ESWE Verkehr), Thalia-Theater Kirchgasse 27 (2017 Telekom Shop) und Walhalla in der Mauritiusstraße 3 und Kirchgasse 64. Vorstellungsbeginn ist und 16:00 18:15 und 20:30 Uhr. - Die frankfurter Autohändlertochter und Rennfahrerschwester Erna Glöckler gewinnt in einem Dixi-BMW das Autorennen 10.000 Kilometer durch Europa. - Die NSDAP Parteimitglieder Graf Georg Friedrich von Solms Laubach (St) (31) und sein Freund Werner Best (28) vertreten die NSDAP im hessischen Landtag. Werner Best (28) tritt in die SS ein. Sein völkisch gesinnter Bruder Walter Best (22) führt in Mainz seine Theaterstücke Die endlose Straße und Hoffmann in Bamberg auf. - Der in Niedermittlau geborene Kaufmannslehrling Georg Rösch (18) wird Mitglied der NSDAP, aus der er nach 5 Monaten wieder austritt (1958 hessisches CDU Landtagsmitglied). - Der in Gudensberg geborene Gutsbesitzersohn Rolf Metz (21) wird NSDAP Mitglied, tritt ein Jahr später in die SS ein und 1940 in die SS Totenkopf Reiterstandarte (1974 hessisches FDP Landtagsmitglied). - In Frankfurt wird die Studentenverbindung TV Marcomannia gegründet. - In Rüsselsheim erbaut Fritz Opel (53) die zweite Opelvilla Ludwig-Dörfler-Allee 9 neben der ersten. - Der wormser Volksschullehrersohn, Jurist und wormser NSDAP Kreisleiter Philipp Wilhelm Jung (47) wird NSDAP Fraktionsführer im Landtag des Volksstaates Hessen. - Der in Gonsenheim aufgewachsene völkische Postinspektorensohn Walter Best (22) beendet sein Germanistikstudium in Frankfurt. - Der in Mainz geborene Briefträgersohn, mainzer Staatsanwalt und ehemaliger mainzer NSDAP Ortsgruppengründer Hugo Wolf (34) wird mainzer Stahlhelm Ortsgtruppenleiter. - In Mainz verlegt die katholische Kirche ihren traditionellen Fronleichnamszug am Schillerplatz vorbei, wo das Befeiungsdenkmal des jüdischen Künstlers Benno Elkan (54) steht. - In Mainz wird der in Gau-Odernheim geborene gauodernheimer Gemischtwarenhändler Heinrich Ritter (40) mainzer NSDAP Kreisleiter. - In Darmstadt schließt der in Heidelberg geborene Lehrer und hessendarmstädter NASDAP Gauleiter Karl Lenz (32) den wiesbadener SS Hans Döring (28) wegen illegalen Waffenerwerbs aus der NSDAP aus. Nach 6 Wochen wird er wieder in die Partei aufgenommen und zum SS Oberführer alias SS General befördert. - In Wiesbaden gibt es die Tageszeitung Wiesbadener Tagblatt. - In Wiesbaden beteiligen sich beim vom Wiesbadener Automobil Klub ausgeschriebenen Rennen, das von der SA befehligte NSKK Mitglied und Mercedes Werksfahrer Hans Stuck (31) auf Mercedes SSK, Graf Giovanni Lurani (26), Burgaller, von Morgen, Dr Riess, Wilhelm Merck, der in Amorbach geborene Prinz Hermann von Leiningen (St) (30), Rudolf Steinweg (42) und der Raketenfahrer KC Volkhardt. Das NSKK Mitglied Hans Stuck (31) und Manfred von Brauchitsch (26) bitten Hitler auf dem Obersalzberg um Unterstützung für den Motorsport. Mercedes-Benz hat in diesem Jahr seine Rennfahrerteams mehr und unterstützt offiziell auch den Automobilrennsport nicht mehr. Es werden nur Rennwagen an Privatfahrer ausgeliefert. Einer davon ist Manfred von Brauchitsch (26), der auf der AVUS in Berlin aus dem Mittelfeld mit einem Mercedes SSK gegen die übermächtige ausländische Konkurrenz von Bugatti, Alfa Romeo und Maserati startet und gegen den deutschen Rennfahrer Rudolf Caracciola (31), der einen Alfa Romeo fährt und deshalb als Ausländer gilt, völlig überraschend gewinnt. - In Frankfurt Sachsenhausen wird im Stadtpark der mit 43 Meter höchste deutsche Holzturm Goetheturm aufgestellt. - Der in Frankfurt geborene Reitsportler und Flugpionier Walter Mumm von Schwarzenstein (St) (43) begeht einen Selbstmord mit einer Pistole, verfehlt aber sein Herz und überlebt. - In Frankfurt werden in den Berufsschulen Notklassen eingerichtet. - Die SA ist in 34 Gaustürme eingeteilt. - Der Kraftstoff DAPOLIN wird in Standard Benzin (1950 ESSO) umbenannt. - In Frankfurt fordert die Wirtschaftspolitische Vereinigung Frankfurt, darunter der Zementfabrikantensohn Walter Dyckerhoff (34), Prinz Wilhelm Karl von Isenburg Büdingen (St) (27), der Sektkellereibesitzer xxx Mumm von Schwarzenstein (--), der in Mainz geborene Krupp Verkaufsdirektor für Landmaschinen Wilhelm Traupel (40) und der frankfurter Oberlandesgerichtsrat Friedrich Krebs (37) in einem Schreiben an Hindenburg die Regierungsbeteiligung der NSDAP. - In Schlangenbad wird ein Thermalfreibad gebaut. - Die kircheneigene Heimstättengesellschaft Devaheim der evangelischen Kirche ist bankrott. - Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG auf der Ingelheimer Aue wird gegründet. Das Stromkraftwerk wird mit Steinkohle betrieben. Versorgungsengpässe und Netzzusammenbrüche sind häufig. - In Offenbach nennt sich die Ludwig Krumm AG Vereinigte Lederwarenfabriken mit einem Exportanteil von 90 % bei einem Inlandsanteil von 20 % nach dem englischen Luxuszug Golden Arrow in Goldpfeil um. - In Frankfurt bringt die Zigarettenfabrik Nestor Gianaclis mit der Marke Lord Extra nikotinärmere Zigaretten heraus. - In Frankfurt hat der frankfurter Maler Ugi Battenberg (52) Schweizer Straße 3 einen Kunsthandel mit Atelier am Römerberg 11. - In Frankfurt gibt der Dichter Joachim Ringelnatz (34) im Hotel Astoria eine Lesung. - In Frankfurt hat das Lichtspieltheater alias Kino Gloria-Palast Ecke Kaiserstraße 28/Neue Mainzer Straße (2017 Möbel Boffi) die Telefonnummer HANSA 24272. - In Frankfurt tritt im Saalbau in der Junghofstraße (2016 Ecke Junghofstraße 13-15/Schlesingergasse mit Übergang zu Junghofstraße 18-26) der beim englischen Manchester geborene König der Jazzmusik Jack Hylton (39) mit seinem Jazz-Orchester auf. - In Darmstadt Ober-Ramstadt wird der Automobilbau Hans Gustav Röhr (36) von seinem schweizer Generalvertreter Joos Andreas Heintz übernommen. Mit dem Assistenten Joseph Dauben arbeiten sie an einem kleineren Automobil, dem neuen Modell Röhr Junior, das im Folgejahr von der Neue Röhr AG vorgestellt wird. - In Darmstadt hat der Brauerei-Ausschank Louis Hess in der Kirchstraße 3 die Telefonnummer 3197. - In Frankfurt hat der Flughafen Frankfurt Rebstock (Zulassungsstelle Rebstock) am Römerhof 19 die Telefonnummer MAINGAU 70501, der keine Landebahn und nur eine riesige Rasenfläche hat, und das Flughafenrestaurant die Telefonnummer 75534. Die nächste Straßenbahn ist 750 Meter entfernt. Nachtlandungen müssen angemeldet werden. Als Landehilfen gibt es einen Rauchschornstein, eine Lichterkette parallel zur Windrichtung und einen Windsack. - In Darmstadt hat der Flughafen an der Lichtwiese ein 500 Meter langes Rollfeld, eine Wiese in Nord-Süd Richtung. - In Wiesbaden Erbenheim hat der Flughafen, der von der Mittelrheinischen Flughafen GmbH Wiesbaden-Mainz betrieben wird, ein 700 x 800 Meter großes Rollfeld mit einer Hochspannungsleitung in 300 Meter Entfernung. - In Mainz wird die NSDAP von der katholischen Kirche bekämpft, indem man den katholischen Gläubigen mit Exkommunikation im Falle eines Parteieintritts droht. - In Frankfurt zieht der Fußballverein FSV Frankfurt von der Seckbacher Landstraße 76 an den Bornheimer Hang. Den Fußballplatz an der Seckbacher Landstraße 76 übernimmt der von Eisenbahnern dominierte Verein SG 28. - In Frankfurt richtet die Lufthansa einen einstündigen Aerobus-Dienst nach Köln ein, der 23 Reichsmark kostet und Frankfurt mit Brüssel und London verbindet. - In Frankfurt wechselt die als rote Gräfin bezeichnete kpd Volkswirtschaftsstudentin und republikreindliche kaiserliche Hofdamentochter Grafentochter Marion Dönhoff (22) zum Wintersemester an die Universität Frankfurt. Zwei ihrer drei Brüder werden hochrangige Mitglieder der NSDAP. - In Mainz präsentiert der Museumsmitarbeiter Adolf Tronnier einen Entwurf eines im Volkspark postierten Tempels samt gewaltigem Museumsbezirk mit einem den Dom um Längen überragenden Turm in Letternform, dessen Spitze eine Weltkugel mit der Statue von Johannes Gutenberg krönt. - In Mainz protzt der Mainzer Carnevals Verein bei seiner Prunksitzung in der Stadthalle Gut Stubb Rheinstraße 68 (2016 Hilton Hotel) mit einem Präsidium vor 4 riesigen goldenen Säulen zwischen denen ein Narr thront. - In Obererlenbach gibt es eine Lehr- und Versuchsanstalt für gärungslose Früchteverwertung in einerm geschlossenen Gutshof mit Uhrturm. - In Frankfurt lässt der frankfurter Adler Automobilhersteller Heinrich Kleyer (78) neben dem starrachsigen Modell Primus von den neuen Mitarbeitern Hans Gustav Röhr (36) und Joseph Dauben ein von ihnen privat entwickeltes modernes neues 1500 ccm Schwingachsenfahrzeug mit Frontantrieb Trumpf, dem dritten Frontantriebler in Deutschland nach Stoewer V5 und DKW F1, bauen, das aus Kostengründen möglichst viele Komponenten des Entwurfs von Otto Göckeritz und Gotthilf Henzler übernehmen muss. In Wiesbaden gibt es die freien Turnvereine Eitnracht Wiesbaden in der Hellmundstrasse, den Turnerbund Wiesbaden in der Schwalbacher Straße und die Freie Turnerschaft Wiesbaden in der Wellritzstrasse. Neben dem Verein für Körperkultur und Selbstverteidigung, der ein eigene Boxabteilung DBfAB hat gibt es den Boxklub Heros Wiesbaden. Ski und Rodel fährt man vom wiesbadener Hausberg Hohe Wurzel zur Chausseestraße. - Das Rasseamt der SS, das für Rassenuntersuchungen und Ehegenehmigungen für Angehörige der SS zuständig ist, wird gegründet. - In Frankfurt findet der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie statt, bei dem der jüdische berliner Arzt Max Hirsch (54) fordert, durch großzügige geburtenpolitische Maßnahmen die sozialen Elemente, wie Geisteskranke, Verbrecher und Dirnen alias Prostituierte aus dem Fortpflanzungsprozess durch Verwahrung und Unfruchtbarmachung auszuschalten, die Fortpflanzung der tüchtigen und begabten zu ermöglichen und durch Übernahme der Aufzuchtkosten auf die Schultern der Allgemeinheit zu fördern. Empfängnisverhütung wird als Volksselbstmord betrachtet. Nur Ärzte sollen Sexualberater werden. - In Wiesbaden Dotzheim schließt der Landkreis Essen das im Schloss Freudenberg Freudenbergstraße 224 eingerichtete Kinderheim Taunusblick. - In Wiesbaden demonstrieren in einem offenen repräsentativen Automobil wiesbadener NSDAP Mitglieder in weißen Hemden gegen die Separatisten. - In Frankfurt wird eine Prostituiert (28) tot in ihrem Zimmer in der Kleinen Mainzer Gasse ermordet aufgefunden. - In Frankfurt wird während des Initiativkommiteetagung der jüdischen Jewish Agency in Deutschland ua Stadtkämmerer Bruno Asch (41) und Justizrat Julius Blau (70) wiedergewählt. - In Wiesbaden veranstaltet der Wiesbadener Automobil Club das Wiesbadener Automobil Turnier als Deutsche Sternfahrt und als 48 Stunden Kreuz und Querfahrt mit über 300 Teilnehmern wie Hans Stuck (31) auf Mercedes SSK, Graf Giovanni Lurani (--), Burgaller, von Morgen, Siemens, Dr. Riesse, Wilhelm Merck (38), Prinz Hermann von Leiningen (30), Rudolf Steinweg (--) mit privatem NSU 1500 und Raketenfahrer K. C. Volkhardt (--). Das Rennen geht über 96 Stunden auf beliebiger Strecke und 660 km je 24 Stunden als 48 Stunden Kreuz und Querfahrt. - In Frankfurt wird der für Deutschland speziell synchronisierte amerikanische Anti Kriegs Film Im Westen nichts Neues in den Kinos Capitol Lichtspiele Zeil 56 (2020 an der Konstablerwache) und Roxy Palast Vilbeler Strasse 29 gezeigt. - In Wiesbaden Erbenheim kann ein Fluggast am Flugplatz Wiesbaden Mainz auf der Flugstrecke Baden-Baden Karlsruhe Mannheim Wiesbaden Köln Krefeld von der Firma Deutsche Verkehrsflug AG als Strecke 250 zusteigen. Ein Flug nach Köln kostet 36 Reichsmark. Für Rundflüge bezahlt man 1 Reichsmark pro Flugminute, wobei ein Rundflug zum Niederwalddenkmal bei Rüdesheim pauschal für maximal 3 Personen 30 Reichsmark und ein Rundflug über Mainz und Wiesbaden 5 Mark pro Person kostet. In Wiesbaden werden die Fluggäste von der Kraftfahrzeugzubringerstation Wilhelmstrasse 15 abgeholt und in Mainz in der Bahnhofstrasse 3. - In Frankfurt setzt die Feuerwehr bei einem Kellerbrand am Roßmarkt 17 ein Spezialfahrzeug Exhaustor für Kellerbrände ein. Zwei NSDAP Mitglieder stören die Löscharbeiten und werden festgenommen. - In Frankfurt tritt der Kabarettist Joachim Ringelnatz (48) im Kabarett Astoria-Bühne im Hotel Astoria in der Kaiserstrasse auf. - In Frankfur Rödelheim wird die Fahrradfabrik Weil Torpedo-Werke AG ua wegen ihrer Schreibmaschinen mit patentierter Segmentumschaltung von der amerikanischen Konkurrenz Remington Rand New York durch Aktienmehrheit übernommen. - Mit der Aufschrift Besucht Wiesbaden an den Unterseiten der Flügel einer Sportmaschine macht die kölner Kunstflugmeisterin Liesel Bach (26), die mit ihrer eigenen Maschine Klemm KL26a den Deutschlandflug Preis gewonnen hat und sich gerade dem Nationalsozialismus angeschlossen hat, für den sie sich auch aktiv einsetzt, laut einer Tageszeitung Propaganda für die Stadt Wiesbaden. -  Der in Wiesbaden geborene Automobilrennfahrer August Momberger (26) wird bei Mercedes Benz Reservefahrer im Werksteam, dort aber nicht eingesetzt, weshalb er seine Karriere aufgibt. - In Mainz wird der mainzer Buchhändler Max Maywald (26) zum Präsidenten des Mainzer Automobil Clubs gewählt. - In Frankfurt eröffnet die spätere Haute Couture Damenmodeschneiderin Toni Schiesser (25) ein Atelier für feine Damenmode in einem Zimmer in ihrer Privatwohnung in der Sindlingerstrasse 17. - In Wiesbaden Erbenheim veranstaltet der Reit- und Fahrverein Erbenheim ein Reitturnier auf dem Flughafen Erbenheim mit einer A-Dressur, einem Jagdspringen Kl. A + L, einem Mannschaftskampf und Fahrerprüfungen. - In Darmstadt ziehen die katholischen Ordensschwestern Englische Fräulein mit ihrer Haushaltsschule von der Adelungstrasse an die Ecke Wilehlminenstrasse 53/Annastrasse um. - In Frankfurt schiessen Kommunisten einem Nationalsozialisten bei Strassenkämpfen am Kaiserplatz in den Rücken. Strassenfastnacht alias Fassenacht alias Strassencarneval wird vom Rat der Stadt verboten.

1930 In Kronberg heiratet Prinz Christoph Ernst August von Hessen (St) (29) die griechische Prinzessin Sophie von Schlewig Holstein Sonderburg Glücksburg (St) (16), die jüngste Tochter des griechischen Königssohn Andreas von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und Alice von Battenberg. - In Frankfurt wird Friedrich Weitzel (25) SS Oberführer und Führer des SS Abschnitts V. - In Frankfurt spricht Adolf Hitler (41) in der überfüllten mit riesigen Hakenkreuzfahnen geschmückten Festhalle an der Messe. - In Mainz muss die mainzer NSDAP Ortsgruppe in Sektionen u.a. Altstadt, Neustadt, Bahnhof, Gautor, Kastel aufgeteilt werden. - In Wiesbaden wird aus dem NSDAP Gauparteiorgan Nassauer Beobachter die Zeitung Rheinwacht. - In Frankfurt tritt der Sänger und Komiker Otto Reutter (60) im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 auf und gibt ein Radiokonzert für den Sender Frankfurt. - Der in Mainz geborene Metzgersohn mainzer Höhere Handelsschulabsolvent, Handlungsbevollmächtigte für den Gesamtkonzern Krupp AG und Direktor der Erntemaschinen-Vertriebsgesellschaft Wilhelm Traupel (39) tritt in die NSDAP ein. - In Wiesbaden wird der Blumenkorso eingestellt. - In Frankfurt wird das 31 Meter hohe Gewerkschaftshaus Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77 als erstes Hochhaus in Stahlbetonbauweise errichtet, das IG Farben Haus ist mit 35 Meter allerdings höher. Es ist das erste funktionalistische Gebäude am Mainufer und dominiert durch seine nüchterne überdimensionale rechteckige Form die Uferpromenade. Eine Hotel- und Gartennutzung wird verboten. - Die frankfurter IG Farben bilden mit dem amerikanischen Schießpulverhersteller Dupont ein weltumspannendes Kartell. Der in Wiesbaden Biebrich geborene Industrielle Wilhelm Ferdinand Kalle (60) hilft dabei. Im Grüneburgpark Grüneburgweg 128 ist das klassizistische Gartenhäuschen des frankfurter Mundartdichters, das Stoltzehäuschen, für den Neubau IG Farben Haus abgerissen. - Gustavsburg an der Mainmündung wird mainzer Stadtteil. - In Mainz leben 78.500 Katholiken und 48.500 Protestanten. - Langen wird als Teil des Mainzer Brückenkopfs alias alliiertes besetztes Rheinland geräumt. - Der in Darmstadt geborene Prinz Wilhelm Karl Hermann von Isenburg (St) (27) heiratet die Forstmeistertochter und Grafentochter Helene Elisabeth von Korff alias Schmising-Kerssenbrock (St) (30). - Wiesbaden wird als Sitz der Internationalen Rheinlandkommission von den Briten geräumt aber wieder französisch besetz, allerdings nur mit sehr wenigen Soldaten. - Der mit Hermann Göring befreundete und in Offenbach Rumpenheim geborene Prinz Philipp von Hessen Kassel Rumpenheim (St) (34) tritt der NSDAP bei. - In Wiesbaden stirbt Oberbürgermeister Fritz Travers und die NSDAP schlägt den wiesbadener Bürgermeister Alfred Schulte (58) als neuen wiesbadener Oberbürgermeister vor. - In Wiesbaden Erbenheim wird auf dem Turnierplatz das Pfingsturnier für Reitpferde veranstaltet. - In Wiesbaden zieht das Pfingsturnier des Reit- und Fahrclub Wiesbaden wegen des großen Erfolges des ersten Turniers vom Kleinfeldchen auf dem Pferderennplatz Wiesbaden Erbenheim unter großer nationaler Beteiligung als Befreiungsturnier um. - In Eppstein und Neuenhain werden NSDAP Ortsgruppen gegründet. - In Hofheim wird ein NSDAP Stützpunkt gegründet. - In Niederjosbach wird ein NSDAP Stützpunkt gegründet. - In Eppstein Niederjosbach wird eine NSDAP Ortsgruppe mit 7 Mitgliedern gegründet. Das NSDAP Mitglied Wittenberger stiftet eine Fahne. - Der in Berghausen geborene Rudolf Diels (30) heiratet die Industriellentochter Hildegard Mannesmann. Beide sind Mitglieder der Deutsche Demokratische Partei. - In Rüdesheim wird eine Telefonselbstwählstelle eingerichtet. - In Wiesbaden ist der republikfeindliche wiesbadener Opel Werk Abteilungsleiter Andreas Hoevel (30) KPD Funktionär. - In Wiesbaden kommt Reichspräsident Paul von Hindenburg (83) zu Besuch und lässt sich im Spalier der wiesbadener Vereine und zum Stechschritt des gerade wieder zugelassenen republikfeindlichen Stahlhelms und vom sozialistischen Reichsbanner feiern. - In Wiesbaden versammeln sich nach einem republikfeindlichen, patriotischen Fackelzug zu Befreiungsfeiern in der Innenstadt riesige Menschenmassen, wobei es in der Moritzstraße zu mitternächtlichen Krawallen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, bei denen Geschäfte von vermeintlichen Separatisten aber auch von einigen Juden demoliert werden. - In Wiesbaden erreicht die NSDAP 27 %. - In Groß Gerau wird das in Frankfurt geborene NSDAP und SA Mitglied Otto Schwebe (30) groß gerauer NSDAP Kreisleiter und Gaugeschäftsführer der Gauleitung Hessen Nassau Süd. - In Frankfurt lässt sich die NSDAP im frankfurter Telefonbuch unter Weißfrauenstraße 12 ohne Telefonnummer eintragen. - In Bayern lassen sich die Fürsten von Hanau ihren ab 1875 ohne rechtliche Grundlagen getragenen Titel Fürst gerichtlich legitimieren. - Der in Darmstadt geborene Prinz Wilhelm Karl von Isenburg Büdingen (St) (27) heiratet in München die in Darmstadt geborene Forstmeistertochter und Heilpraktikerin Gräfin von Korff alias Schmising-Kerssenbrock Helene Elisabeth von Hatzfeld (St) (30). - In Frankfurt beginnt die Schauspielerin Marianne Hoppe (29) am Theater Neues Theater Ecke Mainzer Landstraße 55/Karlstraße ein zweijähriges Engagement. - In Frankfurt beginnt der Schauspieler Günther Lüders (25) am Theater Neues Theater Ecke Mainzer Landstraße 55/Karlstraße ein fünfjähriges Engagement. - In Frankfurt sucht die in Frankfurt geborene überzeugte Junggesellin, Metzgertochter aus dem Gallusviertel, Anhängerin des FSV Frankfurt Fußballpionierin Lotte Specht (19) per Zeitungsannonce in der Tageszeitung Frankfurter Nachrichten nach Fußballerinnen und gründet mit ihnen im Gasthof Steinernes Haus am Römerberg den 1. DDFC Frankfurt, den ersten deutschen Frauenfußballverein, was sie schon nach einigen Wochen auf die Titelseite der frankfurter Wochenzeitung Das Illustrierte Blatt bringt. Die Frauen spielen auf der Seehofwiese in Sachsenhausen und werden in der Öffentlichkeit als Mannweiber verspottet und beschimpft. Der Verein löst sich nach einem Jahr auf. - In Wiesbaden tritt Ernst Franzreb (29) in die NSDAP ein. - In Wiesbaden liefert sich der in Mainz Gonsenheim aufgewachsene, vorbestrafte Dieb und SA Mann und Agitator Ernst Franzreb (29) einen Straßenkampf in der Faulbrunnenstraße, wobei er seinen Gegnern schwere Gesichtsverletzungen beibringt. - Wiesbaden hat 153.259 Einwohner und Mainz hat 133.999 Einwohner. - In Frankfurt hält die NSDAP ihren Westdeutschen NSDAP Parteitag in Festhalle ab. Adolf Hitler (41) spricht. - In Frankfurt zieht Radio Frankfurt alias SUWRAG in das eigene Funkhaus Eschersheimer Landstraße 33 (2016 Hochschule für Musik und Darstellende Kunst). - In Deutschland beginnen Kinos die von Paramount produzierte 10-minütige Fox Tönende Wochenschau mit einer markanten Sprecherstimme zu zeigen. - In Wiesbaden wird der ehemalige badkreuznacher Kurorchesterdirigent und wiesbadener Generalmusikdirektor Carl Schuricht (50) wohnhaft Hotel Oranien in der Platter Straße 2 Leiter des Städtischen Orchesters bei Synphoniekonzerten im Kurhaus. - Der inaktive frankfurter Corps Austria Corpsstudent und Journalist Erich Czech (40) schreibt eine vielbeachtete Biografie über Adolf Hitler und wird dafür von der NSDAP geschätzt. - Der in Frankfurt geborene Kaufmannsohn und Stahlhelm Redakteur Friedrich Wilhelm Heinz (31) wird 3 Monate nach dem Eintritt in die NSDAP wieder hinausgeworfen. - Der hessische NSDAP Landtagsabgeordnete Hans Döring (29) leitet die SS Standarte 2. - In Wiesbaden logiert Reichspräsident Paul von Hindenburg (83) im Luxushotel Nassauer Hof Kaiser Friedrich Platz 3-4 Nordseite. - In Frankfurt Sindlingen ist das Gasthaus Rheingold ein beliebtes Ausflugslokal. Die Brauerei Fay ist in der Dieburger Straße. - In Darmstadt ist die Geschäftstelle der darmstädter NSDAP Ortsgruppe in der Waldstraße 15 (2016 Adelungstraße). Ihr Vorsitzender ist Ferdinand Abt, Beckstraße 54, Kassenwart ist Friedrich Stein, Waldstraße 15 und Schriftführer ist Ad Schneider Bismarckstraße 11. NSDAP Parteilokal ist der Fay Brauerei Ausschank von Herrn Fabian in der Alexanderstraße 23. SA Abende werden jeden Mittwoch durchgeführt. - In Darmstadt ist die Geschäftstelle der SPD Darmstadt in der Bismarckstraße 19. Vorsitzender ist Georg Wiesenecker und das Versammlungslokal ist das Gewerkschaftshaus. - In Darmstadt hat die Autodroschkenzentrale alias Taxizentrale den Fernsprecher 3770 alias Telefonnummer 3770. Die Notfalltelefonnummer bei Feuer, Unfall, Krankenbeförderung und Gas- und Wasserschäden ist Fernsprecher 600 und die Sanitätswache des Roten Kreuzes Fernsprecher 400. Der Flugplatz hat Fernsprecher 1000. - In Darmstadt bewohnt in der Bismarckstraße 11 der Rechtsanwalt Karl neuschäffer das Erdgeschooß und den ersten Stock.. Im zweiten Stock wohnt der Kaufmann Ad Schneider. - In Darmstadt landet der Zeppelin Graf Zeppelin auf dem Flugplatz Griesheimer Sand Flughafenstraße. - In Darmstadt gibt es an der Technischen Hochschule Darmstadt 42 verschieden Studentenverbindungen, darunter 5 Corps, 8 Burschenschaften, 3 Landsmannschaften und 4 sportliche. 7 christliche und 8 akademische Verbindungen. - In Darmstadt trifft sich der Deutsche Orden im Vereinslokal Sitte Karlstraße 15 und der Stahlhelm im Alpenzimmer im Verbandslokal Sitte Karlstraße 15. - In Darmstadt trifft sich der Alldeutsche Verband mit Vorsitzenden Prof Rouge, Bismarckstraße 74 im Kaisersaal des Restaurant Christ in der Grafenstraße 18 wo sich auch der ADAC trifft. Die Deutschnationale Volkspartei hat ihre Geschäftstelle ebenfalls in der Bismarckstraße 74 und trifft sich in ihrem Parteilokal Sitte Karlstraße 15. - In Darmstadt hat die SPD ihre Geschäftsstelle in der Bismarckstraße 19. Ihr Vorsitzender Georg Wiesenecker wohnt in der Bismarckstraße 19 und hat die Telefonnummer 3149. Die SPD trifft sich im Gewerkschaftshaus Bismarckstraße 19. - In Darmstadt ist Erlaucht Erbgraf Alexander von Erbach Erbach (St) (39) Präsident des Hessischen Automobil-Clubs Rheinstraße 36. - In Frankfurt brennt die Kempff Brauerei auf dem Sachsenhäuser Berg ab. - In Wiesbaden wird aus dem stark gewachsenen Fastnachtsverein Buchdrucker Kommitee Die Spinner des Gesangsverein Gutenberg. - In Frankfurt veranstaltet der Karnevalsverein Rheinländer Vereinigung im Volksbildungsheim (2016 Metropolis Kino) eine große Karnevalssitzung. - In Frankfurt Bornheim gründet Heinrich Rehm im Rahmen der der Besitzer der Gaststätte Pflug die Stutzer-Burschenschaft, die sich wie Studentenverbindungsburschenschaftler kleidet und nicht ernstgemeinte Akademikertitel verteilt. - In Frankfurt Fechenheim gründen die Turnvereinmitglieder und hauptsächlich Papiertütenfabrikarbeiter den Karnevalsverein Die Fechemer Dutte, wo zur Damensitzung Turnerinnen und Akrobaten auftreten. - In Frankfurt ist das Variete Bier-Palais in der Bleichstraße 57 am Eschenheimer Turm Vereinslokal des Motorrad Club Frankfurt Groß Frankfurt. - Prinzessin Edda von Erbach Schönberg (St) wird geboren. - In Mainz und Wiesbaden werden die Rheinischen Befreiungsfeiern gefilmt. - In Darmstadt treffen sich die Hundefreunde im der Brauerei Zum goldenen Anker, Große Ochsengasse mit der Telefonnummer 64915, die Schützengesellschaft trifft sich im Rummelbräu. und die Turnergesellschaft mit der Telefonnummer 1250 trifft sich im Mathildenhöhsaal in der Dieburger Straßé 26 (2016 REWE) und der Schießsport Club Windmühle trifft sich im Restaurant Zur Windmühle, Pallaswiesenstraße. Die Vereinigung ehemaliger Jäger zu Pferde Nr 3 Colmar, die seit 6 Jahren besteht, trifft sich im Restaurant Zum deutschen Haus in der Waldstraße 23. - In Frankfurt heiratet der jüdische frankfurter Metallgesellschaftsbesitzer und Vorsitzende der Metallbank mit englischen Wurzeln Richard Merton (49) Prinzessin Elisabeth von Löwenstein Wertheim Freudenberg (St) (40), wodurch er Stiefvater von Prinz Casimir Johannes von Sayn Wittgenstein Berleburg (St) (13) wird. - Wiesbaden ist kurzzeitig von den Amerikanern besetzt. - In Frankfurt wird der Jurist und SS Mitglied Gerhard Rühle (25) frankfurter NSDAP Kreisleiter. - In Höchst wird der in Hanau geborene IG Farben Höchst Mitarbeiter, NSDAP Mitglied und Alte Kämpfer Franz Brunnträger (37) höchster NSDAP Ortsgruppenleiter. - In Frankfurt erhält der in Mähren geborene jüdische Neurologe und Psychologe Sigmund Freud (74) im palastartigen Hotel Frankfurter Hof am Kaiserplatz 17 den Goethepreis. - In Mainz wird am Schillerplatz ein umstrittenes Befreiungsdenkmal in Form einer nackten Frau des in Dortmund geborenen jüdischen Künstlers Benno Elkan (53) in Anwesenheit von Reichspräsident Paul von Hindenburg (83) enthüllt. Die Tageszeitung Mainzer Anzeiger interpretiert es als Erwachen aus schwerer Zeit. - In Mainz kommt es zu antisemitischen Aktivitäten. - In Frankfurt kommt es im Rathaus zu Tumulten, wobei nur die NSDAP und die KPD gemeinsam eine Bier- und Getränkesteuererhebung um 7 % ablehnen. - In Frankfurt erscheint die NSDAP Wochen Hetzschrift Frankfurter Beobachter als NSDAP Tageszeitung Frankfurter Volksblatt mit einer Auflage von 70.000 Stück. - In Idstein provoziert der NSDAP Agitator und wiesbadener Justizobersekretär Felix Piekarski (40) bei einer NSDAP Wahlkampf-Veranstaltung schwere Auseinandersetzungen und demonstriert seine Brutalität, für die er nicht zur Rechenschaft gezogen wird. - In Frankfurt erhalten die NS Wahlagitatoren, darunter Justizsekretär Lange von NSDAP Justizamtmann Zörb Sonderurlaub. Zörb entlässt auch 25 prorepublikanische Angestellte, was in der Presse gemeldet wird. Der neue frankfurter Jurist und Oberlandesgerichtspräsident Bernhard Hempen (49) der offiziell der katholischen Zentrum Partei angehört, und sein Stellvertreter Otto Stadelmann geben nur eine lächerliche Gegendarstellung heraus. - In Wiesbaden gibt es die Tageszeitung Wiesbadener Zeitung. - Der in Mainz geborene Offizier und Polizist Georg Keppler (36) wird Mitglied der NSDAP. - In Frankfurt wird auf dem Fußballplatz der Eintracht Frankfurt am Riederwald ein Motorrad-Fußballspiel im Gau 3a veranstaltet. - In Darmstadt stürzt der in Bad Homburg aufgewachsene darmstädter Kunstflieger Johannes Nehring (28) am Rheinufer am Kühkopf ab. - In Frankfurt Sachsenhausen wird die Ruine Ulrichstein (vor Färberstraße 75) abgebrochen. - In Frankfurt stellt die letzte Pferdedroschke ihren Dienst ein. Die Lizenzen werden auf Kraftdroschken alias Kraftfahrzeuge umgewandelt. - In Frankfurt arbeiten in den städtischen offenen Anlernwerkstellen für berufsunreife aus Hilfsschulen entlassene Knaben und Mädchen (2017 Praunheimer Werkstätten) in den ehemaligen Hallen der Flugzeugwerft Euler in Niederrad 40 männliche Jugendliche, die einfache Arbeiten wie Stanzarbeiten und Tütenkleben ausführen. - In Frankfurt verleiht die AAFA Filmverleih Filiale, Taunusstrasse 52 im Industriehaus mit der Telefonnummer Senckenberg 32778 den Film Die weisse Hölle vom Piz Palü an das Kino Rheingold-Lichtspiele in Geisenheim. - In Mainz wirbt die Brauerei Zum Birnbaum in der Birnbaumgasse 5 dienstags mit Schlachtfest. - In Frankfurt kommt es bei der Aufführung der Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny des jüdischen Komponisten Kurt Weill (30) zu der Bertolt Brecht (32) das Libretto schrieb, wegen ihrer schonungslosen Sozialkritik zu Störungen. - Drei von vier NSDAP Reichstagsmitgliedern der Provinz Hessen-Nassau kommen aus Frankfurt: Der Postinspektor Jakob Sprenger (46), der Schlosser Fritz Weitzel (26) und der Obersteuersekretär Karl Linder (30). Fritz Weitzel (26) wird für eine Prügelei im berliner Reichstag zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt (1933 düsseldorfer Polizeipräsident). - Der in Fulda Neuhof geborene frankfurter Schauspielhaus Schauspieler Wilhelm Diegelmann (69) spielt in dem Millieufilm Der blaue Engel mit Marlene Dietrich (29) mit. - In Darmstadt hat das Naturschwimmbad am Natursee Großer Woog eine hölzerne 10 Meter Sprungturmanlage. - In Darmstadt wirbt die SPD gegen Bürgerblock und Hakenkreuz, die man zu zerstampfen hat. - In Sulzbach darf der Tankstellenbesitzer von Auto-Engel, Bauernsohn und begeisterte Automobilist Wilhelm Engel (33) seine Tankstelle in die Mitte des Kreisels des neu ausgebauten Rhein-Main-Schnellwegs, Elisabethenstraße (2017 A66)/Königsteiner im Tausch mit für den Straßenausbau benötigten großen Grundstücksflächen verlegen. Die Tankstelle steht zwar an einer 2 spurigen Straße mit Gegenverkehr, ist aber sehr beliebt und hat bald 14 Tankwarte. Die Benzintanks sind unterirdisch. - ARAL-Krafstoffe und das Benzin Deron werden blau eingefärbt. - In Mainz produziert das Elektrizitätswerk auf der Ingelheimer Aue für 51 Gemeinden rechts und links des Rheins Strom. - In Frankfurt hat die neu erbaute puristische Großjugendherberge Haus der Jugend in der Hansa Allee 150 rund 350 Betten, einen Festsaal und Nebenräume für Tagungen. In Frankfurt bietet der Optiker Käpernick in der kaiserstraße 47 ua die Markenkameras von Zeiss-Ikon, Agfa, Leitz und Kodak und Theater-Gläser und Feldstecher von Zeiss, Busch, Hensoldt und Oigee an. Eine weiter Filiale ist in der Langgasse 17 in Wiesbaden. - In Frankfurt bietet die Priteg alias Frankfurter Privat-Telefongesellschaft Rahmhofstraße 4 mit der Telefonnummer HANSA 6256 einen Deutschen Fernsprechapparat an. - In Frankfurt hebt man bei einem Feueralarm bei Telefonen ohne Amt und Nummer nur den Telefonhörer ab und meldet Feuerwehr. Telefone mit Selbstanschlußamt CAROLUS, MAINGAU, NORDEN, SPESSART und ZEPPELIN müssen zuerst die 2 wählen, werden damit mit dem Amt HANSA verbunden und müssen dort der Beamtin den Begriff Feuerwehr nennen. Bei einem Überfall müssen alle Telefone zuerst mit HANSA 2 verbunden werden, wo man mit dem Überfallkommando verbunden wird. Bei Unfällen ruft man das Stadtgesundheitsamt in der Münzgasse 9 mit der Sammelnummer HANSA 29944 wo man Erste Hilfe und einen Unfall- und Kranken-Transport bestellt. - In Frankfurt ist die Lehrerin Berta Jourdan SPD und einziges weibliches Landtagsmitglied. - In Frankfurt ist der Restaurationsbetrieb Kaiserkeller mit Pilsner Urquell Bier der größte Gaststätte am Platz im Hohenzollernhaus Kaiserstraße 29 (2016 Westseite Euro-Tower EZB Hochhaus). - In Frankfurt ist die Frankfurter Wach-&Schliessgesellschaft Ecke Opernplatz/Hochstraße 59 das älteste Sicherheitsinstitut am Platz. Man wirbt mit bewaffneten militärisch gedrillten uniformierten Männern. - Das Bier der frankfurter Brauerei Frankfurter Löwenbräu ist laut Werbung überall erhältlich. - In Frankfurt gibt es drei staatliche Lotterie-Einnahmen: Dahlhausen Schnurgasse 51, Ries Friedberger Landstraße 19 oder Sturm Ecke Oeder Weg 49/Bornwiesenweg 1. Die Preussisch-Süddeutsche Klassen-Lotterie verspricht die höchsten Gewinne, die steuerfrei sind. - In Frankfurt bietet das Reformhaus Freya in der Schäfergasse 23 sich als Haus für neuzeitliche Lebensfühung an. - In Frankfurt hast das städtische Schwimmbad Am Schwimmbad 5 die Telefonnummer 29654. Öffnungszeiten sind wochentags von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Ein Wannenbaad kostet 40 Pfennig, ein Brausebad 10 Pfennig. Tagsüber wird Schwimm-Unterricht erteilt. Es gibt Wannen-, Brause- Schwitz-, elektrische und medizinische Bäder und Kneipp-Verordnungen. Das Dampfbad ist dienstags und freitags für Frauen reserviert. Im hauseigenen Gymnastik-Saal wird ua Boxen, Jiu-Jitsu und orthopädisches Turnen angeboten. - In Frankfurt werden im Schumann-Bierkeller die Edelbiere Fürstenbergbräu und Spatenbräu bei täglichen Stimmungs- und Unterhaltungs-Konzerten verkauft. Rechts hinter dem Haupteingang ist die Mampe Stube, in der lustige Schrammler für Stimmung sorgen. Links ist die Schumann-Bar als vornehmes Abendlokal, in dem Künstler-Konzerte stattfinden. - In Frankfurt ist das Lichtspieltheater alias Kino Gloria-Palast das tonangebende erste Erstaufführungstheater am Platz Ecke Kaiserstraße 28/Neue Mainzer Straße (2017 Möbel Boffi). Es gibt tägliche Vorführungen wochentags 16:00, 18:00 und 20:00 Uhr, sonntags 15:00, 17:00, 19:00 und 21:00 Uhr. Es hat die Telefonnummer HANSA 3089. - In Frankfurt ist der Hilfsarbeiter Peter Gemeinder (39), Lenaustraße 29 Vorsitzender der städtischen NSDAP Fraktion. Er hat die Telefonnummer HANSA 7920. Die NSDAP Geschäftsleitung ist in der Stiftstraße 9. Weitere Mitglieder sind der in Frankfurt geborene Postschaffner Adalbert Gimbel (32) Martin Luther Straße 43, der kaufmännische Angestellte Walter Kramer (27) Sophienstraße 103, der Justizobersekretär Karl Lange (38) Damasachke Anger 81 in Praunheim, der Obersteuersekretär Karl Linder (30) Homburger Landstraße 364-374 in Bonames, der Chemiker Bernhard Schacke (--) Sechholder 6 in Nied, der Postinspektor Jakob Sprenger (46) Melibocus-Straße 30 II Telefon SPESSART 63173, der Straßenbahnschaffner Fritz Topp (--) Kölner Straße 67 und der KFZ Führer Richard Wegner (--) Mainkur Straße 32. - In Frankfurt ist der Angestellte Konrad Lang (46) Leibniz Straße 71 Telefonnummer Taunus 644 Vorsitzender der KPD Fraktion. Weitere Mitglieder sind der Arbeiter Heinrich Aschenbrenner (--) Große Sand Gasse 19, der Buchdrucker Paul Böhler (--) Schwedenpfad 24 Nied, der Dreher Peter Fischer (--) Königsteiner Straße 110, die Angestellte Marie Geist (--) Wittelsbadher Allee 143, die Hausfrau Eva Höhn, Martin Luther Straße 12 (--), der Bäcker Anton Müller Kirch-Gasse 4, der Arbeiter Thomas Münch (--) Dalberg Straße 9 Höchst, der Vorarbeiter Jakob Nebel (--) Volkshaus Straße 154 Telefon Offenbach 1128, der Straßenbahner Johann Vorndran Kleine Obermain Straße 30 und der Tapezierer Heinrich Winter (--) Flora Straße 21 Telefon MAINGAU 77235. - In Frankfurt ist der städtische Direktor Karl Kirchner (47) Usinger Straße 14 Vorsitzender der SPD Fraktion. - In Darmstadt wird der Flugplatz Darmstadt Griesheim von den französischen Alliierten wieder zurückgegeben und wieder eröffnet, wonach das Luftschiff Graf Zeppelin dort landet. - In Mainz wird das Telefon-Selbstanschlußamt mit 2000 Teilnehmern im Telehaus am Münsterplatz auf dem Altmünsterkloster in Betrieb genommen. Viele Gespräche werden auch noch im Handbetrieb vermittelt. Das alte Gebäude am Brandplatz wird weitergenutzt, wodurch zwei Selbstanschlußämter MÜNSTERPLATZ und GUTENBERG zur Verfügung stehen. - In Frankfurt sind im Adressbuch die rund 800 frankfurter Metzger in Verschiedene, Fleischhackereien, Hammel- und Kalbsmetzger, Ochsenmetzger, Schweinemetzger und Wurstfabriken eingeteilt. 95 % alle Einträge sind als Innungsmitglieder gekennzeichnet. Nur die Wurst- und Konservernfabrik Friedrich Emmerich in der Tönges Gasse 36 mit der Telefonnummer HANSA 21757 wirbt mit seiner Spezialität Frankfurter Würstchen. Die weiteren Werbeanzeigen sind von Carl Ingelfinger Alte Mainzer Gasse 2 Telefonnummer HANSA 27931 als spezielle Hammel-Großschlächterei, die Ochsen-Kalbs-, Hammel und Schweine-Metzgerei August Marx in der Großen Bockenheimer Straße 43 mit der Telefonnummer HANSA 25579 gegründet 1828 und die Ochsen-, Kalbs- und Hammel-Metzgerei H Rullmann am Opernplatz 8 mit der Telefonnummer HANAS 806. - In Frankfurt übergibt der jüdische Warenhauskonzerninhaber Max Wronker (--) mit dem größten Warenhaus der Stadt auf der Zeil eine Filiale an den amerikanischen Konkurrenten Woolworth. - In Darmstadt Ober Ramstadt meldet die Automobilfabrik Röhr von Fahrzeugkonstrukteur Hans Gustav Röhr (35) nach schwerem Missmanagement Konkurs an. - In Frankfurt besucht der Boxer Max Schmeling (25) eine Boxveranstaltung in der Festhalle an der Messe. - In Frankfurt findet in der Festhalle an der Messe ein Marathon Dauertanz Turnier statt. - In Mainz wird die NSDAP drittstärkste Partei. - In Mainz wird der Lehrer Studienrat Ludwig Zerbes (35) zum mainzer Ortsgruppenleiter und ersten mainzer NSDAP Kreisleiter gewählt. Er veranstaltet in der Stadthalle Gut Stubb Rheinstraße 68 (2016 Hilton Hotel) eine Wahlveranstaltung vor 3000 Besuchern, bei der der würzburger NSDAP Hetzer und Wirtschaftstheoretiker Gottfried Feder (47) spricht und erringt einen Erdrutschwahlsieg mit über 12.000 Stimmen. - In Frankfurt wird für 8 Jahre keine Messe mehr abgehalten. - In Darmstadt Griesheim haben die französischen Besatzungsoldaten das Kriegsgefangenenlager Griesheimer Sand Hausweg, Lindenstraße Südring alias Camp Général Bardot abgerissen. - In Andernach wird Prinzessin Rosemargot von Zollern Sigmaringen (St) in Burg Namedy als Tochter von Prinz Albrecht von Zollern Sigmaringen (St) (32) geboren. - In Frankfurt feiert der Sportclub Fankfurter sein 50 jähriges Bestehen im Hotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17. Das Festbankett besteht hauptsächlich aus deutschen und englischen Sportlern. Vorstand Freiherr Moritz von Bissing (44), Corneliusstraße 10, lässt sich offiziell mit Herr Baron ansprechen, eigentlich einem englisch-französischen Titel. - Der in Darmstadt aufgewachsene Feuilletonredakteur bei der darmstädter Zeitung und Parteiorgan Hessischer Volksfreund Carlo Mierendorff (33) schreibt lakonisch, dass Frauen in der NSDAP keine hervorstechende Rolle spielen. - In Frankfurt macht die letzte Pferde-Droschke ihre letzte Fahrt. - In Frankfurt stoßen auf der Mainzer Landstraße zwischen Frankfurt am Main und Höchst ein Taxi und ein Sechssitzer zusammen, wobei beide Kraftfahrzeuge sofort zu brennen beginnen und die beiden Insassen des Privatwagens bei lebendigem Leib verbrennen. - In Frankfurt gibt eine englische Schauspielertruppe im Theater Neues Theater Mainzer Landstraße 55 ein Gastspiel. - In Wiesbaden veranstaltet die Firma CE Howie ein Preisausschreiben, bei dem nur Ariel Motorrad Besitzer teilnehmen und 1500 englische Pfund entsprechend 30.000 Reichsmark gewinnen können. - In Wiesbaden schafft der Polizeisportverein die Damenhandballabteilung alias Faustball wegen Trainermangels und wenig Interesse wieder auf. - In Rüsselsheim führt der Automobilhersteller Opel für seine Lkws nach einem Preisausschreiben den Typ Blitz ein. Blitz ist auch ein Opel Fahrradtyp. - In Rüsselsheim haben die Opelwerke im 7. Produktionsjahr den Preis für ihr Erfolgsmodell für den kleinen Mann, den nur in Grün lieferbaren Opel Laubfrosch alias Opel P4 durch die Grossserienfertigung mit Fliessbandtechnik auf 40 % gesenkt. - In Wiesbaden Erbenheim wird das Reitturnier Pfingstturnier auf der Rennbahn ausgetragen. - In Wiesbaden vereinigt sich der FV Germania mit dem SV Wiesbaden. - In Wiesbaden Frauenstein wird das Vereinslokal des Turnverein Frauenstein in die Winzerhalle verlegt, wo auch trainiert wird. - In Wiesbaden Frauenstein lädt Fürst xxx von Hatzfeld (St) (--) auf das Gut Sommerberg Georgenborner Straße 50 zu einer Befreiungsfeier mit Feuerwerk ein. - In Frankfurt nennt sich das Marthahaus in Private Haushaltungsschule und christliches Hospiz um, weil niemand sich dort mehr aus Not den strengen evangelischen Glaubensregeln unterwerfen will. Selbst eine Senkung der Pensionskosten von 35 auf 30 Reichsmark hält den Rückgang nicht auf. - In Frankfurt wird in die Messehalle eine Radrennbahn für Fahrradrennen eingebaut. - In Frankfurt hält der jüdische berlinder Sexualmediziner Sanitätsrats Dr Magnus Hirschfeld (62), der in Transvestitenkreisen verkehrt, im Kino Lichtspieltheater Roxy-Palast zum Film Die sexuelle Frage alias Hygiene der Ehe einen Vortrag. Er vermarktet dabei ua mit seinem Skandalbuch Geschlecht und Verbrechen, das Thema Lustmord mit blutrünstigen Fotos von Frauenleichen und sogar Kinderleichen und gibt sich dabei einen rechtshistorischen und wissenschaftlich sachlichen Anstrich. Ausserdem vertritt er die Auffassung, dass sich nur geistig defekte Menschen, wie sexuell ausgehungerte und impotente und vermeintlich impotente, die des naturgegebenen männlichen Sexualtriebes mangels Vernunft nicht Herr werden konnten, an Kindern vergreifen, wobei das soziale Milieu das Phänomen des Kindesmissbrauchs noch verstärkt. - Der ehemals in Offenbach beschäftigte in Nürnberg geborene jüdische Chemiker Ludwig Dexheimer beschreibt als Schriftsteller in seinem utopistischen alias science fiction Buch Das Automatenzeitalter – ein prognostischer Roman, die Realität des 21. Jahrhunderts mit einer Welt ohne Papier und dafür ferntechnisch übertragenen Informationen aus Zentralbibliotheken, der Wiedererschaffung ausgestorbener Arten, hormoneller Empfängnisverhütung, Recycling und geklonten Menschen. - In Frankfurt ist die liberale frankfurter Tageszeitung Frankfurter Zeitung pleite und macht hohe Verluste, woraufhin der IG Farben Vorstandvorsitzende des größten Unternehmens der Welt, Industrielle und Chemiker Carl Bosch (56) beginnt über die frankfurter Strohfirma Imprimatur heimlich in das Unternehmen zu investieren. - In Frankfurt entwickelt das Frauenbildungs-Vereinsmitglied. Kindererzieherin und Märchen Schriftstellerin Sophie Reinheimer (56) die Figur des Kindergartenkindes Rösel, die sie in den weiteren Jahrzehnten weiterentwickelt. - Die selbständige Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg wird von der Stadt Mainz als Stadtteile Mainz-Ginsheim und Mainz-Gustavsburg eingemeindet. - In Frankfurt wird die Heilanstalt für Nervenkranke und Gemütskranke der Universität von der Feldstrasse in einen Neubau in der Heinrich Hoffmann Strasse in Niederrad verlegt. - In Frankfurt wird der ehemalige und nach Streitigkeiten nicht mehr in Parteilisten aufgeführte hessen nsdap Gauleiter Anton Haselmayer (35) mit der Mitgliedsnummer 36 nicht wieder in die Partei NSDAP aufgenommen. - In Frankfurt ist der Stadtwald durch die intensive Nutzung durch Erholungseinrichtungen nicht mehr in einen natürlichen Wald rückführbar. - In Wiesbaden ist  das Cafe der Conditorei Maldaner Marktstrasse 34 einer der gesellschaftlichen Treffpunkte der Stadt. - In Deutschland kommt eine Gaststättengesetz eingeführt, die auf dem Verkauf von Branntwein beruht. - In Frankfurt ist die Römersiedlung im Bauhausstil fertiggestellt. - In Darmstadt wird die chirurgische Klinik des evangelischen Elisabethenstifts in der Landgraf Georg Strasse eröffnet. - In Darmstadt wird im Hochschulstadion die Sportveranstaltung Internationale Meisterschaft der Studenten abgehalten, das von einem Zeppelin überflogen wird. - In Darmstadt gibt es einen Turnverein Die Naturfreunde, der Ausflüge an den Rhein macht. - In Darmstadt werden staubsichere Müllwagen mit Kippeinrichtung eingesetzt. - In Frankfurt gibt es blaue Stehbriefmarkenautomaten mit zwei 5 Pfennig Briefmarken. - Die in Frankfurt geborene die jüdische frankfurter Kaufmannstochter und Fotografin Ilse Bing (31) arbeitet in Paris als Auftragsfotografin für die französische Modezeitung Paris Vogue.

1929 Wetter: Neujahrsnacht mit -24 Grad Celsius Überschwemmung zur Schneeschmelze in Frankfurt. Schiffahrt wird eingestellt. Kältewelle in Hessen. Der Rhein friert zu. Während des Rosenmontagszugs ist es bitterkalt. - Börsencrash - In Mainz werden beim Rosenmontagszug die Määnzer Schwellköpp eingeführt. - In Frankfurt finden in der Festhalle an der Messe nur noch kleinere Veranstaltungen statt. - 300 wiesbadener SA fahren zum NSDAP Reichsparteitag nach Nürnberg. - In Wiesbaden wird die NSDAP zweitstärkste Partei mit 9 Sitzen im Stadtparlament bei knapp mehr als 1000 Mitgliedern. - Der in Darmstadt geborene antisemitische Hochschulaktivist und Jurist Werner Best (26) tritt in die NSDAP ein. - In Frankfurt wird der Maler Max Beckmann (45) zum Professor ernannt. - Der in Rüsselsheim geborene Wilhelm von Opel (58) verkauft zusammen mit seinem Bruder Friedrich für 154 Millionen Reichsmark 80 % der Opel AG an General Motors und bleibt Aufsichtsrat. - In Wiesbaden hat das Badehaus Schwarzer Bock am Kranzplatz 260 Zimmer mit fließendem Wasser bei einem Zimmerpreis von 5 Mark. - In Mainz Weisenau betreibt die Kirner Privat Brauerei das Restaurations-Schiff Wacht am Rhein. - In Frankfurt findet in der Messehalle die XX. Mustermesse als letzte Messe statt. - In Frankfurt wird die mit Dampflokomotiven betriebene Frankfurter Waldbahn nach Schwanheim und Neu-Isenburg elektrifiziert. - In Wiesbaden werden die britischen Besatzungstruppen abgezogen. - In Wiesbaden wird das Wiesbadener Pfingstreitturnier des Wiesbadener Reit- und Fahrclubs auf dem Sportplatz Kleinfeldchen mit Reitern aus Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt in den Reitabteilungen Erbenheim, Kloppenheim, Bierstadt, Sonnenberg unter Präsident Generalleutnant der Kavallerie a.D. Günther von Etzel eingeführt. - In Hochheim gibt es einen Reitsportverein. - In Frankfurt wird der Bornheimer Hang bebaut. - In Wiesbaden wird die Rheinlandkommission aufgelöst und nach Koblenz verlegt. - In Wiesbaden Erbenheim wird der Pferderennplatz zu einem Zivilflughafen umgewandelt und mit einem Großflugtag von der Mittelrheinischen Flughafen GmbH eröffnet. - In Niedernhausen wird ein NSDAP Stützpunkt gegründet. - In Höchst ist der höchster Landratssohn Paul Apel (33) hessennassauer Reichsbanner Geschäftsführer und sein jüngerer Bruder Wilhelm Apel (24) ist Reichsbanner Kreisstadtführer und Eiserne Front Kreisführer. - In Frankfurt nimmt der Stadtsynodalverband unierte bockenheimer Kirchengemeinden auf und ist dadurch nicht mehr rein lutherisch konfessionell. Dementsprechend nennt er sich evangelisch-lutherisch und evangelisch-uniert. - Die Frankfurter Kirche gründet mit den evangelischen Kirchen in Hessen, Nassau und Kurhessen die Marburger Konferenz für eine einheitliche hessische Kirche. - In Frankfurt hat bei der Kommunalwahl die SPD 27,6 %, die KPD 13,0 %, die DVP 12,9 %, das Zentrum 12,2 % und die NSDAP 9,9 %. - In Wiesbaden wird der Leiter der Galerie und Vorsitzender des Nassauischen Kunstvereins Justizrat Dr Gessert von Freiherr Dr Eberhard von Schenk zu Schweinsberg abgelöst. - In Limburg ist der bad camberger Apotheker Paul Lawaczeck (51) limburger NSDAP Kreisleiter. - In Frankfurt übernimmt das in Frankfurt geborene NSDAP Mitglied, Postoberamtmannssohn und frankfurter Universitäts Diplom Volkswirtschaftler Adolf Beckerle (27) die Führung des SA Sturm 68 in Frankfurt. - In Darmstadt beginnt der jüngere Prinz Ludwig von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (21) ein Archäologie Studium an der Technischen Universität Darmstadt Karolinenplatz 5. - In Eltville und in Oestrich wird eine Telefonselbstwählstelle eingerichtet. - In Wiesbaden werden die NSDAP Mitglieder von hessennassausüd NSDAP Gauleiter Jakob Sprenger (45) von Frankfurt Niederrad Melibokus Straße 30 mit der Telefonnummer SPESSART 63173 aufgefordert besonderes Augenmerk auf den bevorstehenden Abzug der englischen Besatzungstruppen zu legen und sofort eine unvergessliche riesige NSDAP Kundgebung mit SA Aufmarsch zu organisieren. - In Frankfurt hat das Kino Lichtspiel-Theater in der Kaiserstraße 50 die Telefonnummer HANSA 3406. - In Frankfurt wird am ehemaligen Operettentheater Vergnügungsetablissement Groß Frankfurt der neoklassizistische Portikus abgerissen und darin das Kino Ufa-Palast Groß-Frankfurt Bleichstraße 57 mit Operateur alias Filmvorführer Conrady und Kapellmeister MA Pflugmacher mit dem Musikstück Meistersinger, einem Naturstummfilm, einem Musikstück gespielt vom amsterdamer Organist Peter Polla, den Jazz-Parodisten Three Kuhtiroler und dem Hauptfilm und Stummfilm Manolescu - der König der Hochstapler mit der Telefonnummer HANSA 13 Bleichstraße 57 eröffnet. - Wiesbaden hat 153.617 Einwohner und Mainz hat 110.166 Einwohner. - In Frankfurt gibt die Jazz Klasse am Konservatorium Hoch Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) mit dem .jüdischen ungarischen Überseedampfertanzorchestermusiker Matyas Seiber (24) ein öffentliches Konzert, das Radio Frankfurt überträgt. In Frankfurt wird das Frankfurter Rundfunk Symphonie Orchester mit dem langjährigen Direktor der Städtischen Mainzer Musikschule Hans Rosbaud (34) gegründet. Es besteht ein Frankfurter Orchester Verein. - In Frankfurt eröffnet die katholische Studentenverbindung KDStV Hasso-Nassovia ein Verbindungshaus am Westendplatz 35. - In Darmstadt zieht die NSDAP in den Stadrat ein. - Nach dem Justizirrtum Jakubowski wird die Todesstrafe ausgesetzt. - In Bingen kommt Burg Rheinstein mit dem Tod von Prinz Heinrich von Zollern Preußen (St) (67) in den Besitz seiner Ehefrau Prinzessin Irene von Preußen alias Irene von Hessen Darmstadt und bei Rhein (St) (63). - In Rüsselsheim startet die Opelgründerenkelin Irmgard von Opel (22) mit dem Iv0 Club mit dem Schlachtruf Ahoi in blauweißen Overalls und Bobbymützen mit sechs Motorrädern, darunter drei Opel-Touren-Maschinen, zwei Super-Sport-Maschinen und einer BMW, mit ihrem in Frankfurt geborenen Cousin Georg von Opel (17), dem Opel Mitarbeiter Nikolaus Geis, August Euler, Toni Tambolsi und Urich Schott zu einer Motorradfahrt über die Alpen, Nizza und Marseille nach Barcelona zur Weltausstellung. Das Begleitfahrzeug bleibt in den Alpen liegen und hat in Frankreich einen Unfall, bei dem die Mitfahrerin schwere Gesichtsverletzungen erleidet. Ihre Hotels in Nizza und das Luxushotel Ritz in Barcelona wollen die völlig verdreckten Gäste zunächst nicht aufnehmen. Zurück fahren sie mit dem Zug. Nikolaus Geis fährt das Begleitauto alleine zurück. Danach rudert sie mit ihrem Verein in einem Doppelvierer und einem Doppelzweier den Main und den Rhein bis Bacharach hinab, wo sie von einer begeisterten Menge empfangen werden. - Isenburg Büdingen Meerholz stirbt aus. - Die Grafentochter Monika von Solms Laubach (St) wird geboren. - In Mainz ist im Brandgässchen 14 das gutbürgerliche Hotel Zur Post von Philipp Göhl. - In Offenbach beginnt der Musikverlag André Frankfurter Straße 28 mit der Versteigerung ihrer Mozarthandschriften. - In Frankfurt, Hanau und Wiesbaden richtet zum Jahresende über den Winter die NS Erwerbslosenhilfe Suppenküchen ein. - In Darmstadt zieht die NSDAP mit fünf Abgeordneten und 10,5 % ins Stadtparlament. - In Frankfurt ist das Hohenzollernhaus Kaiserstraße 29 (2016 Westseite Euro-Tower EZB Hochhaus) mit dem Restaurant Kaiserkeller an der Gallusanlage. - In Frankfurt gründet die in Karlsruhe geborene jüdische Bankierstochter Frieda Fromm Reichmann (40) sehr erfolgreich mit ihrem ehemaligen Patienten, dem in Frankfurt geborenen jüdischen Schriftsteller Erich Fromm (29) das Frankfurter Psychoanalytische Institut mit vielen jüdischen Patienten. - In Darmstadt hat das größte Hotel der Stadt Zur Traube Louisenplatz 3  (2017 Postbank) 100 Betten, das Bahnhofshotel Platz der Deutschen Einheit 21 hat 50 Zimmer und das drittgrößte Hotel Darmstädter Hof Rheinstraße 12 hat ebenfalls 50 Zimmer. - Mit einem in Frankfurt serienmäßig produzierten Kraftfahrzeug Adler Standard 6 beendet die in Mülheim an der Ruhr geborene Großindustriellentochter und Automobil Rennfahrerin Clärenore Stinnes (28) ihre 25 Monate dauernde Weltumrundung, die filmisch begleitet wird. Ihrem Vater, dem Montanindustriellen Hugo Stinnes (48) gehört das wiesbadener Luxushotel Grandhotel Nassauer Hof am Kaiser Friedrich Platz 3-4, das seit dem Vorjahr als Vereinsheim des frankfurter universitäts Ausländerclubs dient. - In Frankfurt sind bei den Adlerwerken 97,3 % gewerkschaftlich organisiert. - In Wiesbaden Erbenheim wird auf dem Flughafen das Jagdgeschwader 53 stationiert. - Mit dem Tod von Graf Reinhard August von Leiningen Westerburg Altleiningen (St) (--) stirbt die Linie aus. - In Frankfurt findet auf dem Flug- und Luftschiffflughafen Rhein-Main ein Flugtag statt, bei dem der in Frankfurt geborene Ingenieurssohn, zweiterfolgreichste WW1 Jagdflieger und Werbe-Schleppschrift Pilot Ernst Udet (33) teilnimmt. Der Pilot Ernst Udet (33) dreht gerade den Bergfilm Die weiße Hölle vom Piz Palü. - In Frankfurt werden die Reichsbanner Mitglieder Heinrich Koch (21) und Heinrich Schmidt (17) bei einer Schießerei mit der NSDAP in der Altstadt getötet. - In Frankfurt Bornheim erlebt die Bornheimer Karnevalsgesellschaft mit dem Karnevals-Zug Kalte Fassnacht unter Präsident Willy Schade ihren Höhepunkt während der Fastnacht. - In Eppstein schenkt der NSDAP Förderer Fürst Christian Ernst von Stolberg Wernigerode (St) (59) die Burg der Stadt Eppstein. Er selbst steht vor dem Bankrott und zieht sich mit seiner Frau Gräfin Marie von Castell Rüdenhausen (St) (59) aus der Öffentlichkeit zurück. - In Frankfurt steckt ein Mädchen (08) seinen Kopf im Kaufhaus Debewa in der Kaiserstraße in einen Paternoster und wird getötet. - In Frankfurt wird im Hotel Bristol am Hauptbahnhof Ecke Am Bahnhofsplatz 6/Münchener Straße ein Luftreisebüro des Frankfurter Flughafens eröffnet. - In Mainz stellt der Dachdecker und Kneipensänger Martin Mundo sein Lied Heile, heile Gänsje vor (1952 verleugnet er mit einer zugefügten Zeile Meenz Ich bau Dich widder auf geschwind! Ja, Du warst doch gar net schuld.eine Mitschuld am Krieg und macht das Lied zu einem Hit). - In Wiesbaden werden gleichzeitig ein Aufmarsch der Hakenkreuzler alias NSDAP und eine SPD Veranstaltung gegen den Faschismus verboten. - In Frankfurt Bornheim zieht der Bornheimer Fastnachtszug mit 100 Wagen und 20 Musikkapellen in die frankfurter Innenstadt. - In Mainz wird die stillgelegte Eisenbahnwerkstätte in der Neutorstraße 2 in eine Großmarkthalle (2017 Museum für antike Schifffahrt) umfunktioniert. - In Frankfurt wird Kellnerinnen wieder erlaubt sich zu Gästen an den Tisch zu setzen. - In Frankfurt wird neben dem bestehenden christlichen Hauptfriedhofsgebäude ein größeres neues jüdisches Friedhofsgebäude im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut. - In Mainz Stadecken gründet der in Wiesbaden geborene Weinhändler Moritz Cramer (32) die stadeckener NSDAP Ortsgruppe. - In Frankfurt Sindlingen ist die 18 Jahre alte Meisterschule Herbert von Meister Straße 5 mit 542 Schülern endlich angemessen ausgebaut und eingerichtet. - Die frankfurter Metzger erhalten durch das berliner Zivilkammergericht das Namensrecht Frankfurter Würste alias Frankfurter Würstchen, was das Wirtschaftgebiet Frankfurt miteinbezieht und zu einem Gattungsbegriff geworden ist. Die frankfurter Metzger beschweren sich, dass sie durch höhere Produktionskosten innerhalb der Stadtmauern Vermarktungsnachteile haben. - In Wiesbaden tritt der kaufmännsche Außendienstler SA Mann Hans Döring (28) in die SS ein, die ihn in Wiesbaden, Darmstadt, Kassel und Dresden einsetzt. - In Wiesbaden werden im Staatstheater wieder Maifestspiele nach 15 Jahren von Intendant Paul Bekker abgehalten. - In Frankfurt wird die Grafentochter Alexandra-Beatrix von Spreti (St) geboren. Sie ist die Enkelin des jüdischprotestantisch konvertierten farbwerkehöchst Industriellen Arthur von Weinberg (69), der nur zwei adoptierte Töchter hat. Ihr Vater ist der in München geborene Generalssohn und Sportreiter Graf Rudolf von Spreti (St) (46). - In Frankfurt hat der Südwestdeutsche Rundfunk 193.567 Rundfunkteilnehmer. - In Frankfurt wird in der Mainzer Weinstube vom frankfurter Grafiker Kurt Eugen Strouhs das Apfelweinlied Die Fraa Rauscher aus de Klappergass gedichtet. - In Darmstadt befindet sich auf der Lichtwiese eine Wetterflugstelle. - Der in Frankfurt geborene Reitsportler und Flugpionier Walter Mumm von Schwarzenstein (St) (42) verliert sein gesamtes Vermögen an der Börse. - In Mainz Gonsenheim wird der Reit- und Fahrverein Mainz Gonsenheim in unmittelbarer Nähe der Villa Lochner gegründet. - In Frankfurt eröffnet der Rat eine offene Einrichtung von Anlernwerkstellen zu regelmäßiger Arbeit für berufsunreife aus Hilfsschulen entlassene Knaben und Mädchen (2017 Praunheimer Werkstätten), mit geistigen und körperlichen Behinderungen, die auf dem Gartengelände der niederräder Berufsschule zunächst Gartenarbeiten verrichten. 19 sind angemeldet, aber 12 kommen nur regelmäßig. Freitags steht Baden im Main auf dem Arbeitsplan. Man will sie zu Pünktlichkeit und exakter Ausführung der ihnen übertragenen Arbeit erziehen. - In Frankfurt ist der frankfurter Philipp Holzmann Bauunternehmerenkel Udo von Schauroth (24) der männliche Teil des Fastnachtssprinzenpaars. - In Wiesbaden muss das synagogenartige maurische Kaffeehaus Cafe Orient Unter den Eichen 2 c, der ehemalige gesellschaftliche Treffpunkt der Stadt, Konkurs anmelden und wird an Gustav Düllberg verkauft. Das Kaffeehaus Cafe Orient wird ohne früheren Erfolg wiedereröffnet. - In Darmstadt steigt die Arbeitslosenzahl von 1000 auf 6500 und 28%. - In Darmstadt kommt die NSDAP in den Stadtrat. - In Wiesbaden wird der Dokumentarstummfilm Rhein in Eisfesseln von der Axa-Film-Werke GmbH unter der Regie von Edy Dengel (28) produziert. Es wird auf dem selten zugefrorenen Rhein in Wiesbaden Biebrich gedreht. - In Wiesbaden übernimmt die Stadt den kompletten Personennahverkehr, stellt den Straßenbahnbetrieb ein und setzt erstmals in einer deutschen Stadt 68 Omnibusse ein. Die ua dreiachsigen Fahrzeuge mit weißem Dach liefern Magirus, Henschel, Büssing und Daimler-Benz. Die Umstellung von der elektrischen Straßenbahn auf Omnibusse findet von Ostersonntag auf Ostermontag statt. Nur einige Straßenbahnlinien werden weiter betrieben. - In Frankfurt Kelsterbach schafft der Testpilot Julius Hatry (23) nach einem Gummiseilstart einen Raketenflug über 1400 Meter, den 20 Tage später auf dem Flugplatzgelände Rebstock Fritz von Opel (30) vor der Presse wiederholt. - In Frankfurt beginnt der Designer Walter Gropius (46) mit dem Bau der Siedlung Am Lindenbaum. - In Frankfurt starten zwei serienmäßige Adler Favorit Automobile von 8/35 PS zum Nordpolarkreis nach Jokkmokk und wieder zurück nach Baden-Baden und legen die Strecke in 10 Tagen ohne jegliche Störung zurück. - In Frankfurt übergibt der jüdische Warenhauskonzerninhaber Hermann Wronker (62) nach roten Geschäftszahlen sein Geschäft an seinen Sohn Max Wronker (--). - In Mainz wird das städtische Stadion am Bruchweg eröffnet. Es hat eine 80 Meter lange unüberdachte Tribüne, einen Hartplatz und eine Aschenbahn. - In Mainz hat die mainzer NSDAP Ortsgruppe rund 500 Mitglieder und der Evangelische Verein in der Schießgartenstraße 10 stellt seinen Saal für regelmäßige Veranstaltungen zur Verfügung. - In Mainz wird das Kino Filmpalast Ufa-Palast in der Große Bleiche 17 mit 1197 Sitzplätzen eröffnet. - In Mainz wird von der Commerzbank das größte private und jüdische mainzer Bankhaus Kronenberger übernommen. - In Frankfurt muss das frankfurter Stammwerk der Karosserie und Wagenbau-Betriebe Georg Kruck (64) aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Die wiesbadener Filiale Schiersteiner Straße 21 bleibt bestehen. - In Frankfurt gibt es die Hellerhofgaragen, wo die Automobile und Fahrzeuge auch gewartet werden. - In Frankfurt gibt der wiener Hofoperntänzerinnensohn und Intendant der Frankfurter Oper Clemens Krauß (36) sein Engagement auf und wird Musikdirektor an der Wiener Staatsoper. - In Wiesbaden wird der Tennis Club Blau Weiß von ua Merzenich, Zorn und Eigenbrot gegründet, der auf der Blumenwiese im Kurpark trainiert. Friedrich Becker kümmert sich um den Platz. - In Frankfurt wird der jüdische Redakteur Peter Drucker (20) Ressortchef füs Außenpolitik und Wirtschaft bei der auflagenstärksten Tageszeitung Frankfurter General-Anzeiger am Roßmarkt unter Chefredakteur Erich Dombrowski (47). Der jüdische Hauptsynagogenchorleiter Artur Holde (44) ist Musikredakteur und der jüdische Schriftsteller Ludwig Marcuse (35) ist Theater- und Literaturkritiker. - In Wiesbaden wird wegen Konzessionsstreitigkeiten der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft mit der Stadt die letzte Dampfstraßenbahn abgeschafft. - In Neu-Isenburg eröffnet die Metzgerei Nolle in der Offenbacherstraße 55 als Ochsen-, Rind- und Schweinemetzgerei. - In Rüsselsheim stellt Opel alle weiteren Raketenversuche ein. - In Rüsselsheim konzentriert sich Opel auf das Kerngeschäft Automobilbau. - In Wiesbaden führt die Tartanbahn auf dem Stadion Teutonenstraße 2a innerhalb der Ecken des Fußballplatzes vorbei. - In Wiesbaden gibt es die Brauerei Felsenkeller Bierstädter Straße 27 und die Brauerei Germania in der Mainzer Straße 99. - In Frankfurt produzieren der Automobilhersteller Adler eine Adler Standard 8 Limusine Typ Wiesbaden. - In Frankfurt findet das Abendrennen um das Goldene Rad von Frankfurt über 100 km hinter großen Motoren auf der Stadion Radrennbahn statt. - In Darmstadt erwirbt der morganatisch geborene schaumburg-lipper Prinzensohn Graf Otto Heinrich von Hagenburg (28) auf der Lichtwiese den Flugschein und wird Mitglied der Hessenflieger. - In Wiesbaden findet die Modellausstellung des Reichsverbandes für deutsche Herrenmode und Ware alias Herrenmodeschau im Kurhaus statt. Als Preise gibt es Sektkübel. - In der Schweiz und in Dänemark wird das Gesetz zur Zwangssterilisierung minderwertiger menschlicher Elemente wie Schwerverbrecher, geistig Behinderte, Diebe, Gewohnheitsverbrecher und Alkoholiker erlassen, die ein Gericht anordnen muss. - In Wiesbaden begeht ein frankfuter Bankier in einem Hotel Selbstmord. - In Wiesbaden hat die vom in Erfurt geborenen Kaufmannssohn und Maler Otto Rischl (44) gegründete Freie Künstlerschaft Wiesbaden 27 Mitglieder mit Adresse, darunter der Maler Alo Altripp (23), der Theatermaler am Staatstheater Wiesbaden wird. - In Darmstadt wird das Flugzeugmodell Akaflieg Darmstadt D16 durch eine stärkere Motorisierung zum D18 als freitragender zweisitziger Doppeldecker von Friedrich Fecher und Ritz überarbeitet und für den Wettbewerb Europarundflug gemeldet, wo es den technischen Wettbewerb mit einem Verbrauchsrekord gewinnt und danach beim Geschwindigkeitsrennen abstürzt. - In Frankfurt findet eine Kulturtagung des sozialistischen Kulturbundes unter dem Motto Film und Funk im Saxophon-Pavillon der Festhalle an der Messe statt. - In Wiesbaden wird die Taunus Auto Verkaufs GmbH von Georg Pätzold und Jean Roth im Hotel Taunus Rheinstraße 21 gegründet und ihre Regionalvertretung des amerikanischen Automobilherstellers General Motors in der Mainzer Straße 92 eröffnet. - Der in Hanau Somborn geborene katholische Philosoph, Theologe und bautzener Bischof Christian Schreiber (57) wird zum Apostolischen Administrator faktisch Bischof der protestantischen Stadt Berlin und des neuerrichteten Bistums Berlin berufen um katholischinnerkirchliche Streitereien zu beenden und die Protestanten zum Katholizismus zu bekehren. Gegen die NSDAP hat er nichts einzuwenden, befürwortet sogar die Mitgliedschaft in der NSDAP um ihren Erfolg zu nutzen, sie zu unterwandern und etwaige Unkonformitäten mit dem Katholizismus beeinflussen zu können. - In Mammolshain wird die Klinik für ansteckende tuberkulosekranke Kinder und Jugendliche am Mönchswald, obwohl sie nur 120 Betten hat, nach 269 Kindern im Vorjahr mit 341 Kindern belegt. - In Mainz wird die Radrennbahn Agrippastrasse mit Trainingsplätzen abgerissen. - In Frankfurt bringt die bremer Reederei Norddeutscher Lloyd ihre Geschäftsräume im Luxushotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 unter. - In Wiesbaden wechselt das rechtsextremistische DNVP Mitglied, der in Leipzig geborene Völkerkundeprofessorensohn, ehemalige bad schwalbacher Richter und wiesbadener Landgerichtsdirektor Kurt Delitzsch (40) als Direktor an das Landgricht Kassel, wo er drei Jahre später in die NSDAP eintritt und es am Kriegsende zum Oberlandesgerichtspräsidenten bringt, wonach er Selbstmord begeht. - In Frankfurt Zeilsheim gründet die Katholische Kirche die DJK Sportgemeinschaft Zeilsheim. - In Eppstein Vockenhausen führt der bei St Goarshausen geborene Bauernsohn, Bühnenautor, Mundartdichter und katholische vockenhausener Pfarrer Wilhelm Reuter (41) sein Werk Schinnerhannes de rheinische Räuwerschelm, das vom revolutionären Räuberhauptmann Schinderhannes handelt, vor insgesamt 40.000 Zuschauern auf der Freilichtbühne auf, wobei er auch als Veranstalter fungiert. - In Frankfurt bezieht die frankfurter SPD Zeitung Volksstimme ein neuerbautes riesiges Verwaltungsgebäude in der Bockenheimer Landstraße 136 direkt am Bockenheimer Turm (2020 Studentenwohnheim). - In Wiesbaden tritt der wiesbadener Bankier Alex Petitjean (--) als Vorstand des Wiesbadener Automobilclubs zurück. Seine Tochter Hildegard Diemer (28) ist eine berühmte Automobil Amazone. Die Vorstände Heinrich Braß und Alex Petitjean (--) leiteten den wiesbadener Automobilclub schon 22 Jahre lang. - In Höchst durchbricht ein Zug bei einem Zugunglück am Bahnhof den Prellbock und kommt dahinter zum Stehen. Danach kippt nur die Lokomotive um. Nur der Lokomotivführer und der Heizer werden leicht verletzt. - In Frankfurt wird in der Festhalle an der Messe ein mehrtägiger Sporttag Große Internationaler Ringkämpfe abgehalten, bei der die Festhalle als Sport-Palast bezeichnet wird. - Für Fürsorgeheime werden gesetzliche Regelungen eingeführt, die verbieten, dass Mädchen allgemein, Knaben im vorschulpflichtigen Alter bis zum 2. Schuljahr und schulentlassene männliche Zöglinge körperlich gezüchtigt werden dürfen, und die körperliche Züchtigung für männliche Zöglinge im Alter von 8-14 Jahre nur in den engen Grenzen erlaubt werden dürfen. - In Frankfurt wird die Vertonung der Geschichte von Frau Rauscher aus der Klappergasse ein medialer Hit. - In Amerika werden zweitägige coast-to-coast Flüge für rund 4800 Euro angeboten. - In Darmstadt quartiert die Stadt den Elektroakustikfachmann und Elektromusikpionier Jörg Mager (49), der schon drei Jahre in Darmstadt lebte, im Sommerhaus im Prinz Emil Park mit seinem Universalinstrument Partiturophon  alias Alltonorgel, das elektroakustisch Blasinstrumente, Streichinstrumente, Schlaginstrumente und Kirchenglocken immitieren und beliebig Tonhöhen verändern kann. - In Frankfurt werden im Hotel XXX Juwelen im Wert von 40.000 Reichsmark gestohlen. - In Wiesbaden wird bei der Müllabfuhr begonnen pro aufgestellter Mülltonne abzurechen, die 18 Reichsmark kostet, die von drei neuen dreiachsigen Krupp Grossraummüllwagen entleert werden. - In Frankfurt dokumentiert die jüdische frankfurter Kaufmannstochter und Fotografin Ilse Bing (30) das Neue Bauen als Architekturfotografin. - In Kronberg lässt sich die jüdische frankfurter Industriellentochter Clara Gans (49) in der Falkensteiner Strasse 19 eine Villa im Stil des Neuen Bauens alias Bauhaus vom in Hamburg geborenen darmstädter Künstlerkoloniearchitekten Peter Behrens (61) bauen.

1928 Wetter: Zum Jahresende friert der Rhein zu. - In Frankfurt eröffnet Hans Müller im väterlichen Gasthaus Liederhalle in dessen Saal 800 Gäste speisen können in der Basaltstraße das Titania Kino. - In Frankfurt sind Jakob Sprenger (44) mit Hitlerbärtchen, Peter Gemeinder (37), August Bornath und Karl Linder (28) NSDAP Stadtverordnete im Stadtparlament. - In Mainz hat die mainzer NSDAP Ortsgruppe 30 Mitglieder und trifft sich im Saal des Evangelischen Vereins in der Schießgartenstraße 10. - In Darmstadt wird Otto Wetzel (23) darmstädter NSDAP Ortsgruppenführer. - In Frankfurt kann die NSDAP erstmals nach vielen vergeblichen Versuchen das Zoogesellschaftshaus Bernhard-Grzimek-Allee 1 für eine Parteiversammlung mieten, bei der der heroinsüchtige Josef Goebbels (31) auftritt. - In Wiesbaden wird Georg Buch (25) SPD Propagandaleiter. - In Frankfurt erbauen die IG Farben den größten Bürokomplex Europas als Hauptsitz am Norbert Wollheim Platz 1, wobei die Städtische und Universitätsklinik für Gemüts- und Nevenkranke, das Irrenschloss Hansaallee 43 abgerissen wird. - In Frankfurt wird die vom frankfurter Bauunternehmen Wayss und Freytag gebaute Großmarkthalle Sonnemannstraße 20 als größte ihrer Art eröffnet. Sie hat eine Verkaufshalle von 12.500 qm und eine Importhalle von 7300 qm, ein Kühlhaus mit 3000 qm und ein Bürohaus - Der in Rüsselsheim geborene Fritz von Opel (29) erreicht mit dem Opel Sander-Rakwagen 235 km/h. - Der in Rüsselsheim geborene Automobilindustrielle Fritz von Opel (29) wird an Bord des Linienschiffs Conte di Savoia von den Britischen Behörden bei Gibraltar verhaftet und 16 Tage festgehaltenund darf danach weiter in die USA reisen. - In Rüsselsheim hat die Adam Opel KG nach 42.771 produzierten Kraftfahrzeugen 27,5 % Marktanteil und wird größter deutscher Automobilhersteller. - In Wiesbaden veranstaltet der Reit- und Fahrclub eine Hubertusjagd. - In Frankfurt Fechenheim wird ein Arbeiter Hallenschwimmbad eröffnet. - Die NSDAP Mitglieder Jakob Sprenger (44) und der Bäcker Adalbert Gimbel (30) kleben bei den Wahlen selbst die Wahlplakate auf dem Land. - In Frankfurt werden auf dem Flugplatzgelände Flughafen Frankfurt Rebstock (Zulassungsstelle Rebstock) am Römerhof 19 Raketenflugzeuge gestestet. - In Bad Camberg ist der bad camberger Apotheker Paul Lawaczeck (50) NSDAP Kreistagsabgeordneter. Wie sein in Bad Camberg geborener Bruder, der Arzt Ernst Lawaczeck (38) betätigt er sich als NSDAP Redner. - In Bad Homburg zieht der abgesetzte drittälteste Kaisersohn Adalbert von Zollern Preußen (St) (44) wegen des schlechten Gesundheitszustands seiner Frau Adelheid von Sachsen Meiningen aus der Jugendstil Villa Adelheidswert im Stadtpark aus und zieht inkognito unter dem Pseudonym Graf und Gräfin von Lingen in die Schweiz. - In Frankfurt bietet die jüdisch-deutsch kombinierte Schule Philantropin in der Hebelstraße 15 Unterricht vom Kindergarten bis zum Abitur. - In Wiesbaden Biebrich und in Bad Schwalbach werden Selbstanschlussämter der Post für Telefone eingerichtet. - In Frankfurt übernimmt die Stadt die von der jüdischen Bankierfamilie gestiftete Freiherrlich Carl von Rothschild'sche öffentliche Bibliothek Am Untermainkai 14-15. - In Wiesbaden erreicht die NSDAP 8,5 %. - In Frankfurt Bornheim Bergerstraße 275 wird der große Festsaal des Gasthauses Zur weißen Lilie Berger Straße 275 zum Kino Blumen-Lichtspiele umgebaut. - In Darmstadt wird der Fußballverein Darmstadt gegründet. - In Eltville Eichberg wird die Heil- und Pflegeanstalt Eichberg Kloster Eberbach Straße 4 in Landesheilanstalt Eichberg umbenannt. - In Wiesbaden wird der wiesbadener Spielbank Croupierssohn, deutsche Jazzpianist, Big-Band-Leader und Schlagersänger Paul Kuhn geboren. - Wiesbaden hat 153.712 Einwohner und Mainz hat 110.783 Einwohner. - In Rüsselsheim stellen bei Opel 9400 Arbeiter 43.000 Kraftfahrzeuge her. - In Frankfurt beliefert der Rindswurstfabrikant Karl Gref-Völsing in der Hanauer Landstraße 132 zusätzlich zu seinen Pferdekutschen auch mit einem Kraftfahrzeug seine Filialen in der Innenstadt. - In Frankfurt eröffnet im Konservatorium Hoch Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) eine akademische 29 Personen Jazz Klasse unter Leitung des jüdischen ungarischen Überseedampfertanzorchestermusikers Matyas Seiber (23), die Konzerte im Volksbildungsheim von Hermann von Schmeidel Eschenheimer Landstraße 4 (2016 Metropolis Kino) gibt. - Das Orchester von Radio Frankfurt tritt beim Deutschen Kammermusikfest in Baden-Baden auf. - In Wiesbaden zieht der ehemalige badkreuznacher Kurorchesterdirigent und wiesbadener Generalmusikdirektor Carl Schuricht (48) in das Hotel Oranien in der Platter Straße 2. - Im Deutschen Reich gibt es 40 Todesurteile. - In Mainz stirbt der in Rüsselsheim geborene Automobilindustrielle Heinrich Opel (55), wodurch seine Tochter und weltbeste Military-Springreiterin Irmgard von Opel (21) die Bewirtschaftung des ererbten Hofguts Westerhaus in Ingelheim und das Gestüt Westerberg in Ingelheim übernimmt. - In Mainz braut die Mainzer Aktien-Bierbrauerei ihr neues stärkeres und an das Dortmunder Bier angelehnte Rad Pils. Der Schaum des Rad Pils mit 4,3 Volumenprozent hält länger und das Bier hält länger als Pilsener Urquell mit 3,6 Volumenprozent und das Radeberger Pilsner mit 3,7 Volumenprozent. Es gibt die Hausmarke Mainzer Rad, ein helles Tafelbier, die Hausmarke Doppel Rad, ein Helles Extra, das Rad Pils nach Pilsener Brauart, die Hausmarke Rad Dunkel nach münchner Brauart und das Doppel Rad Dunkel, ein extra schwergebrautes dunkles Tafelbier. - In Rüsselsheim wird das pulvergetriebene Raketenauto Opel-Sander RAK 1 mit 12 Raketenröhren vom in Rüsselsheim geborenen Opelgründerenkel Raketenfritz alias Fritz von Opel (29) auf der Opel Rennbahn durch den Raketenfahrer Opel-Ingenieur Kurt C Volkhart getestet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert 8 Sekunden. - In Frankfurt ist mit der Eingemeindung von Fechenheim der in Frankfurt geborene jüdische Industrielle Leo Gans (85) und die Cassella Farbwerke der größte Arbeitgeber der Stadt. Er wird Ehrenbürger von Frankfurt. - Die in Söcking bei Starnberg geborene Prinzessin Hildegard von Hanau (St) (--) heiratet den in Berlin geborenen Graf Wulf Diether von Castell Rüdenhausen (St) (--). - In Frankfurt gewinnt der Rennclub 324.000 Reichsmark und liegt damit hinter den Rennclubs Krefeld und Dortmund an dritter Stelle. Ihr Jockey Kurt Narr gewinnt in allen fünf Flachrennen für Rennpferde. - Der in Frankfurt geborene Regisseur Walter Ruttmann (45) erstellt den ersten abendfüllenden deutschen Tonfilm Deutscher Rundfunk, der bei der 5. Deutschen Funkausstellung in Berlin uraufgeführt wird. - In Frankfurt wird der Tennislehrer Hans Nüsslein (18) Mitglied des TC Palmengarten. - In Frankfurt fallen bei einer NSDAP Kundgebung auf dem Römerberg Schüsse bei Störungen durch die KPD. - In Frankfurt kommt es mehrfach zu Schießéreien zwischen KPD und NSDAP in der Altstadt. - In Frankfurt beginnt bei Freiherr Maximilian von Goldschmidt Rothschild (85) in dessen Schloss am Grüneburgweg die dritte Rheinische Dichtertagung. - In Frankfurt findet in der Radrennbahn am Stadion das Radrennen Großer Preis von Frankfurt statt. - In Frankfurt findet auf der Galopprennbahn in Niederrad das Pferderennen Großer Preis von Frankfurt statt. - In Frankfurt findet auf dem Flughafen Frankfurt Rebstock (Zulassungsstelle Rebstock) am Römerhof 19 ein Großflugtag statt. Die Zeppeline alias Luftschiffe parken südöstlich des Rebstockkreisels (2018 hinter Ibis Hotel) . - In Wiesbaden beginnt der Reit- und Fahrclub mit einer jährlichen Hubertus-Jagd, bei der Pferde mit einer Foxhound Meute durch das Adamstal reiten. - In Frankfurt fährt ein Blumenkorso der Firma Opel mit blumengeschmückten Opel Kraftfahrzeugen durch die Stadt. - In Frankfurt wird der Fernsprechverkehr nach Buenos Aires in Argentinien aufgenommen. - Fürst Alexander von Erbach Schönberg (St) (56) verzichtet auf die Führung des Fürstenhauses Erbach Schönberg zu Gunsten seines ältesten Sohnes Prinz Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (25). - In Wiesbaden heiratet Prinz Wilhelm Richard Ludwig von Wittgenstein (St) (51) die in Prüm geborene bürgerliche Clara Maria Schäfer (34). - In Frankfurt beschwert sich der jüdische Centralverein über eine verstärkte Verdrängung von angestellten Juden. - In Oppenheim kommt es zu pogromartigen antijüdischen Ausschreitungen auf eine jüdische Festgemeinde durch auswärtige SA auf LKW Automobilen, die von Westhofen kommen. Der niersteiner Ludwig Goldschmidt wird niedergestochen, der Rest mit Gummiknüppeln und Schlagringen verprügelt. Die mainzer Kriminalpolizei ermittelt die Täter. - Auf dem Feldberg wird der Bergkönig Hans Stuck (28) auf Austro-Daimler Sieger des Feldbergrennens über eine Renndistanz von 8 Kilometern. - Der in Nürnberg gegründete Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund ADGB beauftragt eine Kommission ein wirtschaftliches Grundsatzprogramm zu erarbeiten zu der der in Worms geborene jüdische frankfurter Rechtsanwalt Hugo Sinzheimer (34), der neuruppiner Wirtschaftswissenschaftler und SPD Politiker Fritz Baade, der jüdische wiener Kaufmannssohn und Ökonomietheoretiker Rudolf Hilferding (51), der frankfurter Akademie der Arbeit Dozent Erik Nölting (36) und der jüdische Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Zeitung Fritz Naphtali (40) gehören. - In Frankfurt findet ein Theologentag statt. - In Frankfurt kostet im Speisewagen auf der Eisenbahnstrecke Berlin Neapel ein Wiener Schnitzel mit Röstkartoffeln oder pommes frites 2.50 Reichsmark. Alternativ gibt es ein Lendenstück oder ein Rumpfstück. Ein Paar Halberstädter Würstchen mit Kartoffelsalat kosten 80 Pfennige. Der billigste Wein ist ein 25er Niersteiner Riesling von Scholl und Hillebrand Rüdesheim. Er kostet 2,60 Reichsmark pro Flasche. Der ..26er Ruppertsberger Mühlweg Riesling Spätlese von Scholl und Hillebrand Rüdesheim kostet 5 Reichsmark. Der teuerste Wein ist Oberelsässer Riesling für 6,80 Reichsmark. Als deutsche Schaumweine werden die Gebrüder Hoehl Kaiserblume und Deinhard und Co Deinhard Kabinett für 10,50 pro Flasche angeboten. An Likören gibt es Jacobi 1880, Winkelhausen Alte Reserve, Schwarzwälder Kammerkirsch, Underberg, Bols Curacao weiß, Jacobiner Reiterlikör, Mampe Halb und Halb-Extra Elefant und St Rochus. An Zigarren gibt es Gulliver Alfonsos -,25, Ingo Galanes -,40, Gulliver Exclusivo -,30 und brasilianische Daponte Gigantes für -,40 Reichsmark pro Stück. An Zigaretten gibt es Reemtsma Ova, Gelbe Sorte und Senoussi, die in 10er Packungen verkauft werden. Eine Zigarette kostet 5-10 Pfennige. - Der jüdische frankfurter Telefonunternehmer Harry Fuld (38) produziert das Tischtelefonmodell Frankfurt mit Wahlscheibe. - In Frankfurt wird der ehemalige frankfurter NSDAP Ortsgruppenleiter frankfurter Amtsgerichtsrichter Friedrich Krebs (34) Richter am frankfurter Oberlandesesgericht. - Der in Polen geborene jüdische darmstädter und wiesbadener Generalmusikdirektor Joseph Rosenstock (33) geht an die Metropolitan Opera in New York. - In Frankfurt wird die Industriesiedlung Höchst eingemeindet. - Die in Mainz geborene Kunsthändlertochter und Schriftstellerin Anna Seghers (28) wird Mitglied der KPD. - In Mainz wird die durch die Grundwasserabsenkung notwendig gewordene, jahrzehntelange, große Domrenovierung beendet. - In Wiesbaden wird der kaufmännsche Außendienstler Hans Döring (51) Mitglied der SA. - In Mainz wird das Velodrom Mainz in der Agrippastraße wegen eines benachbarten Neubaugebiets aufgegeben und nicht wieder aufgebaut. - In Wiesbaden gibt es die Tageszeitung Neue Wiesbadener Zeitung. - In Wiesbaden veranstaltet der Wiesbadener Automobil Klub das international besetzte Turnier der Herrenfahrer. - In Darmstadt Ober Ramstadt hat die Automobilfabrik Röhr von Fahrzeugkonstrukteur Hans Gustav Röhr (32) einen Auftragsbestand von 2200 Fahrzeugen. - In Frankfurt veranstaltet der Frankfurter Automobil Klub einen ersten großen Nachkriegs-Gesellschaftsabend mit Ball im Luxushotel Frankfurter Hof Kaiserplatz. - In Frankfurt rezitieren die frankfurter Humoristen Conrad Hub und Heinrich Hub junior Texte von Friedrich Stoltze  (++) und Paul Quilling (--) auf Homophon-Platten. - In Darmstadt startet der in Bad Homburg aufgewachsene darmstädter Kunstflieger Johannes Nehring (26) unter Anleitung seines darmstädter TU Professors Walter Georgii (40) zu einem Segel-Kreisflug im thermischen Aufwind. - Der in Frankfurt geborene Reitsportler und Flugpionier Walter Mumm von Schwarzenstein (St) (41) lässt sich scheiden. - In Frankfurt wird das Warenhaus der jüdischen Familie Tietz mit Art-Deco Fassade eröffnet. Jüdische Warenhäuser, selbst die größten, bleiben aus religiösen Gründen samstags geschlossen. - In Frankfurt nimmt der frankurter Zoo die afrikanische Elefantenkuh Ipani auf. - Die in Offenbach geborene und in Frankfurt Sachsenhausen aufgewachsene jüdische Arzttochter Helene Mayer (18) alias blonde Helene gewinnt in Amsterdam Florett-Gold bei den Olympischen Spielen. - In Frankfurt erwirtschaften die Adlerwerke eine Gewinnsteigerung um 20%. - In Wiesbaden ist das synagogenartige maurische Kaffeehaus Cafe Orient Unter den Eichen 2 c der gesellschaftliche Treffpunkt der Stadt. Der Hotelier Georges Richefort plant einen Ballsaal für 1000 Gäste. - In Wiesbaden wird im Hof Geisberg für das Lehrlingsheim ein Radio für 250 Mark angeschafft. Nach der Konfirmation der Schüler und Schülerinnen des Kinderheims in der sonnenberger Kirche werden diese in die Lehre weitervermittelt. - In Frankfurt wohnt der Baunternehmen Philipp Holzmann Direktor F Holzmann (--) in der neu erbauten Villa am Schaumainkai 83 (2017 Galerie Museum Giersch). Die frankfurter Filiale der Deutschen Bank am Kaiserplatz wirbt für ihre Privatkundschaft mit einer Stahlkammer in der Kaiserstraße 16-24. - In Offenbach übernehmen die Ludwig Krumm AG Vereinigte Lederwarenfabriken ihren Konkurrenten Gebrüder Langhardt. - In Bad Homburg findet im Kursaal eine Sitzung der Permanenten Standardisierungs-Kommission des Vökerbundes statt. - In Mainz beginnt die Reichsbahn mit den Fernreisezug Rheingold-Express auf seiner Strecke von den Niederlanden in die Schweiz durch das Rheintal einzusetzen. - In Frankfurt werben nur die Metzger-Innungsmitglieder Schweinemetzger Sebastian Holler Trierische Gasse 27 mit der Telefonnummer TAUNUS 4159 und die Wurst- und Konservernfabrik Friedrich Emmerich in der Tönges-Gasse 36 mit der Telefonnummer HANSA 21757 mit der Spezialität Frankfurter Würstchen. - Die verbliebenen Heil- und Pflegeanstalten des Bezirks Wiesbaden werden in Landesheilanstalten umbenannt. - In Frankfurt gewinnt der Sportclub Frankfurt gegen den SC Forsthausstraße im Eishockey auf der eigenen Eisbahn an der Adickesallee. Das Sportclub Frankfurt Mitglied Heinz von Eckartsberg gewinnt beim Skiwettspringen in Winterberg mit dem gestandenen weitesten Sprung und den besten Haltungsnoten und wird mit Rittmeister aD Griebel und Peter Berg Deutscher Meister im Fünferbob. Der gemischte Zweierbob Geurts und Paul wird vierter. - In Mainz wird das Kino Kammerlichtspiele Weisenau in der Bleichstraße 32 mit 115 Sitzplätzen eröffnet. - In Frankfurt verliert die Firma Delta alias Deutsche Lizenz Tatra – Automobile Betriebsgesellschaft m.b.H. in der Frankenallee 98 (2018 Autohaus Gruber) einen Namensrechtsstreit und muss sich in Detra Automobile umbenennen. - In Frankfurt wird im Stadion Niederrad ein Lebendes Schachspiel veranstaltet, bei dem Menschen in historischen Gewändern Schachfiguren darstellen. - In Idstein stürzt bei einem Felsrutsch der hintere Teil des Rathauses ein. - In Wiesbaden gibt es das Cafe Restaurant Neues Schützenhaus mit der Telefonnummer 6633 bei der Fasanerie. - In Frankfurt wird von 70 Straßenbahnern im bornheimer Sportlokal Zum dicken Fritz Mainkurstraße der Straßenbahner Sportverein (2019 SG) gegründet und hat nach wenigen Monaten 120 Mitglieder, die auf dem Sportplatz Seckbacher Landstraße alias Hertha-Platz spielen. - In Kelsterbach wird die frankfurter Kunstseidenfabrik AG von der Alfred Nobel Tochterfirma Vereinigten Glanzstoff AG übernommen, die zum beherrschenden kelsterbacher Betrieb wird. - In Frankfurt macht ein Zeppelin Luftschiff bei einer 10 stündigen Fahrt Süddeutschland Zürich Frankfurt Bodensee Halt. Es wird als fliegendes Hotel gefeiert. - In Rüsselsheim hat Opel ein Fließband von knapp 2000 Meter Länge. - In Wiesbaden veranstaltet der Wiesbadener Automobil Club das 8. Wiesbadener Automobil Turnier inklusive dem Rennen Rund um den Neroberg mit vollelektronischer Zeitnahme als Turnier der Herrenfahrer und als erstes internationales wiesbadener Automobilrennen als große Anerkennung der bis dahin geleisteten Arbeit, denn nur ganz wenige Veranstaltungen werden von der Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus, der Vorgängerin der F.I.A., in den internationalen Sportkalender aufgenommen. - In Darmstadt wird die Dienstwohnung des hessendarmstädter Hofmarschalls von hessendarmstädter Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (St) (70) des Schriftsteller und Jurist Graf Kuno von Hardenberg (67) im Neues Palias Georg Büchner Platz überfallen, wobei die Umstände nicht geklärt werden. - Der in Rüsselsheim produzierte herrschaftliche 24/110 PS Opel Regent mit Reihen-Achtzylinder wird in Berlin bei der Internationalen Automobil Ausstellung präsentiert. - Ein Frankfurter Adler Sportwagen gewinnt eines der rund 150 europäischen Bergrennen, das Bergrennen Wolfsberg bei Plauen durch Rudi Krause. Es gibt Rennwagen, Sportwagen und Tourenwagen Rennen. - In Frankfurt adoptiert der kinderlosse Pharmaunternehmer Eduard Fresenius (37) die verwaiste Tochter Else Kröner (03) seiner Haushälterin. - In Frankfurt wird der in Wiesbaden geborene Arzt Heinrich Eufinger (34) Geburtshilfe und Gynäkologie Privatdozent an der Universität Frankfurt am Main. - In Frankfurt wird der katholische in Mainz Kastel geborene Bauhaus Fan und Leiter der frankfurter Kunstgewerbeschule, Stadtkunstwart, Stadtkunstwart und Denkmalpfleger für Hessen Nassau Friedrich Wichert (50) Mitherausgeber der Monatsschrift Das neue Frankfurt. - In Frankfurt wird der in Bornheim gegründete Karnevalsverein Neuer Frankfurter Dilettanten Club in Erster Frankfurter Theater und Karneval Club 1898 eV umbenannt. - In Frankfurt wird Walter Minnich (09) Mitglied im frankfurter EFSC Schwimmclub, wo er auch Wasserball spielt. - In Rüsselsheim werden bei Opel 43.000 Autos von 9400 Mitarbeitern hergestellt. - In Rüsselsheim und danach in Mainz besuchtigt der berliner Kutscher, der Eiserne Gustav (69) bürgerlich Gustav Hartmann mit seinem Pferd Grasmus auf seiner Protestfahrt von Berlin nach Paris die frühere Poststation Am Brand, wo ihm der Mainzer Verkehrsverein traditionell Wein, Worscht und Weck serviert und wo früher die Eilposten nach Frankfurt und Straßburg abfuhren. - In Rüsselsheim veranstaltet der Frankfurter Motorradclub auf der Opel Rennbahn zum zweiten Mal das längste und schwerste Motorradrennen der Welt, das 24 Stunden Rennen, über 2000 km mit einem Preisgeld von 14.000 Reichsmark. Man fährt auf Stock, Windhoff bzw Neander, UI, das offenbacher Team Krahn und Kirchner auf Diamant, das eine frankfurter Team Heldmayer und Wünneberg auf Dunelt und das andere frankfurter Team Braun und Pistorius auf einer deutschen MWH und Horex. Der frankfurter Klein fährt auf einer DKW Werksspezialmaschine in der 500 ccm Klasse einen langweiligen Start-Ziel-Sieg ein. Es ist so heiß, dass sich kaum Zuschauer an der Rennbahn einfinden. Nur die Restaurants sind überfüllt. - In Wiesbaden hat das Palasthotel am Kranzplatz von Hoteldirektor Otto Schick 5 Telefonnummern ua 59241, und ist das Romantikhotel der Stadt mit 200 modern eingerichteten Zimmern und 60 Thermalbädern direkt im Hotel. Es finden Nachmittagstanztees statt. Das Zimmer kostet 12 bis 20 Mark inklusive einem Thermalbad. - In Wiesbaden schließt der Hockeyclub und Tennisclub Blau Weiß seine Hockeyabteilung und streicht Hockeyclub aus seinem Namen. - In Neu-Isenburg tritt die Tennisabteilung des Neu-Isenburger Turnverein, dem neugegründeten Tennisverein Erster Neu-Isenburger Tennisclub mit blau weißen Vereinsfarben an der Brunnenstrasse bei. - In Wiesbaden reist der Automobilrennfahrer Kappler mit seiner Frau zum Wiesbadener Automobilturnier an. Die Teilnehmer werden am Kurhaus von Fotographen empfangen. - In Frankfurt gibt es die Radiosendung Die Stunde der Frankfurter Zeitung, wobei als Gast der in Wiesbaden geborene streng protestantisch baptistische Handschuhmachersohn und frankfurter Schriftsteller Alfons Paquet (47) über Wiesbaden spricht. - In Frankfurt brennt bei einem Schiffsunglück der Kohlenfrachter Gelderland II im Osthafen, wobei ein Matrose (41) stirbt. - In Frankfurt wird ein Ortsverein des Deutschen Automobil Clubs im Luxushotel Frankfurter Hof Kaiserplatz 17 gegründet. - Die in Darmstadt im Vorjahr verstorbene Pharmaindustriellenehefrau, Automobilrennfahrerin und Selbstmörderin Ernes Rogalla von Bieberstein (++) wird als Frau in Rot alias rotes Kleid für Mercedes Benz Typ S Werbeplakatikone für eine Romanfigur. - In Frankfurt Niederrad werden mehrere Galopprennen für Rennpferde veranstaltet. - In Frankfurt kommt es zu einem Flugzeugunglück, wobei nach dem Start vom Flughafen Frankfurt am Römerhof 19 nach Hamburg ein 3 motoriges Lufthansa Grossflugzeug Junker D 1069 bei Rödelheim wieder abstürzt, wobei aber nur zwei Passagiere leichte Verletzungen erleiden. - Der in Wiesbaden geborene Automobilrennfahrer August Momberger (23) startet beim ersten Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, wo er mit seinem Bugatti T35B wegen einer defekten Wasserpumpe ausscheidet, wonach er auf Mercedes Benz fährt.jj - In Frankfurt stirbt der belgische Bahnradrennfahrer Gustave Lejour (--). - In Frankfurt eröffnet der Geigenbauer Hoffmann ein Atelier am Schweizerplatz. - Das in Frankfurt gegründete Kartell Deutscher Automobil Clubs mit 50 Automobilclubs als Kartellclubs löst sich auf und ordnet sich dem Kaiserlichen Automobil Club an der Spitze unter. - In Darmstadt zieht in das Mainzer Warenhaus im ehemaligen Kameytski Palais an der Westseite des Marktplatzes das jüdische Warenhaus Leonhard Tietz ein. - In Rüsselsheim wird der Fussballverein SC Borussia Rüsselsheim 06 in Sport Club Opel Rüsselsheim 06 umbenannt. - In Deutschland führt die Kriminalpolizei telgrafische Bildübermirrlung ein, wobei sähnlich wie bei besprechbaren  Rollen, Bilder auf mit Papier bespannte Rollen übertragen werden. Es gibt regionale Fingerabdruckkarteien und kriminalistische Testsets. - In Frankfurt wird das Haus des ehemaligen Richters Köppler im Köpplerhöfchen abgerissen. Es ist ein kurioses und besonders schmales Haus, dessen Stirnseite nur aus einem Torbogen und einem Fenster daneben besteht. - In Darmstadt kauft der Sportverein TSG Darmstadt 46 an der Heinrich Fuhr Strasse ein Wiesengelände. - In Langen erreicht der Fussballclub Langen 03 die höchste deutsche Spielklasse. - In Frankfurt wird im Luxushotel Frankfurter Hot  am Kaiserplatz die frankfurter Ortsgruppe des politischen Automobilclubs DAC gegründet, der sich audrücklich zur Weimarer Republik bekennt. - In Darmstadt nimmt die HEAG den Lininen Omnibus Verkehr vom Böllenfalltor nach Nieder-Ramstadt auf. Daneben betreiben die Reichsbahn, die Reichspost und private Unternehmen Linienverkehrsstrecken. - In Darmstadt läst sich der Motorrad Club Darmstadt Ernst Ludwig Strasse 2 wegen Streitereien und finanziellen Nöten nach 4 Jahren wieder auf.

1927 In Frankfurt kommt die Erstausgabe der NSDAP Wochen Hetzschrift Frankfurter Beobachter als Enthüllungsblatt und NSDAP Organ heraus. Die NSDAP Redaktion wird mit gesammelten 48 Mark gegründet. Die NSDAP Mitglieder Leopold Gutterer (25) und Theodor Habicht (29) betätigen sich in einem kleinen Raum von NSDAP Mitglied Moßbrugger in der Adalbertstraße als Redakteure. Da keine regionale Druckerei sie drucken will, kommt sie aus Lambrecht in der Pfalz. - In Frankfurt macht der NS Studentenbund Wahlpropaganda vor dem Eingang der Goethe Universität. - In Frankfurt wird Jakob Sprenger (43) NSDAP Gauleiter Hessen-Nassau. - In Mainz löst sich die mainzer NSDAP Ortsgruppe wegen Geldproblemen auf und ihr in Mainz geborener mainzer NSDAP Ortsgruppenleiter und Gerichtsassessor Hugo Wolf (31) tritt aus der Partei aus. Bei der Neugründung können sie kein Parteilokal finden. - In Mainz verbieten die linkrheinischen französischen Besatzungstruppen uniformiertes Auftreten in der Öffentlichkeit. - In Wiesbaden wird der in Wiesbaden geborene Schriftsetzersohn Theodor Habicht (29) NSDAP Ortsgruppenleiter und gründet die Wochenzeitung Nassauer Beobachter und den Pfälzer Beobachter, die zu offiziellen NSDAP Gauparteiorganen werden. - In Frankfurt tagt der Reichsverband der Deutschen Industrie im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16. - In Frankfurt wird Peter Gemeinder (36) frankfurter NSDAP Ortsgruppenleiter. Die NSDAP Ortsgruppe Frankfurt wird von ihrem Vermieter aus dem Parteibüro im 5. Stock in der Domstraße 12 geworfen und zieht deshalb in den 3. Stock in der Trierische Gasse 7, wo erstmals ein Parteischild angebracht wird. - In Frankfurt stören die NSDAP Mitglieder Jakob Sprenger (43), Peter Gemeinder (36), Karl Linder (27), Leopold Gutterer (25), Walter Heyse (25), Gerhard Rühle (22) und Hermann Neef (23) uneingeladen bei fremden Parteiveranstaltungen. Sie werden von SA und SS geschützt. - In Frankfurt wirbt die NSDAP Ortsgruppe nicht nur samstags sondern auch sonntags. - In Frankfurt beschuldigt das NSDAP Mitglied Leopold Gutterer (25) in der NSDAP Hetzschrift Frankfurter Beobachter den jüdische Warenhauskonzerninhaber Butterhersteller Hermann Wronker (62) mit falschen Gewichtsangaben zu betrügen und wird zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt. - In Wiesbaden eröffnet die Familie Ewert in der Bleichstraße 5 das Kino für Jedermann (später Olympia). - In Frankfurt eröffnet der DVP Reichsaußenminister Gustav Stresemann die internationale Veranstaltung Musik im Leben der Völker in der Festhalle an der Messe. - In Wiesbaden wird ein Reit- und Fahrclub gegründet, bei dem Reitstunden im Tattersall Weiß in der Saalgasse alias Lehrstraße 13 gegeben und große Ausritte veranstaltet werden. Die Frauen Gertrud Flemming, Fußbahn, Irene Pabst, Christa Rospatt, Vogel und die Männer Bechtold, Fliegeiskamp, Dr. Gäfgen, Wilhelm Müller und Karl Heinz Pabst sind einige der 151 Mitglieder. - In Mainz stellt der Lederhändler Karl Weis aus der Korbgasse den ersten Nachkriegsfastnachtszug auf. - In Frankfurt wird ein Telefongespräch auf Langwellenfunkbasis nach New York geführt. - In Bad Soden wird eine badsodener NSDAP Ortsgruppe gegründet, die sich zur Parteizentrale entwickelt. - In Frankfurt stirbt der in Argentinien geborene jüdische und bedeutendste Getreidegroßhändler der Welt Hermann Weil (59) in der Zeppelinallee. - In Wiesbaden erreicht die NSDAP 1,5 %. - In Preußen werden von allen Sinit und Roma Fingerabdrücke genommen. - In Frankfurt debutiert der Schauspieler Theo Lingen (24) am Theater Neues Theater Ecke Mainzer Landstraße 55/Karlstraße. - Wiesbaden hat 133.705 Einwohner und Mainz hat 110.595 Einwohner. - In Königstein kauft der jüdische u.a. frankfurter Warenhauskonzerninhaber, Ufa Kinokettengründer Hermann Wronker (60) die Villa Flinsch Rombergweg 4. - Im Deutschen Reich gibt es 64 Todesurteile. - In Mainz wird nach WW1 wieder ein Rosenmontagszug veranstaltet, an dem die Prinzengarde in neu entworfenen Uniformen und ihrem neuen Markenzeichen der Trommler in kurmainzischen Felduniformen mit preußischen Spitzhüten auftritt. - Die in Rüsselsheim geborene Automobilindustriellentochter und Springreiterin Irmgard von Opel (20) heiratet den in Mainz geborenen Filmregisseur und Drehbuchautor Karl Georg Külb (26) und lässt sich innerhalb eines Jahres wieder scheiden. Karl Georg Külb (26) wird Koautor des Ufa Propagandafilms Mein Sohn, der Herr Minister. - In Frankfurt wird die Fischertochter und Offenbacher Tachometerwerke Gründertochter (2016 VDO) Liselott Linsenhoff als Liselotte Schindling geboren. - In Offenbach wird eine offenbacher SS Ortsgruppe mit 7 Mitgliedern, darunter der aus Bensheim stammende Schlosser Ludwig Seehaus (30), ein Dr Herbert, Max Hoffmann und Willi Frank gegründet. - In Offenbach wird unter offenbacher SA Ortsgruppenführer Geis eine 20 Mann starke offenbacher SA Ortsgrupe gegründet. - In Frankfurt sind Friedrich Weitzel (23) und Leopold Gutterer (25) in der SS. Friedrich Weitzel (23) wird für 2 Jahre SS Führer Gau Hessen Nassau Süd. - In Mainz wird der ehemalige Justizpalast im Dalberger Hof Klarastraße 4 als Polizeipräsidium genutzt. - In Rüsselsheim leiden die Besucherzahlen der 1500 Meter langen und ovalen Opel Rennbahn durch die Neueröffnung des Nürburgringes. - In Offenbach wird der offenbacher Lehrer Friedrich Ringshausen (47) Friedrichsring 3 NSDAP Gauleiter des neuen Gaues Hessen, der aus Oberhessen, Rheinhessen und Starkenburg besteht. - In Frankfurt eröffnet der aus München stammende Gastwirt Gustav Maier in der Große Sandgasse 5 die Almhütt´n (2016 Straßenfläche vor Berliner Straße 42). - In Frankfurt werden im Ehrenhof der Frankfurter Universität Ehrentafeln für Kriegsgefallene aufgestellt. - In Darmstadt wird am Natursee Großer Woog ein zusätzliches Frauenbad angebaut. - In Darmstadt bietet Merck Vigantol als erstes Vitamin D Präparat an. - In Darmstadt übernimmt der morganatisch bei Metz geborene, in Darmstadt aufgewachsene und erfolglose Automobilhersteller Graf Otto Heinrich von Hagenburg (26) die Daimler Benz Vertretung in der Elisabethenstraße. - In Frankfurt veranstaltet die NSDAP eine öffentliche Veranstaltung, zu der über 1000 Menschen ins Volksbildungsheim Eschenheimer Anlage 40 zu Joseph Goebbels kommen, woraufhin es kurze Zeit später zu einer NS Demo kommt. - In Frankfurt prügeln sich SA und Reichsbanner in der Straßenbahnlinie 15. Beim Hippodrom Ecke Stresemannallee/Kennedyallee 19-23 (2016 Chinesisches Generalkonsulat) schreitet die Polizei ein und nimmt 30 SA fest. - In Frankfurt steigt nach der Taufe der Freiballon Drory als Geschenk der Frankfurter Gasgesellschaft an den Frankfurter Verein für Luftfahrt auf dem Festhallengelände der Messe auf. - In Frankfurt zieht mit einem lebenslangen Wohnrecht der kriegsverwundete preußische Generalssohn Pazifist und Dichter Fritz von Unruh (54) in den Rententurm. Er gilt als Nestbeschmutzer. - In Frankfurt gibt es 3652 Motorräder, 4271 PKW und 1383 LKW Automobile. - Auf dem Feldberg holt die NSU Tourenwagenfahrerin und frankfurter Autohändlertochter Erna Glöckler den zweiten Platz in der Klasse bis 1500 ccm. - In Wiesbaden stören aus Frankfurt mit einem Lastkraftwagen angereiste mit Gummischläuchen und Schlagstöcken bewaffnete und als Zuhörer geduldete Hakenkreuzler alias NSDAP Mitglieder eine Versammlung jüdischer Frontsoldaten auf ein Kommando hin. Auf ein Kommando hin kommt zu einer Saalschlacht, die die anwesende Polizei nur zögerlich beendet. - In Wiesbaden zeigt der neue Besitzer des Hotels Frankfurter Hof Wegergasse 37 Alfons Haas bei der Neueröffnung den jüdischen Gästen mit der antisemitischen Tageszeitung Nassauer Beobachter auf allen Tischen, dass sie nicht willkommen sind. - In Frankfurt Bockenheim erbaut der Metallgesellschaftsgründersohn Richard Merton (46) die neubarocke Villa Merton am Leonhardsbrunn 12. - In Frankfurt wird das NSDAP Mitglied Eduard Weber Anwalt am Amtsgricht. - In Frankfurt Fechenheim wird das modernste Hallenbad Europas eingeweiht. - In Höchst wird das französische Zwangsbordell alias öffentliches Haus geschlossen. - Die Besitzerin des frankfurter Palais Reichenbach Lessonitz alias Palais Löwenstein in der Taunusanlage 14 (2017 Deutsche Bank Hochhäuser), die Fürstenwitwe Prinzessin Pauline von Löwenstein Wertheim Freudenberg (St) (69) alias Prinzessin Paulina von Reichenbach Lessonitz stirbt. - Der in Gonsenheim aufgewachsene völkische Postinspektorensohn Walter Best (22) beendet sein Germanistikstudium in Frankfurt. - In Offenbach wird das Gaswerk an die Main-Gaswerke AG verkauft. - Der in Nieder-Flörsheim geborene Jurist und SA Führer Philipp Wilhelm Jung (43) wird private Leibgarde des rheinpfälzer NSDAP Gauleiters Josef Bürckel (32). - In Mainz schließt der in Weißrussland geborene jüdische Unternehmer Möise Gorbaty am Binger Schlag (2017 Wallstraße 1) das Automobilwerk Garbaty Mainz nach der Produktion von 400 Automobilen, darunter der 4 Zylinder 5/25 PS alternativ als Phaeton oder Limousine. - In Frankfurt sitzt man im Weinlokal Der Brückenkeller in der Schützenstraße 6 in den Kellergewölben der Weingrosshandlung La Roche & Allinger, im Besitz von K Allinger und Franz Albert um das tausend Liter fassendes noch unverzierte Goethe-Fass. - In Frankfurt lässt der jüdischevangelisch konvertierte Cassella Teilhaber und in den Adelsstand erhobene Carl von Weinberg (66) den von ihm gegründeten Frankfurter Golf Club mit einem 9-Loch-Platz nach Niederrad in die Golfstraße direkt vor seine Haustür Villa Waldfried Flughafenstraße umziehen, wo ein 18 Loch Platz angelegt ist und ein englisches Landhausstil Clubhaus erbaut wird. - Eine Straßenverkehrsordnung mit neuen international gültigen Warnungstafeln für den Kraftfahzeugverkehr wird eingeführt. - In Mainz findet ein Deutsches Volkstrachtenfest statt. - In Ober Ramstadt beginnt der Automobilwerkbesitzer Hans Gustav Röhr (32) mit Joseph Dauben mit der Produktion des Röhr 8 in Leichtbauweise mit Tiefbettkastenrahmen und Einzelradaufhängung, was zu einer sehr guten Straßenlage führt. Der unausgereifte 2 Liter Reihenachtzylindermotor macht ständig Probleme. Die Karosserie stammt vom darmstädter Karosseriebauer Autenrieht. Hans Gustav Röhr (32) verzichtet auf eine rationelle Fertigung. - In Mainz runiert der Besitzer der einzigen mainzer Hausbrauerei Franz Geier der Brauerei Zum Birnbaum in der Birnbaumgasse 5 durch seine Spielsucht seine Brauerei und verkauft sie an die Schwanenbrauerei. - Im Kloster Eberbach wird zur Tourismusförderung Wildschweinzucht im Saugraben betrieben. - Der Preis für 1 Kilo Brot steigt von 35 Pfennig auf 38 Pfennig. - In Darmstadt wird für das mittelrheinische Kreisturnfest die Festhalle erbaut. - In Darmstadt veranstaltet die Stadtverwaltung Konzerte im Orangeriehaus im Bessunger Hofgarten. - In Darmstadt hat die Kronenbrauerei die Telefonnummer 88 und 1527. - In Wiesbaden befreundet sich der expressionistische russische Maler Alexej von Jawlensky (62) mit der in Wiesbaden geborenen Malerin und Kunstgewerblerin Lisa Kümmel (30) und der in Frankurt geborenen Kunstsammlerin und Hoechst Millionenerbin Hanna Bekker vom Rath (34). - In Darmstadt kauft die Studentenverbindung Burschenschaft Frisia an der Technischen Hochschule im Prinz-Christians-Weg 11 ein eigenes Verbindungshaus, das im Folgejahr eingeweiht wird. - In Bad Homburg wird das Seedammbad eröffnet. - In Bad Homburg findet eine Modenschau auf der Treppe des Kurhauses statt. Vor einer Palme präsentieren sie kostbare Abendkleider in Form von orientalischen Umhängen. Alle Frauen haben kurzes Haar. - In Frankfurt hat das Restaurant Kaiser-Keller zwar ein mittelalterliches Kreuzrippengewölbe, aber alle Flächen sind weiß gestrichen und mit großen modernen Ovalen dekoriert. - In Frankfurt Sprendlingen wird das Sprendlinger Freibad eingeweiht. Der sprendlinger Victoria Kinobesitzer Philipp Ebert filmt das Ereignis als AXR-Film-Produzent. Beim Umzug durch die Stadt beteiligen sich alle Sportvereine. Viele Sportler marschieren wie die Konservativen monieren, nackt, dh. nur mit T-shirt und kurzer Hose, selbst Junge Frauen. Trockenübungen führen die Schwimmer nur in Badehose bekleidet vor. Schwimmerinnen tragen T-shirts dabei. - In Frankfurt gewinnt die in Boulogne sur Mer geborene jüdische frankfurter Industriellentochter Margot von Gans (28) das Feldberg Rennen in einem 4500 ccm Steyr Rennwagen. - In Mainz Laubenheim schließen die Gaststätten Am Alten Spritzenhaus Heinrich Doerr Schulstrasse 3 und Zur Vilzbach/Zum Karlshof Vordere Talstraße. -  In Frankfurt wird das international renommierte Weinlokal Der Brückenkeller Schützenstraße 6 mit qualitativ hochwertigen Weinen und Speisen wiedereröffnet. - Der in Nieder-Flörsheim geborene mainzer NSDAP Jurist Philipp Wilhelm Jung (43) wird ständige Security von rheinpfälzer NSDAP Gauleiter Josef Bürckel (32) und tritt dazu in die SA ein. - In Frankfurt läuft der Sportclub Frankfurt 80 Leichtathlet Ernst Geerling (18) die 100 Meter in 10,8 Sekunden und hat bereits 23 Siege im Sprinten errungen. Das Mitglied Rudolf von Goldschmidt-Rothschild (46) gewinnt den Prix de la Méditerranée gegen 166 Konkurrenten im Tontaubenschießen. - In Mainz betreiben 560 Personen die städtische elektrische Straßenbahn 73 Triebwagen, 61 Anhängewagen und 20 Güterwagen bei 15.000.000 Fahrgästen auf 26 Kilometer. Zwei Straßenbahnlinien sind nicht im Besitz der Stadt. Zum städtischen Krankenhaus und nach Laubenheim kann man nicht fahren. Nach Hochheim wird eine Kraftwagenlinie geplant. - In Mainz Mombach produziert die Eisenbahnwaggon-Fabrik Gastell, die auch Strasssenbahnwagen für alle Marken herstellt, Personenautos alias Personenkraftwagen der Marke Hag mit dem Modell 5/25. - In Mainz Kostheim produziert Linde elektrische Haushaltskühler alias Kühlschränke. - In Mainz ist der jüdische Bankier Kommerzienrat Ludwig Kronberger stellvertretender Vorsitzender der jüdischen Gemeinde und Vorsitzender des Vereins Mainzer Kaufleute. - In Wiesbaden hat die Firma Linde Eismaschinen AG bereits 10.000 gewerbliche Eismaschinen (nicht Kühlschränke) verkauft. - In Frankfurt findet ein Lichtfest statt, wobei in der ganzen Stadt einzelne Gebäude mit Flutlicht angestrahlt werden, darunter der Dom mit 43.000 Watt und der Eschenheimer Turm mit 13.000 Watt. - In Mainz gräbt der Museumsdirektor Aloys Ruppel eigenmächtig vor der Universität nach den Gebeinen von Buchdruckerfinder Johannes Gutenberg. - In Wiesbaden Georgenborn wird die Scheuermann Germanen Hütte als Schutzhütte bei Wanderungen errichtet. - In Wiesbaden wird der jüdische berliner Theaterkritiker und unerfahrene kasseler Theaterintendant, der Kassel aus der provinziellen Mittelmäßigkeit herausgeholt haben soll, Paul Bekker (45) neuer Intendant am Staatstheater Wiesbaden alias Grosses Haus. Sein Vorgänger, der hamburger Theaterwissenschaftler Carl Hagemann (56), wird Rundfunkintendant in Berlin. Paul Bekker (45) ist Wortführer für die jüdischen Musiker Gustav Mahler (67), Franz Schreker (32), Arnold Schönberg (53) und Ernst Krenek (27), seinen Assistenten Schwiegersohn von Gustav Mahler (67), die er auf seine Bühne holt. Intendant Carl Hagemanns (56) Vorgänger am Staatstheater Wiesbaden, der darmstädter Theaterregisseur mit jüdischer Verwandtschaft Ernst Legal (46), wird Paul Bekkers (45) Nachfolger als Intendant in Kassel. Aus Kassel bringt Paul Bekker (45) den ehemaligen landgräflich hessischen Hofkapellmeister Ernst Zulauf und seinen Assistenten Ernst Krenek (27), der auch Programmhefte erstellen mußte, mit. Paul Bekker (45) eröffnet das Schauspiel mit der wiesbadener Erstaufführung Peer Gynt. Die erste Neuheit in der Oper wird das Stück Jonny spielt auf seines jüdischen Assistenten Ernst Krenek (27), wobei der jüdische Dirigent Joseph Rosenstock Shimmy, Fox, Tango und Blues spielt. Es kommt mit wenig Bühnendeko aus, handelt von einem Schwarzen, der einem Konzertviolinisten seine Amati-Geige stiehlt und damit eine neue Zeit einläutet, einer Jagd nach dem Dieb und dessen Flucht nach Amerika. Im Theater Kleines Haus ehemaliges Residenztheater in der Luisenstraße 42 (2016 mittig Nordseite Luisencenter) wird das 22 Jahre alte Frank Wedekind Stück Hidalla die erste Neuheit. Die wiesbadener NSDAP Ortsgruppe organisiert Protestmärsche gegen das neue jüdische Theater-Personal, das die Pöbeleien wahr aber nicht tragisch nimmt. - In Mainz hält der Schriftsteller Thomas Mann (52) in der Stadthalle Gut Stubb Rheinstraße 68 (2016 Hilton Hotel) eine gut besuchte Lesung. - In Wiesbaden erlaubt der neue Vorsitzende des Polizeisportvereins Polizeimajor Rullich eine Damenhandballabteilung alias Faustball. - In Beerfelden Hetzbach findet das vom Hessischen Automobilclub Darmstadt veranstaltete Krähbergrennen letzmals statt. Nach der Veranstaltung stellt Graf Alexander von Erbach Erbach (St) (36) seine finanzielle Förderung ein. Ein Krähbergrennen wird erst 1964 wieder gestartet. - Autobahnen heißen Autobahnstraßen. - In Wiesbaden wird die Postsportgemeinschaft Wiesbaden mit eigenem Sportplatz Steinbergerstraße 10 gegründet. - In Frankfurt beschäftigen die jüdischen ADA-ADA Schuhfabrikanten Nathan 650 Arbeiter und Angestellte. - In Frankfurt Niederrad muss der Schiffs- und Bootsbauer Leux AG, der Eisenkähne produziert, schließen. - In Frankfurt hat der frankfurter NSDAP Ortsgruppenleiter hessennassauer NSDAP Gauleiter Jakob Sprenger (42) ein representatives offenes Automobil. - In Mainz kauft der deutsche Marktführer aus Berlin Elster Gasapparat als Gasmesserfabrik Mainz, Filiale S. Elster das zweite Werk des illiquiden Gasapparte und Gusswerk Mainz und wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. - In Frankfurt wird der Juwelier Josef Grebenau in der Kaiserstraße von seinem Geschäftspartner beraubt und ermordet, der mit 15 Jahren Zuchthaus bestraft wird. - In Wiesbaden wird der Neubau eines jüdischen Gemeindezentrums in der Innenstadt diskutiert. Der maurisch neuislamische Baustil der Synagoge am Michelsberg mit seiner Kuppel wird in der jüdischen Gemeinde als altmodisch empfunden und soll ua durch ein pyramidenförmiges Dach ersetzt werden. - Die Enkelin der in Bad Homburg Friedrichsdorf geborenen bürgerlichen ehemaligen bad homburger Spielbankbesitzerin und ehemaligen Besitzerin der Spielbank Monte Carlo Prinzessin Marie Bonaparte (St) (45) empfindet keinerlei vaginale sexuelle Lust bei der Missionarsstellung, der einzigen gesellschaftlich moralisch akzeptierten Sexpraktik, hält sich für krank und lässt sich an ihrer Vagina operieren, wobei ihre Klitoris näher zur Vagina verlegt wird. - Der konservative, republikfeindliche und monarchistische Reichskanzler und Reichspräsident Paul von Hindenburg (80) schreibt in einem geheimen Brief an den deutschen Ex Kaiser im Exil Wilhelm von Zollern II Preußen (St) (67), dass er nur auf dessen Einwilligung sein dornenvolles Amt übernommen hat. - Der in Wiesbaden geborene Architekten und Archäologen Hans Schleif (25) erhält das erste Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. - In Frankfurt wird der wiesbadener Motorradrennfahrer Günther Bartels (21) auf einem DKW Motorrad beim Motorradrennen Frankfurter Dreistädtefahrt Dritter. - Der evangelische düsseldorfer Theologe Reinhard Mumm (54) wird als Vorsitzender des Sozialausschusses der Preußischen evangelischen Generalsynode neuer Vorsitzender der Evangelischen Hauptstelle gegen Schmutz und Schund  und entscheidet über die Zensur von Büchern, Filmen und Medien. - Frankfurter Adler Sportwagen gewinnen zwei der rund 200 europäischen Bergrennen, das Landeskronbergrennen bei Görlitz durch xxx Schlesinger und das Bergrennen von Eutin durch die Rennfahrerin Tilly Köpke. Es gibt Rennwagen, Sportwagen und Tourenwagen Rennen. Opel gewinnt durch Carl Birkenmaier in der Schweiz beim Bergrennen Binzen-Lucke eines. - In Wiesbaden importiert die Sektkellerei Henkell über ihren Eisenbahnanschluss zügeweise französischen Wein aus der Champagne und bewirbt das. - In Mammolshain wird die Villa May Am Mönchswald des holländischen Privatiers Steenkamp nach dessen Konkurs mit vier Hektar Park und einem Steinbruch von Landesrat Otto Witte vom Landeswohlfahrtsamt für Nassau, Bezirksverband Wiesbaden, der noch weitere Kliniken in Davos, Scheidegg und Weilmünster betreibt, nach einjährigem Umbau in eine Klinik für 80 ansteckende tuberkulosekranke Kinder und Jugendliche eröffnet und von Landeshauptmann Dr Lutsch eingeweiht. Chefarzt wird Dr Hauff und Oberschwester Hertha vom Deutschen Roten Kreuz arbeitet ihm zu. Alle Kinder müssen in vierzehntägigen Abständen in den evangelischen Gottesdienst. Für die katholischen Kinder kommt der Rektor der königsteiner Ursulinenordensschwestern. - In Wiesbaden muss der letzte sonnenberger Nachtwächter Karl Wiesenborn seinen Dienst einstellen und posiert dafür vor dem Burgtor in Uniform mit Horn und Pfeife. - In Wiesbaden Erbenheim übernimmt die mittelrheinische Flughafen GmbH die Pferderennbahn, macht aus dem Gelände den Zivilflugplatz Wiesbaden - Mainz, wofür die meisten Tribünen abgerissen werden. - In Frankfurt beginnt die weltgrößte Firma I G. Farben über ihre neue in Leuna eröffnete Hydrieranlage nach dem Bergius-Pier-Verfahren Kraftstoff aus Kohle herzustellen, wodurch Deutschland von den amerikanischen Petro-Erdölförderungen innerhalb von 8 Jahren unabhängig wird. - In Wiesbaden gründet die Tanzschule Bier die Tanz Turnier Gruppe Bier TTGB. - In Wiesbaden ist in der Luisenstrasse (Luisenforum) das Residenztheater und das Cafe Atlantic. - In Frankfurt wird ein Rotary Club gegründet. - In Wiesbaden tritt im Kurhaus die in St Petersburg geborene Meistertänzerin Anna Pawlowa (46) mit 30 Tänzern und Tänzerinnen auf, darunter Boris Romanow und Anatol Obuchoff, wobei sie ua die Koketterie der Colombine von Drigo, die Gavotte von Lincke und das Stück Der sterbenden Schwan von Saint Saens selbst tanzt. Für ihre neue Tournee hat sie den jüdischen in St Petersburg geborenen Dirigenten Efrem Kurtz (27) engagiert, der das städtische wiesbadener Kurorchester leitet. Man tritt sowohl im Kurgarten als auch im großen Saal auf. - In Rüsselsheim ist die Volksbank Rüsselsheim in einen Skandal verwickelt, bei dem der Rechner einen Meineid leistet. - In Rüsselsheim veranstaltet der Frankfurter Motorradclub auf der Opel Rennbahn das längste und schwerste Motorradrennen der Welt, das 24 Stundenrennen. - In Rüsselsheim findet auf der Opel Rennbahn ein Motorradrennen mit 20.000 Zuschauern statt. Der Zustand der zementierten Bahn ist so schlecht, dass Geschwindikeitsrekorde durch die Bodenwellen ausgeschlossen sind. Die rüsselsheimer Tageszeitung Main-Spitze berichtet, dass ausländische Motorradfahrer wie der Holländer Baar, der Belgier Lismonde und der Franzose Borgotti chancenlos gegen Ernst Zündorf (30) und Josef Giggenbach (21) auf BMW, der zweimal gewinnt, waren. - Opel stellt, wie viele Konkurrenten bereits getan haben, als Marktführer den Verkauf von Fahrrädern im Einzelhandel ein und verkauft nur noch über Direktverkaufsstellen und über Versand ab Werk. - In Darmstadt begeht die in Pommern geborene Oberstleutnantstochter und Automobilrennfahrerin Ernes Rogalla von Bieberstein als verheiratete darmstädter Pharmaindustriellenehefrau Ernes Merck (29) deren Ehemann Wilhelm Merck (34) auch Aufsichtsratsmitglied bei Daimler-Benz ist, nach der Geburt ihres Sohnes Peter Merck und einem Erfolg auf ihrem Mercedes Benz als Werksautomobilrennfahrerin beim Klausenrennen, wobei sie Rudolf Caracciola (26) unterliegt aber ihren Ehemann Wilhelm Merck (34) abhängt, Selbstmord. - Auf dem Feldberg wird der Bergkönig Hans Stuck (27) auf Austro-Daimler Sieger des Feldbergrennens in der Sportwagenklasse bis 3000 ccm. - In Wiesbaden gewinnt der Automobilrennfahrer Adolf Rosenberger (27) das Automobilrennen auf den Berg Hohe Wurzel. - In Darmstadt wird das im Vorjahr von der Stadt übernommene Luxushotel Traube mit 73 Zimmern, 94 Betten und einer angrenzenden Garage modernisiert wiedereröffnet.. - In Wiesbaden schafft die Stadt drei moderne staubfreie Kipp Müllwagen, die mit einer Schnecke im Inneren den Müll verdichten und einheitliche Mülltonnen aus feuerverzinktem Stahlblech an. - In Darmstadt startet die HEAG eine Omnibuslinie mit sechs kleinen Benz Bussen vom Schloss über die Hochschule, die Pankratiusstrasse, den Riegerplatz, den Röhnring, den Spessartring zum als Station Rosenhöhe eröffneten Ostbahnhof. - Baroness Marie Helene von Rothschild wird in New York geborene. Sie ist die Enkelin der homosexuell lesbischen jüdischen französischen Rothschildtochter aus einer innerfamiliären frankfurter Rothschild Cousinenehe Helene von Rothschild (64) und sie wird mit 30 Jahren wieder einen Rothschild heiraten, der ebenfalls Enkel aus einer innerfamilären französisch-englischen Rothschild Cousinenehe ist.  

1926 In Frankfurt ist Jakob Sprenger (42) NSDAP Ortsgruppenleiter und Gaubezirksführer. Er verteilt handgeschriebene Rundschreiben, die Mit deutschem Gruß unterschrieben sind. - In Mainz Kastel wird das Fastnachtsgardekmusikcorps Kasteler Musikanten gegründet. -  In Frankfurt verkauft die SA Kampfschatzmarken mit dem Bild Hitlers für Spenden. - In Frankfurt ist die Geschäftsstelle der NSDAP Ortsgruppe Groß- Frankfurt in der Domstraße 12. - In Frankfurt marschiert die SA in der Goetheruhe. - In Frankfurt tritt der Zirkusbetreiber Albert Schumann (68) mit einer Pferdedressur im Schumann Theater am Bahnhofsplatz Hauptbahnhof 16 letztmals auf. - In Frankfurt gründet das NSDAP Mitglied Josef Geiger eine SS Ortsgruppe Frankfurt, die zweite in Deutschland. - In Wiesbaden verhindert die SA mit ihren 12 Mitgliedern unter Ortsgruppenleiter W G Schmidt mit ihrem Anführer Friedrich Weitzel (22) durch ein Uniformverbot der englischen Besatzungstruppen in Zivilkleidung bei einer NSDAP Versammlung eine Störung durch 40 SPD Reichsbanner Aktivisten und republikfeindlichen KPD ler mit ihrem Anführer Wolf auf, auf die sie Aschenbecher und Gläser werfen und 2 Tage später verhindert die Polizei, dass frankfurter SA und SS, denen bereits in Frankfurt Rebstock ihre Waffen abgenommen wurden, bei der NSDAP Versammlung im vollbesetzten Paulinenschlößchen auftreten. Beim Rückmarsch werden sie von 500 mit Knüppeln und Totschlägern bewaffneten ebenfalls republikfeindlichen KPD lern attackiert. Sie fliehen in ein nahes Nobelhotel, von wo aus sie von der Polizei in LKW Automobile zur Stadtgrenze gefahren werden. - In Frankfurt ist Hirt SA Führer. Da die Stadt nicht von Alliierten besetzt ist, kann die SA in Uniform auftreten. - In Frankfurt Griesheim, französich besetzt, trifft sich die republikfeindliche KPD und die regierende SPD im Gasthaus Mainzer Rad am Mainufer und wird von der frankfurter SA angegriffen, darunter Franz Krug, Gutjahr, Fink und Hättasch, die verhaftet aber wieder freigelassen werden. Sie erhalten von den Französischen Besatzungsbehörden in Abwesenheit 3 Monate Haft und 250 Reichsmark Strafe. - Die in Rödelheim geborene SC Frankfurt 80 Leichtathletin Milly Reuter (22) stellt einen Speerwurfweltrekord mit 38,36 Metern auf. - In Wiesbaden eröffnet das Lichtspieltheater alias Kino UFA Palast oder UFA im Park in der Wilhelmstraße 36 (2017 Caligari FilmBühne) und Marktsraße 9 als Stummfilmtheater im neugotischen Palast-Stil mit Projektoren Ernemann VIIB von Zeiss Ikon aus Dresden. - In Frankfurt findet die Deutsche Photographische Aussstellung in der Messehalle statt. - In Frankfurt gründet sich die pflichtschlagende Frankfurt-Leipziger Burschenschaft Arminia Paul-Ehrlich-Straße 1, in der die Landsmannschaft Chattia aufgeht. - In Frankfurt eröffnet der aus der jüdischen Gemeinde ausgetretene frankfurter Oberbürgermeister, Aufsichtsrat unzähliger frankfurter Großunternehmen, der PreussenElektra, der Deutschen Lufthansa, der Deutschen Bau- und Bodenbank und der Frankfurter Gasgesellschaft Ludwig Landmann (58) die Neue Alte Brücke. Für die Feierlichkeiten erhält das Lokal von La Roche und Allinger eine Schankerlaubnis für ihnen Weinkeller in der Brückenstraße. - In Frankfurt hat das NSDAP Parteibüro der NSDAP Ortsgruppe Groß-Frankfurt an der Zeil 38 (2016 Centrum Apotheke Zeil 96) ein Sprechstundenschild mit Thule Hakenkreuz. Sprechstunden sind von 4-7 nachmittags. - In Frankfurt wird Bertolt Brechts (21) Theaterstück Kleinbürgerhochzeit im Schauspielhaus am Gallustor alias Willy Brandt Platz unter dem Arbeitstitel Die Hochzeit uraufgeführt, dabei von einem Großteil des Publikums als Provokation aufgefasst und nach nur drei Aufführungen aus dem Spielplan genommen. - Die finanziell angeschlagene Stadt Bad Homburg bittet den abgesetzten deutschen Kaiser Wilhelm von Zollern II Preußen (St) (67) brieflich aus dem Exil nach Bad Homburg zurückzukommen, was dieser aber ablehnt. - In Wiesbaden erhält das Telegrafenbauamt ein Automobil, einen Personenkraftwagen alias PKW. - In Wallau wird eine Wählvermittlungsstelle alias Selbstanschlussamt für Telefone eingerichtet und erst 10 Tage später in Wiesbaden, danach in Schlangenbad. - In Wiesbaden beherbert das katholische Kolpinghaus in der Dotzheimer Straße 24 40 Wandergesellen. - Wiesbaden hat 133.610 Einwohner und Mainz hat 110.274 Einwohner. - In Frankfurt Seckbach wird der Mittelwellensender auf einem 107 Meter hohen Holzturm am Heiligenstock von 250 Watt auf 1500 Watt Leistung erweitert. - In Frankfurt erweitert der jüdische frankfurter Textilwarenhausunternehmer Hermann Wronker (59) auf der Südseite der Zeil (2016 u..v.a. Zeil 105) sein 80 Meter langes Warenhaus Wronker, das größte der Stadt um ein weiteres Haus Zeil 99. - In Mainz werden rund hundert uralte jüdische Grabsteine, die bei der Rheinbegradigung und beim Abbau von Festungsanlagen wiedergefunden wurden durch die jüdische mainzer Gemeinde und Rabbiner Sali Levi (43) auf dem Judensand Mombacher Straße gegenüber Abbiegung Anni Eisler-Lehmann-Straße alias Alter Judenfriedhof wieder aufgestellt. - In Mainz findet der erste große Fastnachtssamstagsball der Prinzengarde nach dem WW1 in der Stadthalle Gut Stubb Rheinstraße 68 (2016 Hilton Hotel) in den neuen Uniformen der kurmainzer Füsiliere statt. - In Bad Homburg kauft der in Mülheim geborene, von seinem ungarischen Schwiegervater adoptierte Baron und Unternehmer Heinrich Thyssen (51) das Gestüt Erlenhof mit Deckhengst Laland und italienischer Mutterstuten, insgesamt 60 Pferden, vom in Konkurs gegangenen, in Butzbach geborenen jüdischen Papierindustriellen Moritz James Oppenheinmer (47). Seine im österreichischen Burgenland geborene Tochter Margareta von Thyssen (15) ist eine begeisterte Reiterin. Sein älterer Bruder Fritz Thyssen (53) unterstützt seit ..23 mit großen Teilen seines Vermögens Adolf Hitler (37) und die NSDAP. - Der in Frankfurt geborene Kaufmannsohn, SA Führer und Landesführer Stahlhelm Friedrich Wilhelm Heinz (27) wird Chefredakteur der Bundeszeitung des Stahlhelms. - In Frankfurt bedankt sich die NSDAP bei der frankfurter SA und SS dafür, dass sie mit Lastautomobilen alias LKW und etwa 100 Mann bei Versammlungen auftauchen und Saalschutz leisten. - In Frankfurt verkauft die verarmte Familie Guaita den Bolongaropark und die Villa an die Stadt. - In Darmstadt tritt der Spenglermeister Otto Christian Wamboldt (42) in die NSDAP ein und wird Gaufunkwart Hessen Nassau Süd. - In Frankfurt bricht der in Frankfurt geborene Komiker Herman Bing (37) mit einem Produzenten nach Hollywood auf und wird erfolgreich. - In Darmstadt veranstaltet der Hessische Automobil Club mit Cabrios eine Vereinsfahrt nach Höchst in den Odenwald. - In Frankfurt bauen die Adler Werke Kleyerstraße 19 in ihren neuen Großserienwagen mit Ganzstahlkarosserie Adler Standard 6 die amerikanischen hydraulischen Vierrad Bremsen ATE Lockheed von Alfred Teves (58) für Europa ein und verzichten auf alle Bauteile aus Grauguss und Schmiedeeisen. In Großserie werden 60 Automobile pro Tag produziert. - In Ober Ramstadt gründet der Fahrzeugkonstrukteur Hans Gustav Röhr (31) mit Geldern des Montanindustriellen und wiesbaderner Luxushotel Nassauer Hof Besitzer Hugo Stinnes (56) und dem jüdischen frankfurter Bankhaus Otto Hirsch & Co. die Automobilfabrik Röhr Auto AG in den ehemaligen Falcon Automobilwerkstätten, wobei aber nur 100 obere Mittelklassefahrzeuge mit unzuverlässigen Motoren hergestellt werden. - In Frankfurt schließt das Garten Ausflugslokal Café Restaurant Scheffeleck Ecke Scheffelstraße/Eckenheimer Landstraße. Der Garten wird mit Wohnhäusern bebaut. - In Wiesbaden gründen hauptsächlich Buchdruckerkollegen, darunter Reinhold Jost und Georg Buch in der Gaststätte Anker in der Helenenstraße den Fastnachtsverein Buchdrucker Kommitee. Sie veranstalten am nächsten Tag im Gewerkschaftshaus in der Wellritzstraße 49 ihre erste Kappensitzung, bei der sie, da es keine Fastnachtskappen gibt, Strohhüte aufsetzen, die sie Kreissägen nennen. - In Mainz wird für 12 Jahre Heinrich Bender Präsident des Mainzer Carneval Vereins. - In Wiesbaden Kloppenheim wird ein Reit- und Fahrverein gegründet. - In Frankfurt gibt es 175.000 Arbeitslose. - Prinz Ludewig von Erbach Schönberg (St) wird als Sohn von Fürst Georg Ludwig von Erbach Schönberg (St) (23) geboren. - Die in Frankfurt geborene sayn wittgenstein berleburger Freiherrentochter Lucy von Kleydorff (28) h